DEM0002080MA - Einsatzpatrone zur Verhütung von Kesselsteinbildung, im besonderen für Kühler von Kraftfahrzeugen und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Einsatzpatrone zur Verhütung von Kesselsteinbildung, im besonderen für Kühler von Kraftfahrzeugen und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Es ist bereits bekannt, ein Kesselsteinbildung verhütende Stoffen enthaltendes Diffusionsgefäss in einer gelochten Büchse in Speisewassergefässe einzuhängen. Diese Art der Einbringung hat den Nachteil, dass das Wasser die siebartigen Durchbrechungen der Büchse sofort nach deren Einhängen durchströmt und die Kesselsteinbildung verhütenden Stoffe viel zu schnell auflöst. Infolgedessen ist die beabsichtigte Wirkung jeglicher Kontrolle entzogen.
Dieser Mangel wird durch die neue Einsatzpatrone beseitigt.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes an dem Beispiel einer Einsatzpatrone für Kraftwagenkühler dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen waagerechten Querschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2,
Fig. 2 eine Seitenansicht der Einsatzpatrone, teilweise geschnitten.
Ein hinsichtlich seiner Abmessungen dem besonderen Verwendungszwecke angepasstes Gefäss aus porösem Eichenholz, welches durch einen eichenen Deckel 2 verschliessbar ist, enthält das wirksame Gemisch chemischer Stoffe vorteilhaft in Gestalt eines das Gefäss möglichst vollständig ausfüllenden Formlings 10. Der Deckel kann durch eine Haube 5 oder in anderer Weise auf das Gefäss fest aufgepresst sein.
Das zweckmässig zylindrische Gefäss ist von einer mit zahlreichen Durchbrechungen 6, 6 versehen Schelle 4 getragen. Der Erfindung gemäss sind die beiden, durch eine Spannschraube zusammengepressten, von der Mitte des zylindrischen Mantelteiles 4 abzweigenden Schenkel der Schelle niedriger als der Mantelteil. Sie endigen hinter der Spannschraube in eine zweite Befestigungsschelle 7. Am unteren Rande des zylindrischen Mantelteiles sind einige wenige kurze Zungen nach innen umgebogen, die das Diffusionsgefäss tragen.
Der Formling besteht aus etwa 60% Tannin, 20% Trinatriumphosphat und 20% Zellpech. Er wird wie folgt hergestellt:
600 g Tannin werden mit 1 L Wasser zu einem dicken Brei angerührt, 200 g Trinatriumphosphat und 200g Zellpech werden ebenfalls je in 1 L Wasser gelöst. Nach 24 Stunden werden diese beiden letzteren miteinander gemischt, dann dem Tanninbrei zugesetzt und mit ihm unter starkem Rühren vermischt, bis eine homogene, knetbare Masse entsteht, die dann in die Eichenholzgefässe gegossen wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Einsatzpatrone mittels ihrer Doppelschelle 4, 7 an dem Kühlwasser-Überlaufrohr 8 des Kühlers 9 festgeklemmt.
Da die den ganzen Mantel des Diffusionsgefässes bedeckende Schelle diesen sehr fest umschliesst, kann Wasser nur durch die wenigen Öffnungen 6, 6 zu den ihnen gegenüberliegenden Teilen des Diffusionsgefässes gelangen. Auf diese Weise wird erreicht, dass der Formling nur langsam und stetig aufgelöst wird. Der zylindrische Mantelteil kann durch eine ebenfalls gelochte Kappe 5 abgedeckt sein, um zu verhüten, dass Holzteile fortgeschwemmt werden.
Claims (4)
1.) Einsatzpatrone zur Verhütung von Kesselsteinbildung, im besonderen für Kühler von Kraftfahrzeugen, gekennzeichnet durch ein aus Eichenholz bestehendes, einen Formling (10) aus die Kesselsteinbildung verhütenden Stoffen enthaltendes zylindrisches Diffusionsgefäss (1), welches von einer siebartig gelochten, den ganzen Zylindermantel des Diffusionsgefässes fest umschliessenden Schelle (4) getragen wird.
2.) Einsatzpatrone nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden durch eine Spannschraube zusammengepressten, von der Mitte der den zylindrischen Mantelteil bildenden Schelle (4) abzweigenden Schenkel niedriger sind als ihr zylindrischer Mantelteil und hinter der Spannschraube in eine zweite Befestigungsschelle endigen.
3.) Formling zur Einsatzpatrone nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass er aus etwa 60% Tannin, 20% Trinatriumphosphat und 20% Zellpech besteht.
4.) Verfahren zur Herstellung des Formlings für die Einsatzpatrone nach Patentanspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass 600 g Tannin mit 1 L Wasser zu einem dicken Brei angerührt, 200 g Trinatriumphosphat und 200 g Zellpech in je 1 L Wasser gelöst werden, sodann nach 24 Stunden miteinander gemischt und unter starkem Rühren zu einer homogenen, knetbaren Masse verarbeitet werden, die in die Diffusionsgefässe gegossen wird.
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