DE99490C - - Google Patents

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DE99490C
DE99490C DENDAT99490D DE99490DA DE99490C DE 99490 C DE99490 C DE 99490C DE NDAT99490 D DENDAT99490 D DE NDAT99490D DE 99490D A DE99490D A DE 99490DA DE 99490 C DE99490 C DE 99490C
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acetylene
copper
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metal salt
purification
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • C07C7/14833Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with metals or their inorganic compounds
    • C07C7/1485Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound with metals or their inorganic compounds oxides; hydroxides; salts

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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26: Gasbereitung und -Beleuchtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. April 1896 ab.
Das aus Carbid gewonnene Acetylen hat einige Eigenschaften, welche seine Verwendung im Grofsen in Frage zu stellen geeignet sind. Diese Eigenschaften sind vor allem der unangenehme Geruch des Acetyiens und seine Fähigkeit, Kupfer unter Bildung explosibler Kupferverbindungen anzugreifen. Beide Uebelstände beruhen nicht auf Eigenschaften des Acetyiens selbst, sondern sind durch Beimischung fremder, zum Theil bisher noch nicht genau bekannter Verbindungen bedingt.
Das vorliegende Verfahren hat nun den Zweck, die gesammten Beimengungen des Acetyiens, welche jene beiden Uebelstände verursachen, auf einmal zu entfernen und somit ein Acetylen zu gewinnen, welches als chemisch rein zu bezeichnen ist. Dieses reine Acetylen hat weder den typischen Geruch des Carbidacetylens, noch ist es im Stande, in Berührung mit Kupfer explosible Verbindungen zu bilden. Das Acetylenkupfer entsteht nämlich nicht durch directe Einwirkung chemisch reinen Acetyiens auf metallisches Kupfer; das Kupfer mufs vielmehr erst auf einem anderen Wege angegriffen werden, so dafs das Acetylen bereits Kupferverbindungen vorfindet, mit denen es sich zu Acetylenkupfer umsetzen kann. Zu den das Acetylen begleitenden Körpern, welche in dieser Weise gewissermafsen als Ueberträger functioniren, gehört u. a. der Phosphorwasserstoff, welcher das Kupfer unter Bildung von Phosphorkupfer angreift, aus welchem dann durch Einwirkung von Acetylen Acetylenkupfer entsteht.
Das Verfahren beruht auf der Erkenntnifs, dafs die das Acetylen begleitenden Verunreinigungen " durch saure Metallsalzlösungen, insbesondere Schwermetallsalzlösungen zurückgehalten werden. Besonders geeignet sind die Metalle der Kupfer- und Eisengruppe, welche mehrere Oxydstufen bilden. Zur Reinigung wird das Acetylen durch eine Reihe von Gefäfsen geleitet, welche z. B. eine salzsaure Lösung von Kupferchlorid enthalten. Das aus den Reactionsgefä'fsen entweichende Acetylen braucht nur noch mit Wasser gewaschen zu werden, um sich in einem fast chemisch reinen Zustande darzustellen. Das so gewonnene Acetylen hat einen schwach aromatischen Geruch, dem Spuren von Aldehydgeruch beigemischt sind, wobei dahingestellt bleiben mufs, ob minimale Antheile des Acetyiens oder ein Theil der begleitenden
Aldehyd übergegangen sind.
Versuche haben gezeigt, dafs dieses so gereinigte Acetylen in Berührung mit metallischem Kupfer keine Acetylenkupferverbindung bildet. Hat man salzsaures Kupferchlorid als Reinigungslauge ange\vendet, so ist dieselbe nach dem Durchgang bis zu einem gewissen Grade vom Acetylen entfärbt (reducirt) worden und kann durch einfaches Durchblasen von Luft regenerirt werden. Das Gleiche gilt für die Salze von Quecksilber, Eisen und anderen
Verunreinigungen
i2.Au/Uge, ausgegeben am 1. Mai iSgg.J

Claims (1)

  1. Metallen mit mehreren Oxydstufen. Das Ver- ι
    fahren bietet also den grofsen Vortheil aufser- ! Patent-Anspruch :
    ordentlicher Billigkeit, indem stets dieselben j Verfahren zum Reinigen von Carbidacetylen,
    Laugen zur Verwendung kommen können, j dadurch gekennzeichnet, dais das Acetylen in
    ohne einen die unvermeidlichen Betriebsver- : innige Berührung mit sauren Metallsalzlösungen.
    luste übersteigenden Mehraufwand an Rea- insbesondere solcher Schwermetall gebracht
    gentien zu erfordern. wird, welche mehrere Oxydstufen bilden.
    B[-:nUN. GEDRUCKT IN DER RElCHSDRUCKEtIEI.
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