DEM0017890MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 24. März 1953 Bekanntgemacht am 5. April 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sitzmöbel, das durch Umklappen der Rückenlehne und durch
Ausziehen des Sitzes in eine Liege umgewandelt werden kann. Sitzmöbel, bestehend aus einem
festen, die Armlehnen tragenden Gestell und'einer schwenkbaren Rückenlehne, die durch Zapfen in
Führungen des Armlehnengestells gleitend geführt wird und mit ihrem unteren Ende mit zwei waagerechten,
kulissenartig ausgebildeten Auszugrahmen
ίο des Sitzes verbunden ist, sind bereits bekannt.
Jedoch besitzt der Erfindungsgagenstand gegenüber den bekannten Einrichtungen den Vorteil, daß
sich die Auszugrahmen beim Niederdrücken der Rückenlehne selbsttätig ausschieben und äußerst
einfach mittels Rollen und Gurten aufgebaut sind, so daß etwaige Hemmungen auch durch den Nichtfachmann
leicht behoben werden können.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
in Gestalt eines Sessels in vier Figuren. Es zeigt
Fig. ι das Sitzmöbel in der Sesselform, in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 2 dasselbe Möbel, ebenfalls perspektivisch gezeichnet, als Liege,
Fig. 3 ein einzelnes zusätzliches Keilstück in perspektivischer Ansicht und
Fig. 4 einen Schnitt durch das teilweise ausgezogene Möbelstück mit eingezeichneten Führungen
der beweglichen Teile.
509 700/267
M 17890X/34g
Das Sitzmöbel besteht aus einem festen, die beiden Armlehnen ι tragenden Gestell von beliebiger
I; Gestalt mit den Querleisten 2 und 3. In der Ebene
des Rahmens des Armlehnengestells 1 ist ein Ver- ] 5 bindungsstück 4 vorgesehen, das von Möbelstoff,
Leder u. dgl. überzogen wird und an der Innenfläche
Führungen 5 aufweist, in denen sich der Auszugrahmen 6 bewegt, an welchem die Rückenlehne
7, beispielsweise durch Scharniere 8, angelenkt ist. Die Rückenlehne 7 weist beiderseits je
einen Zapfen 9 auf, die in Nuten 10 der Pfosten 11
des Armlehnengesteljs geführt sind. Die Nuten 10
laufen in den Verbindungsstücken 4 schräg aus. Zapfen 9 und Scharnier 8 bestimmen die Lage der
Rückenlehne 7. Im Auszugrahmen 6 ist ein zweiter Auszugrahmen 12 kulissenartig eingelenkt, der in
einer Stütze 13 endigt.
Ein Mitnehmer für die Auszugrahmen 6 und 12 ist vorgesehen. Er besteht aus einem schlaffen Verbindungsmittel
14, beispielsweise einem Gurt, das mit einem Ende an der Stelle 15 an der hinteren
Querleiste 2 des Gestells und mit dem anderen Ende
über eine am vorderen Ende des AuszugrahmeriS 6 befestigte Führung 17 geführt und an der Stelle 16
am hinteren Ende des Auszugrahmens 12.befestigt ist. Wird die Stütze 13 im Sinne des Pfeiles 18
(Fig. 4) zurückgeschoben, so werden gleichzeitig die beiden Auszugrahmen 12 und 6 eingezogen und
mit letzterem die Rückenlehne 7 nach aufwärts geführt.
An. der Rückenlehne 7 ist ein Polsterkissen 19 befestigt. Der Sitz dagegen weist zwei lose aufgelegte
Polster 20 und 21 auf, die längs der Kante 22 miteinander verbunden sind. In der Sesselform Hegen
beide Polster 20 und 21 übereinander und bilden den Sitz (Fig. 1). In der Liegeform (Fig. 2)
ist das Polster 20 auf die Auszugrahmen 6, 12 geklappt. Ein untergeschobenes Keilstück 26 (Fig. 1..
und 3) verleiht dem Sitz eine für das Sitzen bequeme Schräglage.
In der Sesselform (Fig. 1) schiebt sich das Polster 21 unter das an der Rückenlehne 7 befestigte Polster 19. Eine schlaffe Verbindung 23
(Gurt oder Schnur) sichert im ausgezogenen Zustand (Fig. 4) den Zusammenhang zwischen Polster
19 und Polster 21 und verhindert, daß zwischen beiden eine Kluft entsteht. Die Verbindung 23 ist
am Zwischenstück 4 des Gestells festgemacht und läßt beim Umlegen der Rückenlehne 7 im Sinne des
Pfeiles 24 das Polster 21 nur so weit mit dem Auszugrahmen 6 mitgehen, als zur Wahrung des Zusammenhanges
mit dem Polster 19 erforderlich ist, während der Auszugrahmen 6 weiter im Sinne des
Pfeiles 25 gleitet. Das Ausziehen der Kulissenrahmen 6 und 12 erfolgt selbsttätig beim Niederdrücken
der Rückenlehne 7 in Pfeilrichtung 24 über den Gurt 14.
Je nach der Breite des Sitzmöbels kann dieses als Sessel oder Sofa ausgebildet werden und danach
in ausgezogenem Zustand als einschläfriges bzw. mehrschläfriges Bett dienen.
Claims (3)
1. In eine Liege umwandelbares Sitzmöbel, bestehend aus einem festen, die Armlehnen tragenden
Gestell und einer schwenkbaren Rückenlehne, die durch Zapfen in Führungen des Arm-
;', lehnengestells· gleitend geführt wird und mit
■ ihrem unteren Ende gelenkig mit zwei waagerechten, kulissenartig ausgebildeten Auszugrahmen
des Sitzes verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Auszugrahmen (6, 12) beim Niederdrücken der Rückenlehne
., (7) selbsttätig ausschieben.
2. Sitzmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auszugrahmen (6, 12) durch einen Mitnehmer miteinander Verbunden
sind, der aus einem schlaffen, gurtartigen Verbindungsmittel (14) besteht, das mit einem
Ende an der hinteren Querleiste (2) des Möbelgesteiles, mit dem anderen Ende über eine am
vorderen Ende des Auszugrahmens (6) angeordnete feste Führung (17) geführt und am'
hinteren Ende des Auszugrahmens (12) befestigt ist.
3. Sitzmöbel nach ,den Ansprüchen 1 und 2,
bei dem der Sitz aus zwei lose aufliegenden, längs einer Kante verbundenen, übereinandergelegten
Polsterkissen gebildet wird, wobei sich das untere Polsterkissen unter das fest an der go·
Rückenlehne angeordnete Rückenpolster schiebt, dadurch gekennzeichnet, daß eine schlaffe Verbindung
(23) zwischen Hinterkante des Polsters
. (21) und dem festen Gestellseitenteil (4) angeordnet
ist, die beim Niederdrücken der Rückenlehne (7) während des Vorschubes des Auszugrahmens
(6) die Mitnahme des unteren Polsters (21) auf das Maß beschränkt, welches das Anliegen
an das Rückenpolster gewährleistet.
100
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 820622;
französische Patentschrift Nr. 798978;
schweizerische Patentschrift Nr. 118 670.
Deutsche Patentschrift Nr. 820622;
französische Patentschrift Nr. 798978;
schweizerische Patentschrift Nr. 118 670.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 509 700/267 3. 56
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