DEM0022087MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. Februar 1954 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Durchlüften und Filtern des Wassers in Aquarien.
Es ist bekannt, zum Einleiten von Luft in Aquarien einen an eine Luftzuführungsleitung angeschlossenen
. Luftausströmkörper zu verwenden, der auf den Boden des Aquariums gelegt oder in
seiner Nähe aufgehängt wird und die ihm zugeführte Druckluft in feinen Bläschen durch das
Wasser des Aquariums hochperlen läßt. Die feinen Luftblasen kommen dabei mit dem Wasserinhalt
des Aquariums in innige Berührung, können von den im Aquarium befindlichen Fischen oder sonstigen
Lebewesen zum Atmen wahrgenommen werden und leiten im Wasser des Aquariums enthaltene
feine Sclnvimmstoffe an die Oberfläche. Man hat auch schon vorgeschlagen, die Luftzuführungsleitung
an ein Steigröhrchen anzuschließen, das an einem in den Sandboden des Aquariums eingesetzten
Bodenfilter angebracht ist. Das Steigröhrchen soll hierbei als Saugpumpe wirken und
das durch den Boden des Aquariums in den Filterbehälter eingedrungene Wasser ansaugen und dem
Aquarium wieder zuführen. Die Filterwirkung ist jedoch nur gering. Schließlich hat man vorgeschlagen,
die Luftzuführungsleitung an ein in den Sandboden des Aquariums ragendes Steigrohr anzuschließen,
das dicht unter oder über dem Wasserspiegel des Aquariums ausmündet, doch kommt die
Luft hierbei nur mit dem vom Sandboden des Aquariums oder einem zusätzlichen Filter ge-
1609 707/45
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reinigten Wasser in Berührung und verbleibt beim Durchströmen des Aquariums im Steigrohr, so
daß sie nicht von den im Aquarium befindlichen Lebewesen zum Atmen unmittelbar wahrgenommen
werden und feine, im ungefilterten Wasser enthaltene Sohwimmstoffe an . die Oberfläche mitnehmen
kann.
Die Erfindung betrifft ein Gerät mit einem Luftausströmkörper aus porösem Stoff für Aquarien,
ίο der durch seine besondere Anordnung eine gute,
unmittelbare Belüftung von Aquarien durch frei im Wasser hochperlende Luftblasen und in Verbindung
damit ein besonders wirksames Filtrieren des Wassers am Sandboden des Aquariums oder an
einem entsprechenden Filter ermöglicht. Dies wird erfindungsgemäß durch Anordnung des Luftausströmkörpers
in dem oberen Teil einer nach oben verjüngt zulaufenden, kegelförmigen Kammer erreicht,
die durch eine Trennwand mit schlitzartigem Durchlaß unterteilt ist, wobei der obere
Teil der Kammer als Druckluftsammler dient und mit einer oberen öffnung tief unterhalb des
Flüssigkeitsspiegels ausmündet, während der untere Teil der Kammer, als Ansaugraum für das Wasser
dienend, mit einer geschlossenen Bodenfläche und zahlreichen Wandschlitzen versehen ist.
Vorzugsweise ist der als Druckluftsammler dienende obere Teil der Kammer von dem als Ansaugraum
für das Wasser dienenden unteren Kammerteil abnehmbar. Der untere Kammerteil trägt dann zweckmäßig die Trennwand und paßt
mit Klemmung in den als Luftsammler dienenden oberen Kammerteil, der den Luftausströmkörper
enthält. Bei dieser Teilung läßt sich das Gerät besonders einfach und billig herstellen, vorzugsweise
aus Kunststoffpreßteilen. Überdies ist es dann möglich, den unteren Teil bei Bedarf mit Filtermasse
zu füllen und die Luftleitung mit dem als Luftsammler dienenden oberen Kammerteil aus dem
Aquarium herauszunehmen, während die zum ,Filtern des Wassers dienende Ansaugkammer in
ihrer Einbettung verbleiben kann, so daß das in der umgebenden Filterschicht befindliche Filtrat beim
Herausnehmen der Luftleitung aus dem Aquarium od. dgl. nicht aufgewirbelt wird und das Wasser
von neuem verunreinigt.
Die Zeichnungen zeigen ein Beispiel für die Ausführung des Geräts nach der Erfindung, und zwar
zeigt
Abb. ι einen senkrechten Schnitt durch das in eine Filterschicht eingebettete Gerät und
Abb. 2 das Gerät ohne Einbettung im Grundriß.
Das Gerät weist eine untere Ansaugkammer a
auf, die die Gestalt eines Kegelstumpfes hat und mit einem undurchlässigen Boden b versehen ist.
In der oberen Abdeckung der Saugkammer befindet sich ein Längsschlitz c. Die Mantelfläche des Kegel-
■ stumpfes ist mit zwei übereinanderliegenden Reihen von dicht nebeneinander befindlichen axialen Längsschlitzen
d versehen.
Oberhalb der Saugkammer α befindet sich eine
abnehmbare Düsenkammer e, die nach oben kegelig verjüngt zuläuft und mit ihrer Basis den Mantel
der Ansaugkammer mit Passung übergreift. Die Düsenkammer e ist an ihrem oberen Ende mit einer
Austrittsöffnung f und an ihrer Wand mit einer seitlichen Öffnung g versehen. Dicht über dem Austrittsschlitz
c der Ansaugkammer und gleichlaufend dazu ist der Diffusorkopf h einer Luftzuführungsleitung
i angeordnet, die die Seitenöffnung g der Düsenkammer durchsetzt. Der Diffusorkopf h kann
aus porösem Stein oder anderem geeignetem Werkstoff bestehen.
Zum Betrieb des Gerätes wird die Luftleitung? an den Druckschlauch k eines Luftverdichters
üblicher Ausführung angeschlossen und das Gerät teilweise mit einer lockeren Filtermasse umgeben,
bei einem Aquarium z. B. in einen mit Sand oder Kies gefüllten, nach oben offenen Aufnahmebehälter
oder unmittelbar in den Sandboden des Aquariums eingesetzt, und zwar so, daß die Spitze der Düsenkammer
e aus dem Sand herausragt. Wird Luft durch die Leitung i, k zugeführt, so strömt sie
aus dem Diffusorkopf h und perlt in der Düsenkammer empor, aus der sie durch die Öffnung /
austritt. Die ausströmende Luft hat das Bestreben, in der Düsenkammer e einen Unterdruck zu erzeugen,
der sich auf die Ansaugkammer α auswirkt, so daß mit kräftiger Saugwirkung Wasser aus dem
Sandbett in das Innere der Saugkammer und in die darauf sitzende Düsenkammer gesaugt wird. Auf
diese Weise werden die im Wasser enthaltenen Verunreinigungen ausgefiltert und von dem Sand
zurückgehalten.
In bestimmten Abständen kann der Sand aus dem Behälter abgesaugt oder auf andere Weise entfernt,
durchgespült oder in bekannter Weise gereinigt und dann in den Behälter wieder eingebracht
werden. Das Gerät wird dann erneut in den Sand eingebettet. ,
Das Gerät nach der Erfindung soll vorzugsweise aus Kunststoff, Glas oder nichtrostendem Metall
hergestellt werden. Die Saugkammer α und die Düsenkammer e können auch aus einem Stück be- ,
stehen. In diesem Fall ist die öffnung in der Seitenwand der Düsenkammer so groß, daß der Diffusorkopf
h durch diese Öffnung in die Düsenkammer eingesetzt werden kann. Bei dem in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die öffnung g etwas größer als das Rohr i, das von innen her
durch die Öffnung hindurchgesteckt wird, ehe man die beiden Kammern aneinandersetzt.
Gegebenenfalls kann die Düsenkammer oder die Saugkammer mit Sand, Holzkohle oder anderem
Filtermittel gefüllt werden, so daß es keiner Einbettung des Gerätes in eine äußere Filterschicht
bedarf.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Gerät zum Durchlüften und Filtern des Wassers in Aquarien mit einem Luftausströmkörper aus porösem Stoff, gekennzeichnet durch eine nach oben verjüngt zulaufende, kegelförmige, in ihrem oberen Teil den Luftaus-7OT/45M22087HI/45hStrömkörper aufnehmende Kammer, die durch eine Trennwand mit schlitzartigem Durchlaß unterteilt ist, wobei der obere Teil der Kammer als Druckluftsammler dient und mit einer oberen Öffnung tief unterhalb des Flüssigkeitsspiegels ausmündet, während der untere Teil der Kammer, als Ansaugraum für das Wasser dienend, mit einer geschlossenen Bodenfläche und zahlreichen Wandschlitzen versehen ist.
- 2. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der als Druckluftsammler dienende obere Teil der Kammer von dem als Ansaugraum für das Wasser dienenden unteren Kammerteil abnehmbar ist.
- 3. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekenn· zeichnet, daß der als Ansaugraum für das Wasser dienende untere Teil der Kammer die Trennwand trägt und mit Klemmung in den als Luftsammler dienenden, den Ausströmkörper enthaltenden oberen Kammerteil paßt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 520 031;
österreichische Patentschrift Nr. 136 681.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 «B 707/45 11.56
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