DE622148C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung waessriger Chlorloesungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung waessriger ChlorloesungenInfo
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- DE622148C DE622148C DEO19694D DEO0019694D DE622148C DE 622148 C DE622148 C DE 622148C DE O19694 D DEO19694 D DE O19694D DE O0019694 D DEO0019694 D DE O0019694D DE 622148 C DE622148 C DE 622148C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wäßriger Chlorlösungen Zum Lösen von flüssigem Chlor in Wasser oder Abwasser für die Zwecke der Wasserreinigung hat man schon vorgeschlagen, das flüssige Chlor mit dem Wasser oder Abwasser in .einem Behälter zu vermischen, der mit Zuleitungen für flüssiges Chlor und für Wasser und mit einer Ableitung für die Lösung versehen, sonst aber allseitig geschlossen ist. Bei diesem bekannten Verfahren wird das flüssige Chlor und das Wasser dem Mischbehälter in gleicher Richtung oder im rechten Winkel zueinander zugeführt. Dabei können ,größere Mengen von Chlorgas oder von Chlorhydrat auftreten, die sich nicht lösen. Die Chlorkonzentration der erhaltenen Lösung ist dann nicht gleichmäßig, und es treten Störungen durch Vexstopfungen,auf.
- Es wurde gefunden, daß alle diese Nachteile der bekannten! Verfahren und Vorrichtungen zum Lösen von flüssigem Chlor im Wasser oder Abwasser in einem geschlossienen Mischbehälter vollständig vermieden werden, wenn man das flüssige Chlor unten und das Wasser oben dem Mischbehälter zudührt und durch eine Saugvorrichtung in der Wass:erzuleitugg oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Mi.schbebälter dafür Sorge trägt, daß gasförmiges Chlor, das sich im Behälter oberhalb des Flüssigkeitsspiegels ansammelt, wieder in den einströmenden Wasser- oder Abwasserstrom, in dem flüssiges Chlor gelöst werden soll, eingesaugt wird. Als Beispiel für ein nach: der Erfindung arbeitendes Verfahren diene die in der folgendes Beschreibung an Hand der Zeichnung beschriebene ArheitsWeise.
- Das zu biehändelnde Wasser fließt in der Rohrleitung i, an deren. Stelle noch ein offener Kanal, Sammelbrunnen o. dgl. treten kann. z stellt ein allseitig geschlossenes, vorzugsweise zylindrisches, an den beiden offenen Enden mit Deckeln versehenes, aus Glas gefertigtes Gefäß dar, durch dessen unteren Deckel die Düse eines. mit einer Zuleitung 3 für das flüssige Chlor verbund-enen Ventils 4 und eine Ableitung 5 für die erzeugte Chlorlösung. hindurchgeht, während durch dien oberen Deckel eine mit einem Regulierventil 6 und einem innerhalb des Gefäßes befindlichen Injektor 7 versehene Leitung 8 für Wasser oder Abwasser hindurchführt. Die Leitung 8 ist an eine beliebige Druckwasserleitung angeschlossen. Anstatt durch eine Düse kann man das Chlor auch durch andere Vorrichtungen dem Gefäß 2 zuführen. Düsen haben sich aber als besonders zweckmäßig erwiesen, da, durch sie die Lösung des Chlorst beschleunigt wird. Man verwendet vorteilhaft Düsen mit kleinem Öffnungsquerschnitt, beispielsweise mit einem Durchmesser von i mm oder nur yyenigen Millimetern. Eine besonders zweckmäßige Form einer Düse ist eine solche, bei der der Ausgang vom vollen Rohrdurchmesser nach. der Düsenöffnung hin allmählich vor sich geht, indem der Raum in der Düse beispielsweise die Form eines Kegels besitzt.
- Nach Anstellen der Wasserzufuhr füllt sich das Gefäß 2 bis zur Mündung der Leitung 5, mit Wasser, während der überschuß durch diese Leitung ab= und dem in der Rohrleitung i befindlichen Wasser zufließt.
- öffnet man nun das Ventil 4, so daß das flüssige Chlor in das Wasser eintreten kann, so ist dessen Strom dem aus der Leitung 8 kommenden Wasser entgegengesetzt. Hierdurch wird eine sehr schnelle #und gründliche Mischung von Chlor und Wassererzielt. Bei dem Austritt des flüssigen Chlors aus dem Ventil: 4 tritt gleichzeitig eine Druckentlastung Lein. Das -gespritzte Chlor neigt aus diesem Grunde dazu, in Gasform überzugehen. Bei niedriger Wassextemperatur und unzureichender Wassermenge besteht leiht die Möglichkeit einer Bildung von festem Chlorhydrat. Das letztere steigt izn Gefäß 2 nach oben und hat =so Gelegenheit, sich im. Wasser zu lösen. Der Lösungsvorgang wird durch die kräftige Mischung des eingepritzten Wassers und des ihm entgegengeführten Chlorstromes außerordentlich begünstigt. Das ungelöste Chlorgas hat die Neigung, aus dem Wasser heraus nach oben zu -altweichen und sammelt sich oberhalb des Flüssigkeitsspiegels an. Es wird durch den Injektor 7 von dem neu hinzuströmenden Wasser angesaugt und wieder nach unten unter die Wassoroberfläche gerissen, .um abermals der Durchwirbielung und Vermiisuh'ung zum Zwecke der Lösung ausgesetzt zu werden.
- Es wird somit auf kleinstem Raum und mit sehr einfachen Mitteln eine vollständige Lösung des flüssigen Chlors in Wasser erreicht. Es entsteht eine Chlorlösung von gleichmäßiger Konzentration, die dann unter Verhütung des gleichzeitigen Austritts von ungelöstem Chlor in kontinuierlichem Strom dem zu behandelnden Wasser zugeführt wird.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zurr Herstellung wäßriger Chlorlösungen aus flüssigem Chlor rund Wasser, die in einem mit Zuleitungen für flüssiges Chlor und, für Wasser und einer Ableitung für die Chlorlösung ausgerüsteten, sonst aber geschlossenen Mischbehälter miteinander vermischt werden:, dadurch gekennzeichnet, daß das flüssige Chlor unten und das Wasser entgegen-,gesetzt oben dem Mischbehälter zugeführt und das sich über dem Flüs.sxgkeitsispiegel, ixn Misschhehälter ansammelnde gasförmige Chlor durch eine im Behälter angeordnete Saugvorrichtung in der Wasserzuleitung in den einströmenden Wasserstrom eingesaugt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem geschlossenen, aus gegen Chlor widerstandgählgem Material bestehendem Gefäß mit Zuleitungen für flüssiges Chlor und. Wasser und einer Ableitung für die wäßrige Chlorlösung, gekennzeichnet durch eine zweckmäßig in eine Düse (¢) mündende, durch den Boden in das Mischgefäß (2) eintretende Zuleitung (3) für flüssiges Chlor und -eine mit Injektor (7) versehene, durch. den Deckel in das Mvschgefäß (2) .eintretende Zuleitung (8) für Wasser.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO19694D DE622148C (de) | 1932-02-09 | 1932-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung waessriger Chlorloesungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962571X | 1932-02-09 | ||
| DEO19694D DE622148C (de) | 1932-02-09 | 1932-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung waessriger Chlorloesungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE622148C true DE622148C (de) | 1935-11-21 |
Family
ID=25989633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO19694D Expired DE622148C (de) | 1932-02-09 | 1932-02-10 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung waessriger Chlorloesungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE622148C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027597B (de) * | 1952-07-08 | 1958-04-03 | Preussische Bergwerks Und Huet | Verfahren zur Chlorung von Faulschlamm |
| US3003325A (en) * | 1957-10-31 | 1961-10-10 | Bastian Blessing Co | Gas dispensing system |
-
1932
- 1932-02-10 DE DEO19694D patent/DE622148C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1027597B (de) * | 1952-07-08 | 1958-04-03 | Preussische Bergwerks Und Huet | Verfahren zur Chlorung von Faulschlamm |
| US3003325A (en) * | 1957-10-31 | 1961-10-10 | Bastian Blessing Co | Gas dispensing system |
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