DEF0012926MA - - Google Patents

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DEF0012926MA
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sulfur trioxide
bypassing
water
relaxed
aqueous phase
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 1. Oktober 1953 Bekanntgemacht am 28. Juni 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Anwendung von Salzen der Amidosulf osäure zur ' Unkrautbekämpfung und zum Abtöten von Gestrüpp, Stümpfen und stehenden Bäumen ist bekannt. Eine besonders billige Form eines amidosulfonsäuren Salzes stellt das Produkt dar, das man durch Vereinigen von gasförmigem Ammoniak und S O3 unter Umgehung der wäßrigen Phase erhält. Es ist allerdings in der Regel mehr oder weniger stark vermischt mit dem Ammonsalz der Iminodisulfonsäure und auch mit geringen Mengen von Ammonsulfat oder Sulfamid. Für die technische Anwendung im Sinne der Vegetationstötung bedeuten die Verunreinigungen an sich keinen Nachteil; jedoch hat das Gemisch die Neigung, beim Lagern zu klumpen und zu backen, wodurch die Anwendung, insbesondere als Streupulver, stark gehemmt ist.
Es wurde nun gefunden, daß man ein Präparat, das das unter Umgehung der wäßrigen Phase aus gasförmigem Ammoniak und Schwefeltrioxyd erhaltene Reaktionsgemisch enthält, leicht streufähig und auch bei längerer Lagerung nicht klumpend erhalten kann, so daß es voll einsatzfähig bleibt, wenn man die Reaktionsprodukte mit nicht ionogen gebundenes Chlor enthaltenden wasserlöslichen Salzen vermischt. Bereits durch Zusatz geringer Mengen, etwa solcher von 10 bis 20%, erreicht man die angegebenen Wirkungen. In erster Linie können Natriumchlorat, Calziumpentachlorphenoiat., dichlorphenoxyessigsaures
609' 547/528
F 12926 IVa/451
Kalium, monochloressigsaures Natrium, trichloressigsaures Natrium und trichlorbuttersaures Natrium Verwendung finden. Die Beimischung von solchen Salzen führt nicht nur zu einer bleibend streufähigen Form der Mischung, sondern zugleich auch zu einer Wirkungssteigerung,, zumal viele Chlor gebunden enthaltende Salze selber Vegetationsabtötungsmittel sind. Etwa zum Streufähigmachen benutzte andersartige .Stoffe haben auf jeden Fall den Nachteil, als Ballast zu wirken und eine nutzlose Verteuerung zu bewirken.
Aus der nachfolgenden Tabelle gehen die durch die Zumischung von Natriumchlorat erzielten Vorteile klar hervor. '■„.';
Festes Produkt aus S O3 und
N H3, gemahlen
Na-Chlorat
Di-Oktyl-benzol (ölig)
In Behälter gefüllt und ruhig
stehengelassen .............. . .
Im Behälter (stehend) ι Stunde
auf der Rüttelmaschine ver-
tikal gerüttelt
Ergebnis nach 24 Stunden ......
Streufähigkeit nach 30 Tagen....
Benutzt werden derartige Gemische mit besonderem Vorteil zur Abtötung von Stubben oder Stubbenausschlag. Es kann zweckmäßig sein, zur Erleichterung der Dosierung die Produkte noch mit wasserunlöslichen Ölen und gegebenenfalls markierend wirkenden Farbstoffen zu versetzen. Die Menge der wasserunlöslichen Öle braucht dabei nur gering zu sein. Die Zumischung der Chlor gebunden enthaltende Salze wie auch.. der übrigen etwa zuzufügenden Stoffe kann zu verschiedenen Zeitpunkten erfolgen, gegebenenfalls durch Zusammenmahlen.
Es sind zwar schon herbizide streufähige Salzmischungen aus dichlorphenoxyessigsaurem Natron, Ammoniumsulfamat und Netz- und Streckmitteln beschrieben. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden jedoch streufähig bleibende Unkrautbekämpfungsmittel beansprucht, die Reaktionsprodukte aus Ammoniak und Schwefeltrioxyd enthalten, das sind Mischprodukte, die neben Ammoniumsulfamat noch andersartige Amide enthalten. Diese andersartigen Amide bewirken nun, daß die Mischungen hygroskopisch werden und zum Verklumpen neigen. Durch die Verwendung dieser Mischprodukte ist also ein neues Problem aufgetaucht, da reines Ammoniumsulfamat nicht zum Verklumpen neigt.
Es sind ferner aus der USA.-Patentschrift 2 277 744 Mischungen von Sulfamaten und z. B. Chloraten
I 2 3 4 90 80 ■ : 7 - r." X
100 90 80 100 10 20 90
IO 20 8 locker
2
X χ X . X X gut
X ziemlich locker
fest locker locker sehr fest locker
gut gut
schlecht gut sehr gut schlecht
18
2
locker
sehr gut
bekannt. In dieser Patentschrift wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß Ammoniumsalze mit Chloraten unverträglich seien. Hieraus mußte geschlossen werden, daß auch die durch Reaktion von Ammoniak mit Schwefeltrioxyd entstehenden Produkte nicht mit den Chloraten verträglich seien, so daß sich ein Vorurteil gegen die gleichzeitige Verwendung von Natriumchlorat und den Um'setzungsprodukten aus Ammoniak und Schwefeltrioxyd bildete.

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Streufähig bleibende Unkrautbekämpfungsmittel, insbesondere baumwurzeltötende Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie als wirksame Bestandteile das durch Vereinigung von gasförmigem Ammoniak und Schwefeltrioxyd unter Umgehung der wäßrigen Phase erhaltene Reaktionsgemisch und nicht inogen gebundenes Chlor enthaltende wasserlösliche Salze sowie gegebenenfalls wasserunlösliche Öle enthalten.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als nicht ionogenes Chlor enthaltendes Salz Natriumchlorat enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentanmeldung ρ 25 034, IVa,
(Patent 915 876).
4SI
© 609 547/528 6.56

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