DEF0016529MA - - Google Patents

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DEF0016529MA
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xylene
chloro
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 10. Januar 1955 Bekanntgemacht am 3. Mai 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bereits bekannt, AntimontricMorid oder Antimonpentachlorid als Chlorierungskatalysatoren zu verwenden..
Weiter ist es bereits beschrieben, m-Xylol in Gegenwart von Katalysatoren einfach zu chlorieren, wobei man stets Gemische des 4-Chlor- und des 2-Chlor-m-xylols erhielt. So wurde bei Verwendung des billigen sublimierten Eisenchlorids zunächst ein rohes Isomerengemisch von Monochlorm-xylolen erhalten,. Hieraus läßt sich nach. Abtrennung der nichtchlorierten und überchlorierten Anteile mittels fraktionierter Destillation im Vakuum ein reines .Isomerengemisch erhalten, das bei etwa — 500 erstarrt.
Aus der Erstarrungskurve zwischen reinem 4-Chlor- und 2-Chlor-m-xylol geht hervor, daß sich das erhaltene Gemisch aus etwa 75 °/o 4-Chlor- und etwa 25% 2-Chlor-m-xylol zusammensetzt.
Es wurde nun gefunden, daß man die Substitution bei der Monochlorierung des m-Xylols weitgehend lenken und die Bildung der einzelnen Isomeren bei der Chlorierung von m-Xylol noch stärker zugunsten des 4-Chlör-m-xylols verschieben kann, wenn man die Chlorierung in Gegenwart von weitgehend eisenfreiem Antimontrisulfid als Katalysator vornimmt. Nachdem der Katalysator, z. B. durch zweimaliges Waschen mit konzentrierter Salzsäure, entfernt worden und das Reaktionsprodukt anschließend mit Wasser neutral gewaschen ist, wird nach dem Trocknen ein rohes Monochlorxylol erhalten, das der fraktionierten Destillation an der Kolonne im Vakuum unterworfen wird. Nachdem
609 508/414
F 16529 IVb /12 ο
auf diese Art nichtchlorierte und überchlorierte Anteile entfernt sind, zeigt das erhaltene Monochlorxylolgemisch einen Erstarrungspunkt von etwa — 400. Es enthält nunmehr etwa 88 bis 90% 4-Chlor- und etwa 10 bis i2°/o 2-Chlor-m-xylol.
Bei Verwendung von Äntimontrisulfid als Katalysator wird die Chlorierung bei ,Temperaturen durchgeführt, die zweckmäßig nicht oberhalb Raumtemperatur liegen,, z. B. innerhalb des Bereiches von etwa + 20 bis -^-15°, besonders vorteilhaft bei Temperaturen zwischen — 5 und — io°. Mit steigender Temperatur nimmt die Bildung von polychlorierten Anteilen zu, so daß bei der Chlorierung bei höheren Temperaturen als Zimmertemperatur weniger gute Ausbeuten erhalten werden. Das Äntimontrisulfid wird bei der Chlorierung in denselben. Mengen angewandt wie die bekannten Katalysatoren.
Die Beeinflussung der Substitution durch Antimontrisulfid, das bisher noch nicht als Chlorierungskatalysator verwendet wurde, war bisher noch nicht bekannt.
Die Steigerung des Gehaltes an 4-Chlor-m-xylol um etwa 15 % bei der Monochlorierung des m-Xylols ist für seine technische Herstellung von besonderem Wert, womit dem neuen, Chlorierungsverfahren eine besondere Bedeutung zukommt.
Beispiel
A) ι kg reines m-Xylol wird mit 2 g frischsublimiertem Eisenchlorid versetzt und bei Temperaturen von etwa —5 bis —io° durch Einleiten von Chlor chloriert. Es ist zweckmäßig,· nur ,85 bis 90 °/o der theoretisch notwendigen Menge Chlor einzuführen. Nach beendeter Chlorierung wird mit Wasser neutral gewaschen, getrocknet und an. der Kolonne im Vakuum fraktioniert. Es werden etwa 1020 g eines Chlor-m-xylolgemisches vom Erstar- ' rungspunkt etwa — 50'°' erhalten. Das Gemisch besteht aus etwa 75 % 4-Chlor^ und etwa 25 %» 2-Chlorm-xylol.
B) ι kg reines m-Xylol wird mit 2 g eisenfreiem Äntimontrisulfid versetzt und chloriert. Nach beendeter Chlorierung wird das Gemisch zur Entfernung des Katalysators erst zweimal mit konzentrierter Salzsäure behandelt und anschließend mit Wasser neutral gewaschen. Nach weiterer Aufarbeitung gemäß A) wird ein Chlor-m-xylol-Gemisch vom Erstarrungspunkt etwa ■—■ 400 erhalten, das aus etwa 90% 4-Ohlor- und etwa 10% 2-Chlor-m-xylol besteht.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Monochlorierung des . m-Xylols, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorierung in Gegenwart von weitgehend eisenfreiem Äntimontrisulfid als Katalysator durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Chlorierung bei Temperaturen zwischen etwa +20 und —150, vorzugsweise zwischen —-5 und
geführt wird.
-10° durch-

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