DE586236C - Verfahren zur Herstellung von blasig-poroesen Massen und Gegenstaenden unter Verwendung Gas abgebender Substanzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von blasig-poroesen Massen und Gegenstaenden unter Verwendung Gas abgebender Substanzen

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DE586236C
DE586236C DE1930586236D DE586236DD DE586236C DE 586236 C DE586236 C DE 586236C DE 1930586236 D DE1930586236 D DE 1930586236D DE 586236D D DE586236D D DE 586236DD DE 586236 C DE586236 C DE 586236C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von blasig-porösen Massen und Gegenständen unter Verwendung. Gas abgebender Substanzen Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von porös-blasigen Massen und Gegenständen. Das Verfahren besteht darin, daß man in den Massen Gase zur Entwicklung bringt und diese Entwicklung unter dem Einfluß von vermindertem Druck sich vollziehen läßt.
  • Zur Erzeugung von Blasen und Poren in abbindenden Stoffen bedient man sich verschiedener Verfahren, z. B. indem man ihnen Metalle, z. B. Magnesium, Zink, Aluminium,. oder Metallegierungen, z. B. des Natriums, Calciums, Magnesiums, Siliciums o. dgl., einverleibt, welche mit den zum Anmachen verwendeten Flüssigkeiten, als welche in der Hauptsache Wasser in Betracht kommt, Wasserstoff entwickeln. Oder man fügt den Anrührflüssigkeiten Wasserstoffsuperoxyd öder andere aktieen Sauerstoff enthaltende Verbindungen, wie z. B. Alkalisuperoxyde, Perborate o. dgl, hinzu und trägt dafür Sorge, daß in den Massen Katalysatoren, vorhanden sind, welche'die Zersetzung der* aktiv en, Sauerstoff enthaltenden Verbindungen und die Entwicklung gasförmigen Sauerstoffs bewirken.
  • Es wurde nun gefunden, daß ma:n zu Produkten von ausgezeichneter blasiger Struktur kommt, wenn man die Gasentwicklung sich im Vakuum bzw. unter vermindertem Druck vollziehen läßt.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung wird z. B. derart durchgeführt, daß man die unter Zusatz der die Gasentwicklung bewirkenden Substanzen angerührten Massen in Formen oder Behälter einfüllt und sie in diesem der Einwirkung eines Unterdruckes aussetzt. Der Unterdruck kann hierbei z. B. in jeder einzelnen Form, die zu diesem Zweck entsprechend verschließbar ausgestaltet sein muß, hervorgebracht werden. Man kann aber z. B. auch eine Anzahl von,gefüllten Formen' in eine Kammer bringen, in welcher dann in geeigneter Weise ein Unterdruck erzeugt wird.
  • Die Größe der entstehenden Blasen hängt in weitgehendem Maße neben der Menge und Verteilung des Gas erzeugenden Mittels und der Zusammensetzung des Baustoffes von der Höhe des verwendeten Unterdruckes ab. Man hat es demzufolge in der Hand, durch Regelung des Unterdruckes die Größe der Blasen nach Wunsch zu verändern und so Massen von in weiten Grenzen schwankendem spezifischem Gewicht bei verhältnismäßig geringen Zusätzen der Gas abgebenden Stoffe zu erzeugen.
  • Die gleichzeitige Anwendung von Unterdruck ermöglicht es infolgedessen, den Zusatz der Gas erzeugenden Mittel weitgehend einzuschränken. So gelang es. z. B. bei Anwendung von Unterdruck, mit den letzteren auf etwa lho der sonst erforderlichen Menge zurückzugehen, ohne daß die poröse blasige Struktur der erzeugten Masse Einbuße erleidet. Man läßt zweckmäßigerweise die Masse so lange unter dem Einfluß des Unterdruckes, bis die Materialien angefangen haben abzubinden bzw. durch Abbinden eine solche Festigkeit erhalten haben, daß die erzeugten Blasen nach Aufhebung des Unterdruckes nicht mehr zusammenfallen. Die Aufhebung des Unterdruckes kann auch allmählich oder stufenweise erfolgen, z. B. derart, daß durch Anschließen weiterer Kammern bzw. Formen der Druck in der zu entformenden Kammer bzw. Form steigt, während gleichzeitig dadurch die angeschlossenen Kammern bzw. Formen vore@rakuiert werden.
  • Die Entwicklung der Gase und die Anwendung des Unterdruckes wird gegebenenfalls vorteilhaft derart eingestellt, daß die Erhärtung bzw. eine genügende Abbindung zeitlich dann eintritt, wenn die Hauptmenge des Gases frei geworden ist. Dabei hat man es in der Hand, durch Auswahl von Stoffen mit geeigneter Abbindezeit, durch Zusatz von mehr oder weniger Wasser beim Anrühren oder von solchen Stoffen, welche geeignet sind, die Abbindezeit im gewünschten Sinne zu beeinflussen, wie bei Zement z. B., Chlorcalcium, Soda o. dgl., durch Erhöhung bzw. Herabsetzung der Katalysatormenge die einzelnen in Betracht kommenden Faktoren nach Wunsch zu variieren.
  • Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich .für abbindende Massen, wie z. B. Portlandzement, Sorelzement, Gips u. dgl., denen gegebenenfalls in bekannter Weise Zuschläge, wie z. B. Sand, Kies o. dgl., zugesetzt sein können.
  • Schließlich wurde die überraschende Feststellung gemacht, daß man das Volumen der herzustellenden ' Massen dadurch wesentlich vergrößern und ihr Gefüge gleichmäßiger gestalten kann, wenn man sie während des Ruftreibens; d. h. der Blasenbildung .unter dem Einfluß der Gasentwicklung und des Unterdruckes, in ihren Formen einer mechanischen Bearbeitung z. B. durch Klopfen, Schütteln, Rütteln o. dgl: unterwirft. Es hat sich dabei herausgestellt, daß bei geeigneter Konsistenz der angerührten Masse eine Absonderung etwa vorhandenen gröberen Zuschlages, wie Sand o. dgl., nicht stattfindet. Beispiele r. 5oo Teile Zement, denen man i Teil Braunstein zugefügt hat, werden mit i3ooTeilen Ouetschsand und 35o Teilen Wasser angerührt, dem man 25 Teile Chlorcalcium, io Teile Wasserstoffsuperoxyd (6°/oig) und ioo Teile einer o,5°/oigen Seifenlösung zugefügt hat. Nach Einfüllen der Masse in Formeti werden diese dem Vakuum ausgesetzt. Bei -einem Unterdruck von etwa 6o mm/H-hat die erhaltene blasige Masse eine scheinbare Dichte von 1,4 gegenüber einer Dichte von 1,8 der nichtgetriebenen, analog zusammengesetzten Masse.
  • 2. Ein gleicher Ansatz wie in Beispiel i wird während des Abbindens unter Anwendung eines gleichen Unterdruckes einem Schüttelprozeß unterworfen. Das scheinbare spezifische Gewicht des erhaltenen Körpers beträgt o,9.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von blasig-porösen Massen und Gegenständen unter Verwendung Gas abgebender Substanzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gasentwicklung sich unter Einwirkung eines Unterdruckes vollziehen läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Massen während des Abbindens einer mechanischen Bearbeitung, wie Klopfen, Schütteln, Rütteln o. dgl., unterworfen werden.
DE1930586236D 1930-11-30 1930-11-30 Verfahren zur Herstellung von blasig-poroesen Massen und Gegenstaenden unter Verwendung Gas abgebender Substanzen Expired DE586236C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745261C (de) * 1940-04-14 1945-01-08 Fr Eugen Pfleiderer Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Leichtbeton

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE745261C (de) * 1940-04-14 1945-01-08 Fr Eugen Pfleiderer Dr Ing Verfahren zur Herstellung von Leichtbeton

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