DEC0009802MA - - Google Patents

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DEC0009802MA
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mercury
aluminum
cadmium
amalgam
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 13. August 1954 Bekanntgemacht am 29. März 1953
DEUTSCHES PATENTAMT
Es ist bekannt, daß an Ahiminiumapparaturen Korrosionsschäden auftreten, wenn das Aktminiummetal'l mit Spuren von Quecksilber oder Quecksilbersalzen in Berührung kommt. Dabei bildet sich vorübergehend ein aktives Aluminiumamalgam, das sich mit Luft und Feuchtigkeit zu Aluminiumhydroxyd und Wasserstoff umsetzt-. Das Aluminiumhydroxydl wächst aus der Amalgamschicht heraus unter Bildung von bärtigem, sogenanntem Pasertom. Wischt man die Fasertonausblühungen fort, so bilden sie sich sehr bald neu, und unter Umständen kann dabei die gesamte Apparatur zerstört werden, weil das Quecksilber laufend neue Teile der Aluminiumoberfläche unter Amalgambildung angreift. Nur die restlose Entfernung des Quecksilbers kann die Zerstörung beseitigein.
Die bisher zur Quecksilberentfernung beschriebenen Wege führten nur unvollkommen zum Ziel. Man hat versucht, die verseuchten Stellen z. B. mit der Lötlampe zu erhitzen, um das Quecksilber abzudestillieren, jedoch gelingt dies niemals völlig. Zudem besteht die Gefahr, daß sich die entstehenden Quecksilberdämpfe an kalten Stellen der Apparatur wieder kondensieren und zu neuem Angriff Anlaß geben. Eine Behandlung mit Salpetersäure zur Entfernung des Quecksilbers ist völlig abwegig, da sich große Mengen des durch
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C9802 VI/40 a
das Quecksilber aktivierten Aluminiums bei dieser Behandlung mit auflösen. Man hat ferner versucht,
-,-:r,durch Auftragen .einer Kupfersulf atlöeung auf die verseuchten Stellen das eich bei diesem Prozeß bildende Kupferamalgam wegzuwischen, aber auch hier gelingt die Entfernung des Quecksilibers nicht völlig. Man ist schließlich dazu gekommen, die befallenen Stellen auszuschneiden und neue Aluminiumflächen einzuschweißen, was natürlich nur
ίο ein Notbehelf sein kann.
Es wurde nun gefunden, daß man das Quecksilber sehr leicht und restlos· aus damit verseuchtem Aluminium oder dessen Legierungen entfernen kann, wenn man die betreffenden Stellen mit heißer wäßriger Cadmiumsulfatlösung behandelt und das dabei entstehende Cadmiutnämälgam mechanisch entfernt, z. B. abkratzt, oder mit heißer konzentrierter Salpetersäure ablöst. Bei der Behandlung mit Cadmiumsulfatlösung scheidet sich primär elementares Cadmium ab, das sich mit dem Quecksilber zu Cadmiumamalgam verbindet. Ist eine verhältnismäßig große Menge Quecksilber vorhanden, dann bildet sich eine feste Cadmiumamalgamkruste, die sich leicht durch Abkratzen: entfernen läßt. Ist wenig Quecksilber vorhanden, so bildet sich ein auf der Alumimiumoberfläche festsitzender schwarzer Cadmiumamalgamfilm, den. man durch Behandeln mit konzentrierter heißer Salpetersäure leicht in Lösung bringen kann. Nach erfolgter Spülung mit Wasser, findet sich keine Spur von Quecksilber mehr im Aluminium vor, und demnach hört die Korrosion völlig auf. Bei dieser Behandlung wird das Aluminium nicht mit aufgelöst.
,K Beispiel 1
In einem Aluminiumtopf wird eine Stelle mit Natronlauge abgebeizt und diese mit Quecksilbermetall oder Quecksilbersalzlösungen in Berührung gebracht, so daß Ausblühungen von Faserton ent-. stehen. Nach dem Aufstreichen einer 80 bis 900 heißen wäßrigen, in der Kälte gesättigten Cadmiumsulfatlösung mit Hilfe eines aus Kunststoff bestehenden Schwammes bildet sich eine Amalgamkruste, die abgekratzt wird. Nach dem Spülen mit Wasser treten Fasertonausblühungen nicht mehr auf.
Beispiel 2
Ein Aluminiumblech wird1 nach dem Abbeizen mit einer Quecksilberchloridlösung besprüht. Sobald das Blech; trocken geworden ist, entstehen Ausblühungen von Faserton. Diese werden weggewischt, und die verseuchten Blechstel-len werden mit heißer wäßriger, in der Kälte gesättigter Cadmiumsulfatlösung bepinselt. Hierbei tritt auf dem Aluminium ein schwarzer Metallfikn auf. Nachdem die Cadmiumsulfatlösung einige Minuten eingewirkt hat, wird der Metallnlm mit warmer konzentrierter Salpetersäure, die mit Hilfe eines Glaswollebausches aufgetragen wird, behandelt. Der Metallfilm löst sich unter Entwicklung von Stickoxyden sofort auf, während das Aluminium über· haupt nicht angegriffen wird. Spült . man mit Wasser nach, so ist das Aluminiumblech vollkommen quecksilberfrei geworden, und neue Aus- 6g blühungen von Faserton treten nicht mehr auf. Die beim Auflösen des Metallfilms sich -bildenden Lösungen von Quecksilber- und Cadmiumsalzen sowie Salpetersäure greifen im Gegensatz zu einer reinen Quecksilbernitratlösung das Aluminium nicht mehr an, so daß auch bei senkrechten Gefäßwänden ein Ansammeln der Lösung am Boden keinen neuen Fraß mehr hervorrufen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Entfernung von Quecksilber aus damit verseuchtem Aluminium oder dessen Legierungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die betreffenden Stellen mit heißer wäßriger Cadmiumsulfatlösung behandelt und das dabei entstehende Cadmiumamalgam mechanisch entfernt oder mit heißer konzentrierter Salpetersäure ablöst.
    © 509 699/414 3.56

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