DEM0019449MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Juli 1953 Bekanntgemacht am 23. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand des Hauptpatents 920 722 ist ein Ver fahren zum fortlaufenden freien Vorpfänden beim
Strebausbau mit stempelfreiem Abbaustoß; insbesondere für die maschinelle Kohlengewinnung,
bei welchem die Kappe, ohne aus ihrer Lage unter, dem Hangenden entfernt zu werden, dem Fortschritt des Kohlenstoßes entsprechend in auf den
Köpfen der Stempel angeordneten Führungen nachgerückt wird, welches dadurch gekennzeichnet ist,
daß das Vorschieben der Kappe auf mechanischem Wege erfolgt.
Zu diesem Zwecke ist gemäß dem Hauptpatent die Kappe verischieblich in einem auf dem Kopf eines
normalen Stempels aufgesetzten, oben offenen Führungs- und Traggeschirr von Ü-förmigem Profil gelagert,
in dem die Mittel zum mechanischen Vorschieben der Kappe, vorzugsweise ein an der ver-.
satzseitigen Seite im Boden des Geschirrs angeordnetes, über eine Ratsche, Kurbel od. dgl. betätigtes
Ritzel, welches in eine Zahnleiste am Boden der Kappe eingreift, angeordnet sind.
Bei diesem Ausbau ist es notwendig, vor dem Setzen des nächstfolgenden Stempels unter die über
den letztgesetzten Stempel vorkragende und durch diesen getragene Kappe das auf den Kopf des
Stempels aufzusetzende Geschirr an der Kappe an-
609 580/134
M19449 VI/5c
zubringen. Dies muß vom sicheren Stand, d. h. von einem bereits durch den Ausbau gesicherten Be-.
reich aus erfolgen.
Die Erfindung betrifft eine besondere Ausbildung des Geschirrs, die dies ermöglicht.
Zu diesem Zwecke sind die auf den Köpfen der Stempel angeordneten Führungsgeschirre erfindungsgemäß
mit einer ihr Anbringen an beliebigen Stellen der Kappe durch Aufstreifen von unten· ermöglichenden,
jedoch ihr Abfallen verhindernden Fangvorrichtung ausgerüstet, welche aus an seitlich
vorspringenden Rippen des Geschirrs angelenkten, sich durch Schlitze der Seitenflansche
des U-förmigen Geschirrs erstreckenden und gegen die Wirkung von.Gegengewichten .verschwenkbaren
Riegeln besteht, die beim Aufstreifen des Geschirrs auf die Kappe durch den Kappenflansch vorübergehend
in unwirksame Lage verdrängt werden, um anschließend unter der Wirkung der Gegengewichte
in die Sperrlage einzufallen, in der sie sich gegen den noch nicht von einem Stempel unterstützten
Kappenflansch legen. Hierauf werden erforderlichenfalls die Geschirre an die Stelle vorgeschoben,
an der der Stempel zu setzen ist, und der Stempel durch den Hauer, der nunmehr beide Hände für
diese Arbeit frei hat, gesetzt.
Zum sicheren Anschluß des Stempels an das Geschirr wird gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
des Strebausbaus nach der Erfindung der Boden des Führungsgeschirrs entsprechend dem
Stempelkopf profiliert bzw. umgreifen gemäß einer anderen Ausführungsform am Geschirrboden angesetzte
Winkeleisen mit ihren freien Schenkeln den Stempelkopf und sind mit diesem durch Verschraubung
verbunden.
In den Figuren ist unter Weglassung aller für das Verständnis der Erfindung entbehrlichen Teile
das mit der Kappe zusammengebaute Geschirr dargestellt.
Fig. ι zeigt einen vertikalen Schnitt durch die Kappe und das daran angebrachte Geschirr in durch
den nicht dargestellten Stempel unterstützter Lage; Fig. 2 veranschaulicht im größeren Maßstabe die
Wirkung der aus Fig. 1 ersichtlichen Fangvorrichtung.
In Fig. ι sind mit a' und a" die beiden Seitenflansche
und mit b der Boden des U-förmigen Geschirrs bezeichnet, das ferner seitliche Verstärkungsrippen
c', c" und gegebenenfalls zusätzliehe Verstärkungsrippen in diagonaler Anordnung
aufweist.
Der Boden & des Geschirrs ist gemäß Fig. 1 dem
Stempelkopf entsprechend profiliert, d. h., er besitzt
Auswölbungen, in die die Vorwölbungen des -
Stempelkopfes bzw. die Stempelkopf zähne eingreifen.
Mit e', e" sind die Fangvorrichtungen bezeichnet, die in geeigneter Weise an seitlichen Vorsprüngen·
bzw. Rippen des Geschirrs "angelenkt sind, und aus einem Riegelkörper /','/'' und einem Gegengewicht
g', g" bestehen. .. . ■ .
Die Riegelkörper/', /"' erstrecken sich in der
Sperrlage durch Schlitze h', h" der Seitenflansche a!', a" in das Profil des Geschirrs hinein.
Aus den Figuren ist ersichtlich, wie beim Aufstreifen des Geschirrs auf die Kappe i von unten
die Riegelkörper/', /" unter Verschwenken um ihren Drehpunkt verdrängt werden, um, sobald der
Flansch die Kappe passiert hat, unter der Wirkung ihrer- Gegengewichte g', g" in die alte Stellung zurückzuschwenken,
in der sie nun in nicht dargestellter Weise zur Auflage auf den unteren
Flansch der Kappe kommen und damit ein Herabfallen des Geschirrs verhindern.
J Im übrigen- entspricht die Anordnung der im
Hauptpatent beschriebenen.
Claims (3)
1. Strebausbau nach Patent 920 722, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungsgeschirre mit einer ihr Anbringen an beliebigen Stellen der
Kappe durch Aufstreifen von unten ermöglichenden, jedoch ihr Abfallen verhindernden 85-Fangvorrichtung
ausgerüstet sind, welche aus an seitlich vorspringenden Rippen des Geschirrs
od. dgl. angelenkten, sich durch Schlitze der Seitenflansche des U-förmigen Geschirrs erstreckenden
und gegen die Wirkung von Gegengewichtes verschwenkbaren Riegeln besteht, die
beim Aufstreifen des Geschirrs auf die Kappe durch den Kappenflansch vorübergehend in unwirksame
Lage verdrängt werden, um anschließend unter der Wirkung der Gegengewichte in die Sperrlage einzufallen, in der sie
sich gegen den noch nicht von einem Stempel unterstützten Kappenflansch legen.
2. Strebausbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Geschirrboden dem Stempelkopf entsprechend profiliert ist.
3. Strebausbau nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Geschirrboden
angesetzte Winkeleisen mit ihren freien Schenkeln den Stempelkopf umgreifen und mit
diesem durch Verschraubung verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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