DEP0001588BA - Verfahren zur Reinigung von Rohsprit - Google Patents
Verfahren zur Reinigung von RohspritInfo
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Description
1.1949.
Versuchs- und Lehranstalt für Spiritusfabrikat ion,Berlin ' ■ "Verfahren zux Reinigung von Rohsprit"..
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Rohsprit, insbesondere von Melasse-"und Holzrohsprit. Der
auf normalen Destillierapparaten gewonnene Rohsprit enthält bekanntlich mehr oder minder grosse Mengen, von Verunreinigungen. Für gewisse Verwendungszwecke, insbesondere für die
Herstellung von Trinkbranntwein, und fur medizinische und . pharmazeutische Zwecke,hei denen besonders hohe Anforderungen
an die Reinheit des Sprits gestellt «erden, wird iibli-. cherwaise der Rohsprit durch Rektifikation von seinen Verunreinigungen
befreit» Während bei Kartoffel- und Getreidesprit, die nur verhältnismässig geringe Mengen von Verunreinigungen
enthalten, die Rektifikation aus Peinsprit ohne besondere Umstände durchführbar ist, ist die Reinigung von
Melasse- und Holzrohsprit schon erheblich schwieriger und der Anfall von Feinsprit aus diesen Rohspriten demgeraäss beträchtlich
niedriger als bei der Aufarbeitung von Kartoffel-Rohspiritus-Überdies erfüllt der aus Meäasse und HoIzrohsprit
rektifizierte Sprit oft nicht die Anforderungen, die an einen Peinsprit gestellt werden müssen.Demgemass fielen
bei der Rektifikation von Melasse- und Holzrohspriten grcsse !engen an technischem Alkohol und, Sekundasprit an, die den
Bedarf überschritten.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung geht nun dahin, bei vder Rektifikation von Rohsprit vor allem die Peinspritausbeute
zu erhöhen und gleichzeitig eine Qualitätsverbesserung des Peinsprits zu erreichen» Gemäss der Erfindung
ro ixd
-2-
iird vorgeschlagen, dass dem Rohsprit im Verlauf der Rektifikation ein an siGh bekanntes oxydierend oder auch
gegebenenfalls katalytisch wirkendes Reinigungsmittel, insbesondere Kaliumpermanganat zugesetzt «,ird. Nach einem
bevorzugten !erfahren erfolgt der Zusatz des Reinigungsmittels, und z™p.r des Kaliumpermanganats* nach Entfernung
eines grossen TeiJs der Verunreinigungen des Rohsprits, beispielsweise während der dritten Fraktion*
Es ist zwar schon bekannt, zur Reinigung von Rohspiritus teils physikalisch, teils chemisch wirkende Mittel zu verwenden«
Zur Erzeugung von Peinsprit ist jedoch eine Rektifikation des Rohsprits erforderlich* Die Verwendung von
Zusatzmitteln, die oxydierend und auch gegebenenfalls katalytisch wirken, wie z. B.Ealiumpermanganat ,Silbernitrat
und andere Silberverbindungen, ist zwar en sich schon bekannt, erfolgte aher nicht für die Reinigung von ausgesprochenen
Rohspriten, sondern zur Qualitätsverbesserung von an sich durch normale Rektifikation vorgereinigten Spriten,
die als Peinsprit für Trinkbr-rnntweine diaaen sollten, um di« letzten den Geschmack beeinträchtigenden Beimengungen
zu entfernen«, Diese Zusätze wurden dann dem Sprit direkt zugegeben und eventuelle Ausscheidungen durch Filtration entfernt»
Durch die Erfindung, den Zusatz des Reinigungsmittels wie Kaliumpermanganats im Verlauf der Rektifikation durchzufuhren,
ist- ein neuer und fortschrittlicher feg aufgezeigt worden*
An einem Ausführungsbeispiel des Verfahrens sei die Erfindung erläutert*
Der hochprozentige Rohsprit,z.B.Meiasse- oder Holzrohsprit, wird zunächst, wie üblich,mit Wasser auf 40% herabgesetzt
und alsdann einer Rektifikation unterworfen,bei der eine Reihe von Hauptfraktionen abgefangen wird,Nach dem Verlauf
wird in der zweiten Stufe hochprozent iger ,aber noeh unreiner Aohol abgefangen und in der dritten Fraktion Sekundasprit,
der schon weitgehend gereinigt, aber noch ni^ht neutraler Peinsprit ist«Fahrend des Abtriebes der dritten Fraktion erfolgt
dann der Zusatz von Ealiumpermanganat, und zwar in
sohr kleinon !!engen, nachdem durch die erste und zweite Fraktion und zum Teil durch die dritte Fraktion schon ein
grosser Teil der ferunreinigungen entfernt worden ist» Die Menge des im Verlauf der dritten Fraktion zugesetzten lalium1-permangants
beträgt etwas- 200 g auf 10*000 Liter des Destille— tionsansatzes.
In der üblichen Weise erfolgt dann in der vierten Fraktion das Abfangen dss Primasprits, des neutralen Feinsprits für
Irinkzweeke sowie für medizinische und pharmazeutische Zwecke, In weiteren Fraktionen fällt dann Sekundasprit und
hochprozentiger, sbsr unreiner Alkohol sowie der Naohlauf ane Aus dem bei der Rektifikation der dritten und fünften Fraktion
anfallenden Sekundasprit können durch nochmalige Rektifikation weitere ¥e inspritanteile gewonnen wsrien, mnn hierbei in
ähnlicher Weise wie vorher ein Kaiiumpermanganatzusatz erfolgt, wobei aber die Kaliumpermanganätzugabe auf 100 g für
10*000 Liter verdünnten Sekundasprit herabgesetzt werden kann*
Dureh das erfindungsgemasse Verfahren ist es gelungen, die Feinspritausbeute bei gleichzeitiger Qualitätsverbesserung
ganz erheblich zu steigern« Während z. B»bisher die Feinspritausbeute aus Melasse- und Holzspiritus nur etwa 65 % betrug,kann
sie nunmehr auf üher 80 % gesteigert warden, was einen erheblichen wirtschaftlichen Fortschritt bedeutet« Das
erfindungsgemässe Verfahren,das sich auch im Dauerbetrieb hervorragend bewährt,ist euch für die Reinigung von Rohspiritus
aus Kartoffeln zu verwenden, wobei nicht nur gegenüber dem normalen Verfahren die Feinspritausbeute erhöht,sondern
auch ein äussesfc reiner Feinsprit gewonnen wird, wie er bei einfacher Rektifikation bisher nieht erhalten werden konnte
Claims (1)
- Patentansprüche:1*. Verfahren zur Reinigung γοη Rohsprit ,insbesondere ¥on Melasse- ader Holzrohsprit, hei dem der zweekmässigerweise zu verdünnende Rohsprit einer Rektifikation unterworfen wird j dadurch gekennzeishnet, dass eiern Rohsprit im Verlauf der Rektifikation ein an sieh, bekannter oxydierend odei gegebenenfalls katalytisch wirkendes Reinigungsmittel, insbesondere Kaliumpermanganat, zugesetzt wird«2* Verfahren naeh Anspruch 1 mit mehreren Fraktionen^ dadursh gekennzelehnet, da^ss der Zusatz von Ka1iumpermanganat naeh Entfernung eines grossen Teils der Verunreinigungen ζ-Β«, lährend der dritten Fraktion erfolgt.3.· Verfahren· ratch Ansprueh 1 oder 2, dadureh gekennzeichnet ,dass die Menge des zugesetzten Ka1iurapermanganats sehr klein im Verhältnis zur Menge des Rohsprits,beispielsweise 200 g auf etwas· 10.000'Liter'des Destillationsansatzes, gehalten F<?irde4β Verfahren nattt Anspruch 1 oder 2, dadurtb gekennzeichnet, dass der bei der Rektifikation anfallende Sekundasprit einer nochmaligen Rektifikation unter Zusatz von Kaliumpermanganat unterworfen wird·5· Verfahren na©h Anspruch 1,2 oder 4, dadurch gekannzeichnet, dass bei der nochmaligen Rektifikation des angefallenen Sekundasprits eine geringere Menge Kaliumpermanganats,vorzugsweise 100 g auf 10.000 Liter Sprit, zugesetzt wirdβ
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