DE99566C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE99566C DE99566C DENDAT99566D DE99566DA DE99566C DE 99566 C DE99566 C DE 99566C DE NDAT99566 D DENDAT99566 D DE NDAT99566D DE 99566D A DE99566D A DE 99566DA DE 99566 C DE99566 C DE 99566C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- alcohol
- bitumen
- gasoline
- water
- lignite
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/04—Raw material of mineral origin to be used; Pretreatment thereof
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10F—DRYING OR WORKING-UP OF PEAT
- C10F5/00—Drying or de-watering peat
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES λ
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
Dr.. EMIL MEYER in BERLIN. Verfahren der Verarbeitung von Schweel-Braunkohle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. März 1898 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft die Verwerthung von Schweel-Braunkohle durch Gewinnung
von Bitumen und Prefsbriketts.
Die Braunkohlen des sächsisch-thüringischen Bezirks enthalten wachsartige Verbindungen
von hohem Schmelzpunkt, die höher verwerthbar sind, als die aus dem Schweeltheer gewonnenen
Paraffin- und Oelsorten. Dieses Bitumen ist in Benzin löslich, sobald das
Wasser aus der Braunkohle entfernt ist. Diejenigen Kohlen, welche jetzt bei der Destillation
viel und werthvollen Theer geben, enthalten grofse Mengen Wasser bis zur Hälfte ihres
Gewichts.
Wie beim Trocknen und Reifmachen des Holzes vorgeschlagenen Verfahren (vergl. Patent
Nr. 100558) kann man hier ein Alkoholbenzingemisch anwenden, so dafs der Alkohol das
Wasser und das Benzin das Harz aufnimmt und so dem Alkohol den Weg bahnt, und umgekehrt.
Man kann dieses Verfahren deshalb mit Vor-' theil verwenden, weil die Wiedergewinnung
des Alkohols und Benzins aus dem nach der Behandlung resultirenden, allerdings wasserreichen
Gemisch erheblich leichter und daher billiger ist, als die Entfernung des Wassers
aus dem Holz durch Verdunstung, welche . aufserdem noch erhebliche Mängel (schädliche
Beeinflussung des Holzes) zeigt.
Da die Braunkohle aber wie die oben angegebene vielfach eine grofse Menge Wasser
enthält, so behandelt man dieselbe nach vorliegender Erfindung zunächst, gewissermafsen
um eine Vorentwässerung vorzunehmen, mit Alkohol; zeigt derselbe 6o° Tralles, so läfst
man nun das Alkoholbenzingemisch einwirken.
Man kann jedoch die Behandlung mit Alkohol auch weiter fortsetzen und das Benzin
für sich zugeben, alsdann bildet sich das Gemisch
in der Braunkohle selbst und wirkt wie das vorgängig bereitete.
Das Bitumen der Braunkohle wird durch das Gemisch extrahirt. In der zuerst ablaufenden
Flüssigkeit ist nur wenig Bitumen, und zwar in Flocken vorhanden, da hier noch der
durch Wasser verdünnte Alkohol überwiegt, durch welchen das Bitumen ausgeschieden
wird, die spätere enthält das " Bitumen in
gröfserer Menge gelöst. Es ist vortheilhaft, diese Flüssigkeiten getrennt zu verarbeiten, da
die zuletzt gewonnenen Bitumenlösungen wasserfrei sind und in der Blase mehr Theer geben,
während die zuerst abgelaufenen Flüssigkeiten das darin in geringer Menge gelöste Bitumen
sehr bald nach Austreibung des Benzins bezw. Alkohols als schwimmende Flocken abscheiden.
Letztere sind deshalb, nachdem aus der Blase die sämmtlichen Alkohol- und Benzindämpfe
durch Destillation entfernt sind, sehr leicht mechanisch zu gewinnen. ■
In der Blase bleibt das sämmtliche Wasser der Braunkohle zurück, da aus den Dämpfen
beim Durchgang der Colonne alles Wasser sich trennt und zurückfliefst, während Alkohol
und Benzin concentrirt wiedergewonnen werden. Die Umwandlung des Bitumens in reine Producte
geschieht nach den bei der Darstellung von Paraffin und Erdwachs üblichen Methoden.
Bei der * Form der Extractionsgefäfse ist darauf Rücksicht zu nehmen, dafs nach vollendeter
Extraction des Bitumens aus der Braunkohle eine Erwärmung der letzteren möglich ist, um die nach dem Abdrücken der Benzinlösung
darin zurückbleibenden Antheile als Destillat zu gewinnen und ferner eine mechanische
Entleerung der warmen Braunkohle zur Ausführung kommen kann.
Die Braunkohle ist nach der Extraction und nach der Befreiung von Benzin in dem erwärmten
Zustande sehr geeignet, auf billigem Wege in wasserfreie harte Heizbriketts übergeführt
zu werden, und erfordert für diesen Zweck nur eine geringe Nacherwärmung. Die
Braunkohlenrückstände werden dadurch als ein viel werthvolleres Heizmaterial verwerthet, als
der Rückstand der Theerschweelerei, der sogen. Grudekoks.
Diesen Braunkohlen kann ein höherer Heizwerth und eine bessere Prefsfähigkeit verliehen
werden durch Zusatz eines dicken Abfallproducts der Theer- oder Petroleum-Industrie in
heifsem Zustande oder auch in Benzin gelöst. Diese pechartigen Zusätze durchziehen während
der Austreibung des Benzinalkohols gleichmäfsig die Braunkohle und erhöhen den Werth der
Briketts.
Durch die Anwendung des Benzinalkoholgemisches wird das Bitumen wie der Heizstoff
des Rückstandes besser und vollkommener gewonnen als beim Schweelverfahren, während
die Kosten der geringen, bei der Wiedergewinnung nicht ganz zu vermeidenden Verluste
an Benzin und Alkohol den anderen Ersparnissen gegenüber nicht in Betracht kommen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren der Verarbeitung von Schweel-Braunkohle auf Bitumen und Briketts, dadurch gekennzeichnet, dafs man das Bitumen nach Entfernung des Wassers durch Alkohol mittelst eines Alkohol-Benzingemisches mit oder ohne Erwärmen auszieht, die Lösung zur Abscheidung des Bitumens und Wiedergewinnung des Alkohol-Benzingemisches zweckmäfsig in Colonnenapparaten einer Destillation unterwirft, wonach der von Benzin befreite Laugerückstand mit oder ohne Erhitzung nöthigenfalls unter Zumischung von Pech oder dergl. zu Briketts verarbeitet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99566C true DE99566C (de) |
Family
ID=370434
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99566D Active DE99566C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99566C (de) |
-
0
- DE DENDAT99566D patent/DE99566C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE99566C (de) | ||
| DE2922553A1 (de) | Verfahren zur umwandlung von gummiabfaellen in gasfoermige und fluessige brennstoffe durch kracken | |
| DE612810C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Treib- oder Heizoeles aus Steinkohlenteer | |
| DE31330C (de) | Neuerung an dem im Patent Nr. 25 995 geschützten Verfahren der Anwendung von Moostorf als Beimischung zu Petroleum, Oelen und dergl. bei deren Destillation etc | |
| US1864496A (en) | Production of nonknocking motor fuels | |
| DE1921917C3 (de) | Verfahren zur Herstellung schwefelarmer Heizöle aus Rückstandsölen mit hohem Schwefelgehalt | |
| DE12933C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Anthracen aus Steinkohlenteer | |
| DE831552C (de) | Verfahren zur Trennung der Bestandteile von Bitumenpechen | |
| DE724054C (de) | Verfahren zur Herstellung von Treiboel | |
| AT160848B (de) | Verfahren zur Reinigung von Steinkohlenteeröl. | |
| AT127822B (de) | Verfahren zur Überführung von kreosotreichen Teeren in Straßenbaupech, Benzin und hochwertige Phenole. | |
| DE392190C (de) | Treibmittel fuer Explosionsmotoren | |
| DE105196C (de) | ||
| DE285190C (de) | ||
| DE32083C (de) | Verfahren zur Herstellung von Harzsäureestern, welche die gebräuchlichen Lackharze bei Herstellung von Lacken und Firnissen ersetzen können | |
| DE346459C (de) | Verfahren der Aufarbeitung von OElschiefer | |
| DE941216C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Heizoelgemisches | |
| DE276994C (de) | ||
| DE591877C (de) | Verfahren zur Spaltung von Kohlenwasserstoffoelen | |
| DE621638C (de) | Mittel zur Verhinderung von Naphthalinabscheidungen in Leuchtgasleitungen | |
| DE389471C (de) | Verfahren zur Trennung von aliphatischen und aromatischen Bestandteilen des Urteers | |
| DE697291C (de) | Verfahren zur Veredlung von Spuelgasschwelteer aus Steinkohle | |
| DE712431C (de) | Verfahren zur Gewinnung von raffinierten OElen und Wasserstoff aus Braunkohlenteerpech, Steinkohlenteerpech u. dgl. | |
| DE433268C (de) | Verfahren zur Zerlegung von Steinkohlenurteer oder seinen Destillaten in Phenole undNeutraloele | |
| AT160734B (de) | Verfahren zur Gewinnung organischer Verbindungen aus den bei der Schwefelsäureraffination von Mineralölprodukten erhältlichen Raffinationsabfallstoffen. |