DE707443C - Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen aus Eiweissstoffen oder Kunstharzen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen aus Eiweissstoffen oder KunstharzenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen aus Eiweißstoffen oder Kunstharzen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen aus Eiweißstoffen oder Kunstharzen. Bei dem Verfahren, nach dem üblicherweise derartige Stoffe verpreßt werden, zeigen sich leicht in den fertigen Gegenständen Poren oder Lunker, besonders wenn :die Gegenstände größere Abmessungen haben.
- Es hat sich herausgestellt, daß derartige Poren dadurch entstehen, daß einerseits bei der Verpressung von Preßmassen und andererseits bei der Plastifizierung von plastischen Massen Luftreste, die sich zwischen der losen Masse befinden, von den Masseteilchen eingeschlossen und unter dem Einffuß des hohen Druckers absorbiert werden. Sobald aber der äußere Preßdruck ,aufhört, genügt meist die Gasspannung der absorbierten Luft, um in der Masse einen Hohlraum entstehen zu lassen, der dann von der wieder abgeschiedenen; Luft eingenommen wird.
- Erfindungsgemäß werden die Poren oder Lunker dadurch vermieden, d,aß. man vor dem Verpressen der Ausgangsmasse die Zwischenräume zwischen .den einzelnen Teilchen der Masse mit gasförmiger Kohlensäure ausfüllt, die sich während des Pressens mit einem in der Ausgangsmasse in freier oder gebundener Form enthaltenen Alkali verbindet.
- Auf diese Weise wird selbst aus ganz fein gemahlener Masse die anhaftende leichtere Luft durch die schwere gasförmige Kohlensäure verdrängt. Beider nachfolgenden Pressung wird die Kohlensäure durch das Alkali,, für das vorzugsweise Ammoniak verwendet wird; zu seinem Carbonat gebunden, ;und -es besteht dadurch keine Gefahr mehr, daß in dem Preßkörper durch eingeschlossene und mitverpreßte Luftbläschen unerwünschte Poren und durch den verbleibenden Gasdruck schärfere Spannungen im Material entstehen können.
- Es ist bei der Herstellung von Kunststoffen aus Eiweißstoffen bereits bekannt, den Rohstoff in feinster Mehlform mit Wasser, dem man Ammoniak- oder gasabspaltende Salze, wie doppelkohlensaures Natron, zugesetzt hat, sorgfältig durchzumischen und darauf ohne Zusatz von Härtungsmitteln und unter Vermeidung einer Plastifizierung zu dem gewünschten Körper zu verpressen. Abgesehen davon, daß durch den Wegfall der Knetung in schweren Misch- und Preßmaschinen die Festigkeit des fertigen Erzeugnisses sich beträchtlich vermindert, wird durch -den Zusatz von Ammoniak oder doppelkohlensaurem Natron nur eine Auftreibung der einzelnen Massekörnchen bewirkt: Es handelt sich nur um eine mechanische Behandlung der Masse. Eine chemische Beeinflussung der Masse durch die angegebenen Zusätze ist weder beabsichtigt noch möglich. Außerdem ist es auch bekannt, zur Erhöhung der Feuersicherheit von Kinistharzgegenständen in die preßfähige Mischung von Kunstharzen mit organischen Füllstoffen, gasförmige Flammenschutzmittel, z. B. Ammoniak oder Chloru7asserstoff, einzuleiten, die von der Mischung absorbiert werden. Diese absorbierten Gase vermögen aber nicht die Luft aus der Preßmasse zu verdrängen. Auch wegen ihres spezifischen Gewichts sind Ammoniak und Chlorwasserstoff nicht zur Verdrängung der Luft aus der Preßmasse geeignet. Die erfindungsgemäße Porenvermeidung ist auf diese Weise nicht möglich.
- Das erfindungsgemäße Verfahren kann dadurch ausgeführt werden, daß man den Preßraum vor dem Einbringen der zu verpressenden Masse mit gasförmiger Kohlensäure füllt. Bei der Zugabe der Kohlensäure kann man auch so verfahren, daß man die Ausgangsmasse vor dem Einbringen in den Preßraum mit gasförmiger Kohlensäure durchsetzt. Bei dem Einfüllen in die Form wird so jeweils gleich die entsprechende Menge Kohlensäure miteingebracht.
- Die Mässe braucht nicht vorbehandelt zu werden, wenn die Gegenstände aus einer Kunstharzpreßmasse gepreßt «-erden sollen. In derartigen Massen befindet sich als Härtungsmittel meist Heiamethylentetramin, das durch teilweise Zersetzung das für die Kohlensäurebindung erforderliche Ammoniak abspaltet. Bisher war es notwendig, die Pressung der luftdurchsetzten Massen kurz nach Beginn zu unterbrechen, um durch öffnen der Form eine Entgasung der Masse zu bewirken; dann erst konnte die Pressung gefahrlos zu Ende geführt werden. Dadurch wurde aber nicht nur der mit der Pressung verbundene chemische Prozesse gestört, sondern auch neben einem Mehraufwand von Arbeit ein bedeutender Verschleiß der Pressung verursacht. Hier ergibt sich durch die Erfindung der weitere Vorteil, daß in dem fertigen hunstharzpreßgegenstand etwa frei vorhandenes Ammoniak durch die Kohlensäure gebunden und so unschädlich gemacht ist. Da die üblichen Massen aus Eiweißstoffen (Kunsthornmassen) kein Alkali zur Bindung der Kohlensäure enthalten, muß die Eiweißmasse, um die Erfindung anwenden zu können, auf irgendeine Weise alkalisch gemacht werden. Erfindungsgemäß macht man zu diesem Zweck das Anmischwasser für die Eiweißmasse schwach alkalisch. Zu diesem Zweck ist dem Anmischwasser beispielsweise ein geringer Zusatz von Ammoniak zuzufügen, das sich mit der Kohlensäure zu dem wasserlöslichen Ammoniumcarbonat verbindet. Um bei Anwendung dieses Verfahrens zu vermeiden, daß überschüssiges Alkali zu einer Schädigung des Materials führt, muß der Alkalizusatz so gering gehalten werden, daß er nur eben zur Bindung der Kohlensäure ausreicht.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen aus Eiweißstoffen oder Kunstharzen, dadurch gekennzeichnet, daß man vor dem Verpressen der Ausgangsmasse die Zwischenräume zwischen den einzelnen Teilchen der Masse mit gasförmiger Kohlensäure ausfüllt, die sich während des Pressens mit einem in der Ausgangsmasse in freier oder gebundener Form enthaltenen Alkali verbindet.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den Preßraum vor denn Einbringen der zu verpressenden Masse mit gasförmiger Kohlensäure füllt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ausgangsmasse vor dem Einbringen in den Preßraum mit gasförmiger Kohlensäure durchsetzt. q.. Verfahren nach Anspruch i bis 3 zur Herstellung von Kunststoffen aus Eiweißstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Anmischwasser für die Eiweißmasse schwach alkalisch macht, vorzugsweise durch Zusatz von Ammoniak.
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