DEF0017615MA - - Google Patents

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DEF0017615MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 27. Mai 1955 Bekanntgeimacht am 11. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Gegenstand der Patentanmeldung F 15528 IVa/38ih ist eine Holzsdrutzsalzpaste, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie neben Salzen der Amidosulf onsäure noch 10 bis 30% ölige aromatische Kohlenwasserstoffe mit aliphatischen, hydroaromatisehen oder heterocyclischen Substituenten, 2 bis Io°/o praktisch wasserunlösliche feste Phenole und 2 bis 10"/ο Fettsäuren und/oder Harzsäuren, jeweils bezogen auf die gebrauchsfähige Mischung, sowie Wasser in einer Menge .von höchstens 5°°/o der Menge der amidosulfonsäuren Salze, enthält.
Es wurde nun gefunden, daß die Brauchbarkeit dieser Pasten nicht beeinträchtigt wird, wenn man auf den Zusatz von Fettsäuren und/oder Harzsäuren verzichtet, im übrigen aber die Mengenverhältndsse beibehält.
Außer den vorgenannten Bestandteilen kann die Holzschutzsalzpaste, was in manchen Fällen vorteilhaft sein dürfte, gemäß der Erfindung auch noch andere Substanzen enthalten, wie z. B, Lösungsmittel, Farbstoffe, fungicide und insektieide HoIzschutzstoffe, Feuerschutz'salze, aliphatische Öle od. dgl. - Es hat sich gezeigt, daß Nachteile auftreten, wenn man den einen oder den anderen der obengenannten Hauptbestandteile fortläßt. So kann beispielsweise in solchen Fällen die Paste weniger
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haltbar werden, schlechter auf feuchtes Holz aufzutragen sein oder auf dem Holz eine schlechtere Regenechtheit aufweisen.
Ersetzt man z. B. in dem weiter unten aufgeführten Beispiel ι das amidosulfosaure Ammonium vollständig durch Fluorsalze, so erhält man keine haltbare und gut streichbare Paste. Der gleiche Nachteil zeigt sich, wenn man an Stelle des amidosulfo'sauren Salzes andere Schutzsalze oder Inertsalze verwendet. Erhöht man in dem Beispiel ι den Wassergehalt unter Verringerung des Salzgehaltes, so wird die Pastenform zunehmend schlechter.
Es war nicht bekannt, daß gerade das genannte 4-StofT-System, gegebenenfalls variiert durch Zusätze, nach der Auftragung auf weiß geschnitzte saftfrische Stämme oder auf sonstige saftfrische Hölzer rasch in einen fast regenunempfmdlichen Zustand übergeht. Parallel zu diesem Effekt ist festzustellen, daß sich die aufgebrachte Paste in dem Sinn zersetzt, daß die öligen Bestandteile einschließlich der darin gelösten Phenole zunächst nach außen wandern, während innen, also zwischen der Ölschicht und dem Holz, die Salze und das Wasser verbleiben in Form eines ölfreien SaIzbreiies, der gelöstes Salz neben ungelöstem enthält. Das Salz wandert allmählich auf osmotischem Wege ins Holz ein.! Das außen befindliche Ölgemisch bildet ziemlich rasch eine elastische Haut, die auf dem Salzbrei schwimmt, das Einsickern von Regenwasser verhütet und das Ausbluten von Salzlösung nach außen hin stark erschwert, wenn nicht überhaupt unmöglich macht. Überraschenderweise wandert auch der Hauptteil der wasserunlöslichen Phenole früher oder später aus der Ölhaut in die äußeren Holzschichten hinein und verankert sich hier auswäsiserungsfest.
Überraschend ist dabei auch die Beobachtung, daß das obengenannte 4-Stofr-System dem Rundholz die Neigung zur starken Trockenrißbildung beim Trocknen weitgehend nimmt, genügend starke Aufbringung, z. B. 500 bis 600 g pro qtn vorausgesetzt.
Als Öle eignen sich die gleichen Öle, wie sie für die nach der Hauptpatentanmeldung erhältlichen Pasten verwendet werden, die auch im vorliegenden Fall mit Lösungsmitteln, z. B. den in der Hauptpatentanmeldung genannten, verdünnt werden können.
Als praktisch wasserunlösliche feste Phenole können die in der Hauptpatentanmeldung genannten Verbindungen verwendet werden, desgleichen als amidosulfonsaure Salze, die dort erwähnten Verbindungen.
Die erfmdungsgemäß vorgeschlagenen Pasten kommen, ebenso wie die in der Hauptpatentanmeldung vorgeschlagenen Pasten, auch und gegebenenfalls bevorzugt in solchen Waldgebieten, insbesondere überseeischer Länder zur Anwendung, zu denen ein längerer Transportweg erforderlich wird. Die fertige Masse nach dort zu verschicken bedeutet, daß man auch einen Teil Wasser transportiert und daß man andererseits Gebinde zu nehmen gezwungen ist, die gegenüber Wasser bzw. wäßniger Salzlösung korrosionsfest sind. Beides ■ ;\ ergibt eine gewisse Verteuerung der Verfrachtung.
Diese Schwierigkeiten lassen sich vermeiden, wenn man ebenso wie bei den Pasten nach der Hauptpatentanmeldung einerseits, zweckmäßig miteinander vermischt, alle wasserlöslichen Salze in einfachster und besonders leichter Verpackungsform, z.B. in kaschierten Säcken und andererseits eine aus Ölen und wasserunlöslichen Phenolen heiß bereitete Lösung, die während des Erkaltens dauernd gerührt wurde, um die Bildung vieler sehr feiner Kristalle zu erreichen, an denVerarbeitungsort schickt. Auf diese Weise ist es überraschenderweise möglich, ein Mischgut mit erheblichen Mengen fester Phenole zu gewinnen, das auch in der Kälte flüssig ist und sich somit in gewöhnliche Eisenfässer mit kleiner Öffnung leicht einfüllen und daraus ebenso leicht wieder ohne Wärmezufuhr entleeren läßt. Am Verarbeitungsort werden solche Ölgemische in ein Rührgefäß oder einen Kneter gegeben und mit Wasser und dem Salzgemisch verrührt oder verknetet.
Es ist jedoch nicht notwendig, die Paste erst am Verarbeitungsort herzustellen, vielmehr kann sie auch am Herstellungsort der einzelnen Komponenten fertig zubereitet werden. Solche HerstellungsmÖglichkeiten liegen für den Fachmann auf der Pland. Beispielsweise kann man auch alleKomponenten einschließlich des wasserlöslichen amidosulfonsäuren Ammoniums außer der Ammoniaklösung und gegebenenfalls auch außer dem Wasser über 8o° miteinander verrühren und das Wasser erst später hinzugeben.
Beispiele
Man erhitzt unter Rühren 21 Gewichtsteile cumaronharzhaltige ölige Rückstände der Zeichenindustrie und 6 Gewichtsteile /?-Naphthol auf 80 bis 900, gibt ohne weitere Wärmezufuhr 4 Gewichtsteile Solvent-Naphtha zu. Hierzu gibt man früher oder später 10 Gewichtsteile Wasser, 39 Gewichtsteile rohes amidosulfosaures Ammonium und 20 Gewichtsteile Fluornatri'um unter Rühren oder Verkneten.
Man erhält eine bleibend haltbare Paste, die sich auf saftfrisches, weiß geschnitztes Holz in be- no liebiger Menge leicht auftragen läßt, ohne abzulaufen. Dabei kann man variieren zwischen einer Auftragsmenge von etwa 500 g pro qm bis 600 g pro qm. Selbst ein am gleichen Tag einsetzender Regen vermag die Paste weder im ganzen abzuspülen noch ihr nennenswerte Salzmengen zu entziehen. Dank des gewählten 4-Stoff-Systems geht die Paste nämlich auf dem Holz rasch in eine außen befindliche elastische Haut und eine darunter liegende Salz-Wasser-Lösung über. Die Haut setzt sich auf der Holzoberfläche fest, sobald die SaIz-Wasser-Lösiüng im Laufe einiger Wochen restlos in den Stamm eingewandert ist und bildet eine wasserabweisende rindenähnliche. Schutzschicht, während ^-Naphthol allmählich aus der Haut in die Randpartien des Splints einwandert. Das be
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handelte Holz ist nach Abschluß dieser Vorgänge in dreierlei Weise geschützt:
Eine ι bis 2 cm dicke Randschutzzone im äußeren Splintteil ist durch /?-Naphthol gebildet, das sich auswetterungsfest in der Holzsubstanz verankert hat und fungicid und insekticid wirkt. Die Haut außen entihält die verwendeten Öle und wirkt wasserabweisend gegenüber Regen. Das amddosulfosaure Ammonium und Fluornatrium
ίο durchsetzen den ganzen Splint und wandern mit der Zeit gegebenenfalls noch in den Kern oder verkernten Holzteil ein und bilden den fungiciden und insekticiden Tiefenschutz.
Besonders überraschend ist, daß so behandelte Stämme, z. B. in Form von Masten oder Schwellen, eine viel geringere Neigung zur Trockenrißbildung zeigen als mit Schutzsalzen üblicher Art imprägnierte, was sich nach verschiedenen Richtungen hin günstig bemerkbar macht; so können die »be-
ao weglichen«, d, h. bleibend wasserlöslichen Salze aus dem Stamminnern nicht durch Regenwasser herausgeholt werden, weil die dazu erforderlichen Risse fehlen, die das Regenwasser ins Holzinnere leiten würden. Falls man die Konfektiönierung der wasserfreien Schmelze durch das Einarbeiten von Wasser und Salzen erst später an anderem Ort, etwa dem Gebrauchsort, vornehmen will-, kühlt man die Schmelze unter Rühren auf gewöhnliche Temperatur herunter und füllt sie erst dann in die Versandgebinde, etwa Holz- oder Eisenfässer, ab. Unterläßt man das Rühren der Schmelze bis zum vollendeten Erkalten, so erhält man kein für den Transport geeignetes d. h. einheitlich und fließbar bleibendes Vorprodukt, sondern einen Kristallölbrei, der sich schwierig in Versandgebinde abfüllen und später aus den Gebinden heraus nicht leicht und restlos entleeren lassen würde, also der Forderung nach einfachster WeiterveraTbeitung an anderem Ort nicht entspricht..
Man löst 3 Gewichtsteile Pentachlorphenol durch Erwärmen auf 80 bis 900 unter Rühren in 23 Gewichitsteilen öliger cumaronharzhaltiger Rückstände der Zechenindustrie auf; hierauf rührt man dann mittels Schnellrührer unter Abstellung der Erwärmung 15 Gewichtsteile Wasser, 53 Gewichtsteile rohes amidosulfosaures Ammonium und 6 Gewichtsteile Borsäure ein. Das Fertigprodukt hat Pastenform und kann zu ähnlichen Zwecken angewendet werden, wie im Beispiel 1 beschrieben, bevorzugt dann, wenn auf Ungiftigkek im Hinblick auf Weidevieh usw. bei dem zu behandelnden Holzwerk besonderer Wert gelegt wird. Auch zur Verhütung der Rißbildung an Hirnflächen von Edellholzstämmen während des Trocknens kann das Produkt mit bemerkenswertem Effekt angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Weitere Ausbildung der Holzschutzsalzpaste nach Patentanmeldung F 15528 IVa/38h, dadurch gekennzeichnet, daß sie die im Anspruch ι des Hauptanspruchs angegebene prozentuale Zusammensetzung an Salzen der Amidosulfonsäuren an aromatischen Kohlen-Wasserstoffen, an praktisch wasserunlöslichen Phenolen und an Wasser sowie gegebenenfalls an weiteren an sich bekannten Zusatzstoffen aufweist, jedoch frei von Fett- und Harzsäuren ist.
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