DEB0035042MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 25. März 1955 Bekanntgemacht am 15. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung bezieht sich auf Wasserbad-Erwärmungseinrichtungen, insbesondere für Joghurtflaschen.
Die bei derartigen Einrichtungen zur Aufnahme des Erzeugnisses verwendeten Gefäße — bei
der Herstellung von Joghurt sind es Flaschen — müssen einer bestimmten milden und konstanten
Wärme ausgesetzt werden, um die Reifung dieser Erzeugnisse zu bewirken. Zu diesem Zweck ist es
üblich, ein Wasserbad anzuwenden, in das die Gefäße eingesetzt werden.
Hierbei ist es erforderlich, daß in den Wasserbädern
eine große Zahl Gefäße, die im allgemeinen einen kleinen Rauminhalt haben, untergebracht
werden können, und wenn diese Gefäße nicht verschlossen sind, ist es außerdem notwendig, in dem
Wasserbad einen bestimmten Wasserstand einzuhalten, um das Eindringen von Flüssigkeiten in die
Gefäße zu verhindern. Die Wasserbäder müssen also unterteilt sein und einerseits so aufgebaut sein,
daß diesen Anforderungen entsprochen werden kann, und andererseits müssen sie so gestaltet sein,
daß es möglich ist, die Wärme der Flüssigkeit auf der gewünschten Temperatur zu halten. Infolgedessen
ist die Ausführung solcher Wasserbäder kostspielig und ihre Verwendung erfordert eine
umständliche Handhabung der Gefäße.
Zwecks Vermeidung dieser Nachteile wurde die erfindungsgemäße Wasserbad-Erwärmungseinrichtung
geschaffen.
Nach der Erfindung werden die Becken, die eine verhältnismäßig große Grundfläche, aber eine durch
die Höhe der einzubringenden Gefäße bestimmte
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B 35042 III/45g
geringe Höhe besitzen, aufeinandersetzbar gestaltet.
Jedes Becken ist mit einer Abflußöffnung versehen, die durch einen Überlaufstutzen gebildet
wird. Das Aufeinandersetzen der einzelnen Becken
wird so vorgenommen, daß die Abflußöffnungen von einer Beckenreihe zur anderen beim Aufeinandersetzen
der Becken auf einander gegenüberliegenden Seiten zu liegen kommen. Hierbei strömt
die dem ersten oder obersten Becken zugeführte
ίο und durch den Überlauf dieses Beckens in das
zweite, unmittelbar unter dem ersten Becken liegende Becken ausgeflossene Flüssigkeit in diesem
zweiten Becken in dessen Längsrichtung z. B. von links nach rechts. Sie ergießt sich dann durch den
Überlauf dieses "zweiten Beckens in das dritte Becken und durchströmt dieses in entgegengesetzter
Richtung, d. h. von rechts nach links usf. bis zum letzten Becken, aus welchem die Flüssigkeit entnommen
wird, um nach Wiedererwärmung dem obersten Becken wieder zugeführt zu werden."*''" Γ
Diese Anordnung hat verschiedene Vorteile: Die
Becken können leicht gehandhabt werden und können je nachdem beim Aufeinandersetzen mit zu.
erwärmenden Gefäßen besetzt werden;, und um-gekehrt können die das behandelte Erzeugnis enthaltenden
Gefäße entnommen werden durch Abheben des ersten Beckens, anschließend des zweiten
usw. bis zum letzten Becken.
Die ununterbrochene Durchströmung der Flüssigkeit ermöglicht eine genaue Regelung ihrer Temperatur
und das Halten dieser Temperatur auf dem gewünschten Wert. Schließlich ist die Einrichtung,
wenn sie an Stelle von warmem Wasser von kaltem Wasser durchströmt wird, als Kühlkammer zu ver-,
wenden, welche die Konservierung der in den einzelnen übereinander angeordneten Becken untergebrachten
Erzeugnisse ermöglicht.
In der im folgenden wiedergegebenen, Beschreibung, die sich auf die Zeichnung bezieht, wobei
letztere nur als Beispiel ohne Einschränkung aufzufassen ist; wird .ausgeführt, wie die Erfindung
verwirklicht werden'kärm. Einzelheiten des Textes und der Zeichntangiiibilden. dabei wohlverstanden
Bestandteile der Erfindung.
Fig. ι ist eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäß
aufgebauten Einrichtung;
Fig. 2 ist in verkleinertem Maßstab ein Längsschnitt': durch' die Gesamtheit der aufe'inandergesetzten
Becken Und zeigt die Flüssigkeiten
strömung im Innern 'dieser Becken; .*
■Fig. 3 ist in vergrößertem Maßstab ein Schnitt, der eine Einzelheit-der als'Überlauf stutzen aus-.
gebildeten Abflußöffnung zeigt. ': ; '·
Jedes Becken besteht aus einem vorzugsweise aus Holz hergestellten Rahmen 1, der einen Boden 2
' besitzt, der vorteilhaft aus Leichtmetallblech besteht
und mit dem Rahmen fest verbunden ist und nach -Bedarf stellenweise durch" Traversen 3 unterstützt
wird.-Die Becken sind an jeder-ihrer Ecken
mit einem kleinen Winkelbeschlag 4 versehen,
'-■'. dessen oberes: Ende, über den Beckenrand herausragt.
Diese' Winkelbeschläge sind für das Aufeinandersetzen
der-teinzeliienlBecken, d. h. eines oberen,
auf ein ihm■-.vorhergehendes unteres" Becken bestimmt, wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich ist. In
der Nähe einer seiner Seitenwände ist jedes Becken mit einer im Beckenboden vorgesehenen Öffnung 5
versehen. Diese Öffnung besitzt eine Dichtungsmanschette 6. In der Öffnung 5 ist ein mit Schlitzen
versehenes Rohr 8 gleitend angeordnet (Fig. 3). Dieses Rohr ist mittels eines Flansches 9 mit einem
Rohr 10 größeren Durchmessers verbunden, welches einen Überlaufstutzen bildet, um den Flüssigkeitsstand
des Bades auf einer bestimmten konstanten Höhe zu halten, die von der Höhenlage des Halses
11 der Gefäße 12 in bezug auf den Beckenboden abhängt.
An seinem oberen Ende ist das Rohr 10 gelenkig mit einem Schwenkhebel 13 verbunden, dessen
Drehpunkt mit 14 bezeichnet ist und der aus dem Becken herausragt. Durch Herunterdrücken des
freien Endes des Hebels 13 ist -es möglich, die Rohrkqmbination'7 und 10 anzuheben, um1 den
Flansch 9 vom Dichtungsring 6 Jn ausreichendem Maße äbzuheben^-so -d!aß';das- Ende der Schlitze 8
bis, über den oberen Rand des Ringes 9 angehoben wird, so daß die Flüssigkeit des oberen Beckens
in das untere Becken ausfließen kann.
Die Flaschen 12 können in jedes der Becken eingesetzt
werden, Und zwar können sie entweder direkt auf Schienen 2a, die am Boden des Beckens
angeordnet sind, aufgestellt werden, wodurch eine freie Durchströmung der Flüssigkeit unter den Gefäßböden
möglich ist, oder aber die Gefäße 12 werden vorteilhaft "in." Flaschenkörben öder
Flaschenständern aus Metall untergebracht, die mit 15 bezeichnet sind. Diese Ständer sind so ausgebildet,
daß eine freie Umströmung der Gefäße möglich ist.
"■"Vorteilhaft'wird das untere Becken α nicht mit
zu behandelnden Gefäßen besetzt, sondern es wird als abgeschlossener, mit Flüssigkeit gefüllter Raum
zwecks Isolierung der Einrichtung vom Boden benutzt. Auf dieses Becken α wird, das. folgende
Becken & gesetzt, welches in die Winkelbeschläge 4 des Beckens α hineinpaßt,. Anschließend wird dieses
Becken mit den zu behandelnden Gefäßen besetzt. Danach wird das Becken c auf das Becken b gesetzt
und mit Gefäßen gefüllt. In gleicher Weise wird bis zum letzten Becken η verfahren, welches
ebenfalls mit das zu behandelnde Gut enthaltenden Gefäßen bestückt wird. . .
Oberhalb dieses letzten Beckens Vi (Abb. 1.) sind
Rohrstutzen 16 und 17 vorgesehen, die mit den
Leitungen 16a und 17,, "Verbunden sind (Fig. 3, in
der die Bezugszeichen η und n-\ eingetragen sind).
In der einen dieser Leitungen fließt eine Flüssigkeit hoher Temperatur, z.B. sehr heißes: Wasser,
und in der- anderen Leitung Wasser von Umgebungstemperatur. Durch Betätigen der Hähne
i6j und i7b ist es möglich,- dem in dem" Becken η
enthaltenen Bad die gewünschte Temperatur' zu erteilen. Wenn der Wasserstand dieses Bades' die
Höhe des Rohres 10 des Beckens η erreicht (Fig;r),
fließt die Flüssigkeit in das Becken n-i aus, bis der
Wasserstand des Bades in diesem Becken die'OfF-
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nung des Rohres ίο dieses Beckens erreicht. Die
Flüssigkeit fließt dann in das darunterliegende Becken usf. bis ins letzte Becken a.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß die Strömungsrichtung der Flüssigkeit, von einem Becken zum
anderen gesehen, immer abwechselnd, wie es durch die Pfeile / und f1 angedeutet ist, in entgegengesetzter
Richtung umläuft.
Das untere Becken α ist mit einer Pumpe i8 verbunden,
welche die Flüssigkeit, die sie dem untersten Becken entnimmt, einer Leitung 19 zuführt,
welche mit Rohrleitungen 20 verbunden ist, deren Enden oberhalb des Beckens η angeordnet
sind. Zwischen der Pumpe 18 und der Leitung 19 ist eine Kammer 22 eingeschaltet, die mit einer
Heizeinrichtung, und zwar vorteilhaft mit einem elektrischen Widerstand, versehen ist zwecks
Wiederaufheizung der Flüssigkeit vor deren Eintritt in die Leitung 19.
Durch Überwachung der aus der Leitung 20 ausströmenden Menge kann man leicht kontrollieren,
ob alle übereinandergesetzten Becken ausreichend mit Flüssigkeit gefüllt sind, und in diesem Augenblick
werden die Stutzen 16 und 17 geschlossen.
Die Flüssigkeit läuft dann in geschlossenem Kreislauf durch die Becken und wird in geeigneter
Weise wieder erhitzt, um die Temperatur während der für die Behandlung der Erzeugnisse erforderlichen
Zeit auf einem konstanten Wert zu halten.
Diese Temperatur kann mittels eines in das obere Becken η eingetauchten Thermometers bestimmt
werden. Durch Betätigung der Hähne i6{, oder 17'b
ist es gegebenenfalls möglich, den Temperaturwert des Bades zu ändern.
Wenn die für die Behandlung des Erzeugnisses erforderliche Zeit verstrichen ist, werden die Gefäße
aus dem Becken η entnommen. Dann wird dieses Becken, welches das Becken w-i abdeckt, abgehoben.
Das Becken n-i wird nun seinerseits von den Gefäßen geleert. In gleicher Weise wird verfahren
bis zum Becken b. Dieses wird dann mit neuen Gefäßen bestückt, dann durch das Becken c
abgedeckt, welches ebenfalls mit neuen Gefäßen bestückt wird usf. bis z>um Becken n.
Man sieht, daß diese Handgriffe leicht durchgeführt werden können, da sie wenig Arbeitsaufwand
und; keinerlei Werkzeug erfordern und da das Gewicht der leeren Becken verhältnismäßig
gering ist.
Zwecks Ablassen des Bades aus den in der beschriebenen Art mit Gefäßen besetzten und aufeinandergesetzten
Becken genügt es, den Hahn 20fl der Leitung 20 zu schließen und die Pumpe 18 in Betrieb
zu nehmen, ohne die Wiedererhitzungskammer einzuschalten, damit diese Pumpe die dem
unteren Becken α entnommene Flüssigkeit in die Leitung 21 fördert. Man kann in diesem Augenblick
durch die Leitungen i6fl oder 17 a sehr kaltes
Wasser einlassen, welches nun an Stelle des für die Behandlung der Erzeugnisse verwendeten warmen
Wassers durch die Gesamtheit der aufeinandergesetzten Becken strömt. Hierdurch ist es möglich,
die Temperatur des Bades auf einem Wert zu halten, der praktisch ausreicht, um die Konservierung
des Erzeugnisses zu gewährleisten, welches in den in den Becken eingebrachten Behältern enthalten
ist.
Selbstredend können die beschriebenen Ausführungsformen insbesondere durch Austausch technisch
äquivalenter Mittel abgewandelt werden, ohne dadurch vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
Claims (6)
1. Wasserbad-Erwärmungsemrichtung, insbesondere für Joghurtflaschen, dadurch gekennzeichnet,
daß Becken (α bis n) von verhältnismäßig großer Grundfläche, aber geringer Höhe
aufeinandersetzbar ausgebildet sind und jedes mit einer Abflußöffnung (7-9-10) versehen ist,
die aus einem Überlaufstutzen (10) besteht, wobei diese Abflußöffnungen — von einem zum
anderen Becken gesehen ■— an gegenüberliegenden Beckenenden angeordnet sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß Mittel vorgesehen sind für die Entnahme der Flüssigkeit aus dem letzten
oder untersten Becken (α) und für die Rückführung der Flüssigkeit nach Wiedererwärmung
in das erste oder oberste Becken (n), wobei das erste Becken über Flüssigkeitszuleitungen (i6a und 17a) mit Flüssigkeit von
der erforderlichen Temperatur gespeist wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, da- 95 durch gekennzeichnet, daß jedes Becken aus
einem Holzrahmen (1) und einem Boden (2) aus Leichtmetallblech besteht, wobei der Boden
nach Bedarf durch Traversen (3) stellenweise abgestützt ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abflußeinrichtung (7-9-10) gelenkig an einem Schwenkhebel
(13) angeschlossen ist, dessen freies Ende aus dem Becken herausragt, wobei die Betätigung
dieses Hebels die Freigabe der Ausflußöffnung
(5) für die Flüssigkeit gestattet.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine an das letzte
Becken (1) angeschlossene Pumpe (18), die mit
einer elektrisch beheizten Kammer (22) verbunden ist, die im letzten Becken (a) enthaltene
Flüssigkeit absaugt und dem oberen Becken (n) wieder zuführt.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß für die Benutzung
der Becken anstatt als Wasserbad-Erwärmungseinrichtung als Kühleinrichtung für die
Konservierung der in die Becken eingebrachten Erzeugnisse in den genannten Becken eine
Flüssigkeit mit niederer Temperatur zum Umlauf gebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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