DEF0001059MA - Verfahren und Vorrichtung zum gleichmäßigen Auftragen von Putz an Wänden und Decken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum gleichmäßigen Auftragen von Putz an Wänden und DeckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, die es ermöglichen, dass Wände oder Decken von Bauwerken auch von ungeübten Arbeitskräften mit einer gleichmäßig starken Putzschicht versehen werden können. Zur Erleichterung des Auftragens einer gleichmäßigen Putzschicht hat man bisher schon Leisten aus Gips verwendet, die parallel zueinander und in Abständen voneinander an der mit Putz zu versehenden Wand angebracht wurden. Diese Gipsleisten müssen aber, damit sie eine gleichmäßige Stärke haben, von einer geübten Arbeitskraft unmittelbar an die Wand angebracht werden, sodass also eine geübte Arbeitskraft nicht entbehrt werden kann. In Anbetracht der zur Herstellung von Bauwerken durch ungeübte Arbeitskräfte entwickelten Bauweise war es erforderlich, auch für das Auftragen
gleichmäßiger Putzschichten ein Verfahren und eine Vorrichtung zu entwickeln, die geübte Arbeitskräfte entbehrlich machen.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, dass über die ganze Wand oder Decke sich erstreckende Stäbe, z.B. Rundeisen, in der erforderlichen Stärke des Putzes parallel zueinander an der Wand oder Decke anliegend angebracht, der Putz in der Stärke der Stäbe unter Verwendung eines sich mindestens über die Breite eines durch die Stäbe gebildeten Feldes erstreckenden Abziehbrettes aufgetragen und die nach Herausnahme der Stäbe bleibenden Nuten mit Putz ausgefüllt werden.
Die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung besteht demgemäß aus zwei an der Oberkante und gegebenenfalls auch an der Unterkante einer Wand oder an zwei einander entgegengesetzten Rändern einer Decke vorübergehend zu befestigenden Leisten o.dgl., in die in Abständen voneinander und parallel zueinander an ihren Enden mit Haken oder anderen leicht lösbaren Befestigungsmitteln versehen Stäbe, z.B. Rundeisen, eingehängt werden.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispiels-
weise dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1 und 2 eine Draufsicht auf eine Wand und einen Schnitt durch dieselbe Wand,
Abb. 3 einen Schnitt durch eine Decke.
Bei der in den Abb. 1 und 2 dargestellten Anordnung sind zwei Leisten q an der Oberkante 2 und der Unterkante 3 einer Wand 7 befestigt, durch die in Abständen voneinander und parallel zueinander stehende Stäbe 4, z.B. Rundeisen, von der Stärke des herzustellenden Putzes, also von etwa 6 oder 8 mm Durchmesser, an der Wand anliegend gehalten werden. Die Befestigung der Stäbe 4 an den leisten 1 kann beispielsweise in der Weise geschehen, dass die Stäbe 4 oben und gegebenenfalls auch unten mit Haken 5 versehen werden. Bei der Anordnung der Vorrichtung an Wänden genügt es an sich, wenn die Stäbe 4 oben mit Haken 5 versehen sind. Statt der Haken 5 könnten auch eine andere leicht lösbare Befestigung der Stäbe 4 an den Leisten 1 verwendet werden.
Die durch die Stäbe 4 gebildeten Felder 6 der Wand 7 werden mit einer Putzschicht in der Stärke der Stäbe 4 ausgefüllt, und die Putzschicht wird unter Verwendung eines Streichbrettes, das sich mindestens über die Breite eines Feldes erstreckt, glatt gestrichen. Darauf werden die Stäbe 4 und
die Leisten 1 entfernt und die durch die Herausnahme der Stäbe bleibenden Nuten mit Putz ausgefüllt.
Für das Versehen einer Decke 8 mit Putz, das in Abb. 3 dargestellt ist, werden die Leisten 1 an zwei einander entgegengesetzten Rändern der Decke 8 befestigt und die Stäbe 4 in die Leisten eingehängt. Zweckmäßig werden die Stäbe 4, damit sie nicht durchhängen, noch an einer Stelle zwischen den leisten 1 an der Decke 8 befestigt. Im übrigen wird bei dem Versehen der Decke 8 mit Putz in gleicher Weise verfahren wie beim Putzen einer Wand 7.
Claims (2)
1.) Verfahren zum gleichmäßigen Auftragen von Putz an den Wänden und Decken, dadurch gekennzeichnet, dass über die ganze Wand (7) oder Decke (8) sich erstreckende Stäbe (4), z.B. Rundeisen, parallel zueinander an der Wand (7) oder Decke (8) anliegend angebracht, der Putz in der Stärke der Stäbe (4) unter Verwendung eines sich mindestens über die Breite eines durch die Stäbe (4) gebildeten Feldes (6) erstreckenden Abziehbrettes aufgetragen und die nach Herausnahme der Stäbe (4) bleibende Nuten mit Putz ausgefüllt werden.
2.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei an der Oberkante (2) und gegebenenfalls auch an der Unterkante (3) einer Wand (7) oder an zwei einander entgegengesetzten Rändern einer Decke (8) vorübergehend zu befestigende Leisten (1) o.dgl., in die in Abständen voneinander und parallel zueinander an ihren Enden mit Haken (5) oder andren leicht lösbaren Befestigungsmitteln versehene Stäbe (4), z.B. Rundeisen, eingehängt werden.
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