DE33300C - - Google Patents
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- B01D5/00—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
- B01D5/0003—Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation by using heat-exchange surfaces for indirect contact between gases or vapours and the cooling medium
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-
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- B01D5/0009—Horizontal tubes
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Behälter A des Apparates für Wasser oder sonstige Flüssigkeiten, die zum Wasserbade
bestimmt sind, ist mit einem beweglichen oder fest angebrachten Deckel A1 versehen,
um die Flüssigkeiten des Wasserbades immer warm zu erhalten, sowie mit einem rechtwinkligen
Schlangenrohre B von besonderer Gestalt; dasselbe ist aus mehreren Reihen horizontaler
oder schwach geneigter, flacher, mit rechtwinkligen Biegungen versehener, in Zickzackform
über einander . liegender ' Röhren a zusammengesetzt, welche ununterbrochen durch
verticale Röhren b mit einander verbunden sind.
Die Schlangenröhre B hat an ihrem oberen Ende zwei Oeffnungen, von denen die eine
in die zweiarmige, gebogene Röhre C führt und dazu dient, die Alkoholflüssigkeit oder
die Phlegmen aus ihrem Recipienten ins Innere des gleichen Schlangenrohres zu führen, während
die andere Öeffnung mit der verticalen Röhre D -verbunden ist und dazu dient, den
Dampf der leichten ätherischen Essenzen in das rechtwinklige Schlangenrohr E des Abkühlers
F zu leiten; von dort gelangt die Flüssigkeit in die Probekammer G und kann
hierauf abgezogen werden.
Das Schlangenrohr B hat in der dritten Reihe seiner Röhren eine Öeffnung, welche
mit der zweiarmigen Röhre I in Verbindung steht; diese Röhre ist am anderen Ende verschlossen;
durch dieselbe kann man vermittelst eines Hahnes s, welcher nach Belieben geöffnet
werden kann, den Zustand der alkoholischen Flüssigkeit, kurz ehe er das Schlangenrohr
verläfst, prüfen; am unteren Ende des Schlangenrohres B befindet sich nur eine Öeffnung
mit dem zweiarmigen, gebogenen Rohr H, durch welches die von ätherischen Essenzen
freie Alkoholflüssigkeit in ein zweites rechtwinkliges Schlangenrohr / gelangt, welches in
einem zweiten Behälter J angebracht ist.
M ist eine Dampfzuleitungsröhre, an welcher ein Hahn N angebracht ist, und dient dazu,,
das Wasser des Behälters A bei der nöthigen •Temperatur zu erhalten, damit die in der
alkoholischen Flüssigkeit "enthaltenen leichten ätherischen Essenzen verdampfen können. Eine
Röhre α h mit zwei gebogenen Armen dient zum Ablauf des Wassers, welches sich durch
die Condensation des Wasserdampfes im Behälter A gebildet hat; diese Röhre ist mit
einem Entleerungshahn ar versehen. O ist ein Thermometer, welches die Temperatur des
Wassers im Behälter A angiebt.
F ist ein Behälter zur Aufnahme des kalten Wassers, um die Condensation des Dampfes
der leichten Aetheressenzen zu bewirken; die Röhre P führt das kalte Wasser durch den
Hahn "y her, während die Röhre Q. das warm gewordene Wasser ablaufen läfst.
E ist ein rechtwinkliges Schlangenrohr zur Condensirung des Dampfes der leichten AetheressenZen.
Dasselbe hat am Ende seiner ersten Röhre eine Öeffnung, welche mit einem gebogenen
zweiarmigen und geschlossenen Rohr m in Verbindung steht, welches vermittelst des
Hahnes t erlaubt, die Flüssigkeit, welche aus
dem ersten condensirten Dampf entstanden ist, zu prüfen .und je nach Art der Arbeit diese
Flüssigkeit durch Schliefsen des Hahnes t mit dem Rest der ätherischen Essenzen in die
Probekammer G ablaufen zu lassen oder durch Oeffhen desselben die Flüssigkeit in einem besonderen
Gefäfs aufzufangen.
α ρ ist ein Eisengestell zum Unterstützen der Reihen der Röhren des · Schlangenrohres B7
J ein zweiter Behälter für Wasser oder sonstige andere Flüssigkeiten und Substanzen, die zum
Wasserbade bestimmt sind; dieser Behälter J ist mit einem beweglichen oder fest angebrachten
Deckel J1 versehen, um die Temperatur der Flüssigkeit des Wasserbades beizubehalten.
/ ist eine zweite rechtwinklige Schlangenröhre
von besonderer Form, im Behälter J angebracht und. wie die Schlangenröhre B zusammengesetzt.
Dieselbe hat an ihrem oberen Ende zwei Oeffnungen, von welchen die eine mit der
zweiarmigen, gebogenen Röhre H verbunden ist; die zweite Oeffnung ist mit einer verticalen
Röhre R verbunden, welche die reinen alkoholischen Dämpfe in die rechtwinklige
Schlangenröhre S eines zweiten abkühlenden Behälters T führt, von wo sie nun verdichtet
in die Probekammer U gelangen und nun in einem Gefäfs als feiner' Alkohol aufgefangen
werden; am unteren Ende der Schlangenröhre 1 befindet sich nur eine Oeffnung, welche
mit einer gebogenen, zweiarmigen Röhre V in Verbindung steht, durch welche das rückständige,
Fuselöl enthaltende Wasser abläuft. Diese Schlangenröhre / hat an der dritten
.Reihe der Röhren eine Oeffnung, welche mit dem zweiarmigen, am anderen Ende verschlossenen
Rohr η in Verbindung steht, durch, welches man vermittelst, eines Hahnes u den
Zustand der Flüssigkeit einen Augenblick-vor dem Ausflufs . derselben aus der Schlangenröhre
prüfen kann. ,· ■ .
X ist ein Dampfzuleitungsrohr, an welchem ein Hahn Y angebracht ist, und dient dazu,
das Wasser im Behälter J in einem gewissen Wärmegrad zu erhalten, um die Verdunstung
des reinen Alkohols, welcher in der alkoholischen Flüssigkeit oder in den Phlegmen enthalten
ist, zu bewerkstelligen; ein Rohr A I mit zwei gebogenen Armen dient zum Ablauf des
Wassers, welches sich durch die Condensation des Wasserdampfes im Behälter J gebildet hat;
an dieser Röhre A I ist ein Entleerungshahn as angebracht. Thermometer Z giebt den Wärmegrad
des Wassers im Behälter J an'. Behälter T ist zur Aufnahme des kalten Wassers bestimmt,
um die Condensation der reinen alkoholischen 'Dämpfe zu bewirken; dieser Behälter hat eine
Röhre P1, welche mit einem Hahn \ versehen
■is'tj durch welche, das kalte Wasser hergeführt
wird, während die Röhre Q.1 das warm gewordene Wasser ablaufen lä'fst.
Die rechtwinklige Schlangenröhre S ist zur Condensirung der Alkoholdämpfe , bestimmt;
dieselbe hat an jedem Ende ihrer drei ersten Reihen Röhren eine Oeffnung, die mit den
Röhren ο verbunden sind, und durch welche man vermittelst der Hähne ρ den Zustand des
allmälig condensirten Alkohols erkennen kann, und je nach dem Fall und der Art des Verfahrens
durch Schliefsen der Hähne ρ den Alkohol in die Probekammer U leiten oder
durch Oeffnen dieser Hähne ρ den Alkohol, der aus einem oder mehreren der Hähne.j? ausgelaufen
ist, durch das Rückführungsrohr q wieder nach der Schlangenröhre I zurückführen
kann; oder endlich kann man, indem man den Hahn ο schliefst, den Alkohol, der ■
aus einem oder mehreren Hähnen geflossen ist, in einem besonderen Gefäfs auffangen, um den
Alkohol in die zweiarmige, gebogene Röhre r zu leiten; eventuell dient der Hahn χ zur
Untersuchung des Stärkegrades der in die Schlangenröhre ■/. zurücklaufenden Flüssigkeit.
α q ist ein Gestell aus Eisen, zur Unterstützung der Reihen von Röhren des Schlangenrohres I
bestimmt. Vier Hähne α t dienen dazu, das
Wasser der Behälter A und J und der Abkühler F und T auslaufen zu lassen.
Damit die Dämpfe: der leichten ätherischen Essenzen und des Alkohols, welche sich während
der ganzen Dauer ihres Laufes, durch die rechtwinkligen Röhren der Schlangenröhren B
und I von den flüssigen, zum Destilliren und Rectificiren bestimmten Schichten frei machen,
indem diese Dämpfe allmälig von einem unteren Rohr nach einem oberen steigen, nicht die
flüssigen Schichten an dem^Punkte, wo dieselben
von einem oberen Rohr in ein unteres sich ergiefsen, zu. durchdringen haben, hat der
Apparat folgende Einrichtungen:
Nahe an den Enden eines jeden der rechtwinkligen Röhren, auf deren innerer Unterfläche
die kleinen Scheidewände g angebracht sind, befinden sich nahe bei den verticalen
Röhren b und b1 zwei kleine metallene, vertical
angebrachte Plättchen c; diese berühren sich mit einem ihrer Enden in der Mitte der Breite
dieser rechtwinkligen Röhren in Form einer Spitze, während die zwei anderen Enden dieser
Plättchen aus einander gehen und einen Winkel d bilden, der bestimmt, ist, die anlaufenden
flüssigen Schichten in zwei Theile zu theilen und jeden derselben getrennt durch die kleinen
Kanäle e e, welche, sich längs der. verticalen
Röhre b b hinziehen und an die kleinen Behälter/ anstofsen, zu führen. Da diese Plättchen
c nur die nöthige Höhe haben, um die beiden Theile der flüssigen Schichten zu leiten,
so können die ätherischen oder alkoholischen Dämpfe, welche durch den leergelassenen Raum
der verticalen Röhren bb. steigen, sich frei ·
zwischen den beiden Kanälen erheben, um sich nun ohne irgend ein Hindernifs über die
Plättchen c weiter zu ergiefsen. ;
- Um die Gleichförmigkeit der Dicke des Ablaufes der Schichten der alkoholischen Flüssigkeiten
oder der Phlegmen während ihres ganzen Durchlaufes auf der ganzen Breite der rechtwinkligen
Röhren α und al beizubehalten, hat
der Apparat folgende Einrichtungen: :
1. kleine metallene Scheidewände g, welche
auf der inneren Unterfläche der rechtwinkligen horizontalen Röhren 2 bis 5 cm von einander
entfernt angebracht sind, um die flüssigen Schichten während ihres Durchlaufes zu verhindern,
mehr auf der einen als auf der anderen Seite der Röhre zu fliefsen;
2. metallene Plättchen h, welche senkrecht -und quer in der Nähe der Enden der horizontalen
Röhren an deren innerer Oberfläche befestigt sind und mit dem parallelen Theil
der correspondirenden verticalen Röhren kleine Behälter f bilden, in welche die flüssigen
Schichten unmittelbar von dem höher gelegenen Rohr durch die Kanäle ee fallen.
Diese Plättchen h haben je nach der Höhe Spalten, von welchen jede mit einem der durch
die Scheidewände g gebildeten Circulationswege in Verbindung steht; durch diese Spalten
fliefsen die alkoholischen Flüssigkeiten oder die .Phlegmen, die in den kleinen Behältern f angekommen
sind, regelmäfsig und beständig ab. Damit sich die kleinen Behälter f, wenn man
die Arbeit einstellt, vollständig leeren können, sind die Spalten i bis zur Unterfläche der horizontalen
Röhren verlängert.
Man kann, je nach den alkoholischen Flüssigkeiten oder Phlegmen, die man behandelt, oder,
dem Product, das man zu erhalten wünscht, den Wärmegrad der beiden Behälter A und J verändern.
Man kann auch, wenn kein Dampfkessel vorhanden ist, den Behältern A und J
vermittelst unter denselben befindlicher Feuerherde. Wärme mittheilen.
Die. Arbeit mit dem Apparat gestaltet sich folgendermafsen: Nachdem die Wasserbäder
A und / und die Condensatoren jF und T mit kaltem Wasser gefüllt sind, mufs
man zuerst vermittelst der Dampfhähne M und X das Wasser der Behälter A und J bis
zu den verschiedenen Temperaturen erwärmen, um durch das Wasserbad A die Verdampfung
der leichten ätherischen Essenzen und das Wasserbad / die Verdampfung des Älkoholdampfes
zu bewirken; um die Rectification vorzunehmen, genügt es, die Phlegmen, die aus
irgend einem Gefäfs oder direct aus dem rechtwinkligen Schlangenrohr des Condensators
eines Destillirapparates herkommen, in das gebogene zweiarmige Rohr C zu leiten; diese
Phlegmen fliefsen in dünner Schicht in ununterbrochenem und regelmäfsigem Gang langsam
und wasserfallförmig von einem Rohr des rechtwinkligen Schlangehrohres -B zum anderen
und gelangen endlich an das äufserste Ende desselben, um dann in das zweiarmige, gebogene
Rohr H zu fliefsen, während die Dämpfe der ätherischen Essenzen, welche durch
die ihnen mitgetheilte Wärme sich von diesen Phlegmen frei gemacht haben, im oberen Theil
des Schlangenrohres B verdampfen und sich dann in das Geistrohr D erheben; hierauf werden
dieselben durch das rechtwinklige Schlangenrohr E des abkühlenden Condensators F geleitet
; aus demselben gelangt nun die Flüssigkeit in der Probekammer G an und wird in einem Gefäfs aufgefangen.
Nachdem die Phlegmen von den leichten ätherischen Essenzen befreit und in das gebogene,
zweiarmige Rohr H gegangen sind, kufen dieselben von neuem langsam in dünner
Schicht und in ununterbrochenem und regelmäfsigem Gange von einem Rohr des zweiten
rechtwinkligen Schlangenrohres / zu dem anderen ab, gelangen an das äufserste Ende
desselben und fliefs.en hierauf durch das zweiarmige,
gebogene Rohr V ab, während der Alkoholdampf in entgegengesetztem Lauf in
dem Schlangenrohr aufwärts steigt und durch das Geistrohr R in das Schlangenrohr S des
Abkühlers T geführt wird, aus welchem er condensirt in die Probekammer U und von
dort in die Gefäfse gelangt.
Um den Apparat zu betreiben, genügt es, den Wärmegrad des Wassers der Behälter A
und J gleichmäfsig beizubehalten und das kalte Wasser in den Abkühlern F und T bei der
erforderlichen Temperatur zu erhalten.
Wenn man· eine Operation unterbrechen will, so genügt es, das Ankommen der Phlegmen
in dem gebogenen zweiarmigen Unterhaltungsrohr C zu unterbrechen und die zwei rechtwinkligen
Schlangenrohre B und J sich ausleeren zu lassen.
Der Apparat wirkt auf dieselbe Art für die erste Destillation der alkoholischen Flüssigkeiten.
Falls man sich in den Behältern A und J . anderer Flüssigkeiten als Wasser bedienen sollte,
müfste man natürlich eine andere Art Heizung benutzen, um den Wasserdampf zu ersetzen.
Der Apparat bietet folgende Vortheile dar:
Die Destillation und Rectification der zum Destilliren und Rectificiren bestimmten Flüssigkeiten
erfolgt in kurzer Zeit vermittelst der niedrigen Temperatur von Wasserbädern in ununterbrochenem Betriebe und ohne dafs ein
Ueberdruck beim Dampf, noch bei der im Apparat enthaltenen Flüssigkeit vorkommen kann.
Ferner wird die Berührung der Dämpfe des Alkohols mit den in den Phlegmen enthaltenen
Fuselölen vermieden, im Gegensatz zu den
bisherigen Apparaten, bei welchen die Dämpfe die Flüssigkeit, welche sich auf den Platten
der Rectificationssäule befindet, durchdringen.
Der bei der ersten Destillation gewonnene Alkohol' bedarf daher für viele Anwendungen
keiner weiteren Rectification.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der Apparat zur ununterbrochenen Destillation und Rectification von alkoholischen Flüssigkeiten, Phlegmen, Wein, Essenzen, Petroleum, wie von pharmceutischen Flüssigkeiten u. dergl. mittelst des Wasserbades, bestehend aus über einander in Wasserbädern bezw. allgemein Flüssigkeits- oder Dampfbädern liegenden flachen, rechtwinkligen Schlangenrohren B und J, in welchen die alkoholischen Flüssigkeiten ununterbrochen in dünner Schicht unter Verdampfung des Alkohols und anderer leicht flüchtiger Stoife hinabfliefsen, den Röhren e, in welchen die Flüssigkeit von einem Schlangengange auf den nächstfolgenden herabfliefst, um nicht von den -Dämpfen durchdrungen zu werden, und den gleichfalls rechtwinkligen flachen Schlangenrohren E und S zur Verdichtung und Abkühlung der Dämpfe.Hierzu j Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE33300T | 1884-12-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33300C true DE33300C (de) |
Family
ID=309272
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33300D Active DE33300C (de) | 1884-12-23 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33300C (de) |
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- DE DENDAT33300D patent/DE33300C/de active Active
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