DEC0002741MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 28. September 1950 Bekanntgemacht am 5. Januar 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die oszillographischen Verfahren zur Kurzzeitmessung
werden insbesondere zur Auffindung von beweglichen Hindernissen benutzt, die sich in einem
Hochfrequenzfeld befinden und ein elektromagnetisches Echo aussenden können.
Zur Entfernungsanzeige dient meist ein Braunsches Rohr, auf dessen Leuchtschirm das Eintreffen
des periodisch ausgesandten Impulses nach Reflexion an dem Hindernis durch Auslenkung
oder Helligkeitssteuerung einer als Zeitbasis dienenden kreisförmigen oder geradlinigen Bahn
des Kathodenstrahls angezeigt wird.
Um den Zeitmaßstab zur Erhöhung der Genauigkeit der Messung größenordnungsmäßig der jeweils
zu messenden Entfernung anzupassen, können Mittel zur Veränderung der Periode der
ausgesandten Impulse vorgesehen sein.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, die ausgesandte Welle mittels eines von Hand einstellbaren
Phasenschiebers so weit zu verzögern, bis ihre Koinzidenz mit der reflektierten Welle an
einem Meßgerät festgestellt werden kann. Die Einstellung des Phasenschiebers ist dann ein Maß für
die gesuchte Entfernung.
Um nur solche Hindernisse anzuzeigen, die in
der Nähe einer bestimmten Entfernung liegen, wird ein Läufer von Hand auf diejenige Stelle des
Leuchtschirms eingestellt, die der gewünschten
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C 27 41IX142 c
Entfernung entspricht. Mit dem Läufer ist eine Vorrichtung zur Phasenverschiebung eines Rechtecksignals
gekuppelt. Dieses Rechtecksignal gibt den Kathodenstrahl nur in der Nähe der gewünschten
Entfernung frei, und nur in diesem Bereich erscheinen die Echospuren.
Die Erfindung bezweckt, die Leichtigkeit der Handhabung und die Genauigkeit der fortlaufend
an einem bewegten Hindernis vorgenommenen
ίο Entfernungsmessungen, bei welchen das erwähnte
Verfahren des periodischen Aufleuchtens der Kathodenstrahlröhre benutzt wird, zu steigern. '
Die Erfindung sieht ein Organ zur Phasenregelung dieses Aufleuchtens vor, welches gleichzeitig
eine Dehnung der Ableseskäla in "dem betreffenden
Punkt bewirkt. Außerdem sieht die Erfindung eine regelbare Verschiebung der oszillographischen
Zeitbasis vor, welche eine gedehnte Sekundärskala ergibt, so daß vor einer festen Marke das zu verfolgende
Echo festgehalten werden kann. Die Ablesung der Entfernung zu dem Hindernis wird so
unmittelbar durch die Winkelstellung des Organs für die Phasenregelung gegeben. Dieses Verfahren
besitzt den Vorteil einer sehr genauen Ablesung und einer großen Bequemlichkeit für augenblickliche
und fortlaufende Fernübertragung, weil auf der Achse · des Phasenschiebers nur ein Winkelübertrager
angebracht zu werden braucht. Ferner macht man sich auf diese Weise frei von Anzeigefehlern
des Braunschen Rohres.
Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens dient die Zeichnung.
Fig. ι zeigt den Verlauf der sinusförmigen
Speisespannung während einer Ablenkperiode des Kathodenstrahls, welche der maximalen für das
Gerät vorgesehenen Laufzeit der Wellen entspricht. In Fig. 2 ist die Elektronenspur auf dem Leuchtschirm
der Kathodenstrahlröhre bei Polarkoordinatendarstellung
abgebildet. Auf dem Leuchtschirm erscheint ein von der an dem Hindernis reflektierten Welle herrührender Zacken, der
vom Ursprung um einen Winkel α entfernt ist, welcher durch folgende Beziehung festgelegt ist:
2 · 360 -F
Hierbei ist c Lichtgeschwindigkeit, F Frequenz des Drehfelds, α gemessener Winkel, α Entfernung
des Hindernisses. ... .
Das System zur Phasenregelung kann auf verschiedene Weise ausgebildet werden, z. B. durch
Veränderung der Werte der Impedanzen in einem Stromkreis. Zur Erzielung einer besseren Proportionalität
der Phase der Signale und der Drehwinkel ist jedoch das übliche System eines Phasenmessers
mit Drehfeld vorzuziehen.
Man erzeugt ein kreisförmiges Drehfeld, dessen Kreisfrequenz der größten zu messenden Zeit entspricht.
Wenn die Skala Entfernungen z. B. bis zu 30 km umfaßt, ist die Periode des Feldes wenigstens
V5000 Sekunde.,Ein von Hand verschiebbarer Rotor wird in dem kreisförmigen Feld angeordnet.
Er nimmt eine sinusförmige Wechselspannung mit der Frequenz 5000 auf, deren Phase in bezug auf
das Erzeugerfeld durch den Winkel gemessen wird, den der Rotor mit seiner Ursprungslage bildet.
Mit Hilfe von Kippschwingungserzeugern und von bekannten Schaltungen wird aus dieser Spannung
ein kurzes Rechtecksignal von gleicher Periodizität abgeleitet, dessen Dauer durch die gewünschte
Ablesegenauigkeit festgelegt ist, jedoch mindestens die zwei- bis dreifache Dauer des Echosignals
aufweisen soll. Dieses Rechtecksignal, das in Fig. 3 dargestellt ist, wird dem Wehneltzylinder
der Hauptkathodenstrahlröhre, an welcher die Ablenkung des Fleckes eine Skala von z. B. 30 km
darstellt, zugeführt und bringt einen Teil dieser Skala zum. Auf leuchten (s. Fig. 2). Die Lage dieses
Teiles ändert sich in bezug auf den Nullpunkt der Skala, wenn man den Rotor von Hand verdreht.
Dadurch kann man in der Praxis mit Hilfe eines Leuchtzeigers die Verschiebung des Echos verfolgen,
d.h.:.in jedem Augenblick die Entfernung des Hindernisses feststellen, indem man entweder
eine Länge an dem Schirm der Röhre mißt oder vorzugsweise die Winkelstellung des Rotors. Auf
diese Weise wird man von der Proportionalität der Ablenkung-des Kathodenstrahls frei.
Die Ablenkspannung der Ableseröhre ist selbstverständlich synchron zu der das Drehfeld erzeu-
genden Spännung (Fig. 1), und ihre Phase ist an diejenige des Feldes starr gebunden. In der Praxis
wird ein stabilisierter Generator zugleich die Ablenkung der * Röhre und das Drehfeld des
Phasenschiebers steuern. -
Gemäß der Erfindung wird eine größere Ablesegenauigkeit in der folgenden Weise erzielt: Mit
Hilfe des verschiebbaren kurzen Rechtecksignals (Fig. 3) stellt man eine Sägezahnspannung (Fig. 4)
von gleicher Dauer her, die an ein Plattenpaar einer Hilfskathodenstrahlröhre (Fig. 5)' im allgemeinen
von kleinem Durchmesser angelegt wird. Die gesamte Ablenkung in dieser Röhre wird so in
einigen Mikrosekunden durchgeführt, und die Länge der Skala, bezogen auf die Lichtgeschwindigkeit,
stellt z. B. 2 oder 3 km dar.
Die reflektierten elektromagnetischen Wellen werden dem zweiten Plattenpaar nach Verstärkung
zugeführt. An der Hilfsröhre wird so ein gedehnter Teil der Skala des Hauptoszillographen wieder- no
gegeben, und dieser Teil liegt zwischen zwei Entfernungsgrenzen α —g und a + ε. Wenn ein. von
einem beweglichen Hindernis stammendes Echo an der Hauptröhre- sichtbar wird, kann, lediglich
durch Betätigung des Phasenregelknopfes, Folgendes bewirkt werden:
, a) Die Echospur an dem Hauptoszillograph wird sehr leuchtstark und die Beobachtung weniger
ermüdend gemacht.
b) Das Echo wird an dem Feinableseoszillograph.
zur Erscheinung gebracht, und es wird das Amplitudenmaximum dieses Echosignals dauernd
gegenüber einer festen Marke festgehalten. Bei einem genügend untersetzten Antrieb des Rotors
kann die Genauigkeit seiner Winkelstellung zu einer Genauigkeit von + 50 m bei der Entfer-
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C 2741IX/42 c
nungsbestimmung führen. Die Fernübertragung des Ergebnisses ohne besondere Beanspruchung des
Bedienungsmannes wird sehr einfach erreicht, indem auf derselben Achse wie der Rotor des Phasen-Schiebers
der bewegliche Rahmen eines Winkelübertragers nach Art eines Kreuzspulgerätes befestigt
wird.
c) Den Modulationselektroden der Kathodenstrahlröhren, die für die Messung der Winkel in
ίο der horizontalen bzw. vertikalen Ebene (welche die
Richtung des Hindernisses bestimmen) dienen, werden Impulse zugeführt, welche nur Signale erscheinen
lassen, welche von Hindernissen stammen, die in einem auf die Nähe des zu beobachtenden
Hindernisses beschränkten Entfernungsbereich liegen und so andere Echos ausschalten, welche die
Ablesung stören könnten. Die Bestimmung der Winkel kann vorgenommen werden, indem man
entweder das Maximum oder das Verschwinden des Empfangs aufsucht öder durch die Methode
der gekreuzten Diagramme oder durch fortlaufende Abtastung des Raumes usw., ohne daß dadurch
die Anwendung der Erfindung.beeinträchtigt
werden kann. Der erhebliche Vorteil, welcher sich daraus ergibt, liegt in der automatisch durchgeführten
Behebung des Zweifels, da· die Winkelsucher sich nur nach dem sichtbaren Echo richten
können, welches durch das Signal des Phasenschiebers auf dem Schirm markiert und erleuchtet
wird.
Claims (3)
- Patentansprüche:I. Verfahren zur Entfernungsmessung nach der Echomethode mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen einschließlich Lichtwellen, wobei auf dem Schirm einer Kathodenstrahlröhre Spuren erscheinen, deren Lage von der Entfernung der Hindernisse abhängt und deren Phase mit Hilfe einer Phasenschiebereinrichtung, die auch die Entfernungsablesung in Abhängigkeit von der Phasenverschiebung gestattet, verändert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand einstellbare Phasenschiebereinrichtung mit der Frequenz der dem zu messenden Höchstzeitwert entsprechenden Hauptzeitbasis arbeitet, wobei die Speisespannung ein Drehfeld erzeugt, dessen Phase sich nach der Winkelstellung der von Hand eingestellten Rotorachse ändert, wobei der Anfangszeitpunkt mit dem Beginn der Sendung der Welle zusammenfällt, und daß ferner die vom Läufer der Entfernungsbereicheinstellvorrichtung gelieferte Spannung in ein kurzes Rechtecksignal von gleicher Periodizität wie die Basisfrequenz umgewandelt und der Wehneltelektrode der Hauptkathodenstrahlröhre zugeführt wird, so daß nur ein kleiner Teil der Skala je nach der Läuferstellung des Phasenreglers aufleuchtet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem kurzen Rechtecksignal eine Sägezahnspannung gewonnen und einem Ablenkplattenpaar einer Hilfskathodenstrahlröhre zugeführt wird, welche dadurch einen Teil der Hauptskala vergrößert wiedergibt.
- 3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Läuferachse des Phasenschiebers ein Winkelübertrager angebracht ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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