DEG0010673MA - - Google Patents

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 5. Januar 1953 Bekanotgemacht am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Trägers für lichtempfindliche Schichten mit einem bestimmten Grad von Wasserempfindlichkeit, nach welchem in einem Lösungsmittel eine verträgliche Lösung aus einem hydrophoben Grundstoff, wie Celluloseacetat, und einem harzartigen Mischpolymerisat aus einer Vinylverbindung, wie Vinylmethyläther, und einer Alkylidendicarbonsäure, wie Maleinsäure, hergestellt, daraus auf einer Unterlage, wie Celluloseacetat, eine Schicht gebildet, diese getrocknet und anschließend mit einer feuchten Base behandelt wird. Als solche können wäßrige Lösungen von Ätzalkalien und stark alkalisch reagierenden Salzen sowie Gemische von Wasserdampf mit flüchtigen anorganischen oder organischen Basen, z. B. Ammoniak oder Aminen oder Dampf von Aminen, verwendet werden. Gegenstand der Erfindung ist auch die entstehende haizhaltige Schicht, deren Oberfläche ein bestimmtes Maß von Wasserempfindlichkeit besitzt.
Für viele technische Anwendungszwecke ist eine wasserempfindliche harzhaltige Schicht erforderlich, d. h. eine solche, welche in Anwesenheit wäßriger Lösungen quillt, ohne sich zu lösen oder übermäßig geschwächt zu werden.
Es ist schon vorgeschlagen worden, einen geeigneten Träger mit einer wäßrigen Lösung eines Kolloids, wie Polyvinylalkohol, Gelatine, Carboxyalkylcellulose, Kasein od. dgl., zu überziehen und die Schicht darauf mit einem Mittel zu behandeln, um den so erhaltenen Film in dem gewünschten Maße unlöslich zu machen.
SOi 659/428
G 10673 IVa/57b
Solche chemische Mittel sind beispielsweise Borsäure, Ammoniumbichromat, Formaldehyd, Chrom, Eisen, Zink, Zinn, Kupfer u. dgl. enthaltende Metallsalze. Die so erhaltenen Filme genügen den Anforderungen für viele Anwendungszwecke nicht. Mit Metallsalzen gehärtete Filme sind als Trägerschichten für gewisse lichtempfindliche Diazosalze ungeeignet, da sie zur Zersetzung derselben führen.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Celluloseacetatfilme oberflächlich zu verseifen, um sie für wäßrige Überzugslösungen, besonders für solche von lichtempfindlichen Diazosalzen, aufnahmefähig zu machen. Diese Oberflächenverseifung ist jedoch technisch sehr schwer durchführbar, da sie die wiederholte Anwendung der verseifenden Lösung sowie einen langwierigen Wasehprozeß erfordert, um den Überschuß des Verseifungsmrttels zu beseitigen. Die verseifende Lösung besteht im allgemeinen aus einem alkalischen Gemisch aus Wasser und organischen Lösungsmittel und muß in bezug auf die Konzentration aller Komponenten während des gesamten Verlaufes der Behandlung konstant gehalten werden. Für die Technik bestand das Problem, harzhaltige Filme mit einer Oberfläche zu schaffen, welche ein bestimmtes Maß von Wasserempfindlichkeit aufweist, wobei aber die vorstehend erwähnten Nachteile vermieden werden.
Es ist gefunden worden, daß die vorerwähnten Nachteile überwunden und; äußerst vorteilhafte harzhaltige Schichten mit einem bestimmten Maß von Wasserempfindlichkeit in technisch leicht ausführbarer Weise hergestellt werden können.
Die Erfindung schafft ein Verfahren zur Bildung harzhaltiger Filme mit bestimmtem Maß von Wasserempfindlichkeit, gemäß welchem eine Lösung auseinem hydrophoben Stoff und einem damit verträglichen harzhaltigen Mischpolymerisat einer Vinylverbindung mit einer Alkylidendicarbonsäure in einem Lösungsmittel hergestellt, aus dieser Lösung eine Schicht gegossen, getrocknet und dann mit einer Base behandelt wird. Man erhält eine harzhaltige Schicht mit bestimmtem Wasseraufnahmevermögen, welche einen hydrophoben Stoff bzw. einen Lackgrundstoff und ein wasserempfindliches Derivat eines damit verträglichen harzartigen Mischpolymerisats aus einer Vinylverbindung und einer Akylidendicarbonsäure enthält. Diese Schicht wird dann mit einer Base behandelt, um ihr Wasseraufnahmevermögen zu bessern. Andere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung von Einzelheiten bzw. einzelnen Ausführungsformen.
Die folgenden Beispiele dienen der näheren Erläuterung.
Beispiel 1
Es wurde eine Gießlösung wie folgt hergestellt: 3 Gewichtsteile eines Vinylmethyläther-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisats und 7 Teile Celluloseacetat wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 57 Teilen Aceton gelöst. Die erhaltene Lösung wurde als' Film entweder auf Glas oder auf Papier aufgetragen, wobei eine Auftragvorrichtung nach Bird verwendet wurde. Der Lackfilm auf Glas war praktisch klar durchsichtig. Die Schicht auf Papier quoll bei Einwirkung von Wasser nicht wesentlieh. Eine solche wurde 20 Minuten lang feuchten Ammoniakdämpfen bei i8o° F ausgesetzt (um den Säureanhydridteil des Maleinsäureanhydridmischpolymerisates zu hydrolysieren) und der erhaltene Film in Wasser gequollen. Er zeigte die für ein gequollenes, wasserempfindliches Polymerisat typische seifenartige Oberfläche. Nicht verseiftes Material dieser Art nimmt aus einer 0,025 °/oigen Lösung von Methylenblau sehr wenig Farbstoff auf, während ein entsprechender hydrolysierter Film leicht Farbstoff aufnimmt. Die hydrolysierte Schicht ist im wesentlichen unlöslich in Wasser. An Stelle des gasförmigen Ammoniaks kann für die hydrolysierende Behandlung auch eine kalte (25°) 4%ige Lösung; von NaOH verwendet werden. Die Hydrolyse kann ausgeführt werden, indem man die Ätzalkalüösung einige Sekunden auf die harzhaltige Schicht einwirken läßt.
An Stelle von Aceton als Lösungsmittel kann auch Cyclohexan, Tetrahydrofuran oder Dioxan verwendet werden. Bei Verwendung dieser Lösungsmittel ist der entstehende Film gegenüber der Ammoniakhydrolyse etwas weniger empfindlich als ,der aus Aceton hergestellte Film; er eignet sich aber gut für die Hydrolyse mit NaOH.
Beispiel 2
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt: 3 Teile Vmylmethyläther-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisat und 7 Teile Polyvinylacetat wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther Und 57 Teilen Aceton gelöst. Die erhaltene Lösung wurde als Film unter Anwendung einer Auftragvorrichtung nach Bird entweder auf Glas oder auf Papier aufgetragen und getrocknet. Der Film auf Glas war praktisch klar durchsichtig. Der Überzug auf Papier zeigte bei Einwirkung von Wasser keine wesentliche Quellung. Ein solcher wurde 20 Sekunden lang der Einwirkung von feuchtem Ammoniak bei etwa i8o° F unterworfen (um den Säureanhydridteil des Maleinsäuremischpolymerisates zu hydrolysieren); der erhaltene Film wurde in Wasser gequollen. Er fühlte sich typisch seifig an wie ein gequollenes wasserempfindliches Polymerisat. Das unverseifte Material nimmt aus einer 0,025 °/oigen Lösung von Methylenblau nur sehr wenig Farbstoff auf, während das gleiche, aber oberflächlich hydrolysierte Material den Farbstoff leicht annimmt. Die hydrolysierte Schicht ist praktisch waaserunlöslich.
Auch im vorliegenden Beispiel kann man an Stelle von Aceton Tetrahydrofuran oder Cyclohexanon in entsprechenden Mengen verwenden. Die aus Tetrahydrofuran gegossenen Filme eignen sich besser für die Hydrolyse mit wäßrigem Alkali als für die Ammoniakhydrolyse.
Beispiel 3
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt: 3 Teile eines Mischpolymerisates aus Isobutylvinyläther und Maleinsäureanhydrid sowie 7 Teile Polyvinylacetat wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 57 Teilen Aceton gelöst. Die er-
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haltene Lösung wurde in Filmform unter Verwendung einer Bird-Auftragvorrichtung sowohl auf Glas und auf Papier aufgetragen, getrocknet und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der Film auf Glas war praktisch klar durchsichtig. Die nicht hydrolysierte Schicht auf Papier quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug in beachtlichem Umfange quoll, ohne irgendwelche Neigung zum Auflösen zu zeigen.
ίο An Stelle von Aceton kann die gleiche Menge Dioxan oder Cyclohexanon oder Methyläthylketon verwendet werden. Die aus jeder dieser Lösungen erhaltenen Filme sind auf Glas praktisch klar. Der aus Aceton gegossene Film hydrolysiert leicht mit heißem Ammoniakdampf, während die aus der Dioxan- oder Cyclohexanonlösung hergestellten Filme mit wäßrigem Alkali gut hydrolysieren.
Beispiel 4
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt: 3 Teile eines Mischpolymerisates aus Isobutylvinyläther und . Maleinsäureanhydrid sowie 7 Teile Polyvinylbutyral wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 98 Teilen Tetrahydrofuran gelöst. Die erhaltene Lösung wurde mit Hilfe einer Bird-Auftragvorrichtung als Film auf Glas und auf Papier aufgebracht, getrocknet und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der Film auf Glas war praktisch klar. Der nicht hydrolysierte Papierüberzug quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug in beachtlichem Umfange quoll, ohne irgendwelche schädliche Neigung zum Auflösen zu zeigen. An Stelle von Tetrahydrofuran kann Dioxan oder Cyclohexanon verwendet werden.
Beispiel 5
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt:. 3 Teile eines Mischpolymerisats aus Isobutylvinyläther und Maleinsäureanhydrid sowie 7 Teile Äthylcellulose wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 66 Teilen Cyclohexanon gelöst. Die erhaltene Lösung wurde unter einer Bird-Auftragvorrichtung in Filmform auf Glas und auf Papier aufgetragen, getrocknet und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der Lackfilm auf Glas war praktisch klar. Der nicht hydrolysierte Überzug auf Papier quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug in beachtlichem Umfange quoll, ohne irgendwelche schädliche Neigung zur Auflösung zu zeigen.
So Als Lösungsmittelkomponente kann auch Methyläthylketon in gleicher Menge verwendet werden. Man erhält auch dann einen im wesentlichen klaren Film.
Beispiel 6
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt: 3 Teile 2 - Methoxyäthylvinyläther - Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisat und 7 Teile Polyvinylacetet wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 57 Teilen Aceton gelöst. Die erhaltene Lösung wurde unter Verwendung einer Bird-Auftragvorrichtung in Filmform sowohl auf Glas und auf Papier aufgebracht, getrocknet und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der Lackfilm auf Glas war praktisch klar. Der nicht hydrolysierte Überzug auf Papier quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug in beachtlichem Ausmaß quoll, ohne irgendwelche schädliche Neigung zum Auflösen zu zeigen.
An Stelle von Aceton kann die gleiche Menge Methyläthylketon, Tetrahydrofuran oder Cyclohexanon verwendet werden; die so erhaltenen Filme waren praktisch klar durchsichtig.
Bei Filmen, die aus den beiden letztgenannten Lösungsmitteln hergestellt worden sind, verwendet man an Stelle der Ammoniakhydrolyse vorzugsweise die Hydrolyse mit wäßrigem Alkali. 75'
Beispiel 7
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt: 3 Teile 2-Methoxyäthylvinyläther-Maleinsäure-Mischpolymerisat und 7 Teile Celluloseacetat wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 98 Teilen Tetrahydrofuran gelöst. Die erhaltene Lösung wurde unter Verwendung einer Bird-Auftragvorrichtung als Film auf Glas und Papier aufgetragen, getrocknet und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der Lackfilm auf Glas war praktisch klar. Der nicht hydrolysierte Papierüberzug quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug in beachtlichem Ausmaß quoll, ohne irgendwelche nachteilige Neigung zum Auflösen zu zeigen.
An Stelle von Tetrahydrofuran kann die gleiche Menge Dioxan verwendet werden, wobei man einen ebenfalls im wesentlichen klaren Film erhält. Bei einem so hergestellten Film ist die Verseifung mit Ätzalkali vorzuziehen.
Beispiel 8
Eine Filmgießlösung wurde wie folgt hergestellt: 3 Teile 2-Methoxyäthylvinyläther-Maleinsäure-Mischpolymerisat und 7 Teile polymerisiertes Methylmethacrylat wurden in 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 66 Teilen Cyclohexanon gelöst. Die erhaltene Lösung wurde mit Hilfe eirer Bird-Auftragvorrichtung in Filmform auf Glas und auf Papier aufgebracht, getrocknet und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der nicht hydrolysierte Papierüberzug quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug in beachtlichem Ausmaß quoll, ohne irgendwelche schädliche Neigung zum Auflösen zu zeigen.
Beispiel 9
Eine Gießlösung wurde hergestellt durch Auflösen von 4,9 Teilen Polyvinylacetat und 0,86 Teilen Vinylacetat - Maleinsäureanhydrid - Mischpolymerisat in 132 Teilen Tetrahydrofuran. Der Lack wurde auf Glas und auf Papier aufgestrichen und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der nicht hydrolysierte Papierüberzug quoll im Wasser nicht, während der hydrolysierte Überzug starke Quellung zeigte.
Beispiel 10
Es wurden plastifizierte Filme auf Glas und Papier aufgetragen aus einer Lösung, die folgende Komponenten enthielt: 6,66 Teile Vinylmethyläther-Maleinsäureanhydrid-Mischpolymerisat, 3,33 Teile Cellulose-
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acetat, 9,5 Teile Äthylenglykolmonomethyläther, 0,5 Teile Triphenylphosphat, 0,3 Teile Methylphthalylglykolat, 57 Teile Aceton.
Die getrocknete harzhaltige Schicht wurde wie nach Beispiel 1 unter Verwendung heißer feuchter Ammoniakdämpfe (und bei einem anderen Versuch mit 4°/0iger kalter Natronlauge) hydrolysiert. Im hydrolysierten Zustand waren die Filme im Wasser quellbar, allerdings etwas geringer als bei ähnlichen Filmen ohne Weichmacher. Die Weichmacher enthaltenden Schichten waren biegsamer als die nicht plastifizierten Schichten.
Beispiel 11
· Ein Film mit der im Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung wurde unter Verwendung von Dimethyläthanolamindämpfen hydrolysiert. Die hydrolysierte Filmoberfläche besaß gutes Wasseraufnahmevermögen und ein gutes Aufnahmevermögen für Farbstoff aus einer wäßrigen Lösung, wie sie im Beispiel 1 beschrieben ist.
Beispiel 12
Es wurde eine Gießlösung hergestellt durch Auflösen von 3 Teilen eines Mischpolymerisats aus Styrol und Maleinsäureanhydrid sowie 8,5 Teilen Celluloseacetat in 160 Teilen Aceton, dann auf Glas und auf Papier aufgetragen und in der oben beschriebenen Weise behandelt. Der Film auf Glas war beinahe klar. Der Papierüberzug wurde mit Ammoniak hydrolysiert und zeigte daraufhin gutes Wasseraufnahmevermögen. An Stelle von Aceton kann eine entsprechende Menge Tetrahydrofuran oder Methyläthylketon verwendet werden. Zur Hydrolyse kann man eine 5°/oige wäßrige Ätzalkalilösung benutzen.
Beispiel 13
Es wurde eine Gießlösung hergestellt durch Auflösen von 3 Teilen des Mischpolymerisats aus Styrol und Maleinsäureanhydrid und 8,5 Teilen Polyvinylacetat in 160 Teilen Aceton. Der Lack wurde auf Glas und auf Papier aufgetragen. Der Film auf Glas war annähernd klar. Die auf Papier aufgebrachte Schicht wurde mit Ammoniakdämpfen hydrolysiert und erhielt so Wasseraufnahmevermögen.
An Stelle von Aceton kann eine entsprechende Menge Tetrahydrofuran oder Methyläthylketon verwendet werden. Zur Hydrolyse kann man 5%ige wäßrige Ätzalkalilösung benutzen.
Beispiel 14
Ein auf einen Papierträger aufgebrachter Film mit der im Beispiel i angegebenen Zusammensetzung wurde hydrolysiert, indem man die Filmoberfläche kurze Zeit der Einwirkung von kaltem wäßrigem Ammoniak (28°/0ig) aussetzte, die überschüssige Ammoniaklösung mit einer Rakel abstreifte und zwecks Beseitigung von nicht gebundenem Wasser und Ammoniak mit warmer Luft trocknete. Der Film erhielt dadurch gutes Wasseraufnahmevermögen.
Diese Arbeitsweise ist besonders günstig für die Durchführung einer wäßrigen Hydrolyse, da kein Nachwaschen zwecks Beseitigung von überschüssigen Alkalien erforderlich ist. Bei Verwendung von Ammoniak sind die Base und nicht gebundenen Reaktionsprodukte flüchtig. Diese Arbeitsweise kann auch bei den übrigen oben beschriebenen Beispielen angewendet werden.
Beispiel 15
Es wurde durch Auflösen von 3 Gewichtsteilen eines Vinylmethyläther-Citraconsäureanhydrid-Misch-Polymerisats und ■ 7 Teilen Celluloseacetat in einer Mischung von 9,5 Teilen Äthylenglykolmonomethyläther und 57 Teilen Aceton eine Gießlösung hergestellt. Diese wurde nach Aufbringen auf Papier und Glas in der in den vorangehenden Beispielen beschriebenen Weise hydrolysiert.
Den oben angegebenen Resultaten vergleichbare Ergebnisse werden auch bei Anwendung der folgenden Abwandlungen erzielt: Der Träger für die Überzüge kann entweder, wie bereits erwähnt, Papier oder Glas sein; es können aber auch gekörnte Metallfolien, z. B. aus Aluminium- oder Zink, ferner Gewebe, Holz oder ein plastischer Film, wie Celluloseacetat, Celluloseacetatbutyrat, Nitrocellulose, Polyvinylalkohol, PoIymethylmethacrylat u. dgl., verwendet werden. Als alkalisches Mittel kann, wie bereits erläutert, Ammoniak oder Ätzalkali verwendet werden; aber auch. flüchtige Basen, wie organische Amine, ferner Ätzalkali, Alkalisalze u. dgl., sind brauchbar.
Die hydrophobe Komponente kann irgendein Stoff oder Stoffgemisch sein, welches mit dem Mischpolymerisat verträglich ist, sofern es bei der Behandlung, durch welche das Mischpolymerisat hydrophil gemacht wird, im wesentlichen hydrophob bleibt. Mischpolymerisate aus Vinylverbindungen mit Alkylidendicarbonsäureverbindüngen sind bekannt. Im allgemeinen sind dies thermoplastische feste Stoffe, und sie sind aufgebaut aus etwa 1 Mol Mönovinylverbindung und etwa 1 Mol der Alkylidendicarbonsäureverbindung. Die letztgenannte Komponente kann Maleinsäureanhydrid oder ein substituiertes Maleinsäureanhydrid sein, welches z. B. eine niedrigmolekulare Alkylgruppe od. dgl. enthält. Es können Harzgemische und auch bei den Mischpolymerisaten Gemische aus Vinyl- und Alkylidenverbindungen verwendet werden.
Das bevorzugte Molgewicht des Mischpolymerisats ist derart, daß 1 g desselben, gelöst in 100 g 2-Butanon, bei 250 eine spezifische Viskosität von 3 aufweist. Man kann jedoch auch höhere oder niedrigere Molgewichte verwenden, sofern nur das Mischpolymerisat in den gewünschten Mengenverhältnissen mit der anderen Komponente vertraglich ist.
Die Mengenverhältnisse zwischen den Komponenten sollen derart sein, daß sich beim Trocknen verträgliche Gemische, d. h. im wesentlichen klare Schichten oder Filme ergeben. Der Grad der Wasserempfindlichkeit der harzhaltigen Schicht kann innerhalb der Grenzen der Verträglichkeit von Harz und Mischpolymerisat variiert werden, wobei höhere Anteile an Mischpolymerisat Stoffe mit höherem Wasseraufnahmevermögen ergeben. Es wurden z. B. Filme nach dem Verfahren des Beispiels 1 hergestellt, wobei das Mengenverhältnis zwischen Mischpolymerisat und Celluloseacetat ali
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mählich geändert wurde. In einem Grenzfall betrug das Verhältnis 8 Teile Mischpolymerisat auf 92 Teile Celluloseacetat, im anderen Grenzfall 60 Teile Mischpolymerisat auf 40 Teile Celluloseacetat. Wenn der Anteil an Mischpolymerisat erhöht wurde, zeigten die hydrolysierten Schichten ein Ansteigen des Wasseraufnahmevermögens. Dies wurde festgestellt durch das Maß der Farbstoffaufnahme aus der im Beispiel 1 beschriebenen wäßrigen Lösung. Bei geringeren Anteilen an Mischpolymerisat ist die Erhöhung des Wasseraufnahmevermögens etwa proportional der Steigerung der Menge des Mischpolymerisates. Bei Anteilen über etwa. 25 °/0 (berechnet auf das Gesamtgewicht von Harz und Mischpolymerisat) fällt die
15. Steigerung der Wasserempfänglichkeit in Abhängigkeit von der Erhöhung des Gehaltes an Mischpolymerisat ab, und von 50 bis 60% ist die Steigerung des Wasseraufnahmevermögens nur noch ziemlich gering.
Nach dem allgemeinen Grundgedanken der Erfindung können die Mengenverhältnisse im Bereich von 5 bis ι Teilen der thermoplastischen hydrophoben Komponente und von 1 bis 6 Teilen eines hydrophilen Derivates eines verträglichen harzartigen Mischpolymerisates aus etwa 1 Mol einer Vinylverbindung und etwa ι Mol einer Alkylidendicarbonsäureverbindung - liegen. Die speziellen Mengen, welche für die einzelnen Gießlösungen zur Anwendung kommen, werden derart gewählt, daß sich beim Trocknen praktisch klare . Schichten sowie der gewünschte Grad an Wasseraufnahmevermögen ergeben. Wenn hydrophober Stoff und Mischpolymerisat praktisch in allen Mischungsverhältnissen verträglich sind, kann die Mischung 1 °/0 oder mehr, bis hinauf zu 9O°/0 Mischpolymerisat und den Rest an hydrophobem Harz enthalten. An Stelle von Äthylenglykolmonomethyläther als Lösungsmittelkomponente können in den oben J^eschriebenen Beispielen auch andere Lösungsmittel für die harzartigen Stoffe verwendet werden.
Die erfindungsgemäß nach den oben beschriebenen Beispielen hergestellten Schichten, welche Celluloseacetatfilm enthalten, sind besonders geeignet als Ersatz für oberflächlich verseiftes Celluloseacetat in Diazotypiematerialien. Solche Schichten sind auch sehr gut brauchbar für das Überziehen von Papier, um diesem eine hydrophile oder Wasseraufnahmefähigkeit zeigende harzhaltige Oberfläche zu geben.
Die beschriebenen Gemische können auch verwendet werden, um eine hydrophobe Schicht mit einer hydrophilen Schicht zu verbinden.
Abwandlungen und Ergänzungen der oben beschriebenen Arbeitsweise, welche sich für den Fachmann ohne weiteres ergeben, werden von dem Erfindungsgedanken im Rahmen der nachstehenden Patent- ansprüche mit umfaßt.

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von für lichtempfindliche Schichten geeigneten wasserunlöslichen Trägern mit hydrophiler Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösung eines Gemisches aus 99 bis 10 Gewichtsteilen eines hydrophoben Filmbildners und 1 bis 90 Gewichtsteilen eines hydrolysierbaren Mischpolymerisats aus ι Mol einer Vinylverbindung und 1 Mol einer Alkylidendicarbonsäure oder ihres Anhydrids auf eine Unterlage aufträgt, trocknet und darauf mit einer Base oberflächlich hydrolysiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung eines Gemisches aus 5 bis ι Gewichtsteilen des hydrophoben Anteils und ι bis 6 Gewichtsteilen des Mischpolymerisates zur Anwendung kommt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als hydrophobe Komponente Celluloseacetat, Nitrocellulose, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral, Äthylcellulose oder Polymethylmethacrylat gewählt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hydrophobe Komponente Celluloseacetat und als Mischpolymerisat ein solches aus Vinyläther und Maleinsäureanhydrid verarbeitet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Äther Methylvinyläther verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Äther Isobutylvinyläther verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Äther 2-Methoxyäthylvinyläther verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Base Ammoniakdampf verwendet wird. '
9. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hydrophobe Komponente Polyvinylacetat und als Mischpolymerisat ein solches aus Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid verwendet wird. i°°
10. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hydrophobe Komponente Polyvinylacetat und als Mischpolymerisat ein solches aus Styrol und Maleinsäureanhydrid verwendet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als hydrophobe Komponente Polyvinylbutyral und als Mischpolymerisat ein solches aus Isobutylvinyläther und Maleinsäureanhydrid verwendet wird.
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