DEM0004782MA - Geschlossene Schmelzsicherung - Google Patents

Geschlossene Schmelzsicherung

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DEM0004782MA
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DE
Germany
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fuse
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fusible
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Josef Eltville Burg
Original Assignee
Jean Müller o. H. G., Eltville
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf geschlossene Schmelzsicherungen mit Anordnung der Schmelzdrahtkontakte an gegenüberliegenden Enden des Schmelzkanals. Solche Schmelzsicherungen werden in der Regel als Sicherungspatronen ausgeführt; die Erfindung soll indessen nicht auf Patronen abgestellt sein, sondern auch andere selbständige Schmelzsicherungen umfassen. Auch hinsichtlich des Spannungsbereichs bestehen für die Anwendung der Erfindung keine Beschränkungen, wenn auch der Spannungsbereich von 500 bis 1200 Volt für die erfindungsgemäße Schmelzsicherung von besonderer praktischer Bedeutung ist.
Bei Schmelzsicherungen der genannten Art besteht die Schwierigkeit, daß bei plötzlichen Belastungsstößen, insbesondere bei auftretendem Kurzschluß innerhalb des Sicherungskörpers durch Metallisierung der Füllung oder Ionisierung eine leitende Bahn bestehen bleibt bzw. entsteht, so daß die Sicherung keine Abschaltung vermittelt, und mehr oder weniger große Schäden in der nachgeschalteten Anlage oder Installation auftreten können. Um diese Mängel und Gefahren zu beheben, sind viele Wege vorgeschlagen und versucht worden, die aber nicht in jeder Hinsicht befriedigt haben. Besonders ist der Umstand erschwerend, daß mit Rücksicht auf die bestehenden Anlagen die Maße für die Sicherungskörper praktisch festliegen, so daß insbesondere die Ausführung der Sicherungskörper in vom Normalen abweichenden Längen praktisch nicht gangbar ist.
Zu den bekannten Vorschlägen zur Behebung der angegebenen Mängel und Gefahren gehört u.a. die Maßnahme, den
Schmelzdraht in Form einer Schleife in dem Schmelzkanal anzuordnen, wobei ein besonderer Einsatzkörper für die Aufwicklung oder Einfädelung des Schmelzdrahtes Anwendung findet.
Die der Erfindung zugrunde liegenden Erwägungen geben von der Beobachtung aus, daß die erwähnte Metallisierung der Schmelzkanalfüllung bzw. die Ionisierung des Schmelzkanals die Abschaltung beeinträchtigt und in Frage stellt, wenn zwischen dem metallisierten bzw. ionisierten Bereich und wenigstens einem der Sicherungskontakte keine ausreichende Isolierung bestehen bleibt.
Die Erfindung hat sich demgemäß die Aufgabe gestellt, den für eine Metallisierung oder Ionisierung in Frage kommenden Bereich des Schmelzkanlas gegenüber wenigstens einem der Sicherungskontakte durch eine ausreichende Isolierung getrennt zu halten.
Die Erfindung ermöglicht dies dadurch, daß der Schmelzkanal des Sicherungskörpers mithilfe von Längszwischenwänden unterteilt ist, welche so angeordnet und ausgeführt sind, daß eine verlängerte Schmelzdrahtstrecke in Form einer Schleife ermöglicht ist, deren Wendepunkte von den Anschlußkontakten abgedrückt und durch Isolierung getrennt sind. Die in der Regel aus Sand oder Talkum bestehende Füllung sorgt hierbei dafür, daß die Wendepunkte des Schmelzdrahtes gegenüber dem zunächst liegenden Kontakt abgeschirmt sind.
Für die Anordnung und Gestaltung der Längszwischenwände stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Als zweckmäßige Gestaltung hat sich erwiesen, daß die einzelnen Längszwischenwände um den gewünschten Abstand der Wendepunkte von den Kontakten verkürzt sind, so daß die Längszwischenwände in der Längsrichtung zueinander versetzt sind. Eine andere zweckmäßige Gestaltung besteht darin, daß die Längszwischenwände über die ganze Schmelz- kanallänge durchgeführt sind, aber an den Stellen der Wendepunkte des Schmelzdrahtes Einschnitt aufweisen, deren Tiefe dem gewünschten Abstand der Wendepunkte von den Kontakten entspricht.
Die Anordnung der Längszwischenwände kann im übrigen beliebig sein. So besteht z.B. bei runder Form des Sicherungskörpers, die bei Sicherungspatronen allgemein üblich ist, die Möglichkeit den Schmelzkanal durch parallele oder radiale Längswände zu unterteilen. Es besteht andererseits die Möglichkeit, den Sicherungskörper mit parallelen Kanälen von beispielsweise rundem Querschnitt auszubilden, und diese runden Kanäle in beliebiger Weise auf den Querschnitt zu verteilen, so daß keine ebenen Zwischenwände von gleichbleibender Stärke entstehen, sondern Trennwände von unregelmäßiger Querschnittsform.
Zur Steigerung der Zuverlässigkeit der Sicherung empfiehlt die Erfindung in ihrer weiteren Ausbildung, daß die Wendepunkte des Sicherungsdrahtes gegenüber den Kontakten durch eine Abdeckung oder einen Pfropfen aus Isoliermaterial abgeschirmt sind. Für eine solche Abdeckung eignet sich insbesondere Asbest; auch für Pfropfen kann Asbest Anwendung finden. Andererseits kann es aber von besonderem Vorteil sein, für die Herstellung des Pfropfens eine erhärtende Kittmasse oder ähnliches zu verwenden.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsformen veranschaulicht. Die Abbildungen 1 und 2 zeigen eine Sicherungspatrone im Längsschnitt, wobei der Sicherungskörper 1 durch Längszwischenwände 2 und 3 unterteilt ist, zwischen welche der Schmelzdraht 4 in Schleifenform eingezogen ist. Der Sicherungskörper bzw. der Schmelzkanal ist an den beiden offenen Seiten durch die aus einem Metallring 5 und einer Kappe 6 bestehenden Kontakte, welche eine Zwischenscheibe 7 aus Asbest enthalten, abgeschlossen. Der Schmelzdraht 4 ist in bekannter Weise an die Kontakte angeschlossen.
Wie Abb. 1 zeigt, sind die beiden Zwischenwände 2 und 3 der Länge nach gegeneinander versetzt, so daß die Wendepunkte 8a und 8b des Schmelzdrahtes 4 von den Kontakten entfernt liegen und durch die isolierende Füllung des Schmelzkanals gegenüber den Kontakten abgeschirmt werden. Die Abschirmung wird durch die Asbestscheiben 7 unterstützt.
Bei der Ausführung nach Abb. 2 sind die Wände 2a und 3a über die ganze Länge des Sicherungskörpers 1 durchgeführt, aber für das Einziehen des Schmelzdrahtes mit Einschnitten versehen, so daß die Wendepunkte 8a und 8b des Schmelzdrahtes an die gleichen Stellen zu liegen kommen, wo sie sich auch bei der Ausführung nach Abb. 1 befinden.
Das Ausführungsbeispiel nach Abb. 2 weicht von demjenigen nach Abb. 1 noch dadurch ab, daß der Raum zwischen den Umkehrstellen 8a und 8b und dem zunächst liegenden Kontakt mit Isolierpfropfen 9 ausgefüllt bzw. ausgegossen ist.

Claims (4)

1.) Geschlossene Schmelzsicherung mit Anordnung der Schmelzdrahtkontakte an gegenüberliegenden Enden des Schmelzkanals, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzkanal mithilfe von Längszwischenwänden unterteilt ist, welche so angeordnet und ausgeführt sind, daß eine verlängerte Schmelzdrahtstrecke in Form einer Schleife ermöglicht ist, deren Wendepunkte von den Anschlußkontakten abgerückt und durch Isolierung getrennt sind.
2.) Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Längszwischenwände um den Abstand der Wendepunkte von den Kontakten verkürzt sind.
3.) Schmelzsicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längszwischenwände über die ganze Länge des Sicherungskörpers reichen und an den Stellen der Wendepunkte des Schmelzdrahtes Einschnitte für die Durchführung des Schmelzdrahtes aufweisen.
4.) Schmelzsicherung nach Anspruch 1 oder Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendepunkte des Schmelzdrahtes gegenüber den Kontakten durch eine Abdeckung oder einen Pfropfen aus Isoliermaterial abgeschirmt sind.

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