DEF0015157MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 9. Juli 1954 Bekanntgeniacht am 29. März 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß man durch eine Mischung von Mischpolymerisaten aus Butadien und Acrylnitril mit
Phenolformaldehydharzen wertvolle elastische Kunststoffe erzielen kann, die je nach dem Mischungsverhältnis
kautschuk- oder kunstharzartigen Charakter haben. So erhält man z.B. Phenolformaldehydpreßmassen
mit erhöhter Schlagbiegefestigkeit durch Zugabe geringer Mengen des synthetischen Kautschuks.
Der Nachteil dieser Typen liegt jedoch darin, daß einzelne Werte (Biegefestigkeit, Brinellhärte) bei
hoher Dosierung des Elastomeren stark absinken.
Dieser Nachteil läßt sich weitgehend vermeiden, wenn man als elastifizierendes Mittel Mischpolymerisate
aus Butadien und Acrylnitril zusetzt, in die zusätzlich Vinylverbindungen einpolymerisiert sind,
die Carbonyl- oder Carboxylgruppen enthalten. Als solche seien genannt a-Äthylacrolein, Acrylsäure oder
Methacrylsäure,. Acrylamid oder Methacrylamid. Sie sollen in vergleichsweise niederen Mengen (0,5 bis
20 %, bezogen auf die Gesamtmenge der Monomeren) zugesetzt werden.
Derartige Mischpolymerisate lassen sich nach den üblichen Verfahren der Emulsionspolymerisation gewinnen.
Dabei ist es zweckmäßig, im pH-Bereich von ι bis 6 zu polymerisieren, da die Acrylsäure wie auch die
Methacrylsäure dadurch in höherem Maße mit
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F 15157 IVb/39b
den anderen Monomeren mischpolymerisieren, als wenn
sie in Form ihrer Na-Salze vorliegen. Für die CHO-
, Gruppen tragenden Verbindungen aber ist dann die Gefahr einer Aldolkondensation geringer.
Für die letzteren ist es außerdem empfehlenswert, die Aktivierung unter Verzicht auf peroxydische Katalysatoren durch Verwendung solcher Reduktionsmittel vorzunehmen, die emulgierende Eigenschaften haben (Patentanmeldung F 6743 IVb /39c).
Für die letzteren ist es außerdem empfehlenswert, die Aktivierung unter Verzicht auf peroxydische Katalysatoren durch Verwendung solcher Reduktionsmittel vorzunehmen, die emulgierende Eigenschaften haben (Patentanmeldung F 6743 IVb /39c).
Man vermeidet dann die Oxydation der Aldehyd- zur Carboxylgruppe.
Die gewünschte Defo-Plastizität der Elastomeren wird nach den üblichen Verfahren durch Regelung
eingestellt. Als Harzkomponente sollen die üblichen zur Preßmassenherstellung; verwendeten Phenolformaldehydharze
Verwendung ,finden. Üen Mischungen: werden die bekannten Füllstoffe, wie Holzmehl, zugesetzt.
Die E;lastifizierung erfolgt durch den Einsatz ver-
ao hältnismäßig geringer Mengen des Elastomeren,-z.B.
bis zu 40°/0 des Gesamtharzgehaltes.
Die Mengen werden je nach dem angestrebten Verwendungszweck der Formartikel höher oder niedriger gewählt, wobei man bei hoher Dosierung des
Elastomeren zur Erzielung einer möglichst hohen Schlagbiegefestigkeit einen gewissen Abfall in der
Biegefestigkeit in Kauf nehmen muß.
Die Herstellung der Mischungen erfolgt nach einem der üblichen Verfahren, wobei sich ergibt, daß durch
den Einsatz der neuen Elastomeren die Homogenisierung
auf der Walze wesentlich leichter vorgenommen wird und eine beachtliche Kürzung der Einmischzeit
erfolgen kann.
. ' Die. erhaltenen ausgehärteten Harze zeichnen sich
aus durch guten Obefflächenglanz; eine wesentliche erhöhte Schlagbiege- und Kerbschlagzähigkeit und
eine für solche Produkte erhöhte Brinellhärte.
50 Teile einer Mischung aus 10 Teilen des Mischpolymerisats
vom Defo-Wert 1200 aus 60 Teilen Butadien, 40 Teilen Acrylnitril und 4 Teilen Methacrylsäure,
das 35 Teile Acrylnitril eingebaut enthält, und 40 Teile eines Phenolharzes werden nach Herstellungeines
Vorgemenges mit 50 Teilen Holzmehl auf einer geheizten Walze homogenisiert. Dabei
laufen die Felle ohne Schwierigkeiten und lassen sich beliebig lange auf der Walze halten. Die fertige Preßmasse
läßt sich infolge ihrer größeren Härte wesentlieh besser mahlen als die mit dem normalen Elastomeren
hergestellte Type. Die Mischung wird fein . gemahlen. Ihre mechanischen Werte sind in der nach-'
folgenden Tabelle zusammengestellt.
Beispiel 2 , ' ■ . ;
50 Teile einer Mischung aus 10 Teilen des Mischpolymerisates vom Defo-Wert 3500 aus 6o: Teilen
Butadien, 40 Teilen Acrylnitril und-4 Teilen'Methacrylsäure, das 35 Teile Acrylnitril eingebaut enthält,
und 40 Teile eines Phenolharzes werden nach Herstellung eines Vorgemenges .mit 50 Teilen Holzmehl
auf einer geheizten Walze homogenisiert. Dabei laufen
die Felle ,ohne Schwierigkeiten und lassen sich beliebig
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lange auf der Walze halten. Die. fertige Preßmasse läßt sich infolge ihrer größeren Härte wesentlich
besser mahlen als die mit dem normalen Elastomeren hergestellte Type. Die Mischung wird fein gemahlen.
In der nachstehenden Tabelle sind die verschiedenen mechanischen Werte gegenüber einem bekannten Typ-Material
folgender Herstellung zusammengestellt: 50 Teile einer Mischung aus 10 Teilen des Mischpolymerisates
vom Defo-Wert 1000 aus 60 Teilen Butadien und 40 Teilen Acrylnitril, das 35 Teile
Acrylnitril eingebaut enthält, und 40 Teile eines Phenolharzes werden nach Herstellung eines Vorgemenges
mit 50 Teilen Holzmehl auf einer geheizten Walze homogenisiert. Bei Temperaturen von 80 bis
1400 heben sich die Felle nach kurzer Zeit von der
Walze ab und härten dadurch nicht mehr weiter. Die Mischung wird fein gemahlen.
Schlagbiegefestigkeit
in cmkg/cm2 .......
in cmkg/cm2 .......
Kerbschlagzähigkeit
in cmkg/cm2........
in cmkg/cm2........
Biegefestigkeit in kg/cm2
Durchbiegung in mm . ;■ ■
Martens 0C....... ...
Oberflächenwiderstand
.{Vgl.Z)..
.{Vgl.Z)..
dielektrischer Verlustfaktor (800 Hz) ......
dielektrische Konstante
(800 Hz)
(800 Hz)
Typ
10,1
. -4.2
358,0
3,5
107,0
107,0
■8,o
0,24.
7.5
Beispiel
ι
ι
15,5
4,9
561,0
561,0
5,7
111,0
111,0
10,0
0,13
6,6
0,13
6,6
Beispiel 2
15,6
4,5
570,0
570,0
5,5
114,0
114,0
0,14 6,8
| ohne Perbünan- ' .zusatz |
mit Perbunan- ;. zusatz N |
|
| Biegefestigkeit iV..;... Schlagzähigkeit ......... Brinellhärte .". ;.........-."'■■' Martens 0C :.:.'...:. /i>. /." : |
'680,0 ' 7,5 1800,0 120,0 |
770 IO \ 157O I15 |
Außer der deutlichen Verbesserung der mechanischen Werte sind die nach Beispiel 1 und 2 hergestellten
Preßteile erheblich glänzender und besser durchgefärbt. Die Walzdauer bei ihrer Herstellung
läßt sich ohne Verschlechterung der guten Eigenschäften von 25 Minuten auf 15 Minuten reduzieren.
44 Teile eines Phenol-Formaldehyd-Novolaks werden mit einem Mischpolymerisat aus 60 Teilen Butadien,
39 Teilen Acrylnitril und 1 Teil Methacrolein und danach mit 50 Teilen Holzmehl gemischt. Die aus
dieser Mischung erhaltenen Preßstücke besitzen gegenüber Preßstücken; die aus der gleichen Mischung,
jedoch ohne Zusatz des Mischpolymerisates erhalten werden, folgende mechanischen Werte:
F 15157 IVb/39b
Bei geringfügigem Abfall der Brinellhärte und des Martensgrades ist die Biegefestigkeit und die Schlagzähigkeit
wesentlich verbessert.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:i/ Elastische Phenolharzpreßmassen, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßmassen Mischpolymerisate aus Butadien, Acrylnitril und einer ίο solchen Vinylverbindung enthalten, die eine Carbonyl-, Carboxyl- oder Carbamid-Gruppe aufweisen.
- 2. Phenolharzpreßmassen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischpolymerisat aus Butadien, Acrylnitril und α-Methyl- oder a-Äthylacrolein besteht.
- 3. Phenolharzpreßmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mischpolymerisat aus Butadien, Acrylnitril und Acryl- oder Methacrylsäure bzw. Acrylamid besteht.© 509 699/490 3. 56
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