DEL0015643MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. Mai 1953 Bekanntgemacht am 30. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es sind bereits verschiedene Möglichkeiten bekannt, um Wicklungen gegen die sie umgebenden,
elektrisch leitenden Werkstoffe zu isolieren. Meist werden die Wicklungen aus Drähten mit
einfachem Lacküberzug außerhalb der zu bewik- t kelnden Körper fertiggestellt und dann erst mit
einer zusätzlichen Isolation versehen in die mit - Pappe ausgekleideten Nuten eingelegt. Es ist jedoch
schwierig, fertige Wicklungen, ohne sie zu
ic4 verletzen, so zu biegen, daß sie leicht in die Nuten
eingelegt werden können. Oft werden auch Drähte gewählt, welche auf dem Lacküberzug noch eine
zweite Isolationsschicht besitzen. Diese werden dann gleich in die Nuten der zu bewickelnden
Körper eingelegt und nicht mehr mit einer besonderen Isolation versehen. Eine Wicklung dieser
Art ist ziemlich teuer, schützt gegen Feuchtigkeit nicht vollkommen und nimmt verhältnismäßig viel
Raum ein. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich für die nur mit Lack überzogenen Drähte, wenn ao
man sie gleich auf den zu bewickelnden Körper aufwickelt und anschließend das Ganze in Lack
oder ähnliche Materialien taucht. Der Nachteil solchermaßen hergestellter Wicklungen liegt nicht
nur in einer gewissen Unzuverlässigkeit der Isolation,
sondern auch in der Notwendigkeit der Nachbearbeitung der bereits bewickelten Körper,
da der Lack auch an diesen haften bleibt.
Nach der Erfindung wird die auf den Wicklungsträger aufgebrachte Wicklung so hoch er-
609 528/420
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wärmt und zusammen mit dem Wicklungsträger in eine Dispersion von Polyvinylchloridpulver mit
, flüssigem Weichmacher, z. B. Dioctylphthalat,. bei
einem Mischungsverhältnis von etwa ι : ι eirigetaucht,
daß an der erwärmten Wicklung die Dispersion geliert. An Stelle dieser Stoffe und dieses
Mischungsverhältnisses kann auch eine Substanz mit gleichwertigen Eigenschaften gewählt
werden.
Zur Erwärmung der Wicklung wird durch diese kurzzeitig ein so starker Strom geleitet, daß sie
schnell erwärmt wird, ohne daß der Wicklungsträger eine zu hohe Temperatur annimmt. Damit
wird erreicht, daß die Substanz an der Wicklung geliert und dort einen elastischen Überzug bildet,
während sie vom nicht erwärmten Wicklungsträger. abfließt; die Nachbearbeitung oder Reinigung des
Wicklungsträgers entfällt. Der Überzug, d. h. die Ummantelung der Wicklung, kann durch Wiederholung
des Verfahrens, stoßweise Erwärmung der Wicklung und Tauchen verstärkt werden. Danach
erfolgt eine etwa 3stündige auf eine wenig über der Geliertemperatur liegende Erwärmung! im
Ofen.
, . Eine,. weitere ..vorteilhafte.. Eigenschaft dieser
Substanz ist ihre keiner Alterung unterworfene Elastizität. Daher kann diese Isolation auch nicht
wie andejre^;.:welc;he'Spröde sind. oder werden, mit.:
der Zeit abbröckeln. Da diese Substanz auch in Pappe eindringt, werden bei Nutauskleidungen
diese mit der Wicklung isolierend umhüllt. Gegen Feuchtigkeit sowie weitgehend gegen chemische
Einflüsse ist die so erhaltene Ummantelung unempfindlich und daher auch aus diesem Grunde zur
Isolation von Wicklungen gut geeignet.
Claims (3)
1. Verfahren zur Isolation von Wicklungen, insbesondere von Ständerwicklungen elektrischer
Maschinen, dadurch gekennzeichnet, daß entweder die auf den Wicklungsträger aufgebrachte Wicklung oder diese allein so hoch
erwärmt und in eine Dispersion von Polyvinylchloridpulver in flüssigem Weihmacher, z. B.
Dioctylphthalat, eingetaucht wird, daß an der erwärmten Wicklung die Dispersion geliert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wicklung durch elektri-
• sehen Stromdurchgang erwärmt wird.
Angezogene Druckschriften:
.. Schweizerische Patentschrift Nr. 217 051; ~ - .-·.-. ·■-.
F. R a s k ο ρ , »Isolierlacke«,
3. Auflage, Berlin
.1952, S.,.16 und 17;i;.. ,... ,. .. >v,
.. = »Der Elektrotechniker'■«', -1952, iS: roo.' "vi:
© 609 528/420 5.56
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