DEM0000654MA - Verfahren zum Schützen von Baukonstruktionen und zwar insbesondere von Dachkonstruktionen gegen chemische Einwirkungen - Google Patents

Verfahren zum Schützen von Baukonstruktionen und zwar insbesondere von Dachkonstruktionen gegen chemische Einwirkungen

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DEM0000654MA
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Germany
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structures
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hot air
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Expired
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English (en)
Inventor
Heinrich MÜNCH
Original Assignee
Münch, Heinrich, Vilshoven , Rheinl.
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Description

Es ist bekannt, dass in manchen chemischen Fabriken die Baukonstruktionen, und zwar insbesondere die aus Stahl hergestellten Dachkonstruktionen durch aggressive Dämpfe vorzeitig zerstört werden. Es ist keine Seltenheit, dass manche Konstruktionsteile schon nach einer Lebensdauer von 3 bis 4 Jahren erneuert werden müssen. Die üblichen Schutzmassnahmen, wie Anstriche mit Mennige, Bleiweissfarben, Kunstharzfarben und dgl. sind in derartigen Fällen mehr oder minder wirkungslos. Am besten hat sich bisher eine Verbleiung der zu schützenden Metallteile bewährt. Die dadurch erzielte Erhöhung der Lebensdauer ist aber nur verhältnismässig gering.
Selbst die Verwendung von Holz- oder Zementbauteilen beseitigte die Schwierigkeiten nicht. Auch Balken und Platten aus Holz und Zement waren nach wenigen Jahren weitgehend zerstört.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, durch welches die genannten Bauteile vollkommen der Einwirkung der aggressiven
Dämpfe entzogen werden. Es können daher auch nicht die genannten Zerstörungserscheinungen auftreten. Dabei ist das neue Verfahren sowohl brauchbar zum Schutz von Eisenteilen als auch bei Holzkonstruktionen und bei der Verwendung von Bauteilen aus Zement. Das Neue besteht besteht dabei darin, dass die Bauteile mit einer Folie aus thermoplastischem Material, z.B. Polyvinylchlorid umkleidet und anschliessend die Nahtstellen durch Behandlung mit einem Heisslufftschweissgerät luftdicht geschlossen werden. Die Nähte werden zweckmässig als Überlappungsnähte ausgebildet und können zunächst unter Verwendung von Klebemitteln geschlossen werden. Durch Verwendung einer beliebig grossen Zahl von Einzelzuschnitten kann auf diese Weise die zu schützende Konstruktion vollkommen umkleidet werden, sodass z.B. auch die Stirnflächen der Träger und Balken abgedeckt sind. Ein solcher luftdichter Mantel der genannten Folie verhindert jeden Zutritt der zersetzenden Dämpfe zu den Bauteilen. Die Überzugsmasse selbst, also z.B. eine Folie aus Polyvinylchlorid ist bekanntlich chemisch widerstandsfähig gegen derartige Dämpfe wie überhaupt gegen chemische Beeinflussungen.
Der thermoplastische Stoff kommt im vorliegenden Falle vorteilhaft in verhältnismässig weichgestellter Form zur Anwendung. Praktische Versuche haben ergeben, dass durch die Weichmacher die chemische Widerstandsfähigkeit nicht beeinträchtigt wird, wenn auch mit der Zeit eine Verhärtung des Überzugsmaterials festzustellen ist. Der luftdichte Abschluss bleibt dann trotzdem erhalten.
Die Überzugsfolie, die beispielsweise 3/4 oder 1 mm stark ist, wird zweckmässig unter Verwendung von Klebemitteln auf den Bauteilen befestigt. Vorher kann durch Sandstrahlbehandlung eine intensive Säuberung erfolgen. Auch können die üblichen Schutzanstriche vorher aufgetragen werden. Sind die Bauteile allseitig von der Folie umhüllt, so werden, wie schon erwähnt wurde, zunächst mit einem Heissluftgerät die Nähte völlig verschweißt. Alsdann kann durch Bestreichen mit einem Heissluftstrahl der Überzug jeweils stückweise soweit erweicht werden, dass er sich wie ein nasses Papierblatt satt an die Unterlage anlegt. Gegebenenfalls kann dabei durch Anklopfen mit einer Bürste oder durch einen sonstigen flächenförmig ausgeübten Druck das Anlegen der Folie verbessert werden. Erkaltet der Überzug, so erhärtet der gleichzeitig wieder, und zwar in einer der Oberfläche des geschützten Konstruktionsteiles entsprechenden Form.
Die auch nachträglich erhalten gebliebene Elastizität bietet einen weitgehenden Schutz gegen eine vorzeitige Zerstörung des Überzuges bei einer geringen Versetzung der Bauteile gegeneinander, wie auch bei einer mechanischen Beanspruchung durch Stoss oder dgl. Sollte der Überzug irgendwie durchstossen sein, so kann der Schaden ohne Schwierigkeiten durch Aufschweissen eines Flickstückes wieder behoben werden.

Claims (5)

1. Verfahren zum Schützen von Baukonstruktionen, und zwar insbesondere von Dachkonstruktionen gegen Zerfallerscheinungen infolge Einwirkung aggressiver Dämpfe und dgl. durch Auftragen eines Überzuges, dadurch gekennzeichnet, dass die Bauteile mit einer Folie aus thermoplastischem Material, z.B. Polyvinylchlorid, umkleidet und anschliessend die Nahtstellen durch Behandlung mit einem Heissluftschweissgerät luftdicht geschlossen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugsfolie an den Nahtstellen überlappt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugsfolie mit einer Klebemasse an den zu schützenden Konstruktionsteilen befestigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugsfolie in weich gestelltem Zustand aufgebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugsfolie nach der Anbringung z.B. durch Heissluftbehandlung in ihrer ganzen Ausdehnung oder Teilen derselben vorübergehend so weit erweicht wird, dass sie von selbst oder bei geringem flächenförmigem Druck zur satten Anlage kommt und anschliessend in einer der Oberfläche des Konstruktionsteiles entsprechenden Form wieder erkaltet und erhärtet.

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