DE9978C - Eidographie - Google Patents

Eidographie

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A. F. eckhardt in Nürnberg, Fürtherstrafse 52
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Description

1879. '
Klasse 15.
ALBERT FRIEDRICH ECKHARDT in NÜRNBERG. E i d ο g r a ρ Ii i e.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. August 1879 ab. Längste Dauer: 2. September 1889.
Die Herstellung eidographischer Platten erfolgt auf folgende Art und Weise:
Eine Platte aus Hartmetall wird, glühend gemacht, danach in Salzsäure abgesotten (abgelöscht), sofort wieder halbglühend erhitzt und in ein Bad von geschmolzenem gut gereinigtem englischen Weichblei getaucht; hierauf zieht man die so mit dünner Schicht Blei überzogene Platte durch die Walzen einer Satinirmaschine, um dieselbe zu glätten.
Die Platte wird sodann ebenso behandelt, wie die Holzblöcke zur Xylographie, nämlich mit weifser Wasserfarbe überstrichen und mit dem Bleistift in Strichmanier die Zeichnung darauf gebracht.
Der Eidograph oder Zeichner fährt mit englischen Stahlnadeln, welche , vierkantig zugeschliffen sind, die Zeichnung Strich für Strich nach, und zwar so tief, dafs die Spitze der Nadel auf dem Hartmetall aufstöfst.
Ist die Zeichnung auf diese Art gravirt, so beginnt die Herstellung der sogenannten Bonzen, die der Xylograph vertieft gravirt, während der Eidograph dieselben erhöht mit einer Metallmasse und einem fiiefsenden Stift aufträgt.
Die Masse, welche durch den fiiefsenden Stift aufgetragen wird, wird folgendermafsen hergestellt: ein Theil feinste echte Silberbronce und drei Theile feinsten sibirischen Gravit werden in einer Schale mit Wasserglas angerieben, bis man einen Teig wie Glaserkitt erhält. In einem kleinen Kessel löst man über Spiritusfeuer in einem Theil absoluten Alkohol und einem Theil Terpentinspiritus einen Theil feinste gereinigte Guttapercha auf; ist die Lösung vollkommen, so wirft man obigen Teig hinein, nimmt das Ganze vom Feuer und reibt die Masse auf einem Marmorstein, wie man OeI-farben reibt; wenn das ganze Gemenge eine Consistenz wie harte Butter hat, dann bringt man dasselbe in ein Glas und setzt dasselbe in heifses Wasser, worin die Masse immer weich bleibt.
Die Hülse zum Stift wird aus Guttaperchapapier gemacht, indem man damit einen starken Eisendraht, welcher vorn auf Nadelspitzendicke endet, umhüllt. Die Enden werden mit obiger Guttaperchalösung zusammengeklebt, der Eisendraht herausgezogen und der Stift mit einer Spritze mit der warmen Masse gefüllt; beim Druck mit dem Finger am unteren Theil des Stiftes kann man, je nachdem man die Hülse unten abschneidet, feine und grobe Fäden auf die Zeichnung ziehen, und macht mit jedem Pünktchen eine sogenannte Bonze.
Die eidographische Metallplatte wird direct in die galvano-plastische Batterie gehängt und ein Cliche" davon gewonnen. Die feinen dicht nebeneinander liegenden Schattenstriche sind durch das einfache Nachgraviren schon fertig zum Schnellpressendruck; bei vorkommenden Fehlern streicht man die Fehlstelle mit einem Pinsel voll Terpentinspiritus hinweg, und macht mit der Metallfeder die Zeichnung wieder zurecht.
Zeichnungen verschiedener Art können gleich auf die eidographische Platte selbst eirigravirt werden, es wird zu solchen Zwecken nur die .Weichbleischicht doppelt aufgetragen.
Ebenso kann die Eidographie zur Anfertigung von Stanzen zu Pressungen von Buntpapier, Etiquetten, Leder, ferner zur Anfertigung erhabener Stanzen zum Druck von Cattun, von Tapeten etc. angewendet werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1983001229A1 (fr) * 1981-10-08 1983-04-14 Michel Franckx Plaque traitee destinee aux arts graphiques

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1983001229A1 (fr) * 1981-10-08 1983-04-14 Michel Franckx Plaque traitee destinee aux arts graphiques

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