DEP0000464DA - Anlaßventil für Pumpen, insbesondere für Speisewasserpumpen an Lokomotiven - Google Patents
Anlaßventil für Pumpen, insbesondere für Speisewasserpumpen an LokomotivenInfo
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Description
Insbesondere im Lokomotivbetrieb zeigen sich die üblichen Anlaßventile für die Pumpen unpraktisch. Sie verursachen vielfach Störungen und sogar Schäden im Betrieb und erfordern eine besonders aufmerksame und geschulte Bedienung.
Nach den Erkenntnissen des Erfinders ist dieser Nachteil in der großen Querschnittsbemessung dieser Ventile bedingt, die ein langsames Öffnen praktisch unmöglich macht. Wird das bekannte Ventil nicht sehr geschickt bedient, so entsteht sofort ein zu starker Dampfstoß. Dieser wirkt sich in mehreren hintereinander folgenden harten Schlägen der Pumpe aus, die daraufhin wieder stehen bleibt und erst nach längerem Warten wieder weiter läuft. Da beim Anlassen immer noch altes Kondenswasser in den Kammern lagert und nicht so schnell entweichen kann, werden öfters die kleinen Ringe auf dem Umsteuerungskolben der Pumpe zerstört.
Diese Beobachtung ist namentlich bei Wasserpumpen zu machen, die mit einer Tolkien-Steuerung mit Vorsteuerung durch den Dampf ausgestattet sind.
Gemäß der Erfindung werden diese schwerwiegenden Nachteile dadurch vermieden, daß das Ventilverschlußstück, z.B. ein Ventil-
kegel, mehrteilig ausgebildet ist, und daß die verschiedenen Ventilverschlußteile derart mit gegenseitigem Spiel an der Ventilspindel angreifen, daß deren Bewegung in die Öffnungsstellung entgegen der Durchflußrichtung zunächst nur einen Teil des vom Ventilsitz gebildeten Durchflußquerschnitts und erst anschließend diesen vollständig freigibt.
Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß eine zentrale, versenkte Bohrung eines Ventilkegels als Ventilsitz für eine entsprechend kegelige Spitze der Ventilspindel dient, daß ferner der Ventilkegel, beispielsweise durch einen in eine Ringnut der Ventilspindel eingreifenden Stift, oder deren mehrere auf der letzteren begrenzt axial verschiebbar gesichert ist, und daß der Ventilkegel ein oder mehrere Bohrungen aufweist, die aus dem Raum zwischen der Spitze der Ventilspindel und deren Ventilsitz im Ventilkegel nach der Zuflußseite führen.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt den neuen Ventilkegel,
Fig. 2 die Ventilspindel und
Fig. 3 diese beiden Elemente zusammengebaut.
Ein Ventilkegel a (Fig. 1) weist eine zentrale, z.B. 5 mm starke Bohrung b auf, die auf einem Teil ihrer Länge selbst in Form eines konischen Ventilsitzes c ausgebildet ist. In diesen paßt eine entsprechend kegelige Stahlspitze d aus gutem Stahl (Fig. 2), die in das Stirnende der Ventilspindel e eingesetzt ist. Diese trägt eine breite Ringnut f und dient zur Aufnahme eines oder mehrerer Stifte g, die durch den Ventilkegel a zu dessen längsverschiebbarer Sicherung eingebracht werden können. Der Ventilkegel a weist außerdem mehrere etwa 5 mm starke Bohrungen h auf, die aus dem Raum
zwischen dem konischen Ventilsitz c und der Stahlspitze d heraus auf die Rückseite des Ventilkegels a führen.
Soll das neue Ventil geöffnet werden, so wird die Ventilspindel in der üblichen Weise zurückgezogen. Dadurch wird zunächst nur die Stahlspitze d aus ihrem Ventilsitz c im Ventilkegel a um wenige Millimeter zurückgezogen und so kann zunächst nur wenig Dampf durch die Bohrungen h in die Umsteuerungskammer gelangen, um diese langsam auszufüllen. Gleichzeitig findet das Kondenswasser Zeit zum Entweichen und der Dampf hält das Hauptventil a fest auf seinem Sitz.
Wird nun die Ventilspindel im gleichen Zuge und gegebenenfalls von ungeübter oder ungeschickter Hand vollends in die Öffnungsstellung bewegt, so wird dabei nunmehr der ganze Ventilquerschnitt freigegeben und dabei beginnt die Pumpe ohne Störung leise ihren Lauf.
Das neue Ventil läßt sich in gleich vorteilhafter Weise zum Anlassen von Dampf-, Luft- oder Wasser-Pumpen, sowie von Lichtmaschinen, Hilfsbläsern usw. verwenden.
Claims (6)
1. Anlaßventil für Pumpen, insbesondere für Speisewasserpumpen an Lokomotiven, dadurch gekennzeichnet, daß der in Durchflußrichtung schließende Ventilverschlußkörper, z.B. ein Ventilkegel, mehrteilig ausgebildet ist und daß seine verschiedenen Teile (a, b) derart mit gegenseitigem Spiel an der Ventilspindel (c) angreifen, daß deren Bewegung in die Öffnungsstellung zunächst nur einen Teil des vom Ventilsitz gebildeten Durchflußquerschnitts und erst anschließend diesen vollständig freigibt.
2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück aus zwei gleichachsigen Teilen besteht.
3. Ventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren Teil (a), einem Ventilkegel, eine zentrale, in Durchflußrichtung sich verengende Bohrung (c) vorgesehen ist, die als Ventilsitz für den inneren Teil dient, der von einer entsprechenden kegeligen Spitze (d) der Ventilspindel gebildet wird.
4. Ventil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Ventilkegel (a) mit einem zylindrischen Ansatz versehen ist, der auf der Ventilspindel gleitet.
5. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkegel (a) durch eine in eine Nut (f) der Ventilspindel (e) eingreifenden Stift (g) oder deren mehrere auf der letzteren begrenzt axial verschiebbar gesichert ist.
6. Ventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkegel (a) ein oder mehrere radiale Bohrungen aufweist, die aus dem Raum zwischen der Spitze (d) der Ventilspindel (e) und deren Ventilsitz (c) im Ventilkegel (a) nach der Zuflußseite führen.
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