DEB0010249MA - Verfahren zur Verlängerung der Lebensdauer von Absorptions-, Kontakt- und Filtermitteln - Google Patents
Verfahren zur Verlängerung der Lebensdauer von Absorptions-, Kontakt- und FiltermittelnInfo
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Description
Es ist bekannt, dass im Verlaufe eine Filtervorgangs, einerlei, ob derselbe in flüssiger oder in Dampfphase erfolgt, sich das als Katalysator, Kontakt oder Filtermittel benutzte Medium im Gegenstromprinzip nicht nur erschöpft, sondern insbesondere durch mechanische Zurückhaltung, durch Absorption, durch chemische Umwandlung sich mit Produkten anreichert. Diese so zurückgehaltenen oder gebildeten Produkte lagern sich auf der Oberfläche der einzelnen Partikelchen der Filterschicht ab und verstopfen die Poren bzw. Kapillaren.
Gelingt es, im Laufe des Filtrationsvorganges laufend die so gebildeten bzw abgelagerten Produkte zu entfernen, so wird damit eine erhebliche Verlängerung der Lebensdauer des Katalysators, des Kontaktes bzw. des Filtermittels erwirkt und nicht nur eine grössere Ausnutzung desselben erzielt, sondern auch eine wesentliche wirtschaftlichere Durchführung des Vorganges ermöglicht. Es wird nicht nur an Filtermitteln gespart, sondern auch die Betriebskosten werden gesenkt, indem die Zeiträume für die Auswechselung des Katalysators, Kontaktes oder
Filtermittels erheblich länger werden.
Das nachstehend beschriebene Verfahren zeigt einen Weg, wie die Lebensdauer erheblich verlängert werden kann. Für die Beschreibung des Verfahrens wird ein Beispiel in drei Anwendungsformen angeführt, das die Erfindung näher erläutert. Die gewählten Beispiele stellen jedoch nur einen möglichen Anwendungsfall dar. Die Erfindung ist anwendbar auf alle Vorgänge, bei denen Katalysatoren, Kontakte oder Filtermittel verwendet werden.
Bei der synthetischen Herstellung von z.B. Kohlenwasserstoffen aus Kohlenoxyd wird erfindungsgemäss die Temperatur in der Kontaktzone in dem den Katalysator enthaltenden Behälter so niedrig gehalten, dass ein Teil, zum Beispiel 3 - 5%, der durch Einwirkung des Katalysators gebildeten Kohlenwasserstoffe, die einen Teil des Synthesegases bilden, kontinuierlich kondensieren und, da sie ein Lösungsmittel sind, kontinuierlich das Paraffinwachs und bzw. oder die Harze und bzw. oder andere gebildete Polymerisate und bzw. oder andere ölige Bestandteile, die sich in der Kontaktzone befinden und sich insbesondere auf der Oberfläche des Katalysators niedergeschlagen haben und die volle und unverminderte Wirksamkeit des Katalysators beeinträchtigen, auswaschen. Die so durch die kondensierten, als Lösungsmittel wirkenden Benzinkohlenwasserstoffe gelösten Verunreinigungen werden in Lösung aus dem Katalysator ausgewaschen, herausgetragen und verlassen die Kontaktzone. Die Lösung wird anschliessend destilliert, die Wachse und bzw. oder Harze bzw. oder Polymerisate und bzw. oder öligen Bestandteile abgetrennt
wohingegen die Benzinbestandteile wie folgt behandelt werden:
Sie werden
a) entweder nach erfolgter Destillation in der Gasphase erhalten und den mit Aktivkohle gefüllten Absorptionstürmen zugeführt und hier in flüssige Form umgewandelt,
b) oder werden dem Synthesegas vor dem Eintritt in die Absorptionstürme beigemischt,
c) oder werden kondensiert und sodann dem aus dem Synthesegas erhaltenen Kohlenwasserstoff zugemischt und anschliessend auf Fertigprodukte weiterbehandelt,
d) oder werden kondensiert und dem Katalysatorturm wieder zugeführt und als Lösungsmittel verwendet.
Es ist gemäss weiterer Erfindung für zweckmässig und nützlich befunden worden, in die Kontaktzone zusätzlich flüssiges Benzin einzusprühen, um die Bildung der Kondensation von Benzinkohlenwasserstoffen auf den in den Behandlungsturm eintretenden Gasen zu erleichtern und auf diese Weise den Lösungs- und Waschprozess zu erleichtern.
Es wurde ferner gefunden, den Katalysatortürmen zusätzlich flüssiges Lösungsmittel, wie z.B. das gemäss d) gewonnene Benzin zuzuführen, um den Auswaschungsprozess der die Oberfläche des Katalysators bedeckenden und damit den Durchgang hemmenden und die Wirksamkeit des Katalysators beeinträchtigenden Wachse, Harze, sonstigen Polymerisate und sonstigen öligen Bestandteilen zu beschleunigen.
Gemäss weiterer Erfindung wird der Katalysator, der
Kontakt oder das sonstige Filtermittel im Anschluss an den Waschvorgang mit überhitztem Dampf ausgeblasen. Dies finden zweckmässig dann statt, wenn der blosse Waschvorgang nicht mehr ausreicht, um eine entsprechende Wiederbelebung des Katalysators zu bewirken. Zu diesem Zweck wird das Einlassventil für den Eintritt der zu behandelnden Dämpfe oder der zu behandelnden Flüssigkeit geschlossen und die Temperatur in der Kontaktzone so gesteigert, dass die den Katalysator verschmutzenden oder bedeckenden Wachse, Harze, sonstigen Polymerisate und sonstigen öligen Bestandteile in flüssiger Form durch den Dampf mechanisch ausgetragen werden. Diese Ausdampfung der Kontaktzone wird so lange fortgeführt, bis der austretende Dampf frei von beigemischten Kohlenwasserstoffen ist.
Claims (3)
1) Verfahren zur Verlängerung der Lebensdauer von Absorptions-, Kontakt- und Filtermitteln, dadurch gekennzeichnet, dass gasförmige Lösungsmittel darauf kondensiert oder flüssig in den Reaktionsraum eingebracht werden, um die die Verunreinigung bildenden Stoffen, z.B. Wachse und bzw. oder Harze und bzw. oder Polymerisate und bzw. oder andere ölige Bestandteile in flüssiger Lösung mit dem Lösungsmittel unter natürlichem Gefälle kontinuierlich auszutragen,und dass die die Verunreinigung bildenden Stoffe als solche oder auch in Lösung mit dem Lösungsmittel aus dem Absorptions-, Kontakt- und Filtermittel mit überhitztem Wasserdampf ausgeblasen werden und zwar bei einer Temperatur, bei welcher die die Oberfläche verschmutzenden Stoffe flüssig vorliegen.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung der Katalysatoren der Kohlenwasserstoff-Synthese während der Umsetzung kontinuierlich erfolgt, indem die Temperatur des Katalysators so niedrig gehalten wird, dass ein Teil des katalytisch gebildeten Kohlenwasserstoffs auf dem Kontakt niedergeschlagen wird und bzw. oder dem Katalysator in flüssiger Form zusätzlich zugeführt wird.
3) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des Synthesegases mit den gebildeten Benzinkohlenwasserstoffen abgezweigt wird und bzw. oder das regenerierte Lösungsmittel im Kreislauf der Kontaktzone erneut zugeführt wird.
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