DEN0002096MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 31. Dezember 1942 Bekanntgemacht am 22. September 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auswerfen von Karten, die zur Steuerung von
Maschinen, besonders Lochkartenmaschinen, mit Kennzeichen zur Darstellung bestimmter Werte,
z. B. Ziffern, Buchstaben, Zeichen, versehen sind. Es ist bekannt, zur Vergrößerung des Fassungsvermögens
solcher Karten mehrere Felder von Kennzeichen untereinander auf den Karten vorzusehen.
Diese Felder werden beim Auswerten der Karten nacheinander in je einem besonderen
Arbeitsgang abgefühlt und ausgewertet. Die Zeit der Auswertung der Karten ist dadurch bei der
Anordnung von z. B. zwei Feldern auf jeder Karte etwa doppelt so groß wie bei der Abfühlung eines
einzigen Feldes.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß mehrere in der Bewegungsrichtung der
Karten hintereinanderliegende Felder von Kennzeichen oder Teile solcher Felder während der Bewegung
der Karten im gleichen Arbeitsgang abgefühlt werden. Hierdurch werden verschiedene
für das Auswerten von Karten sehr bedeutsame Vorteile erzielt. Die Leistung der Maschinen wird
beträchtlich erhöht. Der Inhalt der Kartenfelder oder Teile davon können gleichzeitig ausgewertet
werden. Bei Kartenordnern (Sortiermaschinen)
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können ζ. 11. Karten mit bestimmten Kennzeichen,
die auf verschiedene Fehler verteilt sind, in einem einzigen Arbeitsgang ausgesucht werden. Der
gleiche Vorteil wird beim Kartenein- und -aus-5
ordnen erzielt, bei denen von mehreren Kartenstapeln je eine Karte gleichzeitig abgefühlt und
diese Karten miteinander verglichen und entsprechend dem Vergleichsergebnis verschiedenartig
ein- oder ausgeordnet werden. Hei Listeiidruckcrti
ίο wird weiter der Vorteil erzielt, Angaben, die in
gleichen Spalten, aber verschiedenen Feldern auf den Karten angebracht sind, gleichzeitig nebeneinander
abzudrucken.
Von besonderem Vorteil ist das Verfahren gemäß
«5 der Krliiiduiig, wenn zur Darstellung der Werte
Vereinigungen von Kennzeichen in mehreren Kennzeichenstellen benutzt werden. Werden z. H.
sechs Kennzcichcnstelleii vorgesehen, so gibt es 6.ι verschiedene Keimzeichnungsmöglichkeiten, die
ao für alle Ziffern, lluchstaben und zahlreiche Zeichen
ausreichen.
Hei einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens sind die KennzeichciiMellen der verschiedenen
Felder überlagert und derart angeordnet, daß in
af> <ler Hewegungsrichtiing der Karten nacheinanderfolgende
Kennzeichen zu verschiedenen Feldern gehören. Hierdurch wird die Leistung der Maschinen
wesentlich erhöht, da einerseits Leerwege vermieden werden und andererseits die zum selben Feld
gehörenden Kennzeichen einen grillieren Abstand voneinander haben, als wenn die Kennzeichen eines
l'Yides unmittelbar aufeinanderfolgend ohne Zwischenschaltung
von Kennzeichen anderer Felder angeordnet sind.
Zur Ausführung des Verfahrens dient eine Vorrichtung, die darin besteht, daß zwischen der Abfüllvorrichtung
und der Auswertvorrichtung ein Verteiler angeordnet ist, der die durch die Kennzeichen
ausgelösten Bewegungen bzw. Kraftwirkungen der Abfüllvorrichtung auf die den verschiedenen
Feldern zugeordneten Auswertglieder überträgt.
Zur Ausführung des Verfahrens dienen Karten, auf denen in mehreren Feldern in Form von Kennzeichen,
z. 1!. Lochungen, Angaben angebracht sind, die zur selben Angelegenheit gehören. Dadurch
wird es vermieden, daß zur Darstellung vieler Angaben, die zur selben Angelegenheit gehören,
mehrere Karlen benutzt werden müssen, bei denen ein beträchtlicher Raum dadurch für die Darstellung
von Angaben verlorengeht, daß eine Zahl von Angaben, die die Zusammengehörigkeit der verschiedenen
Karten bezeichnen, auf allen zusammengehörigen Karten wiederholt werden müssen. Es
ist zwar bekannt, 11111 eine bessere l'apierausnut-/ung
der Karten zu erreichen, eine Karte nacheinander für zwei verschiedene Geschäftsvorgänge zu
nutzen, indem die Karte- mit verschiedenen nacheinander
zur Auswertung zu benutzenden Systemen von Löchern versehen ist, deren eines diejenigen
Zwischenräume einnimmt, die zwischen den Löchern des anderen Systems frei bleiben. Hei diesen bekannten
Karlen wird jedoch lediglich eine Papierersparnis erzielt, indem alte verbrauchte Karten
nochmals für einen anderen Geschäftsvorgang bcnutzt werden. Die oben angegebenen Vorteile gemäß
der Erfindung werden hierbei nicht erzielt.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι eine bekannte, nur ein Feld enthaltende Lochkarte,
Fig. 2 eine Karte zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung, die zur selben Angelegenheit
gehörige Angaben in Form von Kennzeichen in zwei Feldern enthält,
Fig. 3 eine Karte, die zur selben Angelegenheit gehörige Angaben in drei Feldern enthält, wobei
die drei Felder in der Bewegungsrichtung der Karten hintereinander!iegen.
Fig. 4 eine Karte, die zur selben Angelegenheit gehörige Angaben in drei Feldern enthält, wobei
die !"eider derart streifenförmig aufgeteilt sind, daß
in der Bewegungsrichtung der Karten nacheinanderfolgende Streifen zu verschiedenen Feldern
gehören,
Fig. 5 eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung,
Fig. 6 einen Typenträger eines Druckwerks, der mit zwei Verzögerungsvorrichtungen versehen ist
und wahlweise zum Drucken von Angaben aus einem beliebigen Feld einer mit drei streifenförmig
aufgeteilten Feldern versehenen Karte benutzt werden kann,
Fig. 7 eine Verzögerungsvorrichtung anderer Bauart,
Fig. (S einen .Schnitt durch die Verzögerungsvorrichtung
nach Fig. 7,
Fg. 9 ein Schaltbild für eine Auswertmaschine, bei der Verzögerungsvorrichtungen nach Fig. 7
und 8 vorgesehen sind.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Lochkarte handelt es sich um die übliche Anordnung der Zählpunktstellen.
Auf der Karte können nur so viel Ziffernwerte gelocht werden, wie Lochspalten vorgesehen
sind. Reicht diese Spaltenzahl für die Unterbringung sämtlicher Kennzeichen, die eine einzige Angelegenheit
betreffen, nicht aus, so war es bisher erforderlich, sogenannte Fortsetzungskarten zu
lochen, die dann zusammen mit der Hauptkarte einer Angelegenheit zugeordnet waren. Die Fortsetzungskarten
konnten jedoch nicht voll ausgenutzt werden, da auf ihnen bestimmte Angaben, beispielsweise
Gruppennummern u. dgl., ebenso wie auf der Hauptkarte gelocht werden mußten, um so die Zusammengehörigkeit
beider Karten zu kennzeichnen. Durch das Lochen dieser Angaben auch auf der Fortsetzungskarte ging eine gewisse Anzahl von
Lochspalten für die Aufnahme weiterer Angaben verloren.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Karte sind zwei !"eider für die Aufnahme von Kennzeichen, die die
gleiche Angelegenheit betreffen, vorgesehen. Die Felder sind derart streifenförmig aufgeteilt, daß
in der Bewegungsrichtung der Karte nachoinanderfolgende
Streifen zu verschiedenen Feldern gehören, und zwar enthält jeder Streifen eine Kennzeichcn-
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stelle, so daß in der Bewegungsrichtung der Karte auf die erste Kennzeichenstelle des ersten Feldes
die erste Kennzeichenstelle des zweiten Feldes folgt usw. Da die in der Bewegungsrichtung der Karte
nacheinanderfolgenden Streifen der beiden Felder gemäß der Erfindung während der Bewegung der
Karte im gleichen Arbeitsgang abgefühlt und ausgeweitet werden, können sämtliche Spalten beider
Felder für die Unterbringung von Kennzeichen, die
ίο die gleiche Angelegenheit betreffen, ausgenutzt
werden, wobei Gruppennummern u. dgl. nur einmal vorgesehen zu werden brauchen. Die Karte nach
Fig. 2 bietet demnach gegenüber der Verwendung je einer Haupt- und Fortsetzungskarte einerseits
den Vorteil, daß sämtliche die gleiche Angelegenheit betreffenden Angaben in einem Arbeitsgang
ausgewertet werden können, während, sonst für die Hauptkarte und für die Fortsetzungskarte je ein
Arbeitsgang erforderlich ist. Anderseits bietet die Karte nach Fig. 2 den Vorteil, daß eine größere
Anzahl von Spalten für die Aufnahme von Kennzeichen zur Verfügung steht, da eine Wiederholung
einzelner Angaben, wie sie auf der Fortsetzungskarte erforderlich ist, entfällt.
Die in Fig. 3 dargestellte Karte enthält drei Felder, von denen jedes für die Aufnahme von
Mehrfachlochungen bestimmt ist, die aus sechs Kennzeichen bestehen. Eine solche Karte kann
gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Karte die dreifache Anzahl von Kennzeichen aufnehmen. Auf
ihr können daher sehr viele, die gleiche Angelegenheit betreffende Kennzeichen untergebracht werden.
Da die Felder der Karte gemäß dem Verfahren nach der Erfindung in einem Arbeitsgang abgefühlt
und ausgewertet werden, ergibt sich gegenüber der Verwendung einer Hauptkarte mit mehreren Fortsetzungskarten
der Vorteil einer erheblichen Leistungssteigerung, weil an Stelle mehrerer Arbeitsgänge für die Auswertung der Haupt- und
Fortsetzungskarten nur ein einziger Arbeitsgang erforderlich ist.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Lochkarte sind drei Felder für die Aufnahme von Kennzeichen
vorgesehen, die in ähnlicher Weise wie bei der Karte nach Fig. 2 streifenförmig aufgeteilt sind,
wobei jeder Streifen eine Kennzeichenstelle enthält. In den einzelnen Feldern dieser Karte sind die
gleichen Lochungen angebracht wie in den nicht aufgeteilten Feldern der Karte nach Fig. 3. Die
Kennzeichen der einzelnen Felder sind in gleicher Weise wie in Fig. 3 dadurch unterschieden, daß die
Kennzeichen des ersten Feldes als schwarze Punkte, die Kennzeichen des zweiten Feldes als schraffierte
Kreisflächen und die Kennzeichen des dritten Feldes als einfache Kreise dargestellt sind.
Die in Fig. 5 dargestellte Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung be-,
steht im wesentlichen aus der Abfüllvorrichtung A, der Auswertvorrichtung B und einem Verteiler C,
der die durch die Kennzeichen der abgefühlten Lochkarten ausgelösten Bewegungen bzw. Kraftwirkungen
auf die den verschiedenen Feldern zugeordneten Auswertglieder überträgt.
Die Abfüllvorrichtung A besteht aus, einer
Metallwalze 1, die über eine Bürste 2 mit dem einen Pol einer Stromquelle 3 verbunden ist, und
den Abfühlbürsten 4. Die Anzahl der Abfühlbürsten entspricht der Spaltenzahl der einzelnen
Felder der abzufühlenden Karte 5. In der Figur ist nur eine Abfühlbürste 4 dargestellt und lediglich
durch Andeutung weiterer Leitungen zum Ausdruck gebracht, daß es sich um eine Vielzahl von
Abfühlbürsten 4 handelt.
Die Auswertvorrichtung B besteht bei der dargestellten Vorrichtung aus drei Teilen, die je für
sich entsprechend einem Feld der drei Felder enthaltenden Karte gesteuert werden. Da als Auswertvorrichtungen
die verschiedensten Einrichtungen vorgesehen werden können, beispielsweise Druckwerke
oder Rechenwerke, sind in der Figur lediglieh drei Magneten dargestellt, die zum Steuern entsprechender
Einrichtungen dienen, und zwar ist der untere Magnet 6 dem ersten Feld, der mittlere
Magnet 7 dem zweiten Feld und der obere Magnet 8 dem dritten Feld der Karte zugeordnet.
Der Verteiler C besteht aus einer umlaufenden Kontaktbürste 9, die mittels eines Schleifringes 10
und einer feststehenden Bürste 11 leitend mit dem zweiten Pol der Stromquelle 3 verbunden ist. Die
umlaufende Kontaktbürste 9 läuft mit einer der Kartengeschwindigkeit entsprechenden Geschwindigkeit
um, und zwar entspricht ein Umlauf der Kontaktbürste 9 dem Abstand der vorderen Kante
einer nachfolgenden Karte von der vorderen Kante der vorhergehenden Karte. Die Kontaktbürste 9
gleitet auf einer Kontaktbahn 12, die achtzehn Kontakte aufweist, von denen jeder einem Feldstreifen
der abzufühlenden Lochkarte 5 entspricht. Die den Feldstreifen eines Feldes zugeordneten
Kontakte sind jeweils miteinander leitend verbunden. In der Drehrichtung der umlaufenden Bürste 9
gerechnet ist also der erste Kontakt mit dem vierten, siebenten, zehnten, dreizehnten und sechzehnten
verbunden. Der zweite Kontakt ist mit dem fünften, achten, elften, vierzehnten und siebzehnten
Kontakt verbunden und der dritte Kontakt mit dem sechsten, neunten, zwölften, fünfzehnten
und achtzehnten Kontakt verbunden. Von den miteinander verbundenen Kontaktgruppen der Kontaktbahn
12 führen Leitungen zu den entsprechenden Magneten der Auswertvorrichtung B.
Die den einzelnen Feldern der Karte 5 zugeordneten Teile der Auswertvorrichtung B weisen natürlich
eine Vielzahl von Magneten 6, 7, 8 auf. Um anzudeuten, wie die weiteren Magneten geschaltet
werden, sind in Fig. 5 die Anschlüsse je zweier weiterer Magneten gestrichelt angedeutet, und zwar
sind neben der Leitung 13, die die eine Abfühlbürste 4 mit den Wicklungsenden der Magneten 6,
7, 8 verbindet, noch zwei weitere Leitungen, I3a
und I36, dargestellt, die von weiteren Abfühlbürsten
4 ausgehen und mit den Wicklungsenden der weiteren Magneten:6, 7 und 8 in Verbindung stehen.
Entsprechend sind auch bei den Leitungen 14, 15
und 16 je zwei Abzweigungen I4a, I46, I5f„ i56
und i6e, i66 dargestellt.
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Da es sich hei der abzufindenden Lochkarte 5
um eine entsprechend Fig. 4 ausgeführte Karte handelt, hei der in jedem der drei Felder Mehrfaclilochtiugen,
die aus je sechs Kennzeichen bestellen, vorgesehen sind, können natürlich die Magneten 6, 7, K nicht ohne weiteres zum Steuern
eines Druckwerkes oder Rechenwerkes benutzt werden. Die Magneten 6, 7, S müssen vielmehr auf
geeignete Übersetzer einwirken, von denen aus dann das Druckwerk oder Rechenwerk gesteuert
wird. Derartige Übersetzer sind bekannt und dienen dazu, die durch die Mehrfachlochungen ausgelösten
Stromimpulse in Einfachinipulse umzuformen, von denen dann die Auswertvorrichtung,
z. It. ein Druckwerk oder ein Rechenwerk, gesteuert wird.
Die Wirkungsweise der in Fig. 5 dargestellten Vorrichtung ist folgende. Wenn bei der Abfüllvorrichtung
./ der erste Streifen des ersten Feldes der Karte 5 unter die Abfühlbürste 4 gelangt, befindet
sich die Kontaktbürste 9 gerade auf dem diesem Frldstreifen entsprechenden ersten Kontakt
der Kontaktbahn 12. Wenn in dem ersten Streifen des ersten Feldes von den Bürsten 4 Löcher abgefühlt
werden, so stellen die Bürsten 4 an den entsprechenden Stellen den Kontakt mit der Metallwalze
ι her, so dal,l ein Stromkreis über den bzw. die Magneten6 geschlossen wird. Die den einzelnen
Spalten des ersten Feldes der Karte 5 entsprechenden Magneten G werden demnach erregt und lösen
entsprechende Steuervorgänge aus.
Bei dem weiteren Vorschub der Karte 5 gelangt sodann der erste Streifen des zweiten Feldes der
Karte unter die Abfühlbürste 4. Dabei gelangt gleichzeitig die Kontaktbürste 9 des Verteilers C
auf den dem ersten Streifen des zweiten Feldes zugeordneten zweiten Kontakt der Kontaktbahn 12,
so daß nunmehr ein bzw. mehrere Stromkreise entsprechend
den vorhandenen Lochungen in dem abgefühlten Streifen über die Magneten 7 hergestellt
werden. Die denjenigen Spalten, an denen Lochungen in dem ersten Streifen des zweiten Feldes vorgesehen
sind, entsprechenden Magneten 7 ziehen daher ihre Anker an und lösen entsprechende Steuervorgänge
aus.
Darauf gelangt der erste Streifen des dritten Feldes unter die Abfühlbürste 4, wobei gleichzeitig
die Kontaktbürste 9 auf den dritten Kontakt der Kontaklbahn 1 2 des Verteilers Γ gleitet. Nunmehr
sind die Magneten S, die dem dritten Feld der Karte zugeordnet sind, über den Verteiler C an die
Stromquelle 3 angeschlossen, so daß diejenigen Magneten S, die solchen Spalten zugeordnet sind, in
denen die Abfülilbürsten 4 auf Lochungen treffen, Strom erhalten und entsprechende Steuervorgänge
auslösen.
In gleicher Folge werden auch beim Durchgang der zweiten und dritten Streifen der einzelnen
Felder die Magneten 6, 7, X durch den Verteiler C jeweils in der richtigen Weise mit der Stromquelle3
verbunden, so dal.l in jedem Falle der bzw. die dem
betreffenden Streifen zugeordneten Magneten 6 bzw. 7 bzw. S Strom erhalten. Die dargestellte
Vorrichtung ermöglicht es also, die in der 'Bewegungsrichtung der Karte hintereinandcrlicgenden
drei Felder von Kennzeichen während der Bewegung der Karte im gleichen Arbeitsgang
abzufinden und auszuwerten. Dabei weist die Vorrichtung nach Fig. 5 den Vorteil auf, daß durch
die streifenförmige Aufteilung der einzelnen Felder der Abstand der einzelnen zum gleichen Feld gehörigen
Streifen verhältnismäßig groß ist, so daß der Abstand der einzelnen auf den oder die gleichen
Magneten geleiteten Stromimpulse entsprechend groß ausfällt. Es steht daher für das Anziehen und
Wiederfreigeben der Magnetanker ein verhältnismäßig großer Zeitraum zur Verfügung, so daß
sichere Gewähr für zuverlässiges Arbeiten der Magneten gegeben ist, oder, was dasselbe bedeutet,
daß mit sehr hoher Abfühlgeschwindigkcit gearbeitet werden kann, ohne daß ein Versagen der
magnetischen Steuerung zu befürchten ist.
Die in Fig. 5 für eine Mehrfachlochung mit sechs Kennzeichenstellen beschriebene Vorrichtung kann
natürlich auch dazu benutzt werden, Karten auszuwerten, die mit Einfachlochungen versehen sind,
deren Kennzeichenstellen in entsprechend Fig. 2 oder 4 streifenförmig aufgeteilten Feldern vorgesehen
sind. In einem solchen Falle müßte für die Auswertung einer drei streifenförmig aufgeteilte
!"elder enthaltenden Karte ein Verteiler C vorgesehen
werden, dessen Kontaktbahn 12 statt der in Fig. 5 dargestellten achtzehn Kontakte dreißig Kontakte
aufweisen müßte, von denen wieder der erste Kontakt mit dem vierten, siebenten usf. verbunden sein
müßte. Hei der Auswertung einer derartigen Karte wären dann besondere Übersetzer zur Umformung
der Mehrfachimpulse in Einzelimpulse nicht erforderlich, vielmehr könnten durch die von der Abfühl
vorrichtung ausgelösten Impulse unmittelbar die Auswertglieder einer Auswertvorrichtung· gesteuert
werden.
In Fig. 6 ist als Beispiel für ein derartiges Auswertglied ein Typenträger eines Druckwerkes dargestellt.
Die Einstellung des Typenträgers kann wahlweise von dem ersten, zweiten oder dritten
Feld der Karte gesteuert werden. In Fig. 6 ist der Typenträger mit 20 bezeichnet. 21 sind die Typenklötzchen
des Typenträgers, die durch einen Druckhammer 22 gegen die Druckwalze 23 geschlagen
werden können, wenn sie durch Lieben des Typenträgers 20 in die Schreibstellung gebracht worden
sind. In seinem unteren Teil weist der Typenträger 20 einen Vorsprung 24 auf, an dem eine Feder 25
angreift, die den Typenträger nach oben zu ziehen sucht. Die Aufwärtsbewegung des Typenträgers 20
wird durch eine Stange 26 verhindert, die zwischen zwei Hebeln 27 vorgesehen ist. Die Tiebcl 27 werden
in bekannter Weise derart gesteuert, daß die Stange 26 in der ersten Hälfte jedes Maschinenganges
in die gestrichelt angedeutete Lage nach oben bewegt wird, wobei sie den oder die Typenträger
für eine entsprechende Aufwärtsbewegung freigibt.
In seinem unteren Teil weist der Typenträger 20 ferner eine Verzahnung 28 auf, mit der eine Spcrr-
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klinke 29 zusammenarbeiten kann. Die Sperrklinke 29 kann in bekannter Weise durch den hakenförmig
ausgebildeten Anker 30 eines Magneten 31 freigegeben werden, so daß sie unter Wirkung einer
Feder 32 in ihre Sperrstellung gelangt und in die Verzahnung 28 des Typenträgers 20 einrastet.
In seinem mittleren Teil trägt der Typenträger 20 längs verschiebbar geführt einen Schieber 33,
der mit einer Verzahnung 34 versehen ist, und zwar weist der Schieber 33 Langlöcher 35 auf,
durch die in den Typenträger 20 eingeschraubte Ansatzschrauben 36 hindurchgreifen. Unterhalb
des Schiebers 33 ist an dem Typenträger 20 ein Anschlag 37 vorgesehen, der die Abwärtsverschie-
bung des Schiebers 33 gegenüber dem Typenträger 20 begrenzt. Der Abstand des Anschlages 37 von
der Unterkante des Schiebers 33 entspricht einem Drittel der Zahnteilung der Verzahnungen 34 bzw.
28. Eine Feder 38, die im Verhältnis zu der Kraft
/der Feder 25 sehr schwach ausgeführt ist, zieht den Schieber 33 in bezug auf den Typenträger 20
in die in der Figur dargestellte obere Lage, die durch entsprechende Bemessung der Langlöcher 35
bestimmt ist. Mit der Verzahnung 34 arbeitet eine Sperrklinke 39 zusammen, die von einem Anker
40 eines Magneten 41 freigegeben werden kann und unter Wirkung einer Feder 42 steht.
Am oberen Teil des Typenträgers 20 ist ein weiterer Schieber 43 mit einer Verzahnung 44 vorge-
sehen, der mittels in Langlöcher 45 eingreifender,
in den Typenträger eingeschraubter Ansatzschrauben 46 gegenüber dem Typenträger 20 längs verschiebbar
geführt ist und durch eine Feder 48 in seine obere Normalstellung gezogen wird. 47 ist
ein die Abwärtsbewegung des Schiebers 43 begrenzender Anschlag des Typenträgers 20, der in diesem
Falle in einem Abstand von zwei Drittel der Zahnteilung von der unteren Kante des Schiebers 43
entfernt angeordnet ist. Auch hier ist eine Sperr-
klinke 49 für ein Zusammenarbeiten mit der Verzahnung 44 des Schiebers 43 vorgesehen, die durch
einen Anker 50 eines Magneten 51 freigegeben werden kann und unter Wirkung einer Feder 52
steht.
Um den Typenträger wahlweise auf Steuerung vom Feld 1, 2 oder 3 einstellen zu können,
sind die Magneten 31, 41, 51 mit Stöpselkontakten
3ia, 4iß, 5ia verbunden. Durch Herstellen
einer entsprechenden Stöpselverbindung
kann das Wicklungsende eines beliebigen der Magneten 31, 41, 51 mit der Leitung 13 verbunden
werden, die der in Fig. 5 zur Abfühlbürste 4 führenden Leitung entspricht. Die freien Wicklungsenden
der Magneten 31, 41, 51 sind mit zum
Verteiler führenden Leitungen 14, 15, 16 verbunden,
die den mit gleichen Bezugszeichen versehenen Leitungen in Fig. 5 entsprechen.
Soll ein Druckwerk entsprechend den in den drei Feldern einer Karte enthaltenen Kennzeichen eingestellt
werden, so müssen so viele Typenträger entsprechend Fig. 6 vorgesehen werden, wie zum
Abdruck der den Kennzeichen entsprechenden Angaben erforderlich sind. Von dieser Vielzahl von
Typenträgern werden diejenigen, die die Angaben des ersten Feldes abdrucken sollen, durch Herstellung
der Stöpselverbindungen 51« entsprechend angeschlossen.
Bei denjenigen Typenträgern, die die Angaben des zweiten Feldes zum Abdruck bringen
sollen, werden. Stöpselverbindungen 4I0 hergestellt,
und bei denjenigen Typenträgern, die die Angaben des dritten Feldes abdrucken sollen, werden die
Stöpselkontakte 3111 miteinander verbunden. Bei
jedem Typenträger ist also nur ein Magnet 31, 41 oder 51 wirksam. .
Es sei zunächst angenommen, daß der dargestellte Typenträger durch Stöpseln der Verbindung
5i„ auf Auswertung des ersten Feldes der Karte
geschaltet ist. Ferner sei angenommen, daß in der betreffenden Kartenspalte in dem ersten Feld der
Ziffernwert »5« gelocht ist, daß also in dem der Wertstelle »5« entsprechenden Streifen des ersten
Feldes ein Loch vorhanden ist. Wenn dann beim Durchgang der Karte unter der betreffenden Abfühlbürste
der Stromkreis für den Magneten 51 geschlossen wird, so wird durch Anziehen des Magnetankers
50 die Sperrklinke 49 freigegeben, so daß sie unter Wirkung der Feder 52 in die Verzahnung
44 des Schiebers 43 einrastet. Bis zu dem Zeitpunkt der Auslösung der Sperrklinke 49 hat sich
der Typenträger 20 und mit ihm der durch die Feder 48 in seiner oberen Lage gegenüber dem
Typenträger gehaltene Schieber 43 so weit bewegt, daß die dem Ziffernwert »5« entsprechende Rast der
Verzahnung 44 sich gegenüber der Sperrklinke 49 befindet. Wenn daher die Sperrklinke 49 einfällt,
greift sie in die dem Ziffernwert »5« entsprechende Rast ein und hält den Schieber 43 fest, so daß
dieser an der weiteren Aufwärtsbewegung des Typenträgers 20 nicht mehr teilnehmen kann.
Nach Zurücklegen eines Weges, der zwei Drittel 1Qo
der Zahnteilung entspricht, gelangt der Anschlag 47 zum Anliegen an der unteren Kante des Schiebers
43 und verhindert so eine weitere Aufwärtsbewegung des Typenträgers. Bei dieser Einstellung
des Typenträgers befindet sich das die Ziffer »5« tragende Typenklötzchen 21 in Schreibstellung.
Der Abdruck der Ziffer erfolgt in bekannter Weise durch Freigeben des Druckhammers 22. Während
des zweiten Teiles des Maschinenganges bewegen sich die Hebel 27, die die Stange 26 tragen, wieder no
abwärts und drücken hierbei den Typenträger in seine Ruhelage zurück. Dabei gleitet der Schieber
43 unter Wirkung der Feder 48 wieder in seine obere Stellung und wird sodann von dem Typenträger
20 bei der Abwärtsbewegung mitgenommen. Hierbei gleitet die Sperrklinke 49 über die einzelnen
Zähne der Verzahnung 44, bis sie, wenn der Typenträger seine in Fig. 6 dargestellte Ruhelage
erreicht, durch einen am oberen Teil des Schiebers 43 vorgesehenen Vorsprung so weit zurückgedrückt
wird, daß sie wieder durch den hakenartig ausgebildeten Magnetanker 50 verriegelt wird.
Soll der dargestellte Typenträger Angaben des zweiten Feldes der Karte zum Abdruck bringen, so
muß die Stöpselverbindung 51« unterbrochen und statt dessen eine Stöpselverbindung 4ia hergestellt
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werden. Die Sperrklinke 39 wird in der gleichen Weise gesteuert, wie dies vorstehend für die Sperrklinke
.|(; beschrieb,',i wurde. Durch Einfallen der
Sperrklinke 39 wird der Schieber 33 an der weiteren Λιιΐ'ν. ärtsbcwegung zusaininen mit dein
Typenträger Jo !;ehi;idert. Nach Zurücklegen eines
Weges, der einem 1 irittcl der Zahnteilung ents])richt,
trifft der Anschlag 37 gegen die untere Kante des Schiebers 33, so dal.i auch der Typenträger 20 an
der weiteren Aufwärtsbewegung gehindert ist.
Da der Stromimpuls, durch den die Freigabe der
Sperrklinke 39 bewirkt wurde, um so viel Zeit später ausgelöst wurde, als dem Weg des Typenträger*
entsprechend einem Drittel der Zahnteilung lies Schiebers 33 entspricht, befand sich der Typenträger
20 beim .Ansprechen des Magneten 41 bereits in einer um ein Drittel der Zalmteilung
höheren Lage als bei dem vorher betrachteten Fall beim .Ansprechen des Magneten 51. Wenn daher
ao der Typenträger vorher nach dem Finfallen der Sperrklinke 49 noch zwei Drittel der Zalmteilung
zurückgelegt hat, um das Typenklötzchen 21 mit der Ziffer »5« in Schreibstellung zu bringen, so darf
der Typenträger beim Ansprechen des Magneten .| 1, <\cr erst entsprechend später Strom erhält, nur
noch einen Weg von einem Drittel der Zalmteilung zurücklegen, damit das Tvpenklötzchen 21 genau
in die Sehreibstellung gelaugt. Diese Forderung ist bei dem dargestellten Typenträger durch die mit
verschieden langer Verzögerung arbeitenden Schieber 33, 43 erfüllt.
Falls der Typenträger Angaben des dritten I1VI(U^s der Karte zum Abdruck bringen soll, so
muß eine Stöpsel verbindung 3 i„ hergestellt werden,
um den Stromkreis für den Magneten 31 zu
schlieren. Heim .Ansprechen des .Magneten 31 fällt
die Sperrklinke 29 in die Verzahnung 2S des Typenträger* 20 ein und hindert diesen sofort, also
ohne Verzögerung, an der weiteren Aufwärtsbewegung. Da der Stromimpuls, durch den der
Magnet 31 erregt wurde, um eine zwei Drittel der Zalmteilung des Typenträger* entsprechende Zeit
ausgelöst wurde, befand sich der Typenträger 20 beim Kinfalleii der Sperrklinke 29 bereits in einer
entsprechend höheren Lage, so dal.i durch das sofortige Anhalten des Typenträger* 20 wiederum das
Typenklötzehen 21 genau in die Sehreibstellung gebracht
worden ist.
Hei einem I iruekwcrk, das mit Typenträgern
nach Fig. 6 ausgerüstet ist, kann, wie sich aus vorstehendem ergibt, beliebig eingestellt werden, von
welchen Feldern der Karte die einzelnen Typenträger gesteuert werden sollen. Es ist natürlich
ohne weiteres möglich, nicht alle Angaben jedes Feldes, sondern nur bestimmte Feldteile auszuwerten.
So können beispielsweise bei einem Druckwerk mit i_'o Typenträgern die ersten 40 Typenträger
auf beliebige Spalten eines Feldes geschaltet werden, während weitere 40 Typenträger auf ein
anderes Feld und die restlichen 40 Typenträger auf das dritte I1VUl geschaltet werden. Auch kann
durch I Ierstelluug entsprechender Stöpselverbindungen
die Folge der abzudruckenden Angaben innerhalb der Druckzeile beliebig geändert werden.
Ferner ist es möglich, die Ziffern einer mchrstclligen Zahl in verschiedene Felder zu lochen, beispielsweise
bei der Zahl »375« die Ziffer »3« in dem ersten Feld, die Ziffer »7« in dem zweiten Feld
und die Ziffer
in dem dritten Feld, also alle
Ziffern in der gleichen Spalte jedes Feldes zu lochen und mittels eines Druckwerkes mit Typenträgern,
wie in Fig. 6 dargestellt, die drei Ziffern als dreistellige Zahl unmittelbar nebeneinander
zum Abdruck zu bringen.
Vorstehend wurde ein Druckwerk für die Auswertung von Karten mit drei Feldern, in denen
Finfachlochungen als Kennzeichen vorgesehen sind, erläutert. Natürlich kann die dargestellte Bauart
mit geringen Abwandlungen auch dazu verwendet werden, derartige Karten mit nur zwei Feldern,
beispielsweise eine Karte nach Fig. 2, in einem Arbeitsgang auszuwerten. In einem solchen Falle
würden die Typenträger des Druckwerkes nur einen Schieber 33 bzw. 43 zu tragen brauchen, wobei der
die Verschiebung des Schiebers begrenzende Anschlag 37 bzw. 47 um einen der halben Zalmteilung
entsprechenden Abstand von der unteren Kante des Schiebers entfernt angeordnet werden müßte. In
einem solchen Falle wären natürlich auch nur zwei .Magneten für die wahlweise Steuerung eines
Ty pen träge rs erforderlich.
Sollen die Angaben einer mit drei streifenförmig aufgeteilten Feldern versehenen Karte, bei der als
Kennzeichen Einfachlochungen verwendet sind, in Rechenwerken ausgewertet werden, so sind auch in
einem solchen Falle Verzögerungsvorrichtungen für die von dem ersten und zweiten Feld gesteuerten
Stromimpulse zweckmäßig. In Fig. 7 und 8 ist eine Verzögerungsvorrichtung dargestellt, die besonders
für die Steuerung λόιι Zählwerken geeignet
ist. Auf einer Welle 60, die mit einer solchen Geschwindigkeit angetrieben wird, daß sie eine volle
Umdrehung ausführt, während sich die auszuwertende Lochkarte um drei Zählpunktstellen eines
Feldes weiterbewegt, ist eine Rutschkupplung befestigt, zwischen deren antreibenden Scheiben 61,
62, die durch eine Feder 63 gegeneinanclergepreßt werden, eine getriebene Scheibe 64 angeordnet ist,
die drei symmetrisch angeordnete Vorsprüuge 65 aufweist. Jeder Vorsprung 65 trägt einen Rundstift
oder eine Rolle 66, die mit einem Kontakt 67 eines Schalters 67, 6S zusammenarbeiten kann. Die
Vorsprünge 65 der Scheibe 64 wirken mit einer durch einen Magneten 69 steuerbaren ITaltekliuke
70 zusammen, die durch eine Feder 71 in ihre Sperrlage gezogen wird.
Normalerweise wird die Scheibe 64 an einer Drehung gehindert, indem die Haltcklinkc 70 vor
einen Vorsprung 65 der Scheibe greift. Die Rutschkupplung 61 bis 64, die natürlich entsprechend bemessen
werden muß, damit sie nicht heißläuft, rutscht also normalerweise. Wird nun zu einem
bestimmten Zeitpunkt der Magnet 69 erregt, so wird die Halteklinke 70 entgegen der Kraft der
I1VdCr 71 zurückgeschwenkt, so daß die Scheibe 64
über die Rutschkupplung von der Welle 60 mit-
556/167
N2096 IXbI'43a
genommen wird. Dabei gelangt der von der Halteklinke 70 freigegebene Vorsprung 65 mit seiner
Rolle 66 unter den Kontakt 67 des Schalters 67, 68 und schließt diesen. Nach Vorbeigehen der Rolle
66 an dem Kontakt 67 wird der Schalter 67, 68 wieder geöffnet. Der Schalter 67, 68 ist in bezug
auf die Vorsprünge 65 der Scheibe 64 in ihrer Normalstellung so angeordnet, daß das Schließen
des Schalters um zwei Drittel des Abstandes zweier Vorsprünge 65 verzögert erfolgt. Der Schalter 67,
68 wird also mit einer gewissen Verzögerung geschlossen und wieder geöffnet, so daß der den
Magneten 69 erregende Stromimpuls als neuer, zeitlich später ausgelöster Stromimpuls weitergegeben
werden kann.
Am Ende des den Magneten 69 erregenden Stromimpulses gelangt die Halteklinke 70 unter
Wirkung der Feder 71 wieder in ihre Sperrstellung, so daß die Scheibe 64 mit ihrem nächsten
Vorsprung 65 bereits wieder angehalten wird. Es wird also bei kurzzeitiger Erregung des Magneten
69 durch den Schalter 67, 68 nur ein Stromimpuls weitergegeben.
In Fig. 7 ist noch ein weiterer Schalter 67,,, 68ß
gestrichelt angedeutet, der gegenüber dem Schalter 67, 68 mit kürzerer Verzögerung arbeitet. Die dargestellte
Verzögerungsvorrichtung kann, wie ohne weiteres klar ist, dazu benutzt werden, beliebige
Verzögerungen von Stromimpulsen herzustellen.
Ein Ausführungsbeispiel, wie unter Verwendung von Verzögerungsvorrichtungen nach Fig. 7 und 8
die Magneten einer Auswertvorrichtung gesteuert werden können, ist in Fig. 9 dargestellt. Auch in
dieser Figur sind nur die drei Magneten eingezeichnet, die von einer Abfühlbürste aus gesteuert
werden. Die von der Abfühlbürste kommende Leitung ist wie in Fig. 5 mit 13 bezeichnet. Auch
die von den Kontakten des Verteilers kommenden Leitungen sind ebenso wie in Fig. 5 mit 14, 15, 16
bezeichnet, wobei die Leitung 14 von den dem ersten Feld der Lochkarte zugeordneten Kontakten
kommt und die Leitungen 15 und 16 dem zweiten und dritten Feld der Karte zugeordnet sind.
Während die Leitung 14 über die Magnetspule einer Verzögerungsvorrichtung I führt, die mit
einem Schalter ausgerüstet ist, der nach einer zwei Drittel des Abstandes zweier Kennzeichenstellen
des ersten Feldes I der auszuwertenden Karte entsprechenden Drehung der Scheibe 64 der Verzögerungsvorrichtung
geschlossen wird, ist die Leitung 15 über die Magnetspule einer Verzögerungsvorrichtung
geführt, die mit einer halb so großen Verzögerung arbeitet, und die Leitung 16
unmittelbar über einen Magneten 75 zu der Leitung 13 geführt. Die Schalter der Verzögerungsvorrichtungen
I, II schließen Stromkreise für Magneten 76 und 77, die von einer Stromquelle 78 gespeist
werden. Beim Schließen des Schalters der Verzögerungsvorrichtung I wird also der Magnet 76
und beim Schließen des Schalters der Verzögerungsvorrichtung II der Magnet 77 erregt.
Wenn beispielsweise in der durch die Abfühlbürste, die mit der Leitung 13 verbunden ist, abgefühlten
Spalte in allen drei Feldern der Karte der gleiche Ziffernwert gelocht ist, so werden über
die Leitungen 14, 15 und 16 nacheinander Stromimpulse
gegeben, wobei jeder Stromimpuls auf den vorhergehenden in einem zeitlichen Abstand erfolgt,
der einem Drittel des Abstandes zweier benachbarter Streifen des gleichen Feldes entspricht.
Der über die Leitung 14 fließende Stromimpuls wird mit einer Verzögerung von zwei Drittel auf
den Magneten 76 weitergegeben und der über die Leitung 15 fließende Stromimpuls mit einer Verzögerung
von einem Drittel auf den Magneten 77 weitergegeben, während der über die Leitung 16
fließende Stromimpuls den Magneten 75 unmittelbar erregt. Da die durch die \^erzögerungsvorrichtungen
I und II bewirkte verspätete Weitergabe der Stromimpulse mit Verzögerungen erfolgt, die
dem Abstand der entsprechenden Feldstreifen von den Feldstreifen des dritten Feldes entsprechen,
werden die Magneten 76 und 77 in demselben Zeitpunkt erregt, in dem auch der Magnet 75 erregt
wird. Alle drei Magneten sprechen also gleichzeitig an.
Wenn beispielsweise in jedem der abgefühlten Felder in der von der Abfühlbürste ausgewerteten
Spalte der Ziffernwert »5« gelocht ist, der in ein Zählwerk übertragen werden soll, so können drei
auf der gleichen Antriebswelle angeordnete Zahlräder durch gleichzeitiges Auslösen ihrer Kupplungen
zugleich um den Wert »5« weitergeschaltet werden. Mit der beschriebenen Auswertvorrichtung,
die mit den Verzögerungsvorrichtungen I und II ausgerüstet ist, ist es demnach möglich, die
in verschiedenen spaltenförmig aufgeteilten Feldern einer Lochkarte enthaltenen Angaben auf von einer
gemeinsamen Antriebswelle aus antreibbare Zahlräder eines oder mehrerer Zählwerke zu übertragen.
Es ist auch ohne weiteres möglich, in verschiedenen Feldern gelochte Ziffernwerte auf unmittelbar
nebeneinander angeordnete Zahlräder eines Zählwerkes zu übertragen.
Bei der in Fig. 7 und 8 dargestellten Verzöge-Hilfsvorrichtung
sowie bei den Verzögerungsvorrichtungen I und II der Fig. 9 sind die Verzögerungen
so gewählt, daß eine mit drei streifenförmig aufgeteilten Feldern versehene Karte ausgewertet
werden kann. Natürlich kann die in Fig. 9 dargestellte Auswertvorriclitung auch derart ausgeführt
werden, daß mit zwei streifenförmig aufgeteilten Feldern versehene Karten ausgewertet werden
können. In einem solchen Falle wurden der Magnet 76 und die Verzögerungsvorrichtung I entfallen.
Der Schalter 67a, 68ή (vgl. Fig. 7) wäre in diesem
Falle so anzuordnen, daß er mit einer Verzögerung, die einem halben Streifenabstand entspricht, geschlossen
wird.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Verfahren zum Auswerten von Karten, die zur Steuerung von Maschinen, besonders Lochkartenmaschinen, mit Kennzeichen zur Darstellung bestimmter Werte (Ziffern, Buchstaben, Zeichen) versehen sind, dadurch gekennzeichnet,509 556/167N 2096 IXb /43 adaß mehrere in der Bewegungsrichtung der Karten hiiiti-reinauderliegende Felder von Kennzeichen oder Teile solcher Fehler während der Bewegung der Karten im gleichen Arbeitsgang abgcfühll werden.j. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die !'elder in mindestens je eine Kennzcicheiistellc enthaltende Streifen aufgeteilt sind, die derail angeordnet sind, daß in der Bewegungsrichtung der Karten nacheinanderfolgviidc Streifen zu verschiedenen Feldern gehören (Fig. 2 und 4).3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Darstellung bestimmter Werte Vereinigungen von Kennzeichen in mehreren Kennzeichenstellen benutzt werden (!■"ig. 3 und .|).4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Abfüllvorrichtung (.·/) und der Auswertvorrichtung (/>') ein Verteiler (C) angeordnet ist, der die durch die Kennzeichen ausgelösten Bewegungen bzw. Kraftwirkungen der Abfüllvorrichtung (A) auf die den verschiedenen Feldern zugeordneten Auswertglieder (6, 7, 8) überträgt (Fig. 5).5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Verteiler (C) und der Auswertvorrichtung (B) Vcrzögcrungsvorrichtungcn (33 bis 38 und 43 bis 48, Fig. 6; I und 11, Fig. 9) angeordnet sind, die für die verschiedenen Felder derart verschieden eingestellt sind, daß die Auswertglieder (20, 21, Fig. 6; 75, 76, yy, Fig. 9) für alle Felder gleichzeitig betätigt werden.6. Karte zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie zur selben Angelegenheit gehörige Angaben in Form von Keim/eichen in mehreren Feldern enthält (Fig. 2, 3 und 4).7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler (C) einen in Übereinstimmung mit der Kartenbewegung umlaufenden Schaltkörper (9) hat, der für jeden Streifen die Verbindung mit den zugehörigen Auswertgliedern (6, 7, 8) herstellt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen© 509 556/167 9.55
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