DEM0000314MA - Innenausmauerung für Drehtrommeln - Google Patents

Innenausmauerung für Drehtrommeln

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Publication number
DEM0000314MA
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stones
zinc
drums
lining
drum
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dipl.-Ing. Heinrich
Otto Wilkens
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Publication date

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Description

Zum Ausschmelzen von Zink aus metallisches Zink enthaltendem Gut wie Zinkstaub, Trass, Abfällen von Zink oder Zinklegierungen usw. benutzt man drehbare Trommeln, deren Innenwand auf eine Temperatur etwa oberhalb des Schmelzpunktes des Zinks gehalten wird. Durch Reibung der mit Oxydhäutchen umgebenen Zinkteilchen, wie sie z.B. im Zinkstaub vorliegen, an der Trommelwandung wird diese Zinkoxydschicht zerrissen, so dass die einzelnen Zinkpartikelchen zu einem Bad von tropfbaren Zink zusammenlaufen können. Derartige Trommeln bestehen zumeist aus einem gusseisernen Mantel, der innen mit möglichst gut wärmeleitenden Steine, üblicherweise Siliciumcarbidsteinen, ausgekleidet ist. Hierbei verwendet man zur Ausmauerung der Trommeln mit Nuten und Federn versehene Steine, da man sich bei diesen einen besonders guten Abschluss der Trommelwandung von dem flüssigen Zink verspricht.
Es ist bekannt, dass geschmolzenes Zink bei Temperaturen über 450° auf Eisen sehr stark korrodierend wirkt, so dass bei einem Durchsickern des flüssigen Zinks durch die Trommelausmauerung ein starker Angriff einsetzt, der die eiserne Trommelwandung sehr bald zerstört. Bei dieser Art der Ausmauerung der Drehtrommel wird eine durchschnittliche Trommelhaltbarkeit von etwa 6 Monaten, im Höchstfalle von ca. 8 Monaten erzielt, nach welcher Zeit die Trommeln vom Zink an einer oder mehreren
Stellen derart zerstört sind, dass das Zink aus der Trommel ausläuft. Die Trommel wird dann ausser Betrieb genommen werden und besitzt nur noch Schrottwert.
Es ist nun gelungen, die Trommelhaltbarkeit dadurch erheblich zu steigern, dass man an Stelle der mit Nuten und Federn versehenen Steine vollkommen glatte Steine zur Ausmauerung verwendet. Bei Anwendung derartiger Steine wird eine durchschnittliche Trommelhaltbarkeit von etwa einem Jahr, in günstigsten Fällen bis zu 16 oder 18 Monaten erzielt. Dies mag in der Hauptsache darauf zurückzuführen sein, dass die Vermauerung von glatten Steinen wesentlich einfacher ist und derart durchgeführt werden kann, dass nur sehr schmale Fugen vorhanden sind. Bei der Anwendung der bekannten Steine mit Nut und Feder lässt sich der Zwischenraum zwischen den einzelnen Steinen nicht derart vollständig mit Mörtel ausfüllen, dass ein sicherer Abschluss der gusseisernen Trommelwand vom flüssigen Zink gewährleistet ist. Dies ist im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren jedoch bei der erfindungsgemässen Anwendung von glatten Steinen ohne weiteres der Fall. Es gilt hierbei die Regel, dass die Fugen derart schmale gehalten werden sollen, dass die Klinge eines Taschenmessers nicht mehr zwischen die Steine eingeführt werden kann. Erfindungsgemäss werden zur Ausmauerung des Trommelzylinders dem Umfang der Trommelwandung angepasste nut- und federlose Steine verwendet, während die Stirnseite der Trommel gegebenenfalls mit sich gegen deren Mittelpunkt verjüngenden Steinen o.dgl. ausgesetzt werden kann. Im allgemeinen ist bei derartigen Drehtrommeln eine Auskleidung der Stirnwände nicht so sehr notwendig, da diese in der Regel ausserhalb der Heizkammer liegen. Es können jedoch Fälle eintreten, in denen auch eine Ausmauerung der Stirnwände angebracht erscheint, beispielsweise bei mittelbarer oder auch unmittelbarer Innenbeheizung derartiger Trommeln.
Die Steine für die Längsseiten der Trommel können z.B. eine Kantenlänge von etwa 10 bis 30, vorzugsweise etwa 15 cm besitzen, sie werden zweckmässig derart gestaltet, dass ihre Aufsicht quadratisch ist. Man kann gegebenenfalls aber auch Steine mit rechteckiger Aufsicht anwenden. Ihre Stärke kann z.B. etwa 20 bis 50 mm betragen, sie wird zweckmässig nach dem für die Herstellung der Steine verwendeten Material bemessen.
Als Steinmaterial wird vorzugsweise Siliziumcarbid verwendet, da dieses von den bekannten Steinsorten die beste Wärmeleitfähigkeit besitzt; die Steine können z.B. aus 60 bis 80% oder auch mehr SiC bestehen. Ein bedeutender Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Anfertigung der erfindungsgemäss anzuwendenden Steine einfacher ist als die der bei Nuten und Feder versehenen Steine. Die Steine können ausserdem passgenauer hergestellt werden. Bei der Ausmauerung mit Siliziumcarbidsteinen wird ein Siliziumcarbidmörtel verwendet und die Trommel nach der Fertigstellung längere Zeit, z.B. 2 bis 3 Montage, in einem Trockenraum aufbewahrt.
Im Betrieb kann die Trommel in bekannter Weise entweder von aussen oder auch von innen beheizt werden, z.B. in der Weise, dass die Heizgase durch ein axiales mit der Trommel verbundenes und sich mit dieser umdrehendes Rohr aus geeigneten Werkstoff geführt werden.

Claims (5)

1. Innenausmauerung für Drehtrommeln, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus glatten, nut- und federlosen Steinen besteht.
2. Ausmauerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausmauerung der zylindrischen Trommelwand radiale Steine mit einer Kantenlänge von etwa 10 bis 30, vorzugsweise 15 cm verwendet werden.
3. Ausmauerung nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Steine etwa 20 bis 50 mm beträgt.
4. Verwendung von Trommeln mit Ausmauerung nach Anspruch 1-3 zum Ausschmelzen von Zink aus Zinkstaub, Trass oder anderem metallisches Zink enthaltendem Gut.
5. Verfahren zum Betrieb der Trommeln nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Beheizung der Trommeln von aussen oder auch mittelbar oder unmittelbar von innen erfolgt.

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