DEB0031384MA - - Google Patents

Info

Publication number
DEB0031384MA
DEB0031384MA DEB0031384MA DE B0031384M A DEB0031384M A DE B0031384MA DE B0031384M A DEB0031384M A DE B0031384MA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tuning fork
fork
electric clock
transmitter
drive
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 12. Juni 1954 Bekanntgemacht am 22. November 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
5ö^>
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Uhr mit einer selbsterregten,, in ihrer Eigenfrequenz durch elektromagnetische Antriebssysteme in Schwingungen unterhaltenen Stimmgabel als zeitbestimmendes und zugleich die Uhr treibendes Schwingglied. Es ist bereits vielfach bekannt, zum Antrieb von Uhrwerken elektrische Einrichtungen der verschiedensten Ausführungen zu verwenden. Im allgemeinen handelt es sich hierbei um Synchronmotoren und elektromagnetische Antriebsaggregate, die einen sehr großeil Platzbedarf haben und verhältnismäßig viel elektrische Energie verbrauchen. Um diese Nachteile zumindest teilweise zu beseitigen, hat man bereits Konstruktionen geschaffen, bei denen zum Antrieb des Uhrwerkes ein Schwingsystem verwendet wird. Dieses wird hierbei von einem als Schwingungserzeuger wirkenden Röhrengenerator in Bewegung versetzt, wobei das Schwingsystem seinerseits direkt auf einen Klinkenantrieb einwirkt. Die Schwingungsfrequenz hängt hierbei jedoch nicht vom Schwingsystem, sondern lediglich vom Röhrengenerator ab. Abgesehen davon, daß dieses bekannte Uhrwerk verhältnismäßig primitiv aufgebaut ist und sonstige erhebliche Mängel aufweist, werden die Nachteile der obenerwähnten Ausführungsformen keineswegs
609 708/103
B 31384 VIII dl 83b
beseitigt, da auch hier verhältnismäßig große räumliche Abmessungen vorliegen/Hinzu tritt, daß auch die Einhaltung einer genauen Schwingungsfrequenz nicht möglich erscheint.
Außerdem hat man bereits als Schwingungssysteme Stimmgabeln in Uhrwerke eingebaut, die sich selbst erregen. Jedoch erfolgte die Selbsterregung der Stimmgabel bei Uhren bisher nur über Kontakte. Es ist allgemein bekannt, daß
ίο Kontakte erhebliche Nachteile mit sich bringen und vor allem in kleineren Uhrwerken, wie z. B. Armbanduhren, praktisch nicht verwendet werden können. Auf anderen Gebieten der Technik, z. B. im Fernsehwesen, hat man dagegen bereits Stimmgabeisender verwendet, die kontaktlos sich selbst erregen und in ihrer Eigenfrequenz schwingen. Jedoch sind derartige Konstruktionsteile auf dem vorliegenden technischen Gebiet bisher nicht zur Anwendung gelangt.
Die Übertragung der Bewegungen,'der Stimmgabel auf das Uhrwerk sind bei den bekannten Konstruktionen verschieden gelöst worden. Bei einem System erfolgt dies auf elektrischem. Wege, was jedoch für Kleinuhren sehr unvorteilhaft ist und auch einen verhältnismäßig .großen Aufwand an Einzelteilen erfordert. Dagegen ist es bereits allgemein bekannt, Stimmgabelschwingungen, auf mechanischem Wege in Drehbewegungen, umzuwandeln, jedoch wird bei diesen Konstruktionen nicht von .selbsterregten Stimmgabeln Gebrauch gemacht.
Das Ziel der Erfindung ist es, ein Uhrwerk zu schaffen, das vor allem als Kleinuhr, z. B. in Form \ron Taschen- und Armbanduhren, Verwendung finden kann, dessen Energieverbrauch praktisch vernachlässigbar und dessen Platzbedarf sehr gering ist. Neben der Forderung nach großer Laufgenauigkeit soll eine Abnutzung von Einzelteilen weitgehendst vermieden werden, um Störungen und Reparaturen zu verhindern. Erfindungsgemäß wird dies durch die Zusammenfassung von an sich aus verschiedenen Gebieten der Technik bekannten Einzelmerkmalen erreicht, indem man einerseits einen kontaktlosen elektronischen Stimmgabelsender, d. h. einen eine Stimmgabel als Frequenz-■ generator enthaltenden elektronischen Schwingkreis, vorzugsweise mit einer Transistorschaltung, verwendet, der auf die Stimmgabel, diese antreibend, zurückwirkt und andererseits eine mechanisch an die Stimmgabel angeschlossene, die Schwingung der Stimmgabel in eine Drehbewegung übersetzende Übertragungsvorrichtung zum Antrieb des Zeigerwerkes benutzt.
Zweckmäßig weist die Stimmgabel mindestens einen Hebelzinken auf, der einen Permanentmagnet trägt, welcher im Feld einer ortsfesten Spule, die zu den elektrischen Schaltelementen des Stimmgabelsenders gehört, schwingen kann. Hierbei trägt jeder Gabelzinken zweckmäßig einen permanenten Topfmagnet. Besonders einfache Verhältnisse ergeben sich, wenn die Übertragungseinrichtung ein Klinkenantrieb ist, von dem ein Bestandteil mit der Stimmgabel mechanisch verbunden ist.
In der -Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht des Stimmgabelsenders und
Fig. 2 das elektrische Schema des Senders gemäß Fig. i. . '
Der elektrische Kreis der Einrichtung gemäß Fig. ι umfaßt einen Transistor 10, von dessen drei Elektroden die. Emissionselektrode (oder Emitter) mit 11, die Basis mit 12 und die Sammelelektrode (der Kollektor) mit 13 bezeichnet sind. Eine elekirische Trockenbatterie 14 von 1,5 Volt ist mit ihrem positiven Pol direkt an der Emissionselektrode 11 des Transistors 10 angeschlossen.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel besteht das mechanische Schwingelement aus einer Schwinggabel 18, deren Basis am nicht dargestellten Uhrwerk befestigt ist. Die beiden Gabelzinken 1,9 und 20 der Stimmgabel tragen an ihren freien Enden je einen permanenten Topf magnet 21 bzw. 22.
.Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besitzen diese Permanentmagnete je einen zylindrischen Mittelteil 23 und eine hohlzylindrische Ausnehmung 24, welche diesen zylindrischen Teil 23 vom äußern Zylinderring 2ia bzw. 22ß der betreffenden Magnete 21 und
22 trennen. Der zylindrische Mittelteil 23 stellt den einen Pol des permanenten Magnets dar, während der andere Pol durch den Zylinderring 21 bzw. 22a gebildet wird, wobei die beiden Pole durch den am entsprechenden Gabelzinken befestigten Boden des Magnets miteinander verbunden sind.
In die Ausnehmungen 24 hinein reichen die Spulen i5ffi und ι5ö, welche so die zentralen Mittelteile
23 umschließen.
Die Spulen I5fl und i5ft sitzen je auf einem Kern 16,, bzw. i6j, welche Kerne je mit den sehematisch angedeuteten Trägern iya und 17b des nicht dargestellten Uhrwerkes verbunden sind.
Die Spule isa ist einerseits über den Leiter 27 mit dem Kollektor 13 des Transistors 10 und andererseits über den Leiter 28 mit dem negativen Pol des Trockenelementes 14 verbunden. Die Spule ISs ist ihrerseits mit der Basis 12 des Transistors 10 und andererseits über den Kondensator C mit dem negativen Pol des Trockenelementes 14 verbunden.
Wie allgemein bekannt ist, braucht es zum richtigen Funktionieren eines solchen Transistors ein kleines positives Potential am Emitter gegenüber der Basis, während am Kollektor ein wesentliches negatives Potential ebenfalls gegenüber der Basis angelegt werden muß. Des weiteren· muß der den Transistor durchfließende Strom, d. h. der Strom in dem durch den Emitter und die Basis gebildeten Kreis, in sehr niedrigen Grenzen gehalten werden. Diese Bedingungen sind durch die in Fig. 2 dargestellte Schaltung erfüllt. So geht aus dieser Schaltung hervor, daß der Emitter 11 direkt mit dem positiven Pol des Trockenelementes 14 in Verbindung steht, während die Basis 12 über die Spule i56 und den hochohmigen, durch den Kondensator C überbrückten Widerstand R mit dem
708/103
B 31384 VIIId/83 b
negativen Pol des Trockenelementes in Verbindung steht. Der Kollektor 13 ist über einen niederohmigen Kreis, der durch die Spule I5a gebildet wird, mit dem negativen Pol des Trockenelementes 14 verbunden.
Wird nun beispielsweise die Gabelzinke 19 auf irgendeine Weise in Schwingung versetzt, so schwingt der Permanentmagnet 22, der an ihr befestigt ist, ebenfalls mit, so daß in der Spule 15^ eine Wechselspannung induziert wird. Der durch sie verursachte Wechselstrom bewirkt wegen des Transistors 10 in der Spule 1S0 einen entsprechend stärkeren Wechselstrom, der wegen des Permanentmagnets 21 eine entsprechende Schwingung der Gabelzinke 20 der Stimmgabel 18 erzeugt. Die Permanentmagnete sowie die Spulen bilden demnach ein elektrodynamisches System, welches das Schwingelement mit den übrigen elektrischen Schaltelementen des Stimmgabelsenders verbindet, so daß die für die mechanischen Schwingungen nötige Energie im richtigen Takt aus der Span-. nungsquelle nachgeliefert wird.
Um die Bewegung der Stimmgabel in eine Drehbewegung zum Antrieb eines Uhrwerkes zu über-
a5 setzen, ist auf einem der Gabelzinken, im dargestellten Ausführungsbeispiel auf dem mit 20 bezeichneten, eine Nadel 25 befestigt, welche einen Teil einer nicht dargestellten Klinkeneinrichtung bildet. Diese Nadel ist einer hin- und hergehenden translatorischen Bewegung unterworfen, so daß, wenn beispielsweise das Ende der Nadel mit einem Klinkenrad zusammenarbeitet, ihre Schwingbewegung in eine Drehbewegung umgeformt werden kann.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Stimmgabel üblicher Bauart verwendet. An ihrer Stelle könnte aber auch ein anderes Schwingeiemen/t treten, beispielsweise ein solches, das aus einem einzigen Schwingarm besteht. In diesem Falle wären die beiden Permanentmagnete 21 und 22 auf den voneinander abgewendeten Seiten, des freien Endes dieses Schwingarmes befestigt.
Des weiteren werden im dargestellten Ausführungsbeispiel zylindrische Permanentmagnete 21 und 22 verwendet. Es ist aber selbstverständlich,
daß diese Permanentmagnete sowie auch die Spulen iSa und i5j, welche mit ihnen zusammenarbeiten, von irgendwelcher beliebiger Form sein könnten.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Elektrische Uhr mit einer selbsterregten, in ihrer Eigenfrequenz durch elektromagnetische Antriebssysteme in Schwingungen unterhaltenen Stimmgabel als zeitbestimmendes und zugleich die Uhr treibendes Schwingglied, gekennzeichnet einerseits durch die Verwendung eines kontaktlosen elektronischen Stimmgabelsenders,
d. h. eines eine Stimmgabel als Frequenzgenerator enthaltenden elektronischen Schwingkreises, vorzugsweise mit einer Transistorschaltung, der auf die Stimmgabel, diese antreibend, zurückwirkt, andererseits durch Verwendung einer mechanisch an die Stimmgabel angeschlossenen, die Schwingung der 'Stimmgabel in eine Drehbewegung umsetzenden Übertragungsvorrichtung zum Antrieb des Zeigerwerks.
2. Elektrische Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stimmgabel mindestens einen Gabelzinken aufweist, der einen Permanentmagnet trägt, welcher im Feld einer ortsfesten Spule, die zu den elektrischen Schaltelementen des Stimmgabelsenders gehört, schwingen kann.
3. Elektrische Uhr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Gabelzinken einen permanenten Topfmagnet trägt.
4. Elektrische Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragungsvorrichtung ein Klinkenantrieb ist, von dem ein Bestandteil mit der Stimmgabel mechanisch verbunden ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 836 470, 384 925 ; österreichische Patentschrift Nr. 133325;
britische Patentschrift Nr. 601 712;
USA.-Patentschrift Nr. 2235317;,
schweizerische Patentschrift Nr. 76 114.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE971059C (de) Elektrische Uhr
DE2538372A1 (de) Impulsmotor
DE1952203A1 (de) Elektronisch gesteuerter Zeitmesser
EP0280104A2 (de) Mechanisches Rollenzählwerk
DE1537592A1 (de) Elektrisches Anzeigegeraet zur Anzeige des Betriebszustandes eines angeschlossenen Verbrauchers
DEB0031384MA (de)
CH551653A (de)
DE1072203B (de) Elektromechanischer Gangordner oder Synchronmotor für Uhren und andere zeithahend'e Geräte
DE1801176U (de) Elektrisch angetriebener, selbstgesteuerter drehschwinger fuer zeitmessgeraete.
DE3032838A1 (de) Vorrichtung zur steuerung von zwei schrittschaltmotorspulen in einem elektronischen zeitmessgeraet
DE1261600B (de) Elektromechanischer Unterbrecher
DE1946506B2 (de) Elektronisch angetriebene uhr
DE69105175T2 (de) Elektromechanische Uhr.
DE2200920A1 (de) Mit gleichstrom betriebene pendeluhr
DE2334935C3 (de) Quarzuhrwerk
DE2328073C3 (de) Oszillator für die Zeitmessung mit einem Resonator, auf den elektrostatische Kräfte einwirken
DE2433560A1 (de) Elektrische weckeruhr
DE1166101B (de) Kontaktlos gesteuerter mechanischer Schwinger als Gangordner eines zeithaltenden Geraets
DE383151C (de) Vorrichtung, um die Schwingungen einer federnden Zunge anzuzeigen
DE1166705B (de) Kontaktlos ueber elektronische Mittel gesteuerter mechanischer Schwinger als Gangordner eines zeithaltenden elektrischen Geraetes
DE1202604B (de) Anordnung zur Umwandlung einer Schwingbewegung in eine Drehbewegung
DE1673800C (de) Zeithaltendes Gerat, insbesondere tragbare Kleinuhr, mit einem mechani sehen Vibrator und einer magnetischen Fortschaltvorrichtung
DE363880C (de) Vorrichtung zum Projizieren von Reklame-, Zeit- und Signalanzeigen
DE1105804B (de) Unruh-Gangordner fuer kontaktlos mittels Transistorrueckkopplungsschaltung gesteuerte elektrische Uhren
DE1523958A1 (de) Uhr mit Torsions- oder Biegeschwinger