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Verfahren und Maschine zur Beschriftung von lichtempfindlichen Schichten.
Es ist bereits bekannt, in einer lichtempfindlichen Schicht auf mechanisch-photographischem
Wege mittels einer schreibmaschinenähnlichen Vorrichtung einen beliebigen Text (Wörter,
Sätze, Zahlen, Noten) buchstabenweise zu bilden. Dies geschah bisher in der Weise,
daß undurchsichtige Klötze oder Streifen mit auf ihrer Ansichtfläche angebrachten
Buchstaben oder Zeichen vor das Objektiv eines photographischen Apparates gebracht
wurden.
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Die Erfindung beruht auf dem Gedanken, statt in der Ansicht in der
Durchsicht zu photographieren. An sich ist auch das Verfahren des Photographierens
in der Durchsicht, z. B. für die Wiedergabe von mikroskopischen Gegenständen, allgemein
bekannt. Die Anwendung des Photographierens in der Durchsicht zur Beschriftung von
lichtempfindlichen Schichten bietet gegenüber dem Photographieren in oder Ansicht
eine Reihe von Vorzügen, die teils auf optisch-photographischem, teils auf mechanischem
Gebiete liegen. Denn Photographieren in der Durchsicht entspricht die Beleuchtung
.des zu photographierenden Gegenstandes von hinten her, d. h. die Strahlen der Lichtquelle
gehen ungeschwächt durch .den durchsichtig .gelassenen Teil der photographisch wiederzugebenben
Fläche hindurch. Beim Photographieren in der Ansicht unuß -natürlich auch die Beleuchtung
von vorn erfolgen. Selbst bei noch so scharfen Gegensätzen (schwarz und weiß) zwischen
den dunklen und den hellen Stellen des in der Ansicht wiederzugebenden Bildes geht
ein beträchtlicher Teil des Lichtes verloren, so .daß auch die Stärke der photographisch
wirksamen Helligkeitsunterschiede entsprechend kleiner wird. Den geringeren Helligkeitsunterschieden
entspricht die Notzvendigkeit einer größeren Belichtungsdauer für den wiederzugebenden
einzelnen Buchstaben, also einlangsameres Arbeiten auf der schreibmaschinenähnlichen
Tastatur. In gleichem Sinn wurde .die Arbeitsgeschwindigkeit bei den älteren Verfahren
dadurch beeinträchtigt, daß überhaupt keine künstliche Lichtquelle, sondern anscheinend
das Tageslicht benutzt wurde. In mechanischer Hinsicht kommt in Betracht, daß der
in der Durchsicht wiederzugebende Gegenstand film- oder plattenartig ausgebreitet
sein muß, wodurch der Erfinder darauf geführt wurde, alle Zeichen auf einer ,gemeinschaftlichen
Platte anzuordnen, .die in die Bahn der Lichtstrahlen zwischen Lichtquelle und Bildplatte
eingeschaltet ist. Es besteht keine ernste Schwierigkeit, einerseits den Raum zwischen
der Lichtquelle und der durchsichtigen Platte, andererseits den Raum zwischen der
durchsichtigen Platte und der Bildplatte .gegen störendes Seitenlicht abzudichten.
Nach den älteren Erfin-.dungen waren die photographisch wiederzugebenden Einzelzeichen
auf besonderen Hebeln angebracht, die einzeln vor ,die photographische Kamera gebracht
wurden, oder auf Streifen, deren jeder sämtliche Zeichen trägt und: nur in senkrechter
Richtung verschoben wird. Da als Lichtquelle das Tageslicht benutzt wurde, so kann
von
Fernhaltung störenden Seitenlichtes keine Rede sein. Der .größeren
zur Verfügung stehenden Lichtstärke entspricht beim Photographieren in .der Durchsicht
die Möglichkeit :einer sehr weitgehenden Vergrößerung der durchsichtigen Schablonenbuchstaben
bei der photographischen Wiedergabe, derart, daß beispielsweise für Reklamezwecke
Buchstaben bis zu 2 Meter Höhe erzeugt werden können. Beim Photographieren in der
Durchsicht beträgt, falls eine konzentrierte künstliche Lichtquelle angewendet wird,
.die Belichtungsdauer für den einzelnen Buchstaben, auch wenn die Druckplatte nur
wenig lichtempfindlich ist, nur einen Bruchteil einer Sekunde. Infolgedessen läßt
sich bei der Beschriftung annäherungsweise Schreibmaschinengeschwindigkeit wirklich
erreichen.
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Die zur Durchführung der photographischen Beschriftung in der Durchsicht
dienende Maschine enthält eine besondere Gattung von Schaltvorrichtungen, die sich
von den bei Schreibmaschinen üblichen hauptsächlich dadurch unterscheiden, daß alle
Schaltwege entsprechend der in weiten Grenzen willkürlich wählbaren Bildgröße des
wiederzugebenden Buchstabens mittels Klemmgesperre einstellbar sind.
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Die Hauptanwendungsgebiete der Erfindung sind die folgenden: i. Um
die Verwendung von Typen für den Buchdruck völlig auszuschalten und den Buchdruck
auf sehr einfache Art durch ein photomechanisches Verfahren zu ersetzen, ohne auf
erläuternden Text für .die benutzten Bilder verzichten zu müssen, wird die vorbereitete
lichtempfindliche Druckplatte unmittelbar mittels der ,den Erfindungsgegenstand
bildenden Vorrichtung beschrieben und darauf in bekannter Art bis zur Druckfertigkeit
weiterbehandelt. Da die Schriftzeichenschablone in kürzester Zeit ausgewechselt
und ebenso schnell eine beliebige Typengröße eingestellt werden kann, ist auch die
Möglichkeit gegeben, Anzeigen u. dgl. zu setzen. Bei Anwendung von Tiefdruck oder
einem ähnlichen Verfahren kann mit der Schrift zugleich ein photographisches Bild
auf der Platte kopiert und in einem Arbeitsgang mit der Beschriftung weiterbehandelt
werden.
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2. Wenn es darauf ankam, nur ein einzelnes Plakat oder nur wenige
untereinander gleiche Plakate herzustellen, hat man .bisher die zeichnerische Ausführung
(Handarbeit) gegenüber dem Druckverfahren (Maschinenarbeit) bevorzugt. Um diese
langwierige und teuere Arbeit zu ersparen und durch Anwendung von photographischen
Buchstaben eine wirkungsvolle, mannigfach veränderte Schrift zu erhalten, bedruckt
man Bromsilber- oder Gaslichtpapier nach dem neuen Verfahren. Bei Verwendung einer
hinreichend großen Maschine lassen sich sehr große Plakate, etwa bis zu 2 m Buchstabenhöhe,
herstellen.
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3. Zu Schriftsätzen, deren Vervielfältigung-.durch den üblichen Buchdruck
sich wegen zu kleiner Auflagen nicht lohnt, wurde bisher ein Original mittels Schreibmaschine
hergestellt, hiernach- eine photographische Platte angefertgt und von dieser die
gewünschte Anzahl von photographischen Kopien entnommen. Der nämliche Zweck wird
nunmehr einfacher und weit sauberer dadurch erreicht, daß man Bromsilberpapier (gegebenenfalls
Negativpapier) mittels der neuen Maschine beschriftet, alsdann entwickelt und unmittelbar
zur Entnahme von Kopien benutzt.
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q.. Schriften auf photographischen Negativen wurden bisher .meistens
mit Deckfarben in spiegelverkehrter Schrift mittels Pinsels aufgetragen. Das neue
Verfahren besteht darin, daß man die anentwickelte Bildplatte o. dgl. an geeigneter
Stelle :mittels der neuen Vorrichtung bedruckt und mit dem Bild (der Aufnahme) zusammen
fertig .entwickelt.
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5. Zur Herstellung der Filmtitel für kinematographische Zwecke wird
der gewünschte Text auf eine photographische Platte gebracht, und von dieser wird
die gewünschte Anzahl von Kopien unmittelbar auf den Vorführungsfilm (das Diapositiv)
übertragen. Hierdurch wird also das Setzen des Textes mittels Buchdruckes oder eines
anderen Verfahrens sowie die Reproduktion des gesetzten Textes erspart.
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Eine für diese Zwecke geeignete Maschine ist auf .der Zeichnung in
ihren wesentlichsten Einrichtungen dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i den lotrechten
Längsschnitt durch den photographischen Apparat, Abb. 2 die Oberansicht auf den
Schriftzeichenscheibenträger, Abb. 3 die Seitenansicht auf den photographischen
Apparat und Abb. q. auf den Obj ektivträger.
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Abb. 5, 6 und 7 sind die Vorder-, Ober-und Seitenansicht der Tastatur,
teilweise im Schnitt.
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Abb.8 und 9 zeigen in größerem Maßstabe in Seiten- und Oberansicht
zwei untereinander angeordnete Tasten.
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Abb. io, ii und 12 sind die Vorder-, die Ober- und die Seitenansicht
der Schaltvorrichtung.
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Auf einer durchsichtigen Scheibe i (Film, Glasplatte, Zellonplatte
o. dgl.) sind entweder hell ausgespart in dunklem Grunde oder schwarz auf klarem
Grunde die kleinen und großen Buchstaben, Ziffern und sonstige Druckzeichen in .mehreren
Zeilen übereinander und in gleichmäßigem Abstand angeordnet (Abb. i und 2), derart,
daß jedes Druckzeichen
ein rechteckiges Feld einnimmt. Durch Umrahmung
2 ist die Stelle hervorgehoben, an welche das jeweils zu benutzende Druckzeichen
durch Längs- und Querschaltung gebracht werden muß. Über dieser Stelle befindet
sich, -mit dem Rahmen der Maschine starr verbunden, ein kleines Glühlämpchen 3,
welches allseitig von einem lichtdichten Gehäuse 4 eingeschlossen ist, das nur noch
eine zum Durchlassen eines Lichtbündels dienende Öffnung 5 besitzt. Diese Öffnung
kann durch eine Beleuchtungslinse ausgefüllt sein. Unmittelbar unterhalb der Scheibe
i ist durch eine ebenfalls mit dem Maschinenrahmen starr verbundene lichtdichte
Wand ein Lichtschacht 6 .abgegrenzt, der in einen lichtdichten Deckel 7 übergeht.
An diesen schließt sich eine lichtdichte, faltbare Wand 8, die an den Objektivträger
9 angeschlossen ist. Von der Unterfläche. des Objektivträgers bis zu einem festen
Boden io ist eine zweite lichtdichte, faltbare Wand i i ausgespannt. Der im übrigen
lichtdichte Boden enthält eine Öffnung 12. Unter dieser Öffnung befindet sich die
zu beschriftende photographische Platte, .das zu beschriftende Filmbild o. dgl.
(13; Abb. 5).
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Zur Einstellung eines scharfen Bilds des photographisch wiederzugebenden
Bildzeichens und zur Einstellung einer gewünschten Schriftgröße ist es notwendig,
die Höhe sowohl des Schriftzeichenscheibenträgers i als auch des Objektivträgers
9 gegenüber der photographischen Platte 13 einstellen zu (können. Zu diesem Zweck
sind beide unabhängig voneinander mittels je einer wagerechten Brücke an lotrechten
Säulen geführt, und durch weitere Führungen ist bei beiden Längs- und Querschaltung
ermöglicht. Der Schriftzeichenscheibenträger i ruht auf einem Rahmen 14 (Abb. 2),
der an zwei parallelen, wagerecht angeordneten Stangen 15 in der Längsrichtung verschoben
werden kann. Die beiden Stangen 15 sind mit zwei .untereinander parallelen Querstangen
16 zu einem Rahmen zusammengeschlossen, .und die .Stangen 16 sind in je zwei Muffen
17 geführt, derart, daß der Rahmen i5, 16 samt allen darauf befindlichen Teilen
in der Querrichtung verschoben werden kann. Der Rahmen 14 soll weiterhin als Längsrahmen,
der Rahmen 15, 16 als Querrahmen bezeichnet werden. Die beiden rechts befindlichen
Muffen 17 und ebenso die beiden Muffen links sind durch je eine Querstange 18 verbunden,
die mit einem mittleren Führungsauge ig je eine stehende Säule 2o umschließt. Die
beiden Säulen 2o sind in den Boden io eingesetzt und zur Erzielung einer starren
Konstruktion an den oberen Enden durch eine Schiene 21 verbunden. In je eines der
Führungsaugen zg eingesetzte Stellschrauben 22 -ermöglichen es, die Querstange 18
samt allen darauf befindlichen Teilen und folglich auch den Schriftzeichenscheibenträger
i in die für den jeweiligen Zweck erforderliche Höhe einzustellen. Der Objektivträger
9 enthält in der Mitte eine Platte g11 (Abb. 4), in deren Mitte sich das Objektiv
gb befindet, ferner einen aus zwei Blechstreifen gebildeten Umfassungsrahmen 9c.
Die äußeren Rahmenenden umschließen je ein Führungsauge 911 welches ebenfalls auf
der Säule 2o gleitet und mittels Stellschraube ge in beliebiger Höhe eingestellt
werden kann. Der Längsrahmen 14 enthält einen Ansatz 23 mit einem Querschlitz 24,
den eine lotrechte Längsverschiebungs.stange 25 durchsetzt. Ferner enthält jede
Stange 16 des Querrahmens ein Auge 26, das von einer Querverschiebungsstange 27
durchsetzt wird. Die Stange 27 findet im freien Raum zwischen den Umfangsstreifen
9c Platz (Abb. 4). Die Stange 25 bedarf einer Führung, durch welche ihre lotrechte
Lage dauernd gesichert wird. Zu diesem Zweck sind in den Boden 1o zwei weitere Säulen
2o11 eingesetzt, die an den oberen Enden miteinander und mit den Säulen 2o durch
weitere Schienen 21 in Verbindung stehen und somit ein starres Gebilde darstellen.
Zwischen diesen beiden Säulen 2o11 sind wagerechte Längsführungsstangen tob befestigt.
Auf diesen gleitet ein rechteckiger Rahmen, der aus zwei Führungsrohren 28 und lotrechten
Verbindungsstangen 29 besteht (Abb. 5). An .diesem Rahmen 28, 29 ist die Stange
25 befestigt, derart, daß sie mit ihrem zwischen den Führungsrohren 28 befindlichen
Stück den Querrahmenansatz 23 durchsetzt und mit ihrem Fußende unter das untere
Rahmenrohr 28 hinabreicht. Die Stange 25 wird vom gegabelten hinteren Ende 3oa eines
Einstellhebels 30 gefaßt, der bei 3ob in einem niederdrückbaren Rahmen N
gelagert ist (Abb. 6). In seinem mittleren Stück umfaßt der Einstellhebel mit einem
Längsschlitz 30c einen Mitnehmerstift 31a des Typenhebels 3i, der bei 3,b im niederdrüokbaren
Rahmen N gelagert ist und ebenso wie der Einstellhebel 30 in wagerechter
Ebene schwingt. Mit dem Typenhebel 31 ist beim Gelenk 31b ein Arm 32 verbunden,
an den eine Querstange 33 angelenkt wird. An je einen am Maschinengestell festen
Punkt 35 angeschlossene Federn 34 ziehen die Stange 33 ständig nach hinten, wodurch
der Typenhebel 31 veranlaßt wird, für gewöhnlich seine in Abb.6 gezeichnete, durch
einen festen Anschlag 36 bestimmte äußerste Lage am einen Maschinenende einzunehmen.
Der bereits mehrfach erwähnte niederdrückbare Rahmen N besteht aus einer größeren
Anzahl von Einzelteilen. Zunächst ist eine Querschiene 37 vorhanden, in deren Mitte
sich das Typenhebelgelenk 3ib befindet.
Die Querschiene 37 endet
beiderseits in je einen Gelenkzapfen 38 und ist mit diesem Zapfen in festen, aus
je einem Winkelstück gebildeten Böckchen 39 gelagert, derart, daß die Schiene 37
und damit der gesamte niederdrückbare Rahmen N um die wagerechte Linie 38-38 schwingen
kann. An die Schiene 37 schließen sich beiderseits nach vorn gehende Stangen 4o
an, die durch eine zweite Querschiene 41 verbunden sind, welche in der Mitte das
Einstellhebellager 300 trägt. Überstehende, nach auswärts abgebogene Verlängerungen
der beiden Stangen 40 tragen den Tastenbogen 42. Unmittelbar hinter der Schiene
41 sind die Querstangen 4o durch eine nach unten durchgekröpfte Stützschiene .43
verbunden. Diese legt sich auf das eine Armende zweier bei 44 (Abb. 7) im Maschinengestell
gelagerten Winkelhebel 45, an deren anderes Armende zwei starke Zugfedern 46 angreifen,
die an die Längsstange 33 angeschlossen sind. Mit dem niederdrückbaren Rahmen ist
ferner ein Kontaktstift 48a verbunden, der sich in einiger Höhe über einem isoliert
am Bodenbrett 47 der Maschine angeordneten Gegenkontakt 48 befindet (Abb.7). Von
diesem Gegenkontakt geht eine elektrische Leitung 49 zum einen Pol der elektrischen
Leitung, an deren anderen Pol die Glühlampe 3, die ganze Maschine und der Kontakt
46 angeschaltet sind. Auf dem Tastenbogen 42 befinden sich, zweckmäßig in zwei Reihen
übereinander und gegeneinander versetzt angeordnet, die Tasten 5o. Jede dieser Tasten
(Abb.9) besteht aus einer an der Oberseite beschrifteten Platte, die mit ,dem Hinterrand
durch ein federndes Scharnier 51 an den Tastenbogen 42 angeschlossen ist und sich
für gewöhnlich in geringer Höhe in Winkellage über dem Tastenbogen einstellt. An
der Unterseite jeder Taste sitzt ein Anschlagstift 5o11, der durch ein Loch 52 des
Tastenbogens teilweise hindurchtreten kann. Bei unbelasteter Taste befindet sich
das untere Ende des Anschlagstiftes 5o11 über der Unterfläche des Tastenbogens 42.
Wird hingegen die Taste so weit niedergedrückt, daß sie mit ihrer Unterfläche auf
dem Tastenbogen aufliegt, so ,bildet das nunmehr nach unten vorstehende Ende des
Stiftes 5o11 einen Anschlag für den Tastenhebel 31. Die Einstellung der Stange 25,
also die Längseinstellung des Schriftzeichenscheibenträgers i, geht nun in der Weise
vor sich, daß zunächst die jeweils benötigte Taste 5o bis zum Anliegen auf dem Tastenbogen
42 niedergedrückt wird. Durch weiteren Druck auf die berührte Taste wird der gesamte
Rahmen N mitgenommen, so daß der Hebel 3i bis zum Anschlag an den vorstellenden
Tastenstift 50" nach links bewegt wird. Durch die Schlitzführung bei 3i11
wird der Hebel 30 und durch die Gabel bei 30" die Stange 25 mitgenommen.
Schließlich wird durch weiteren Druck auf die berührte Taste der gesamte Rahmen
N bis zum Aufschlag .des Kontaktes 48a auf den Gegenkontakt 48 weiterbewegt, wodurch
die Glühlampe aufflammt und die photographische Belichtung erfolgt. Beim Loslassen
gehen alle Teile unter der Einwirkung der vorgesehenen Rückholfedern 34, 46, 5 i
in die Ausgangslage zurück. Die Bewegung .des Rahmens N muß so groß sein, daß der
Hebel 31 auch beim Niederdrücken :der am weitesten links liegenden Taste noch an
dessen Anschlagstift anzuliegen kommt.
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Nach jeder Belichtung ist die behandelte photographische Platte 13
o. dgl. um eine Buchstabenbreite weiterzuschalten, was aber nicht, wie bei der Wagenschaltung
einer Schreibmaschine, durch ein Zahngesperre geschehen kann, weil die Buchstabenbreite
selbst entsprechend der jeweiligen Einstellung des photographischen Apparates veränderlich
ist. Um diese veränderliche Schaltung herbeizuführen, ist mit dem niederdrück baren
Rahmen N (im gezeichneten Beispiel bei dem Gelenk 38 in Abb. 6) ein von oben nach
unten verlaufender Arm 53 verbunden, der sich gegen den einen Arm 54 eines bei 55
an einem festen Punkt des Maschinengestells gelagerten Winkelhebels 54, 56 legt.
In Gewinde am Ende des Armes 56 ist eine Stellschraube 57 gelagert, die durch eine
Gegenmutter 58 in jeweiliger Lage gesichert werden kann. Diese Stellschraube legt
sich gegen einen Gegenanschlag 59, von welchem die Schaltung abgeleitet wird. Die
Einstellung der Schraube 57 erfolgt nun so, daß ihr Fußende zunächst einen bestimmten
Weg (Totgang) wirkungslos zurücklegt, dann erst den Gegenanschlag 59 erfaßt und
diesen um die eingestellte Strecke mitnimmt. Weitere Einzelheiten der Schaltvorrichtung
sind aus den Abb. io, ii und i2 ersichtlich. Der Anschlag 59 ist durch eine starre
Stange 6o mit einer Klemmzange 61 verbunden, welche nach Art der selbsttätigen Greifer
von Entladevorrichtungen durchgebildet ist, d. h. bei der Bewegung der Stange 6o
nach rechts sich selbsttätig öffnet bzw. an der Stange 62 vorbeigleitet, ohne diese
mitzunehmen. Durch das Zurückgehen des Rahmens N und des Hebels 59 drückt die Feder
6o11 am linken Ende der Stange 6o diese wieder nach links zurück. Die Klemmzange
greift hierdurch in eine Längsstange 62 und bewirkt die Bewegung .des Tisches 63
mit der photographischen Platte 13 längs den Führungsstangen 6311. Die Längsstange
6311 bildet einen Bestandteil eines Querrahmens 64, der mittels Schlitzführungen
64a in den beiden Seitenwänden
65 .des Maschinengehäuses quer geführt
ist. An der Unterfläche des Rahmens 63 befindet sich eine Querstange 66 (Abb. r2),
an welcher eine zur Querverstellung des Plattenträgers dienende zweite Klemmzange
angreift. Die Einzelheiten der Querschaltvorrichtung für den Plattenträger, welche
bei jeder neuen Zeile mit der Hand -betätigt wird, entsprechen genau denen der Längsschaltvorrichtung
und sind daher in der Zeichnung nicht im einzelnen wiedergegeben. Eine entsprechende
Hebelschaltvorrichtung bewirkt die Querverschiebung der Druckzeichenscheibe z. Beispielsweise
können in der mittleren Zeile die kleinen Buchstaben, in der vorderen Zeile die
großen Buchstaben und in der hinteren Zeile die Interpunktionszeichen usw. angeordnet
sein (vgl. den Zeiger 67 in Abb. 6 und das mit ihm verbundene Gestänge 68, 6g, das
auf die beiden Stangen 27 einwirkt).
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Nach Vollendung der mechanisch-photographischen Beschriftung wird
die bis dahin in einem Dunkelraum gehaltene Platte in üblicher Weise entwickelt
und nach irgendeinem Verfahren zur Herstellung eines Druckstockes weiterbehandelt.