DE99532C - - Google Patents

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DE99532C
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02B—HYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B8/00—Details of barrages or weirs ; Energy dissipating devices carried by lock or dry-dock gates
    • E02B8/02—Sediment base gates; Sand sluices; Structures for retaining arresting waterborne material
    • E02B8/023—Arresting devices for waterborne materials
    • E02B8/026—Cleaning devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 85: Wasserleitung und Canalisation.
RIENSCH & CO. in WIESBADEN. Reinigungsvorrichtung für Abwässer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. August 1896 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine selbsttätige mechanische Vorrichtung, um die feineren Schwimmkörperchen aus den Abwässern behufs Reinigung derselben als Filter wirken zu lassen und, nachdem sie diesen Dienst gethan, mechanisch ohne jede menschliche Hülfe aus dem Wasser zu entfernen und entwässert in einen Feldbahnwagen zu fördern, der sie für die Dungverwerthung an den geeigneten Ort bringt. Um nun diese Art Reinigung von Abwässern zu bewirken, bedarf es besonders construirter Vorrichtungen mit sehr feinen Durchgangsöffhungen; alle Versuche, welche in dieser Hinsicht mit Maschensieben, durchlochten Blechen, sei es auf geraden Flächen oder Trommeln, angestellt sind, haben zu keinem Resultat geführt. Die Maschen und Löcher verstopfen sich sofort, die Reinigung solcher Siebe ist sehr schwierig, so dafs man damit bei gröfseren Anforderungen zu keinem zufriedenstellenden Resultat gekommen ist, so dafs man von dem Auffangen der feinen Sinkstoffe-Abstand nahm, die Abwässer mit diesen feinen Sinkstoffen der Bodenfiltration unterwarf und den sich absetzenden Schlamm durch Handarbeit entfernte; so beschäftigt z. B. die städtische Verwaltung Berlins, auf ihren Rieselgütern nahezu 100 Arbeiter, die durch Handbagger die erwähnten Stoffe, die sich zu Schlamm gebildet und die Felder verfilzen würden, entfernen. Die nachstehend beschriebene Vorrichtung besorgt diese Arbeit nicht allein vollständig automatisch, sondern läfst auch die Vorrichtung, ehe sie sie dem Wasser entzieht, als filtrirende Masse wirken.
Die Vorrichtung besteht aus zwei (oder mehreren) leichten schmiedeisernen Rahmen M, welche das Mafs der Höhe und Breite des Abfiufskanals haben. Die Rahmen werden harfenartig mit Metalldrähten überzogen und dadurch der ganzen Länge nach freie Durchgangsspalten von ι mm, wenn nöthig noch weniger, gebildet. Um eine gleichmäfsige gute Spannung der Drähte zu erhalten, werden die Drähte einzeln oder zu zweien durch eine Spannschraube angezogen.
Die ganze Fläche, welche den Abwässern dargeboten wird, ist vollkommen glatt, frei und gerade und kann deshalb spielend leicht gereinigt werden. Die beiden Rahmen werden in ca. ι m Entfernung von einander in Führungsschienen m schräg gegen die Richtung des Wasserstromes in den Kanal A gesetzt.
Aller Schmutz des.Abwassers setzt sich vor den Drähten ab und bildet nun selbst eine Filterschicht, welche auch die feinsten schwimmenden Körper zurückhält.
Ist der Ansatz so dick und dicht geworden, dafs er das normale Wasserquantum nicht mehr hindurchläfst, so geht der erste Rahmen, der an beiden Seiten mit Zahnstangen m1 versehen ist, durch mechanische Einschaltung eines Getriebes in die Höhe. Auf seinem Wege nach oben wird das Schmutzfilter durch die Rundbürste η abgenommen und auf das Transportband JV geworfen. Die sich langsam drehende Walze 0, die ebenfalls von der Bürste bestrichen wird, bildet die Dichtung zwischen Rahmen M und Transportband N.
Ist die Zahnung der Zahnstange ml abgelaufen, so bleibt der Rahmen M stehen. Durch Umschaltung des durch Gegengewichte ent-
lasteten Getriebes geht dann der Rahmen sanft auf seiner schrägen Führungsbahn in den Kanal zurück und wird bei seinem Rückgange nochmals von der Bürste η gereinigt.
Während der eine Rahmen hochgehoben wird, fängt der andere dahinter liegende Rahmen die feinen Sinkstoffe auf und filtrirt das Wasser.
Die Rund bürste η eines jeden Rahmens wird also nur zeitweilig beansprucht, während sie die übrige Zeit frei in der Luft rotirt. In dieser Zeit schleudert sie sich selbst rein, und dies bietet den Vortheil, dafs die Borsten trocken und steif erhalten werden. Auf diese Weise kann die mechanische Reinigung bis auf einen sehr hohen Grad getrieben werden, namentlich wenn die Zahl der Rahmen eventuell noch weiter vermehrt und die Oeffnungen noch weiter verengt werden.
Diese ganze geschilderte mechanische Reinigung vollzieht sich in wenigen Minuten und nimmt nicht mehr Zeit in Anspruch, als das Kanalwasser ohne Beeinträchtigung seiner Geschwindigkeit zum Passiren der Apparate gebraucht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Reinigungsvorrichtung für Abwässer, bestehend aus einem in dem Abwässerkanal herausziehbar angeordneten Gitter, das durch in einem Rahmen harfenartig gespannte Drähte gebildet und beim Herausziehen aus dem Kanal durch eine sich drehende Bürste gereinigt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE99532C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2654757A1 (fr) * 1989-11-17 1991-05-24 Electricite De France Grille pour prise d'eau.
FR2655073A1 (fr) * 1989-11-30 1991-05-31 Electricite De France Dispositif pour debarrasser un cours d'eau des matieres flottantes volumineuses a l'aide d'une grille.

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2654757A1 (fr) * 1989-11-17 1991-05-24 Electricite De France Grille pour prise d'eau.
FR2655073A1 (fr) * 1989-11-30 1991-05-31 Electricite De France Dispositif pour debarrasser un cours d'eau des matieres flottantes volumineuses a l'aide d'une grille.

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