DEP0001089DA - Karteikarte mit gestaffeltem Sichtrand - Google Patents
Karteikarte mit gestaffeltem SichtrandInfo
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Description
Es sind Karteien bekannt, bei denen am oberen oder seitlichen Rand der Karten ein gestaffelter Sichtrand vorgesehen ist, auf dem Vermerke - Buchstaben, Farbstreifen, Nummern, Daten, Kerben oder sonstige Zeichen - zur Kennzeichnung des Karteninhalts vorgesehen sind. Es hat sich bei diesen Karteien als nachteilig erwiesen, dass die Vermerke auf den freiliegenden Sichträndern nur ganz kurz sein können und somit bei ungeübten Bürokräften vielfach zu Missverständnissen Anlass geben.
Gegenstand der Erfindung ist eine derartige Kartei, deren Sichtrand eine ausführliche Beschriftung zulässt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird der Nutzen des Sichtrandes durch die Möglichkeit einer doppelten Kennzeichnung gesteigert.
Die Erfindung besteht darin, dass jede Karte an der Sichtrandkante, die eine darunter liegende Karte sichtbar werden lässt, schräg angeschnitten ist. Der
schräge Anschnitt der übereinander liegenden Karten vergrößert den für Vermerke nutzbaren Raum des Sichtrandes gegenüber einem geraden Anschnitt um so mehr, je schräger der Anschnitt verläuft. Es lassen sich damit auf dem Sichtrand ganze Adressen und dergleichen anbringen, die es in vielen Fällen erübrigen, die betreffende Karte überhaupt aufzuschlagen, da schon auf dem Sichtrand das jeweils Wissenswerte zu ersehen ist. Damit wird erhebliche Arbeit und Zeit gespart, und die Anforderungen an den Karteibenutzer werden entsprechend geringer. Überraschenderweise verringert der schräge Verlauf der Beschriftung die Lesbarkeit keineswegs.
Es hat sich weiterhin bei den bekannten Karteien mit Sichtrand als nachteilig erwiesen, dass zur Herausnahme einer Einzelkarte die Sichtränder der darunter liegenden Karten heruntergebogen oder der Sichtrand der herauszunehmenden Karte aufgebogen werden müssen, um die Karte fassen zu können. Die Kartei erhielt dadurch schon bald ein unansehnliches Aussehen, der Sichtrand wurde schnell beschädigt und verlor damit seinen Zweck. Erfindungsgemäß sind daher die freien Sichtrandkarten noch mit Fahnen versehen. Der schräge Anschnitt des Sichtrandes ermöglicht es, dass die Fahnen rechtwinklig zu den Kanten der Karte im Winkel zur schrägen Sichtrandkante ansetzen und somit nicht bloß eine Fortsetzung des Sichtrandes, sondern einen zweiten, deutlich getrennten Sichtrand bilden. Vorteilhafterweise weisen die Fahnen die Breite des schrägen Sichtrandes auf und sind derart
halbkreisförmig gerundet, dass sie ein leichtes Anfassen und Herausnehmen gestatten.
Der durch die übereinander liegenden, aber sich nicht überdeckenden Fahnen entstehende Sichtrand ist vorteilhafterweise dazu zu benutzen, eine zweite Reihe von Kennzeichne für die einzelnen Karten darauf anzubringen. So können beispielsweise auf den Fahnen laufende Nummern, auf dem schrägen Sichtrand Adressen angebracht sein. Möglich ist es auch, auf den Fahnen Buchstaben vorzusehen und z.B. für eine Kundenkartei soviel Karten mit der betreffenden Buchstabenfahne zu nehmen, wie Kunden mit dem betreffenden Anfangsbuchstaben vorhanden sind, während auf den schrägen Sichträndern der einzelnen Karten dann die Namen der Kunden verzeichnet sein können.
Durch die Verbindung der Fahnen mit dem schrägen Anschnitt des eigentlichen Sichtrandes entsteht eine besonders leicht und schnell zu bedienende Kartei, da es bei mehreren übereinander liegenden Sätzen von Sichträndern vielfach genügen wird, die Karten an den Fahnen nur soweit herauszuziehen, dass die Beschriftung des schrägen Sichtrandes lesbar wird.
Die Erfindung lässt sich mit den gleichen Vorteilen nicht nur bei Karteien, sondern auch bei sonstigen Büromaterialien mit gestaffelten Sichträndern anwenden, z.B. bei Blocks, Notizbüchern, Kalendern oder Alben.
In der Zeichnung ist die Erfindung an dem bevor-
vorzugten Ausführungsbeispiel von Karteikarten mit schrägen Sichtrandkarten in Verbindung mit rechtwinklig dazu angesetzten, halbkreisförmig gerundeten Fahnen dargestellt. An der Karteikarte 1 sind die Sichtrandkanten 2 zur darunterliegenden Karte schräg angeschnitten, sodass der schräge Sichtrand 3 entsteht. Der Sichtrand 3 läuft in eine halbkreisförmige Fahne 4 aus, auf der gleichfalls Kennzeichnungsmerkmale für die Karte angebracht sind.
Claims (4)
1.) Karteikarte mit gestaffeltem Sichtrand, dadurch gekennzeichnet, dass jede Karte an der Sichtrandkante, die eine darunterliegende Karte sichtbar werden lässt, schräg angeschnitten ist.
2.) Karteikarte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sichtrandkante jeder Karte in eine, vorzugsweise im Winkel zur Sichtrandkante und rechtwinklig zu den anderen Kartenkanten angesetzte Fahne ausläuft.
3.) Karteikarte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahnen zum leichteren Herausziehen der Karte halbkreisförmig ausgebildet sind.
4.) Karteikarte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sichtrand und auf den Fahnen verschiedenartige Vermerke zur Kennzeichnung des Karteninhalts angebracht sind.
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