DE89777C - - Google Patents

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DE89777C
DE89777C DENDAT89777D DE89777DA DE89777C DE 89777 C DE89777 C DE 89777C DE NDAT89777 D DENDAT89777 D DE NDAT89777D DE 89777D A DE89777D A DE 89777DA DE 89777 C DE89777 C DE 89777C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44CPRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C1/00Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects
    • B44C1/16Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing decorative surface effects for applying transfer pictures or the like

Landscapes

  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Als Diaphanien kommen zwei Arten Glasbilder in den Handel,. welche bestimmt sind, die echte Glasmalerei zu ersetzen. Die eine Art besteht aus auf besonderem Papier gedruckten, transparent gemachten und auf Glas übertragenen Papierchromobildern, und die andere aus ebenfalls auf Glas übertragenen Abziehbildern. Bei der ersten Art Diaphanien besteht der hauptsächlichste Uebelstand darin, dafs eine vollständige Durchsichtigkeit des Bildes wie bei dem echten Glasbilde nicht erreicht werden kann. Bei der durch Abziehbilder hergestellten Sorte Diaphanien fällt zwar dieser Mangel fort, dahingegen tritt ein anderer auf. Bei den Abziehbildern geht nämlich die volle Harmonie der Farbe und die ruhige, künstlerisch abgestimmte Gesammtwirkung verloren, wenn nicht eine helle Unterlage Anwendung findet. Dadurch aber wird gleichfalls nur ein Uebelstand durch den anderen abgelöst, denn die Anordnung der hellen Unterlagen, z. B. eine Albuminschicht, mattirte Glasscheibe und ähnliches, verhindert wiederum die Betrachtung des Bildes von der Rückseite, da die Unterlage bei der Ansicht weifs erscheint und das farbige Bild nicht erkennen läfst.
In Bezug auf das unharmonische Wirken des Bildes sei noch Folgendes bemerkt. Jedes Chromobild besteht bekanntlich aus einer bestimmten Anzahl Farben, durch deren Aufeinanderdrucken hellere und dunklere Partien im Bilde entstehen. Wird das Bild auf eine Unterlage, wie z.B. Papier, mattes Glas, eine Albuminschicht, gedruckt, so- wirken alle Farbentöne und Ueberzüge richtig, fehlt dagegen diese Unterlage, wird vielmehr die gebildete Farbenhaut auf klares Glas übertragen, so wirken wohl noch zum Theil die dunklen, nicht aber mehr die hellen Partien, welche matt oder wässerig erscheinen. Soll z. B. bei einer Landschaft der Himmel wolkig erscheinen, und zwar in verschiedenen Tönen, vielleicht blau, weifs und grau, so tritt bei Verwendung einer Unterlage die beabsichtigte harmonische Wirkung ein, nicht aber bei einer Uebertragnng auf' helles Glas. Das Blau als dunkle Farbe wirkt wohl noch, das Grau und Weifs dagegen erscheint vollständig wässerig und nur als unwesentliche, kaum wahrnehmbare Färbung des Glases, nicht aber als Deckung. Man erhält in diesem Falle den Eindruck, als ob nur blaue Wolken vorhanden wären. Ein ähnliches ' Verhältnifs liegt bei einer Figur z. B. mit grauem oder weifsem Gewände vor. Harmonie der Farben ist hier nur bei einer Unterlage vorhanden, ohne eine solche dagegen sind die Farben des Kleides matt und nicht erkennbar und die betreffende Gewandung wirkt wie ein farbloser leerer Fleck.
Es ergab sich mithin die technische Aufgabe, ein Diaphaniebild zu schaffen, welches in allen seinen Farbtönen oder Nuancen harmonisch wirkt. Diese Aufgabe wird in dem neuen Verfahren gelöst, und zwar durch Herstellung eines bei der Betrachtung von beiden Seiten gleich klaren Bildes, unter Fortfall der 'bisher
folgendermafsen
gebräuchlichen durchscheinenden Unterlagen (matten oder Milch-Glases, Oelpapieres oder dergl.).
Das neue Verfahren wird
ausgeführt.
Sobald von der Gesammtzahl z. B. 18 Farben des Bildes eine bestimmte Anzahl, zwischen etwa ein Drittel bis zwei Drittel, gedruckt sind, z. B. 5 bis io Farben, wird nunmehr eine /Zwischenfarbe eingeschaltet, welche als matter Ton gleichmäfsig über die ganze Bildfläche zu drucken ist. Die ,Zwischenfarbe, richtet sich nach dem Gegenstande des Bildes und kann z. B. Weifs, Grau oder Opal sein. Auf diese Zwischenfarbe wird alsdann der Rest der Farben gedruckt. Aus dieser Anordnung ergiebt sich ein Gesammtbild, welches von allen vorhin besprochenen Mängeln frei ist. Dasselbe erscheint durchsichtig mit voller Farbenharmonie und zeigt auf beiden Seiten den abgebildeten Gegenstand gleich klar und deutlich. Die neuen Abziehbilder können auch für andere Zwecke als zur Herstellung von Glasbildern Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch.·
    Verfahren zur Herstellung von Abziehbildern, welche, auf einen durchsichtigen Grund übertragen, keiner durchscheinenden Unterlage bedürfen, darin bestehend, dafs nach dem Druck einer Reihe von Farben ein matter Ton über die ganze Bildfläche gedruckt wird, worauf dann die Fertigstellung des Bildes durch den Druck des Restes der Farbplatten erfolgt.
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