DEM0022392MA - - Google Patents

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DEM0022392MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 18. März 1954 Bekanntgemacht am 1. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf eine neuartige Projektionsvorrichtung, die gestattet, die. in der Patentschrift 912 417 beschriebene manuelle Filmmontage von Namen, Zahlen und Zeichen bei der Herstellung von Kopiervorlagen, insbesondere für den Land- und Seekartendruck, durch ein projektives, photomechanisches Verfahren zu ersetzen.
Die bisher übliche Filmmontage auf manuellem Wege ist besonders dann wirtschaftlich, wenn, wie z. B. auf großmaßstäblichen Karten mit offenem Karteninhalt, nicht allzu viele Diafilme von Namen, Zahlen und Zeichen zu montieren sind. Bei Karten dagegen mit reichem Zahlen- und Namengut dürfte sich ein photomechanisches Verfahren wesentlich wirtschaftlicher erweisen. Hinzu kommt noch, daß die Kopie nach der manuellen Montage der einzelnen Diapositivfilme mitunter auch die Randschnittlinien der geklebten Filmstreifen zeigt. Das Entfernen dieser Stellen kann bei entsprechender Häufung unliebsamen Zeitverlust verursachen. Die Erfindung läßt dagegen diesen Nachteil vermeiden.
Ein ähnliches photomechanisches Verfahren ist zwar schon bei der Herstellung von Straßenkarten angewandt worden. (Näheres darüber in der New York Herald Tribune [Pariser Ausgabe] vom 12. Juni 1953 unter European Travel Log-Ramote-Control Cartography.) Das dort geschilderte Verfahren wird jedoch mit einer komplizierten, elektro-
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nisch gesteuerten Maschine, die mit zwei Projektoren ausgestattet'ist, durchgeführt.
Demgegenüber ist die nachfolgend beschriebene : Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß bei der eingangs erwähnten Herstellungsart von Kopiervorlagen lediglich ein einziger Projektor und ausschließlich projektive photömechanische Verfahren, also keine elektronischen, verwendet werden. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß ein Verfahren ähnlicher Art bereits 1949 in dem Mitteilungsblatt des Bayerischen Vereins für Vermessungswesen, Heft 2, S. 25, unter »Die mechanische Eintragung von Kartenzeichen für Nutzungsarten in großmaßstäbliche Kartenoriginale auf transparenten Zeichenstoffen« vorgeschlagen wurde.
In den Zeichnungen Fig. ila und. 1 b, ferner Fig. 2 sind beispielsweise zwei Ausführungen der erfindungsgemäßen Art dargestellt:
Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 a und 1 b besteht aus einem Projektor P1, der senkrecht unter einer verschiebbaren transparenten Trägerplatte T angebracht ist. Auf dieser Platte T sind nebeneinander eine Vorlage V (ein Transparent der Karte ohne Schrift) und ein Schichtträger mit dem lichtempfmdlichen Material ^ (Photoplatte, Photopapier, Zelluloid- oder Kunststoffilm) befestigt. Ein besonderer Negativhalter H des Projektors P1 dient zur Aufnahme des Negativs N mit den zu projizierenden Namen, Zahlen oder Zeichen. Damit das zuprojizierende Bild in jeder beliebigen Richtung (parallel zum Kartenrand, senkrecht dazu oder in beliebiger Schrägrichtung) eingestellt werden kann, ist der Negativhalter H des Projektors P1 so eingerichtet, daiß dieser verkantet (gedreht) werden kann. Projiziert wird entweder in natürlicher Größe oder in schwacher Verkleinerung.
Das Verfahren vollzieht sich wie folgt: Die verschiebbare transparente Platte T mit der darauf befindlichen Vorlage V und dem lichtempfindlichen Material 5" wird zum Anschlag A geführt. Der Projektor P1 wirft das negative Bild auf die transparente Vorlage V. Nun wird der Projektor P1 in der Ebene in zwei Koordinaten und der Negativhalter H mit dem Negativ N derart verkantet, daß das projizierte Bild genauestens die ihm zukommende Stellung, im Kartenbild der Vorlage V einnimmt. Bei feststehendem Projektor P1 wird die transparente Platte T bis zum Anschlag B geschoben, damit das lichtempfindliche Material 6" die richtige Lage zum Projektor P1 einnimmt. Vor dem lichtempfindlichen Material J? wird ein Kassettenschieber K geöffnet, und nach Auslösen eines Verschlusses erfolgt die Projektion auf die derart genau bestimmte Stelle des lichtempfindlichen Materials 6".
Die transparente Trägerplatte T wird nun wieder zurück zum Anschlag A bewegt, wobei gleichzeitig der Kassettenschieber K geschlossen wird. Im Projektor wird das Negativ N weitergerückt, das nächste negative Bild erscheint in der Projektion auf der Vorlage V, und der beschriebene Vorgang wird wiederholt.
Fig. 2 zeigt die Anbringung eines Projektors P2 über dem im Dunkelkasten D befindlichen Schichtträger mit dein lichtempfindlichen Material .S. In der Horizontalebene frei beweglich eingerichtet ist in diesem Falle lediglich der Projektor P2 mit Negativhalter H. Die Vorlage V, die bei dieser Vorrichtung auch nicht transparent sein kann, sowie das lichtempfindliche Material S sind dagegen nicht verschiebbar unter dem Projektor P2 angebracht. Mittels einer zusätzlichen optischen Einrichtung, bestehend aus zwei Spiegeln Sp1, Sp2 und einem langbrennweitigen Objektiv wird durch entsprechendes Verschieben des Projektors P2 das Projektionsbild (Namen, Zahlen oder Zeichen) lagerichtig auf der Vorlage V eingestellt. Bei diesem Vorgang sind die beiden Spiegelflächen parallel zueinander jeweils im Winkel von 450 geneigt. Ist der günstigste Ort für das zu projizierende negative Bild auf der Vorlage durch Verschieben des Projektors gefunden, läßt man den Spiegel'5"^1 mittels einer besonderen Vorrichtung die senkrechte Stellung einnehmen, und die Projektion und Belichtung kann nach Auslösung eines Verschlusses unmittelbar auf die gewünschte Stelle des lichtempfindlichen Materials 6* erfolgen. Nun erhält der Spiegel Sp1 wieder seine ursprüngliche 45°-StellUing und das nächste negative Bild wird, in Projektionsstellung gebracht, auf der Vorlage V eingepaßt, und der gesamte Vorgang kann zur Projektion 'des nächsten Namen wiederholt werden.
Das beschriebene Verfahren läßt sich bei der Herstellung von Kopiervorlagen für den Land- und Seekartendruck ebenso verwenden wie bei anderen anfallenden Filmmontagearbeiten, z. B. auch bei der Spaltenbeschriftung bei der Herstellung der Kopiervorlagen für Kartei- und Formblätter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    .1. Verfahren zur Herstellung von Kopiervorlagen für den Land- und Seekartendruck, dadurch gekennzeichnet, daß man das drehbar angeordnete Negativ der verschiedenen Beschriftungen (Namen, Zeichen usw.) mit Hilfe eines in beiden Koordinaten der Kartenfläche beweglichen Projektors nacheinander durch entsprechendes Einstellen derart auf die Bildvorlage der unbeschrifteten Land- oder Seekarte projiziert, daß die Beschriftung auf der lagerichtigen Stelle auf der Vorlage erscheint, wor- ■ auf man die lichtempfindliche Schicht eines Photomaterials jedesmal an diejenige Stelle bringt, an der sich die Vorlage oder das optische Bild der Vorlage befand und belichtet.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Kartenvorlage fest verbundene lichtempfindliche Material nach der visuellen Einstellung der Zeichenprojektion durch Verschieben einer Platte, auf der beide montiert sind, jedesmal in die Lage der Kartenvorlage gebracht wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß lichtempfindliches Material und Kartenvorlage an ihrer Stelle bleiben und das Negativ mit Hilfe von in den Strahlengang
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    eingeschalteten Spiegeln und zusätzlichen Linsen auf die Kartenvorlage projiziert wird, worauf man nach der Einstellung und nach Entfernen des Spiegels im Projektor das Licht des projizierten Negativs im direkten Strahlengang auf die lichtempfindliche Schicht fallen läßt, die sich an der Stelle des optischen Bildes der Vorlage befindet, das durch dieselbe Optik gebildet wird.
    4. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch ι und 2, gekennzeichnet durch einen in zwei Koordinaten verschiebbaren Projektor (P1) mit drehbarem Negativhalter (H), einer transparenten, vor dem Projektorobjektiv verschiebbar angeordneten Trägerplatte (T), 'auf der die Kartenvorlage (V) und das lichtempfindliche Material (S) derart montiert sind, daß nach Verschieben der Platte (T) vom Anschlag (A) bis zu einem Anschlag.(B) das lichtempfindliche Material (S) an Stelle der Kartenvorlage (V) zu liegen kommt.
    5. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, gekennzeichnet durch einen Projektor (P2), der in zwei Koordinaten verschiebbar über einer in einem Dunkelkasten (D) angebrachten lichtempfindlichen Schicht (S) angeordnet ist und der im Strahlengang zur lichtempfindlichen Schicht (S) einen um 45 °. geneigten, entfernbaren Spiegel (Sp1) und im Strahlengang zur Kartenvorlage (V) einen um 45° geneigten Spiegel (Sp2) enthält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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