DEB0004166MA - Staudamm für Talsperren mit einer geneigt angeordneten inneren Dichtungshaut - Google Patents
Staudamm für Talsperren mit einer geneigt angeordneten inneren DichtungshautInfo
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Description
Es ist bekannt, Staudämme für Talsperren mit einer inneren, nachgiebig angeordneten Dichtungswand aus Stahlblech auszustatten, die im wesentlichen nach der Luftseite des Dammes hin geführt ist und durch einen Betonklotz mit den Talhängen und der Talsohle dicht verankert ist. Man hat auch bereits an den Talhängen einen Kontrollgang in dem Betonklotz vorgesehen, der im Zuge der Schnittlinie der geneigten Stahlwand mit den Talhängen sich beiderseits bis zur Luftseite des Dammes erstreckt. Zweck dieser Anordnung war, die Einbindungsstelle der Stahlwand in den Betonklotz überwachen zu können.
Es hat sich aber gezeigt, dass diese Anordnung es nicht völlig einwandfrei gestattet, Undichtigkeiten der Stahlwand selbst festzustellen, weil diese nach der Luftseite hin abziehen können und sich demgemäss im Kontrollgang nicht bemerkbar machen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung soll aus diesem Grunde unter einer inneren Dichtungshaut, die beispielsweise aus der vorgenannten Stahlwand bestehen kann, die aber auch aus anderen Werkstoffen hergestellt werden kann, eine zweite Dichtungshaut in geringem Abstand von der ersten vorgesehen sein und der Zwischenraum zwischen beiden Häuten soll entweder fortlaufend oder in regelmässigen Abständen mit dem Kontrollgang in Verbindung stehen. Hierbei soll sich dieser Kontrollgang nicht wie bisher lediglich über die Seitenhänge, sondern auch über die gesamte Talsohle hin erstrecken. Sobald nun irgendwelche Undichtigkeiten in der erstgenannten Dichtungshaut auftreten, werden diese durch den Zwischenraum zwischen den beiden Häuten in den Kontrollgang zwangsläuftig abgeführt, wobei es gleichzeitig möglich ist, die Lager der undichten Stelle ziemlich genau festzustellen.
Führt man darüber hinaus in der bereits bekannten Weise beide Dichtungshäute in den Kontrollgang oder in ihm vorgesehene Arbeitsöffnungen oder Schlitze ein, so kann man ausserdem auch noch insbesondere die Undichtigkeiten feststellen, die auf der Wasserseite vorliegen. Es kann also der Staudamm in seiner Länge jederzeit auf seinen Zustand überprüft werden.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung soll nun der Zwischenraum zwischen den beiden Häuten, der dem Erfindungsgedanken gemäss mit wasserdurchlässigem Material ausgefüllt sein muss, wie z. B. mit Bims, Schlacke oder dergleichen, vorzugsweise mit Kies ausgefüllt sein. Es ist dann nämlich
möglich, nach dem vollständigen Setzen des Dammes, also beispielsweise etwa nach Verlauf einiger Jahre, in den Zwischenraum zwischen die beiden Dichtungshäute Zement einzupressen und auf diese Weise die Schicht in einen dichten Beton umzuwandeln. Dieser Vorgang soll jedoch, wie bereits gesagt, erst beträchtliche Zeit nach der Herstellung des Dammes erfolgen, da irgendwelche Veränderungen am Damm Undichtigkeiten in einer derartigen dichten Betonschicht hervorrufen könnten, die sich voraussichtlich dann nicht mehr im Kontrollgang beobachten liessen. Die Anwendung einer derartigen dichten Betonschicht ist also nur dann möglich, wenn vorher gemäss dem Haupterfindungsgedanken die zweischichtige Dichtungshaut vorgesehen ist. Es lässt sich dabei dieser erweiterte Erfindungsgedanke den jeweiligen Gegebenheiten anpassen und mit den eingangs beschriebenen Einzelelementen verbinden. So kann man gegebenenfalls auch auf den Kontrollgang verzichten und nach vollständigem Setzen eine erfindungsgemässe Doppelhaut in ihrem Innern in eine dichte Betonschicht umwandeln.
In der Zeichnung sind einige Beispiele zur vorliegenden Erfindung wiedergegeben:
Abbildung 1 zeigt eine Aufsicht auf einen Staudamm,
Abbildung 2 gibt einen Schnitt nach Linie II-II der Abbildung 1 durch einen Seitenhang wieder und
Abbildung 3 zeigt einen Schnitt gemäss Linie III-III der Abbildung 1 durch die Talsohle.
Der Staudamm besteht, wie Abbildung 1 zeigt, aus einem Hauptteil 5, der über die Talsohle hin verläuft, und zwei Seitenteilen 6, die an den Seitenhängen des Tales vorgesehen sind. Die Seite 7 ist die Wasserseite, während die Seite 8 die Luftseite darstellt.
Der in Abbildung 2 dargestellte Betonklotz 9 ist auf der Wasserseite mit dem Felsgelände 10 verankert, während er auf der Luftseite die üblichen Aufschüttungen 11 aufweist. Im Betonklotz ist ein Kontrollgang 12 mit einer Ablaufrinne 13 vorgesehen, von dem aus Arbeitsöffnungen 14 nach der Luftseite zu angeordnet sind. Sie vermitteln den Durchgang zu einem an der Luftseite gelegenen und am Betonklotz entlanglaufenden Schlitz 15, in den zwei Dichtungshäute 16 und 17 einmünden, die durch eine Dichtungsplatte 18 abgeschlossen sind. Diese Dichtungsplatte wird durch Beteonwände dargestellt, die auf dem geschütteten Untergrund stehen und Setzungen des Dammes mit den Dichtungswänden 16 und 17 mitmachen können. Der Zwischenraum 19 zwischen den beiden Dichtungswänden 16 und 17 ist mit Kies gefüllt und öffnet nach dem Kontrollgang zu, so dass jede Undichtigkeit der Dichtungshaut 16 vom Kontrollgang aus beobachtet werden kann.
Entsprechendes gilt für Abbildung 3. Hier ist der Betonklotz 9 in der Talsohle 20 im Fels 21 verankert. Die
beiden Dichtungshäute 16 und 17 münden hier in eine Nut 22 des Klotzes ein, die über Bohrungen 23 mit dem Gang 12 in Verbindung steht.
Auch hier wieder ist der Zwischenraum 19 mit Kies angefüllt und kann nach völligem Absetzen des Staudammes durch Einpressen von Zement in einen dichten Beton umgewandelt werden. Man kann auf diese Weise eine vollständig dichte - und - was das Wesentliche ist - unveränderliche Wand schaffen, was z. B. durch Verwenden der bisher bekannten elastischen Wände insofern nicht möglich war, als z. B. eine Stahlblechwand auf die Dauer der Zeit hin Veränderungen durch Korrosionen unterworfen ist und Undichtigkeiten aufweisen kann. Stellt man also bei der erfindungsgemässen Anordnung Undichtigkeiten in dem Masse fest, dass diese sich nicht ohne weiteres beheben lassen, und hat man gleichzeitig die Gewähr, dass der Staudamm im übrigen sich vollständig gesetzt hat, so kann man in einfacher Weise die völlige Dichtigkeit durch das erfindungsgemässe Einpressen von Beton wieder erzielen und auf die Dauer sicherstellen.
Claims (2)
1. Staudamm für Talsperren mit einer geneigt angeordneten Dichtungshaut, g e k e n n z e i c h n e t durch eine unter der Haut (16) in geringem Abstand angeordnete zweite Dichtungshaut (17), wobei der Zwischenraum (19) zwischen beiden Häuten mit einem Kontrollgang (12) in Verbindung steht, der in einem in der Talsohle (20) sowie an den
Hängen (10) verlaufenden Betonklotz (9) vorgesehen ist.
2. Staudamm nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass nach vollständigem Setzen des Dammes der Zwischenraum (19) zwischen beiden Dichtungshäuten (16, 17) der durch Kies ausgefüllt ist, durch Einpressen von Zement oder Chemikalien in einen dichten Beton o. dgl. umgewandelt werden kann.
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