DEP0000408MA - Versenktor für Schiffahrtsschleusen - Google Patents

Versenktor für Schiffahrtsschleusen

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DEP0000408MA
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DE
Germany
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gate
jamb
lowered
lower gate
wall
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Friedrich Wilhelm Peilert
Original Assignee
Peilert, Friedrich Wilhelm, Magdeburg
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft ein Versenktor für Schiffahrtsschleusen mit am Tor angeordneter Sohlendichtung. Bei der bisherigen Ausbildung der Versenktore, sogenannter Hubversenktore, muß bei Schiffahrtsschleusen zur Ausspiegelung des Wasserstandes das Tor zunächst angehoben werden, um zwischen dem Drempel und dem Tor einen Durchtrittsspalt für das Wasser freizugeben. Zur Freigabe der Durchfahrtöffnung wird das Tor dann gesenkt. Das Tor muß also nochmals die eigentliche Staustellung durchfahren und mit der Sohlendichtung an der Drempelarmierung vorbeigleiten. Da bei der bisherigen Ausbildung der Hub-Versenktore die Sohlendichtung gegen den Oberwasserdruck dichtet, so ist sie mit dem Tor gelenkig verbunden und steht unter durch Federn erzeugtem Anpreßdruck. Infolge der nicht immer gleichmäßigen Spannung der Federn ist auch der Anpreßdruck vielfach ungleichmäßig und daher die Dichtung an der Sohle nicht einwandfrei. Ist der Anpreßdruck indessen zu stark, so ist es schon oft vorgekommen, daß sich das Tor beim Senken und ausgespiegelter Schleuse auf den Drempel aufsetzt; Betriebsstörungen sind die Folge. Auch besteht die Gefahr, daß beim Absenken des Tores zwischen die Sohlendichtung und dem Drempel Fremdkörper, wie Baumwurzeln, Trossen o.dgl. geraten. Sie bleiben dort liegen, da sie von dem im letzten Teil der Ausspiegelung verhältnismäßig schwachen Spülstrom nicht mehr mitgerissen werden. Beim Senken des Tores ist dann eine Beschädigung der Sohlendichtung unvermeidbar.
Die vorerwähnten Nachteile sollen durch die Erfin- dung vermieden werden, die darin besteht, daß die oberwasserseitige Wand des Versenktores im unteren Teil des Tores eine nach dem Drempel hin verlaufende Schrägwand bildet zu dem Zweck, beim Senken des Tores in jeder Torstellung die Ausspiegelung der Schleuse zu gewährleisten. Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ders Versenktores ist keine Aufwärtsbewegung des Tores zur Herstellung des zur Ausspiegelung erforderlichen Durchflußspaltes zwischen Tor und Drempel mehr erforderlich, vielmehr erfolgt die Herstellung ders Durchflußspaltes durch Absenken des Tores. Auch wird die Sohlendichtung geschont, da ein Vorbeigleiten der Dichtung an der Drempelarmierung vermieden ist. Die Betriebssicherheit des Tores ist wesentlich erhöht, da auch keine sonst leicht durch Fremdstoffe hervorgerufenen Verklemmungen zwischen Tor und Drempel mehr eintreten können.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. 1 zeigt einen Schnitt durch das Versenktor nach der Linie I - I der Abb. 2 und
Abb. 2 den Grundriß des Tores mit abgenommener Überfallhaube.
Die oberwasserseitige Wand 1 des Versenktores 2 verläuft in ihrem unteren Teil 3 schräg nach dem Drempel 4 hin und trägt die Gummileiste 5 für die Sohlendichtung, die in der gezeichneten Betriebsstellung des Tores an die Armierung des Drempels 4 gepreßt wird und das Tor gegen das Oberwasser abschließt.
Die Seitendichtungen des Tores werden in bekannter Weise durch Federbleche, die mit Bronze- oder Gummileisten armiert sind, gebildet. Die nach dem Oberwasser zu liegende Blechhaut 6 des Tores wird möglichst dicht an den Drempel 4 herangeführt, damit beim Senken des Tores keine Fremdkörper zwischen Schrägwand 3 und Drempel 4 eindringen können.
Der auf das Versenktor wirkende Wasserdruck wird durch die Laufrollen 7 auf im Mauerwerk verlegte Laufschienen übertragen.
Beim Senken des Tores 2 wird infolge der starken Unterschneidung der Drempelwand 8 ein immer größer werdender Durchflußspalt freigegeben, bis die zulässige Spaltweite erreicht ist. Da der Spalt auf dem ganzen Absenkwege des Tores offen bleibt, so findet in jeder Stellung des Tores auch die Ausspiegelung statt und wird nicht unterbunden. Der Spülstrom zwischen der Torwandung 1 und dem Drempel 4 ist auch während des letzten Teiles der Ausspiegelung noch so stark, daß Sinkstoffe in die Schleusenkammer mitgerissen werden und so keine Beschädigungen des Tores oder der Sohlendichtung weiterhin hervorrufen können.
Da die auf der Schrägwand 3 ruhende Wasserauflast im Senksinne des Tores wirkt, so ist es nicht erforderlich zur Überwindung von Verklemmungen oder Vereisungen des Tores eine Zahnstange oder eine drucksteife Kette als Huborgan zu verwenden, sondern es kann eine Gall'sche Kette eingebaut werden.
Das Ausspiegelungswasser wird durch die Schrägwand 3 umgelenkt, fließt an der unterschnittenen Drempelwand 8 entlang in die Schleusenkammer 9. Durch die Anordnung einer Stufe 10 im Boden 11 der Schleusenkammer 9 werden Walzen- und Wirbelbildungen im Wasserstrom erzeugt und dadurch seine lebendige Kraft vernichtet. Der bisherige Einbau einer besonderen Querwand unmittelbar hinter dem Tor in der Schleusenkammer wird dadurch entbehrlich.

Claims (1)

  1. Versenktor für Schiffahrtsschleusen mit am Tor angeordneter Sohlendichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die oberwasserseitige Wand (1) am unteren Teil des Tores eine nach dem Drempel (4) hin verlaufende Schrägwand (3) bildet, so daß beim Senken des Tores in jeder Torstellung die Ausspiegelung der Schleuse stattfindet.

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