DE344280C - Verfahren und Maschine zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten

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DE344280C
DE344280C DE1918344280D DE344280DD DE344280C DE 344280 C DE344280 C DE 344280C DE 1918344280 D DE1918344280 D DE 1918344280D DE 344280D D DE344280D D DE 344280DD DE 344280 C DE344280 C DE 344280C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B17/00Photographic composing machines having fixed or movable character carriers and without means for composing lines prior to photography
    • B41B17/02Photographic composing machines having fixed or movable character carriers and without means for composing lines prior to photography with manually-adjustable character carriers to enable characters to be photographed in succession

Landscapes

  • Preparing Plates And Mask In Photomechanical Process (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten. Es ist bereits bekannt, in einer lichtempfindlichen Schicht auf mechanisch-photographischem Wege mittels einer schreibmaschinenähnlichen Vorrichtung einen beliebigen Text (Wörter, Sätze, Zahlen, Noten) buchstabenweise zu bilden. Dies geschah bisher in der Weise, daß undurchsichtige Klötze oder Streifen mit auf ihrer Ansichtfläche angebrachten Buchstaben oder Zeichen vor das Objektiv eines photographischen Apparates gebracht wurden.
  • Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, statt in der Ansicht in der Durchsicht zu photographieren. An sich ist auch das Verfahren des Photographierens in der Durchsicht, z. B. für die Wiedergabe von mikroskopischen Gegenständen, allgemein bekannt. Die Anwendung des Photographierens in der Durchsicht zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten bietet gegenüber dem Photographieren in oder Ansicht eine Reihe von Vorzügen, die teils auf optisch-photographischem, teils auf mechanischem Gebiete liegen. Denn Photographieren in der Durchsicht entspricht die Beleuchtung .des zu photographierenden Gegenstandes von hinten her, d. h. die Strahlen der Lichtquelle gehen ungeschwächt durch .den durchsichtig .gelassenen Teil der photographisch wiederzugebenben Fläche hindurch. Beim Photographieren in der Ansicht unuß -natürlich auch die Beleuchtung von vorn erfolgen. Selbst bei noch so scharfen Gegensätzen (schwarz und weiß) zwischen den dunklen und den hellen Stellen des in der Ansicht wiederzugebenden Bildes geht ein beträchtlicher Teil des Lichtes verloren, so .daß auch die Stärke der photographisch wirksamen Helligkeitsunterschiede entsprechend kleiner wird. Den geringeren Helligkeitsunterschieden entspricht die Notzvendigkeit einer größeren Belichtungsdauer für den wiederzugebenden einzelnen Buchstaben, also einlangsameres Arbeiten auf der schreibmaschinenähnlichen Tastatur. In gleichem Sinn wurde .die Arbeitsgeschwindigkeit bei den älteren Verfahren dadurch beeinträchtigt, daß überhaupt keine künstliche Lichtquelle, sondern anscheinend das Tageslicht benutzt wurde. In mechanischer Hinsicht kommt in Betracht, daß der in der Durchsicht wiederzugebende Gegenstand film- oder plattenartig ausgebreitet sein muß, wodurch der Erfinder darauf geführt wurde, alle Zeichen auf einer ,gemeinschaftlichen Platte anzuordnen, .die in die Bahn der Lichtstrahlen zwischen Lichtquelle und Bildplatte eingeschaltet ist. Es besteht keine ernste Schwierigkeit, einerseits den Raum zwischen der Lichtquelle und der durchsichtigen Platte, andererseits den Raum zwischen der durchsichtigen Platte und der Bildplatte .gegen störendes Seitenlicht abzudichten. Nach den älteren Erfin-.dungen waren die photographisch wiederzugebenden Einzelzeichen auf besonderen Hebeln angebracht, die einzeln vor ,die photographische Kamera gebracht wurden, oder auf Streifen, deren jeder sämtliche Zeichen trägt und: nur in senkrechter Richtung verschoben wird. Da als Lichtquelle das Tageslicht benutzt wurde, so kann von Fernhaltung störenden Seitenlichtes keine Rede sein. Der .größeren zur Verfügung stehenden Lichtstärke entspricht beim Photographieren in .der Durchsicht die Möglichkeit :einer sehr weitgehenden Vergrößerung der durchsichtigen Schablonenbuchstaben bei der photographischen Wiedergabe, derart, daß beispielsweise für Reklamezwecke Buchstaben bis zu 2 Meter Höhe erzeugt werden können. Beim Photographieren in der Durchsicht beträgt, falls eine konzentrierte künstliche Lichtquelle angewendet wird, .die Belichtungsdauer für den einzelnen Buchstaben, auch wenn die Druckplatte nur wenig lichtempfindlich ist, nur einen Bruchteil einer Sekunde. Infolgedessen läßt sich bei der Beschriftung annäherungsweise Schreibmaschinengeschwindigkeit wirklich erreichen.
  • Die zur Durchführung der photographischen Beschriftung in der Durchsicht dienende Maschine enthält eine besondere Gattung von Schaltvorrichtungen, die sich von den bei Schreibmaschinen üblichen hauptsächlich dadurch unterscheiden, daß alle Schaltwege entsprechend der in weiten Grenzen willkürlich wählbaren Bildgröße des wiederzugebenden Buchstabens mittels Klemmgesperre einstellbar sind.
  • Die Hauptanwendungsgebiete der Erfindung sind die folgenden: i. Um die Verwendung von Typen für den Buchdruck völlig auszuschalten und den Buchdruck auf sehr einfache Art durch ein photomechanisches Verfahren zu ersetzen, ohne auf erläuternden Text für .die benutzten Bilder verzichten zu müssen, wird die vorbereitete lichtempfindliche Druckplatte unmittelbar mittels der ,den Erfindungsgegenstand bildenden Vorrichtung beschrieben und darauf in bekannter Art bis zur Druckfertigkeit weiterbehandelt. Da die Schriftzeichenschablone in kürzester Zeit ausgewechselt und ebenso schnell eine beliebige Typengröße eingestellt werden kann, ist auch die Möglichkeit gegeben, Anzeigen u. dgl. zu setzen. Bei Anwendung von Tiefdruck oder einem ähnlichen Verfahren kann mit der Schrift zugleich ein photographisches Bild auf der Platte kopiert und in einem Arbeitsgang mit der Beschriftung weiterbehandelt werden.
  • 2. Wenn es darauf ankam, nur ein einzelnes Plakat oder nur wenige untereinander gleiche Plakate herzustellen, hat man .bisher die zeichnerische Ausführung (Handarbeit) gegenüber dem Druckverfahren (Maschinenarbeit) bevorzugt. Um diese langwierige und teuere Arbeit zu ersparen und durch Anwendung von photographischen Buchstaben eine wirkungsvolle, mannigfach veränderte Schrift zu erhalten, bedruckt man Bromsilber- oder Gaslichtpapier nach dem neuen Verfahren. Bei Verwendung einer hinreichend großen Maschine lassen sich sehr große Plakate, etwa bis zu 2 m Buchstabenhöhe, herstellen.
  • 3. Zu Schriftsätzen, deren Vervielfältigung-.durch den üblichen Buchdruck sich wegen zu kleiner Auflagen nicht lohnt, wurde bisher ein Original mittels Schreibmaschine hergestellt, hiernach- eine photographische Platte angefertgt und von dieser die gewünschte Anzahl von photographischen Kopien entnommen. Der nämliche Zweck wird nunmehr einfacher und weit sauberer dadurch erreicht, daß man Bromsilberpapier (gegebenenfalls Negativpapier) mittels der neuen Maschine beschriftet, alsdann entwickelt und unmittelbar zur Entnahme von Kopien benutzt.
  • q.. Schriften auf photographischen Negativen wurden bisher .meistens mit Deckfarben in spiegelverkehrter Schrift mittels Pinsels aufgetragen. Das neue Verfahren besteht darin, daß man die anentwickelte Bildplatte o. dgl. an geeigneter Stelle :mittels der neuen Vorrichtung bedruckt und mit dem Bild (der Aufnahme) zusammen fertig .entwickelt.
  • 5. Zur Herstellung der Filmtitel für kinematographische Zwecke wird der gewünschte Text auf eine photographische Platte gebracht, und von dieser wird die gewünschte Anzahl von Kopien unmittelbar auf den Vorführungsfilm (das Diapositiv) übertragen. Hierdurch wird also das Setzen des Textes mittels Buchdruckes oder eines anderen Verfahrens sowie die Reproduktion des gesetzten Textes erspart.
  • Eine für diese Zwecke geeignete Maschine ist auf .der Zeichnung in ihren wesentlichsten Einrichtungen dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i den lotrechten Längsschnitt durch den photographischen Apparat, Abb. 2 die Oberansicht auf den Schriftzeichenscheibenträger, Abb. 3 die Seitenansicht auf den photographischen Apparat und Abb. q. auf den Obj ektivträger.
  • Abb. 5, 6 und 7 sind die Vorder-, Ober-und Seitenansicht der Tastatur, teilweise im Schnitt.
  • Abb.8 und 9 zeigen in größerem Maßstabe in Seiten- und Oberansicht zwei untereinander angeordnete Tasten.
  • Abb. io, ii und 12 sind die Vorder-, die Ober- und die Seitenansicht der Schaltvorrichtung.
  • Auf einer durchsichtigen Scheibe i (Film, Glasplatte, Zellonplatte o. dgl.) sind entweder hell ausgespart in dunklem Grunde oder schwarz auf klarem Grunde die kleinen und großen Buchstaben, Ziffern und sonstige Druckzeichen in .mehreren Zeilen übereinander und in gleichmäßigem Abstand angeordnet (Abb. i und 2), derart, daß jedes Druckzeichen ein rechteckiges Feld einnimmt. Durch Umrahmung 2 ist die Stelle hervorgehoben, an welche das jeweils zu benutzende Druckzeichen durch Längs- und Querschaltung gebracht werden muß. Über dieser Stelle befindet sich, -mit dem Rahmen der Maschine starr verbunden, ein kleines Glühlämpchen 3, welches allseitig von einem lichtdichten Gehäuse 4 eingeschlossen ist, das nur noch eine zum Durchlassen eines Lichtbündels dienende Öffnung 5 besitzt. Diese Öffnung kann durch eine Beleuchtungslinse ausgefüllt sein. Unmittelbar unterhalb der Scheibe i ist durch eine ebenfalls mit dem Maschinenrahmen starr verbundene lichtdichte Wand ein Lichtschacht 6 .abgegrenzt, der in einen lichtdichten Deckel 7 übergeht. An diesen schließt sich eine lichtdichte, faltbare Wand 8, die an den Objektivträger 9 angeschlossen ist. Von der Unterfläche. des Objektivträgers bis zu einem festen Boden io ist eine zweite lichtdichte, faltbare Wand i i ausgespannt. Der im übrigen lichtdichte Boden enthält eine Öffnung 12. Unter dieser Öffnung befindet sich die zu beschriftende photographische Platte, .das zu beschriftende Filmbild o. dgl. (13; Abb. 5).
  • Zur Einstellung eines scharfen Bilds des photographisch wiederzugebenden Bildzeichens und zur Einstellung einer gewünschten Schriftgröße ist es notwendig, die Höhe sowohl des Schriftzeichenscheibenträgers i als auch des Objektivträgers 9 gegenüber der photographischen Platte 13 einstellen zu (können. Zu diesem Zweck sind beide unabhängig voneinander mittels je einer wagerechten Brücke an lotrechten Säulen geführt, und durch weitere Führungen ist bei beiden Längs- und Querschaltung ermöglicht. Der Schriftzeichenscheibenträger i ruht auf einem Rahmen 14 (Abb. 2), der an zwei parallelen, wagerecht angeordneten Stangen 15 in der Längsrichtung verschoben werden kann. Die beiden Stangen 15 sind mit zwei .untereinander parallelen Querstangen 16 zu einem Rahmen zusammengeschlossen, .und die .Stangen 16 sind in je zwei Muffen 17 geführt, derart, daß der Rahmen i5, 16 samt allen darauf befindlichen Teilen in der Querrichtung verschoben werden kann. Der Rahmen 14 soll weiterhin als Längsrahmen, der Rahmen 15, 16 als Querrahmen bezeichnet werden. Die beiden rechts befindlichen Muffen 17 und ebenso die beiden Muffen links sind durch je eine Querstange 18 verbunden, die mit einem mittleren Führungsauge ig je eine stehende Säule 2o umschließt. Die beiden Säulen 2o sind in den Boden io eingesetzt und zur Erzielung einer starren Konstruktion an den oberen Enden durch eine Schiene 21 verbunden. In je eines der Führungsaugen zg eingesetzte Stellschrauben 22 -ermöglichen es, die Querstange 18 samt allen darauf befindlichen Teilen und folglich auch den Schriftzeichenscheibenträger i in die für den jeweiligen Zweck erforderliche Höhe einzustellen. Der Objektivträger 9 enthält in der Mitte eine Platte g11 (Abb. 4), in deren Mitte sich das Objektiv gb befindet, ferner einen aus zwei Blechstreifen gebildeten Umfassungsrahmen 9c. Die äußeren Rahmenenden umschließen je ein Führungsauge 911 welches ebenfalls auf der Säule 2o gleitet und mittels Stellschraube ge in beliebiger Höhe eingestellt werden kann. Der Längsrahmen 14 enthält einen Ansatz 23 mit einem Querschlitz 24, den eine lotrechte Längsverschiebungs.stange 25 durchsetzt. Ferner enthält jede Stange 16 des Querrahmens ein Auge 26, das von einer Querverschiebungsstange 27 durchsetzt wird. Die Stange 27 findet im freien Raum zwischen den Umfangsstreifen 9c Platz (Abb. 4). Die Stange 25 bedarf einer Führung, durch welche ihre lotrechte Lage dauernd gesichert wird. Zu diesem Zweck sind in den Boden 1o zwei weitere Säulen 2o11 eingesetzt, die an den oberen Enden miteinander und mit den Säulen 2o durch weitere Schienen 21 in Verbindung stehen und somit ein starres Gebilde darstellen. Zwischen diesen beiden Säulen 2o11 sind wagerechte Längsführungsstangen tob befestigt. Auf diesen gleitet ein rechteckiger Rahmen, der aus zwei Führungsrohren 28 und lotrechten Verbindungsstangen 29 besteht (Abb. 5). An .diesem Rahmen 28, 29 ist die Stange 25 befestigt, derart, daß sie mit ihrem zwischen den Führungsrohren 28 befindlichen Stück den Querrahmenansatz 23 durchsetzt und mit ihrem Fußende unter das untere Rahmenrohr 28 hinabreicht. Die Stange 25 wird vom gegabelten hinteren Ende 3oa eines Einstellhebels 30 gefaßt, der bei 3ob in einem niederdrückbaren Rahmen N gelagert ist (Abb. 6). In seinem mittleren Stück umfaßt der Einstellhebel mit einem Längsschlitz 30c einen Mitnehmerstift 31a des Typenhebels 3i, der bei 3,b im niederdrüokbaren Rahmen N gelagert ist und ebenso wie der Einstellhebel 30 in wagerechter Ebene schwingt. Mit dem Typenhebel 31 ist beim Gelenk 31b ein Arm 32 verbunden, an den eine Querstange 33 angelenkt wird. An je einen am Maschinengestell festen Punkt 35 angeschlossene Federn 34 ziehen die Stange 33 ständig nach hinten, wodurch der Typenhebel 31 veranlaßt wird, für gewöhnlich seine in Abb.6 gezeichnete, durch einen festen Anschlag 36 bestimmte äußerste Lage am einen Maschinenende einzunehmen. Der bereits mehrfach erwähnte niederdrückbare Rahmen N besteht aus einer größeren Anzahl von Einzelteilen. Zunächst ist eine Querschiene 37 vorhanden, in deren Mitte sich das Typenhebelgelenk 3ib befindet. Die Querschiene 37 endet beiderseits in je einen Gelenkzapfen 38 und ist mit diesem Zapfen in festen, aus je einem Winkelstück gebildeten Böckchen 39 gelagert, derart, daß die Schiene 37 und damit der gesamte niederdrückbare Rahmen N um die wagerechte Linie 38-38 schwingen kann. An die Schiene 37 schließen sich beiderseits nach vorn gehende Stangen 4o an, die durch eine zweite Querschiene 41 verbunden sind, welche in der Mitte das Einstellhebellager 300 trägt. Überstehende, nach auswärts abgebogene Verlängerungen der beiden Stangen 40 tragen den Tastenbogen 42. Unmittelbar hinter der Schiene 41 sind die Querstangen 4o durch eine nach unten durchgekröpfte Stützschiene .43 verbunden. Diese legt sich auf das eine Armende zweier bei 44 (Abb. 7) im Maschinengestell gelagerten Winkelhebel 45, an deren anderes Armende zwei starke Zugfedern 46 angreifen, die an die Längsstange 33 angeschlossen sind. Mit dem niederdrückbaren Rahmen ist ferner ein Kontaktstift 48a verbunden, der sich in einiger Höhe über einem isoliert am Bodenbrett 47 der Maschine angeordneten Gegenkontakt 48 befindet (Abb.7). Von diesem Gegenkontakt geht eine elektrische Leitung 49 zum einen Pol der elektrischen Leitung, an deren anderen Pol die Glühlampe 3, die ganze Maschine und der Kontakt 46 angeschaltet sind. Auf dem Tastenbogen 42 befinden sich, zweckmäßig in zwei Reihen übereinander und gegeneinander versetzt angeordnet, die Tasten 5o. Jede dieser Tasten (Abb.9) besteht aus einer an der Oberseite beschrifteten Platte, die mit ,dem Hinterrand durch ein federndes Scharnier 51 an den Tastenbogen 42 angeschlossen ist und sich für gewöhnlich in geringer Höhe in Winkellage über dem Tastenbogen einstellt. An der Unterseite jeder Taste sitzt ein Anschlagstift 5o11, der durch ein Loch 52 des Tastenbogens teilweise hindurchtreten kann. Bei unbelasteter Taste befindet sich das untere Ende des Anschlagstiftes 5o11 über der Unterfläche des Tastenbogens 42. Wird hingegen die Taste so weit niedergedrückt, daß sie mit ihrer Unterfläche auf dem Tastenbogen aufliegt, so ,bildet das nunmehr nach unten vorstehende Ende des Stiftes 5o11 einen Anschlag für den Tastenhebel 31. Die Einstellung der Stange 25, also die Längseinstellung des Schriftzeichenscheibenträgers i, geht nun in der Weise vor sich, daß zunächst die jeweils benötigte Taste 5o bis zum Anliegen auf dem Tastenbogen 42 niedergedrückt wird. Durch weiteren Druck auf die berührte Taste wird der gesamte Rahmen N mitgenommen, so daß der Hebel 3i bis zum Anschlag an den vorstellenden Tastenstift 50" nach links bewegt wird. Durch die Schlitzführung bei 3i11 wird der Hebel 30 und durch die Gabel bei 30" die Stange 25 mitgenommen. Schließlich wird durch weiteren Druck auf die berührte Taste der gesamte Rahmen N bis zum Aufschlag .des Kontaktes 48a auf den Gegenkontakt 48 weiterbewegt, wodurch die Glühlampe aufflammt und die photographische Belichtung erfolgt. Beim Loslassen gehen alle Teile unter der Einwirkung der vorgesehenen Rückholfedern 34, 46, 5 i in die Ausgangslage zurück. Die Bewegung .des Rahmens N muß so groß sein, daß der Hebel 31 auch beim Niederdrücken :der am weitesten links liegenden Taste noch an dessen Anschlagstift anzuliegen kommt.
  • Nach jeder Belichtung ist die behandelte photographische Platte 13 o. dgl. um eine Buchstabenbreite weiterzuschalten, was aber nicht, wie bei der Wagenschaltung einer Schreibmaschine, durch ein Zahngesperre geschehen kann, weil die Buchstabenbreite selbst entsprechend der jeweiligen Einstellung des photographischen Apparates veränderlich ist. Um diese veränderliche Schaltung herbeizuführen, ist mit dem niederdrück baren Rahmen N (im gezeichneten Beispiel bei dem Gelenk 38 in Abb. 6) ein von oben nach unten verlaufender Arm 53 verbunden, der sich gegen den einen Arm 54 eines bei 55 an einem festen Punkt des Maschinengestells gelagerten Winkelhebels 54, 56 legt. In Gewinde am Ende des Armes 56 ist eine Stellschraube 57 gelagert, die durch eine Gegenmutter 58 in jeweiliger Lage gesichert werden kann. Diese Stellschraube legt sich gegen einen Gegenanschlag 59, von welchem die Schaltung abgeleitet wird. Die Einstellung der Schraube 57 erfolgt nun so, daß ihr Fußende zunächst einen bestimmten Weg (Totgang) wirkungslos zurücklegt, dann erst den Gegenanschlag 59 erfaßt und diesen um die eingestellte Strecke mitnimmt. Weitere Einzelheiten der Schaltvorrichtung sind aus den Abb. io, ii und i2 ersichtlich. Der Anschlag 59 ist durch eine starre Stange 6o mit einer Klemmzange 61 verbunden, welche nach Art der selbsttätigen Greifer von Entladevorrichtungen durchgebildet ist, d. h. bei der Bewegung der Stange 6o nach rechts sich selbsttätig öffnet bzw. an der Stange 62 vorbeigleitet, ohne diese mitzunehmen. Durch das Zurückgehen des Rahmens N und des Hebels 59 drückt die Feder 6o11 am linken Ende der Stange 6o diese wieder nach links zurück. Die Klemmzange greift hierdurch in eine Längsstange 62 und bewirkt die Bewegung .des Tisches 63 mit der photographischen Platte 13 längs den Führungsstangen 6311. Die Längsstange 6311 bildet einen Bestandteil eines Querrahmens 64, der mittels Schlitzführungen 64a in den beiden Seitenwänden 65 .des Maschinengehäuses quer geführt ist. An der Unterfläche des Rahmens 63 befindet sich eine Querstange 66 (Abb. r2), an welcher eine zur Querverstellung des Plattenträgers dienende zweite Klemmzange angreift. Die Einzelheiten der Querschaltvorrichtung für den Plattenträger, welche bei jeder neuen Zeile mit der Hand -betätigt wird, entsprechen genau denen der Längsschaltvorrichtung und sind daher in der Zeichnung nicht im einzelnen wiedergegeben. Eine entsprechende Hebelschaltvorrichtung bewirkt die Querverschiebung der Druckzeichenscheibe z. Beispielsweise können in der mittleren Zeile die kleinen Buchstaben, in der vorderen Zeile die großen Buchstaben und in der hinteren Zeile die Interpunktionszeichen usw. angeordnet sein (vgl. den Zeiger 67 in Abb. 6 und das mit ihm verbundene Gestänge 68, 6g, das auf die beiden Stangen 27 einwirkt).
  • Nach Vollendung der mechanisch-photographischen Beschriftung wird die bis dahin in einem Dunkelraum gehaltene Platte in üblicher Weise entwickelt und nach irgendeinem Verfahren zur Herstellung eines Druckstockes weiterbehandelt.

Claims (5)

  1. PATENT-A NsPRÜcHE r. Verfahren zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten, insbesondere für Druckereizwecke, bei welchem der Text mittels einer schreibmaschinenähnlichen Vorrichtung in der lichtempfindlichen Schicht buchstabenweise, erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Buchstabenschablonen mit lichtdurchlässigem Bild verwendet und in der Durchsicht photographiert werden.
  2. 2. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchstabenschablone aus einer Scheibe besteht, welche sämtliche Druckzeichen nach Zeilen und Reihen geordnet enthält.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine mit einer einschaltbaren Lampe ausgestattete Kamera, in welcher durch die schreibmaschinenartige Schaltvorrichtung gleichzeitig das zu photographierende Druckzeichen der Schablonenscheibe und die zu belichtende Stelle der Platte oder des Films unter Einschaltung der Lampe eingeführt wirst. q..
  4. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger der Schriftzeichenscheibe mittels einer schreibmaschinenartigen Tastatur sowohl nach der Länge als auch nach der Breite (oder Höhe) schrittweise eingestellt wird.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 2, dadurch g a ekennzeichnet, daß die Schaltbewegungen der Bildscheibe nicht mittels eines Zahngesperres wie bei Schreibmaschinen, son-,dern mittels eines Klemmgesperres mit einregelbarem Schaltweg durchgeführt ,werden, derart, daß der Schaltweg der jeweils eingestellten Bildgröße des Schriftzeichens angepaßt werden kann.
DE1918344280D 1918-01-31 1918-01-31 Verfahren und Maschine zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten Expired DE344280C (de)

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DE (1) DE344280C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225491B (de) * 1956-02-21 1966-09-22 Harold Horman Lichtsetzgeraet

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1225491B (de) * 1956-02-21 1966-09-22 Harold Horman Lichtsetzgeraet

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