DEN0009402MA - - Google Patents

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DEN0009402MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30. August 1954 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von plastisch wirkenden Vorlagen für den Landkartendruck. Sie besteht darin, daß man auf einer ebenen Darstellung durch Verwischen von aufgetragenem bildgebendem Material ineinander übergehende, ein- oder mehrfarbige Farbtonabstufungen und dadurch eine Geländeplastik erzeugt.
Die auf diese Weise erhaltenen Vorlagen können zum Druck in allen hierfür bekannten Druckverfahren, wie Offsetdruck, Lichtdruck, Tiefdruck usw., in kleinem oder großem Maßstab, einfarbig oder mehrfarbig dienen. Alle Landkartendarstel-,lungen lassen sich damit herstellen, sei es für Stadtpläne, besonders auch für Grundkarten, i; Fliegerkarten, Geländekarten, Schulkarten usw., gleichgültig ob die Beleuchtung von links, rechts, oben oder unten gewählt wird.
Das neue Verfahren hat den bekannten gegenüber ganz .erhebliche Vorteile. Insbesondere ermöglicht es die Herstellung der Druckvorlagen in außerordentlich kurzer Zeit und mit den einfachsten Mitteln, so daß es die gesamte Landkartenherstellung enorm verbilligt. Darüber hinaus ergibt
609 708/206
N 9402 IVa/57d
es eine plastische, naturgetreue Wirkung der Landkarten, die eine wesentliche Erleichterung des Kartenlesens, besonders auch für Laien, bedingt. Das neue Verfahren wird zweckmäßig in der Weise durchgeführt, daß man ebenes Gelände in einem gleichmäßigen, mittleren Farbton anlegt.
Die Höhenlinien werden vorteilhaft auf der Schattenseite stärker gehalten als auf der Lichtseite.
ίο Erhalten die Zwischentöne von einer Höhenlinie zur anderen, von oben nach unten, eine etwas verlaufende Verstärkung, so wird dadurch eine besonders wirkungsvolle Plastik erzielt.
Die Straßen und Wege werden in einfacher Weise aus dem Gelände in verschiedener Breite hell herausgehoben. Zu diesem Zweck werden sie mit heller Deckfarbe vorgezeichnet, dann überwischt und zuletzt abgeschabt.
Schließlich wird zur Vervollständigung des neuen Verfahrens vorgeschlagen, daß für mehrfarbige Landkarten eine durch Wischung getönte Reinzeichnung für eine violettgetönte Druckplatte zur besonderen Hebung der Plastik und die im Druck Grün zu erscheinende Farbe durch die beiden Reinzeichnungen für Blau und durch die Reinzeichnung für Gelb — nach dem Grundsatz je höher das Gelände, je kräftiger die Farbe — ersetzt wird. .
Die Fig. 2 zeigt beispielsweise eine plastisch wirkende Vorlage für den Landkartendruck, die nach dem neuen Verfahren, also durch Wischen, in kürzester Zeit hergestellt ist und zur Vervielfältigung durch ein bekanntes und an sich beliebiges Druckverfahren dienen kann.
Es wird erreicht, daß die Darstellung außerordentlich naturgetreu, wirkt und dem Beschauer auch ohne besondere Schulung die Möglichkeit gibt, sich ein genaues Bild von der dargestellten Lage zu machen.
Die Figur zeigt in der Einzeldarstellung ein. Gelände, dessen Plastik auf einer ebenen Darstellung durch Wischen erzeugt wurde. Die Geländeplastik ist durch ineinander übergehende Farbtonabstufungen erzielt.
Das ebene Gelände ist in einem gleichmäßigen mittleren Farbton angelegt. Die Höhen- bzw. Formlinien sind auf der Schattenseite stärker gehalten 'als auf der Lichtseite (Fig. 1). In ihre Windungen sind die Höhenzahlen untereinander in Fortführung dieser Linien, unter Berücksichtigung der Licht- und Schattengebung, eingefügt. Die Zwischentöne von einer Höhenlinie zur anderen sind durch Verstärkungen erzielt, die von oben nach unten etwas verlaufen.
Die durch die Wischurig"1 erzeugte Farbton- 55 ■ abstufung ist auf der Lichtseite um so heller und auf der Schattenseite um so dunkler gehalten, je stärker dort die Steigung ist.
Die Waldsignaturen z. B. sind als geschlossene Flächen durch willkürlich an-, über-, neben- oder untereinander gezeichnete Rundungen α bzw. spitze Winkel b (Fig. 3) dargestellt, die in den Schattenseiten dunkler und stärker, in den Lichtseiten heller und dünner erscheinen. In den Schattenseiten sind die Signaturen dunkler und stärker, in den Lichtseiten heller und dünner gehalten.

Claims (6)

Patentansprüche;
1. Verfahren zur Herstellung von plastisch wirkenden Vorlagen für den Landkartendruck, dadurch gekennzeichnet, daß man auf einer ebenen Darstellung durch Verwischen von aufgetragenem bildgebendem Material ineinander übergehende, ein- oder mehrfarbige Farbtonabstufungen und dadurch eine Geländeplastik erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ebenes Gelände in einem gleichmäßigen mittleren Farbton angelegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhenlinien auf der Schattenseite stärker gehalten werden als auf der Lichtseite.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischentöne von einer Höhenlinie zur anderen von oben nach unten eine etwas verlauf ende Verstärkung erhalten.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Straßen und Wege aus dem Gelände in verschiedener Breite durch helle Vorzeichnung, anschließendes Überwischen und abschließendes Abschaben herausgehoben werden.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für mehrfarbige Landkarten eine durch Wischungen getönte Reinzeichnung für eine violettgetönte Druckplatte verwandt und die im Druck Grün zu erscheinenden Farben durch die beiden Reinzeichnungen für Blau und durch die Reinzeichnung für Gelb — nach dem Grundsatz je höher das Gelände, desto kräftiger die Farbgebung —■ ersetzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 509 107, 686 955.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 708/206 11.56

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