DEF0000240MA - Herstellen von kohlenstoffarmem Eisenpulver - Google Patents

Herstellen von kohlenstoffarmem Eisenpulver

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DEF0000240MA
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Hermann Dr. München Franszen
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Description

Zum Herstellen von feinsten Eisenpulvern mit bestimmten Kohlenstoffgehalt wurden bisher verschiedene Wege bestritten, die alle kompliziert und kostenspielig sind, darüber hinaus aber es nicht ermöglichen, dem Endprodukt einen bestimmten Kohlenstoffgehalt zu vermitteln.
Man hat z.B. aus Granulat, gleichgültig ob es kohlenstoffreich oder kohlenstoffarm war, feinstverteiltes Eisen durch Absieben hergestellt. Dabei hat man nicht die Gewähr, daß der gewünschte Kohlenstoffgehalt und der Gehalt an sonstigen Beimengungen sicher eingehalten werden. Die Ausbeute ist bei grossem Abfall sehr klein.
Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, daß man Eisen-Carbonyl zersetzt, ein Verfahren, das besonders kostspielig ist, wenn man berücksichtigt, daß man von Eisen-Carbonyl auszugehen hat. Schliesslich und endlich hat man feinverteiltes Eisen durch Reduktion von feinstverteiltem Eisenoxyd mittels Wasserstoff gewonnen. In den beiden letzten Fällen kommt man praktisch nur zu kohlenstofffreiem Eisen, nicht aber zu Eisenpulvern, die einen zwar geringen, aber bestimmten Kohlenstoffgehalt aufweisen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von feinstverteiltem Eisenpulver mit geringem bestimmtem Kohlenstoffgehalt.
Erfindungsgemäss wird kohlenstoffreiches, zementitisches Eisen auf den gewünschten Feinheitsgrad vermahlen und mit Eisenoxyd, das ebenfalls in feinster Verteilung vorliegt, in der Wärme umgesetzt.
Während das Vermahlen von kohlenstoffarmem Eisen auf diesen Feinheitsgrad nicht gelingt, ist dies bei kohlenstoffreichem Eisen ohne weiteres möglich. Die Entkohlung von feinstvermahlenem kohlenstoffreichem Eisen nach bekanntem Verfahren durch Bildung einer Oxydhaut würde jedoch nicht zum Ziele führen, da in diesem Falle der Chemismus nicht ohne weiteres steuerbar ist und man infolgedessen nicht zu einem genau vorbestimmten Kohlenstoffgehalt kommt.
Nach dem erfindungsgemäss vorgeschlagenen Verfahren kann der Kohlenstoffgehalt des Endproduktes genau vorausberechnet werden, da einerseits das kohlenstoffreiche Eisen in einer für eine optimale chemische Umsetzung genügend feinverteilten Form vorliegt und andererseits man den Sauerstoffgehalt des zugesetzten Eisenoxydes kennt und man nur soviel zusetzt, wie zum Entziehen der überschüssigen Kohlenstoffmenge erforderlich ist.
Zur Durchführung des Verfahrens verfährt man in der Weise, daß man ein kohlenstoffreiches Eisengranulat durch Vermahlen auf die gewünschte Feinkörnigkeit bringt. Bei oder nach dem Zerklei- nern wird Eisenoxyd, dessen Sauerstoffgehalt man vorher analytisch ermittelt hat, in solcher Menge zugesetzt, wie zur Entfernung der gewünschten Kohlenstoffmenge erforderlich ist. Die Umsetzung erfolgt bei inniger Vermischung in der Wärme. Die Umsetzung kann sowohl in einer gesonderten Behandlung als auch z.B. bei einer nachfolgenden Sinterung der aus der Masse hergestellten Teile geschehen.
Das Endprodukt weist einerseits die gewünschte Korngrösse auf und andererseits die vorausberechnete erwünschte Höhe des Kohlenstoffgehaltes.

Claims (1)

  1. Verfahren zum Herstellen von kohlenstoffarmem Eisenpulver besonders hohen Feinheitsgrades durch Entkohlen kohlenstoffreicher Eisensorten, dadurch gekennzeichnet, daß man kohlenstoffreiche Eisensorten zunächst durch Vermahlen auf hohen Feinheitsgrad bringt und dann durch Wärmeumsatz mit Eisenoxyd so entkohlt, daß nur ein geringer bestimmter Kohlenstoffgehalt verbleibt.

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