AT200982B - Feuerfestes Mauerwerk, insbesondere für die Brennzone von Schachtöfen - Google Patents
Feuerfestes Mauerwerk, insbesondere für die Brennzone von SchachtöfenInfo
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Description
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Feuerfestes Mauerwerk, insbesondere für die Brennzone von Schachtöfen
Die Erfindung bezieht sich auf ein feuerfestes Mauerwerk, welches insbesondere in der Brennzone von
Schachtöfen Verwendung findet.
Die feuerfeste Auskleidung von Schachtöfen wird im allgemeinen so hergestellt, dass die Ausmau- erung ein sogenanntes Dauerfutter, welches an den Ofenmantel anschliesst, und ein Verschleissfutter, wel- ches mit dem Brenngut und der Ofenatmosphäre in direkter Verbindung steht, aufweist. Die übliche Zu- stellungsweise wird im Bereich der höchsten thermischen'und teilweise auch grössten mechanischen Be- anspruchung in Magnesitqualität ausgeführt, wogegen das Dauerfutter aus geeigneter Schamotte besteht.
Zwischen dem basischen Verschleissfutter und dem Schamottedauerfutter ist zwecks Kompensierung der
Wärmedehnung der feuerfesten Steine ein etwa 20 - 30 mm breiter Ringspalt, ausgefüllt mit Ausbrenn- stoffen, wie z. B. Karton, oder ein zirka 70 - 100 mm breiter Raum, der mit Schamottegrus ausgefüllt ist, vorgesehen.
Nach dieser Zustellungsweise stehen gerade im Bereich höchster thermischer Beanspruchung zwei Futtermaterialien in mehr oder weniger direkter Berührung, zwischen denen es bei bestimmten Temperaturen zu den bekannten Kontaktreaktionen kommt, wobei es zur Zerstörung der aneinandergrenzenden Mauerwerksschichten kommen kann. Besonders gefährlich sind'diese Kontaktreaktionen dann, wenn etwa bei weitgehend verbrauchtem Magnesitverschleissfutter eine weitere Betriebsperiode angetreten wird, bei unregelmässigem Ofenbetrieb Randfeuer auftreten oder aber wenn der Ofenbetrieb zeitweise sehr forciert werden muss.
In solchen Fällen kommt es sodann zu Durchbrüchen des Magnesitverschleissfutters und man ist gezwungen, den Ofen zwecks Reparatur oder Neuzustellung stillzulegen, womit ein bedeutenderpro. - duktionsausfall verbunden ist.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass das dem Verschleissfutter bis auf die Dehnfuge genäherte Dauerfutter ebenfalls aus basischen oder neutralen Formkörpern besteht und eine zusätzliche wärmedämmende Schicht an der kalten Seite vorgesehen ist.
In der Technik der feuerfesten Stoffe ist es im allgemeinen üblich, drei Gruppen, u. zw. saure, neutrale und basische Stoffe zu unterscheiden. Im vorliegenden Zusammenhang sind also Stoffe der zwei letztgenannten Gruppen, insbesondere Magnesit, Chrommagnesit, Chromit, Forsterit und Dolomit für das Dauerfutter vorgesehen.
Durch diese Massnahme ist es möglich, das Verschleissfutter bis auf geringste Reststärken auszunützen und eine wesentlich erhöhte Betriebssicherheit bei weitgehend verbrauchtem Verschleissfutter ungeachtet einer eventuell verlängerten Betriebsperiode zu erhalten. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu erblicken, dass man Öfen mit nichtkontinuierlichem Betrieb, wie sie z.
B. in der Zuckerindustrie verwendet werden, mit geringeren Verschleissfutterstärken ausstatten kann, als es bisher üblich war, da die Gefahr von Durchbrüchen praktisch ausgeschaltet ist.'Eine weitere, sehr vorteilhafte und bedeutende Verbesserung der erfindungsgemässen Massnahme liegt'darin, dass auch die wärmedämmende Schicht aus Formkörpern besteht, die zweckmässig mit den davorliegenden Formkörpern des Dauerfutters Verbundsteine ergeben. Dadurch, dass man das Dauerfutter aus Verbundsteinen, die aus einer Isolierschicht und aus einer basischen oder neutralen Schicht bestehen, ausführt, wird eine wesentliche Vereinfachung der Zustellung erreicht, wodurch die Zustellungszeit herabgesetzt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Schnitt durch die gesamte Ausmauerung in einem Teil des
EMI1.1
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dargestellte demIn der Zeichnung zeigt 1 das Verschleissfutter, welches aus basischen oder neutralen Steinen besteht, wie z. B. aus Magnesitsteinen, an welches sich in Richtung des Ofenmantels 6 eine Dehnungsfuge 2 anschliesst, durch welche die thermische Ausdehnung des feuerfesten Materials kompensiert wird und bei der Zustellung mit Ausbrennstoffen ausgefüllt wird. 3 stellt das Dauerfutter dar, welches erfindungsgemäss gleich dem Verschleissfutter basisches oder neutrales Material verwendet. An das Dauerfutter 3 schliesst sich die wärmedämmende Schicht 4 aus einem hochwertigen Isoliermaterial an.
In der Zeichnung ist Fall dargestellt, bei dem das Dauerfutter 3 und die wärmedämmende Schicht 4 in Form von Verbundsteinen vereinigt. sind. Zwischen Blechmantel 6 und dem Dauerfutter 3 und der Isolierschicht 4 wird meistenteils noch eine zusätzliche dünne Isolierschicht 5 etwa aus Fibrosilex, verwendet.
Mit der Anordnung nach der Erfindung ist es möglich, bei der Ofenreise bis auf kleinste Futterstärken des Verschleissfutters zu fahren und gegebenenfalls auch noch einen Teil des Dauerfutters direkt der Ofenhitze auszusetzen, ohne dadurch die Betriebssicherheit des Ofens zu gefährden. Falls aus bestimmten Gründen während der Ofenreise auch ein Teil des Dauerfutters verschlissen ist, so kann dieser bei der Neuzustellung des Verschleissfutters einfach mit Hilfe von feuerfesten Massen ausgebessert werden, wodurch die alte Anordnung von Dauer- und Versch1eissfutter gewahrt bleibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. FeuerfestesMauerwerk insbesondere für die Brennzone von Schachtöfen, bestehend aus einem Verschleissfutter aus nichtsauremMaterial und einem dahinterliegenden Dauerfutter, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Verschleissfutter bis auf die Dehnfuge genäherte Dauerfutter ebenfalls aus basischen oder neu- tralen Formkörpern besteht und eine zusätzliche wärmedämmende Schicht an der kalten Seite vorgesehen ist.
Claims (1)
- 2. Feuerfestes Mauerwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die wärmedämmen- de Schicht aus Formkörpern besteht, die zweckmässig mit den davor liegenden Formkörpern des Dauerfutters als Verbundsteine ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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