DE1175615B - Dichtung fuer Talsperren - Google Patents

Dichtung fuer Talsperren

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DE1175615B
DE1175615B DEL36824A DEL0036824A DE1175615B DE 1175615 B DE1175615 B DE 1175615B DE L36824 A DEL36824 A DE L36824A DE L0036824 A DEL0036824 A DE L0036824A DE 1175615 B DE1175615 B DE 1175615B
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Germany
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seal
control
seepage water
dam
slope
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DEL36824A
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English (en)
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Dipl-Ing Albert Loehr
Alfred Feiner
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B7/00Barrages or weirs; Layout, construction, methods of, or devices for, making same
    • E02B7/02Fixed barrages
    • E02B7/04Dams across valleys
    • E02B7/06Earth-fill dams; Rock-fill dams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Revetment (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

  • Dichtung für Talsperren Bei Talsperrendichtungen ist es bekannt, mit der Hauptdichtung verbundene, weitere Dichtungen vorzusehen, die sich in den Damm hinein erstrecken und in Abständen übereinanderliegend angeordnet sein können. Diese Dichtungen erstrecken sich so weit in den Damm, bis sie mindestens die vertikale Projektion der darüberliegenden Dichtungsabschnitte der Hauptdichtung überdecken. Es können diese Dichtungen entweder zusammen oder einzeln über Rohrleitungen od. dgl. mit Meßeinrichtungen verbunden sein. Hierbei reichen die Dichtungen um so mehr in den Damm hinein, je größer die Abstände zwischen den Dichtungen sind bzw. je größer die Neigung der Dichtung im Damm ist. Es ist möglich, daß man mit einer einzigen solchen Dichtung auskommen kann, wenn es sich um eine steile Neigung der Hauptdichtung handelt.
  • Bei dieser letztgenannten Dichtungsanordnung erfolgt bei entsprechender Einteilung der Dichtung die Kontrolle des Sickerwassers in der Horizontalen, d. h. es kann zunächst lediglich festgestellt werden, aus welchem Bereich der Hauptdichtung heraus das Sikkerwasser anfällt. Die Ableitung des feldweise erfaßten Sickerwassers erfolgt dann durch Rohrleitungen im Damm. Eine weitere Bestimmung, aus welchem Teil der Höhe der Hauptdichtung bzw. des Dammes das Sickerwasser herrührt, ist auch bei entsprechender Feldeinteilung nicht möglich. Die Höhenlage einer Durchsickerungsstelle könnte aber durch Wasserspiegelabsenkung ermittelt werden.
  • Eine feldweise Aufgliederung der Dichtung durch deren entsprechende Gefälleausbildung mit an die Felder angeschlossenen Rohrleitungen ist bei Dammschüttungen schwierig, da die Drücke und Erschütterungen während des Baues des Dammes und der später unter Belastung eintretenden Bewegungen und Setzungen kaum einen Dauererfolg eines solchen Kontrollsystems erwarten lassen, wenn nicht besonders große Aufwendungen dafür vorgesehen werden. Rohrleitungen sind auch Fremdkörper im Damm und nur dann zweckmäßig, wenn sie auf fester Unterlage verlegt und gegen Druck und Stoß hinreichend geschützt werden können, was nur in gewachsenen Sohlen- und Hangbereichen gewährleistet werden kann.
  • Ziel der Erfindung ist die Erfassung des eventuell aus der Hauptdichtung austretenden Sickerwassers in einer geneigten, stetig verlaufenden Ebene der Dammschüttung auf einer längsseitig von der Hauptdichtung nach der Luftseite leicht ansteigenden Dichtungslage und dieses über eine Drain- oder Sickerlage nach den Sammelleitungen abzuführen.
  • Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß die Kontrolldichtung in bezug auf die Längsrichtung der Sperre in mehrere Kontrollabschnitte unterteilt und im einzelnen so ausgebildet ist, daß die dem jeweiligen Kontrollabschnitt zugeordnete, mit einer Auflage in Form einer Filterschicht versehene und mit Gefälle in der Längsrichtung der Sperre ausgebildete Dichtung jeweils unter der an sie angrenzenden Dichtung des nachfolgenden Kontrollabschnittes hinweg nach dem seitlichen Ende der Sperre oder der Dammitte geführt ist, von wo aus die getrennte Ableitung des in den einzelnen Kontrollabschnitten erfaßten Sickerwassers erfolgt.
  • Durch eine solche Ausbildung der Kontrolldichtung sind Rohrleitungen im Damm selbst entbehrlich, und es wird eine Verbesserung und größere Haltbarkeit des ganzen Dichtungssystems erreicht. Die stetige Gefällsführung bedeutet eine Vereinfachung der Ausführung. Die konstruktive Ausbildung der Kontrolldichtung führt zu einer gewünschten Verstärkung und lagenmäßigen Sicherung der Kontrolldichtung, insbesondere auch gegen Beanspruchungen, die während der Dammschüttung und Verdichtung und der späteren Belastung zu erwarten sind. Die erfindungsgemäße Dichtung gibt die Gewähr, daß bei Schadhaftwerden der Dichtung einzelner Kontrollabschnitte die Dichtung in der Gesamtwirkung erhalten bleibt, d. h. die einer beschädigten Dichtung benachbarten Dichtungen bleiben funktionsfähig.
  • Die Filterschichten einzelner Kontrollabschnitte der Dichtung können auch nebeneinanderliegen und sind dann durch in der Gefällerichtung sich erstrekkende Trennwände voneinander getrennt. Die einzelnen Feldabschnitte können, je nach Einflußbereich und konstruktiver Beanspruchung, verschieden groß gehalten werden.
  • Die Flächendrainagen werden bei Entwässerung nach dem Dammende hin, am Hang in zweckmäßig halboffene Leitungen eingeführt, die in zu einer Kontrollstelle führende Ableitungsrohre einmünden. Bei Entwässerung nach der Mitte des Dammes wird das Sickerwasser aus den einzelnen Kontrollabschnitten über in der Dammsohle angeordnete Sammelleitunnen abgeführt.
  • ~ In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele einer Dichtung gemäß der Erfindung dargestellt und näher erläutert.
  • F i g. 1 zeigt eine schematische Rückansicht auf den zwischen zwei Hängen vorgesehenen Damm bzw. die Hauptdichtung mit der mit dieser verbundenen Kontrolldichtung zur Feststellung des Sickerwassers sowie Ableitung des Sickerwassers nach den seitlichen Dammenden; F i g. 2 entspricht im wesentlichen der F i g. 1, jedoch mit einem Damm zwischen flach abhängenden Hängen, wobei die Entwässerung gemäß der Erfindung zur Mitte des Dammes erfolgt; in F i g. 3 ist ein schematischer Querschnitt zu den Dämmen gemäß F i g. 1 und 2 dargestellt; F i g. 4 zeigt die erfindungsgemäße Kontrolldichtung in vergrößerter Darstellung; in F i g. 5 ist eine Draufsicht auf die im Hang untergebrachten Rohranschlüsse zur Dichtungskontrolle veranschaulicht; die F i g. 6 und 7 zeigen Schnitte nach den Linien VI-VI und VII-VII der F i g. 5.
  • Zwischen den Hängen 1 und 2 spannt sich der Talsperrendamm 3, der eine bekannte Hauptdichtung 4 aufweist. Mit 5 ist eine bekannte Herdmauer, z. B. aus Bitumen- oder Zementboden mit oder ohne Kontrollgang, Spundwand usw. bezeichnet. Mit der Hauptdichtung 4 ist eine weitere, bekannte Dichtung 6 verbunden, die sich in bekannter Weise vorteilhaft so weit in den Damm erstreckt, daß sie mindestens die vertikale Projektion des darüberliegenden Dichtungsabschnittes der Hauptdichtung überdeckt.
  • Die Kontrolldichtung 6 ist gemäß der Erfindung in Richtung der Dammlänge in mehrere Kontrollabschnitte unterteilt, wobei jedem Kontrollabschnitt eine getrennte Sammlung für das Sickerwasser und eine getrennte Ableitung zugeordnet ist. Die Kontrolldichtung 6 ist bei dem Ausführungsbeispiel in Richtung der Dammlänge von der Dammitte 7 ausgehend in drei Kontrollabschnitte 8, 9 und 10 unterteilt. Diese Kontrollabschnitte sind durch hochgezogene, querlaufende Dichtungswälle 11, 12, 13 begrenzt, von denen aus die Dichtungen der einzelnen Kontrollabschnitte ausgehen und mit Filterschichten versehen sind. Die Filterschicht 14 des Kontrollabschnittes 8 ist an dem Dichtungswall 12 unterhalb der Kontrollabschnitte 9 und 10 als Filterschicht 14a in Richtung zum Hang weitergeführt, wobei diese Filterschicht 14a von einer Dichtungsschicht 6a abgedeckt ist. In dem Kontrollabschnitt 9 befindet sich oberhalb der Dichtungsschicht 6a eine Filterschicht 15, deren Gefälle zu dem Dichtungswall 13 gerichtet ist. Diese Filterschicht 15 setzt sich unterhalb des Kontrollabschnittes 10 in die Filterschicht 15a fort, und zwar wiederum nach oben und unten getrennt durch die durchgehende Dichtungsschicht und die Dichtung 6a des Kontrollabschnittes 10. Bei dem dargestellten Beispiel sind die unterhalb der jeweils in der Neigung folgenden Dichtungsabschnitte angeordneten Filterschichten 14a und 15a nebeneinander angeordnet. Sie werden durch dichte Trennwände 16 und 17 voneinander getrennt gehalten. Man kann auch die Anordnung so treffen, daß die Filterschichten etagenmäßig untereinander vorgesehen sind. Die Anzahl der Dichtungsabschnitte kann beliebig sein. Die Filterschicht 18 des dem Hang benachbarten Feldes verbleibt oberhalb der Dichtung 6a.
  • Zum Abführen des Sickerwassers aus den Filterschichten der verschiedenen Felder am Hang werden entsprechende Sammelleitungen verlegt. Beispielsweise kann man einen längs zum Hang verlaufenden, die Sammelleitungen aufnehmenden Körper 19, z. B. aus Beton, vorsehen, bis zu dem die einzelnen Dichtungsschichten der Kontrolldichtung 6 in verschiedenen Höhen geführt werden. Das Sickerwasser wird zunächst in offenen Rinnen 20, 21, 22 aufgefangen, bis zu denen die Filterschichten 14 und 15 und 18 geführt sind. Außerhalb der Breite der mit der Hauptdichtung 4 verbundenen Kontrolldichtung 6 schließen sich sodann geschlossene Rohre 20a, 21a und 22a an die betreffenden Rinnen an. Das Sickerwasser von der Hangseite 23 wird in der Rinne 24 gesammelt und ebenfalls in einem Rohr 24a abgeführt. Damit das Sickerwasser von der Dammseite und der Hangseite getrennt bleibt, ist der Betonkörper 19 mit einer Scheidewand 25 versehen. die an der Grenze zwischen dem Hangfeld und der Kontrolldichtung 6 quer zu dieser verläuft. Es ist zweckmäßig, auf der Hangseite 23 an den Körper 19 ebenfalls eine Dichtungsschicht 26 anschließen zu lassen.
  • Die Filterschicht kann eine Schotterschicht sein. Die Dichtungsschicht kann z. B. aus einem Asphaltbeton bestehen, auf dem sich eine Lage aus Mastix befindet. Unterhalb derDichtungsschicht aus Asphaltbeton wird zweckmäßig in üblicher Weise eine Ausgleichsschicht 27 angeordnet.
  • F i g. 2 veranschaulicht eine Anordnung, bei der die Kontrolldichtung 6' von den beiden Hangseiten 1', 2' aus nach der Mitte geführt ist. Die Sammelleitungen 20', 21', 22' verlaufen in der Mitte des Dammes zu einer Kontrolleinrichtung. Zweckmäßig ist auch hierbei noch die Anordnung einer gesonderten Hangentwässerung 29, die ebenfalls zur Mitte des Dammes abgeleitet wird.
  • Es liegt auf der Hand, daß die Ableitung des Sikkerwassers durch Kontrolldichtungen gemäß der Erfindung auch vorgesehen werden kann, wenn mehrere, übereinander und im Abstand voneinander liegende, mit der Hauptdichtung verbundene Kontrolldichtungen vorgesehen werden sollen. In einem solchen Falle erübrigt sich dann bekanntlich das Absenken des Wasserspiegels, um die Schadensstelle festzustellen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Dichtung für Talsperren, bestehend aus einer Hauptdichtung und einer damit verbundenen, im Inneren der Sperre angeordneten, nach deren Luftseite hin sich erstreckenden und mit Gefälle zur Hauptdichtung hin ausgebildeten Kontrolldichtung zur feldweisen Erfassung und getrennten Ableitung von durch die Hauptdichtung durchdringendem Sickerwasser. d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß die Kontrolldichtung (6, 6') in bezug auf die Längsrichtung der Sperre (4) in mehrere Kontrollabschnitte (8, 9, 10) unterteilt und im einzelnen so ausgebildet ist, daß die dem jeweiligen Kontrollabschnitt zugeordnete, mit einer Auflage in Form einer Filterschicht versehene und mit Gefälle in der Längsrichtung der Sperre ausgebildete Dichtung (6, 12, 14, 14a) jeweils unter der an sie angrenzenden Dichtung (6a, 13, 15, 15a) des nachfolgenden Kontrollabschnittes hinweg nach dem seitlichen Ende oder der Mitte der Sperre geführt ist, von wo aus die getrennte Ableitung des in den einzelnen Kontrollabschnitten erfaßten Sickerwassers erfolgt.
  2. 2. Dichtung nach Anspruch 1 mit Ableitung des Sickerwassers nach dem seitlichen Dammende, dadurch gekennzeichnet, daß die unter einem Kontrollabschnitt (9, 10) befindlichen Filterschichten (14, 15) verschiedener Kontrollabschnitte nebeneinanderliegend angeordnet sind und daß innerhalb der Dichtung (6, 6a) Trennwände (16, 17) angeordnet sind.
  3. 3. Dichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß längs des Hanges (2, 23) und quer zu den Filterschichten (14, 15, 18) querverlaufende, halboffene Rinnen (20, 21, 22) vorgesehen sind, die in zu einer Kontrollstelle führende Ableitungsrohre (20a, 21a, 22a) münden.
  4. 4. Dichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Hangfeld eine Dichtungslage (26) mit zugehöriger Sickerwasser-Sammelleitung angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 825 676; deutsche Auslegeschriften Nr. 1040 972, 1080490.
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