DE99385C - - Google Patents
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- DE99385C DE99385C DENDAT99385D DE99385DA DE99385C DE 99385 C DE99385 C DE 99385C DE NDAT99385 D DENDAT99385 D DE NDAT99385D DE 99385D A DE99385D A DE 99385DA DE 99385 C DE99385 C DE 99385C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C13—SUGAR INDUSTRY
- C13B—PRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- C13B5/00—Reducing the size of material from which sugar is to be extracted
- C13B5/06—Slicing sugar beet
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Biochemistry (AREA)
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- Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bisher wird bei den Schnitzelmaschinen ein Mitnehmen der Rüben durch die rotirende
Schneidscheibe durch mehrere im Rumpf der Maschine feststehend angeordnete Querwände
verhindert. Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese Einrichtung in der rechten Hälfte der
Fig. ι veranschaulicht. Die betreffende Querwand α ist — wie die Figur erkennen läfst .—
derart einstellbar, dafs der freie Raum zwischen ihrer Unterkante und der Schnitzelscheibe
verändert werden kann.
Diese festen Querwände verhindern zwar das Mitrotiren der Rüben, sie haben aber den
Nachtheil, dafs sie die wirbelnde Bewegung, in welche die Rüben beim Gange der Schnitzelmaschine
gerathen, noch unterstützen. Da sich nämlich die Rüben vor den Querwänden
stauen, so werden sie durch die Centrifugalkraft in verstärktem Grade direct längs der
Querwände nach aufsen geschoben. Andererseits kommen die Rüben zufolge der Rotation
der Schneidscheibe und der gleichzeitigen Stauung in eine Art rollende Bewegung. Dieses
Rollen der Rüben um sich selbst und die gleichzeitige centrifugale Auswärtsverschiebung
ergiebt als Resultirende eine Art von wirbelnder Bewegung, was den grofsen Nachtheil
hat, dafs die Rüben nicht in regelrechter Lage geschnitten werden und demgemäfs ganz ungleichmäfsige
und unrichtig geformte Schnitzel entstehen. Dies ist aber für die weitere Verarbeitung
der Schnitzel sehr nachtheilig. Auch wird durch die vorerwähnte wirbelnde Bewegung
der Rüben naturgemäfs die Leistung der Schnitzelmaschine stark beeinträchtigt.
Durch den Gegenstand vorliegender Erfindung werden diese Mängel vollständig beseitigt.
Es ist dies dadurch erreicht worden, dafs statt der einfachen Stauwände je ein System von
drehbaren Fingerscheiben bezw. eine mit glatten oder gezackten Ringen oder auch mit
stumpfen Stacheln besetzte Walze angeordnet ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht die linke Hälfte von Fig. ι im radialen
Verticalschnitt die vorliegende Einrichtung in Form der Fingerscheiben.
Fig. 2 zeigt, im Grundrifs die Schnitzelmaschine
mit zwei solchen. Systemen von Fingerscheiben.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der in Betracht kommenden Theile der Maschine mit theilweisem
Schnitt nach x-x.
Fig. 2, 4 und 5 veranschaulichen Abarten der Vorrichtung zum Festhalten der Rüben.
Wie. Fig. ι und 2 erkennen lassen, sind im Rumpf b der Schnitzelmaschine zwei oder
eventuell auch mehr Achsen c c angeordnet und befestigt, auf welchen mit geeignetem
Zwischenraum Fingerscheiben d drehbar sitzen.
Bei der Rotation der Messerscheibe wird jede der vor den Fingerscheiben zu Unterst
liegenden Rüben fest gegen die Finger von zwei oder mehr benachbarten Scheiben herangeschoben.
Die ,Rübe tritt hierbei mehr oder weniger unter die nach abwärts gerichteten
Finger und klemmt sich zwischen den Fingern und der Messerscheibe e derart fest, dafs sie
weder durch die Centrifugalwirkung nach aufsen geschoben werden, noch in irgend-
welche rollende oder wirbelnde Bewegung kommen kann. Die Rübe liegt also beim
Schnitt durch das Schnitzelmesser vollkommen fest und ruhig, so dafs formvollendete Schnitzel
entstehen.
Ist der Schnitt erfolgt, so wird die Rübe, da sie jetzt um das Mafs der Schnitzel schwächer
geworden ist, von der rotirenden Messerscheibe sofort um ein entsprechendes Mafs weiter vorgeschoben
, wobei die Rübe ihrerseits die sie haltenden Fingerscheiben dementsprechend etwas weiter dreht. Die Rüben werden also
bei vorliegender Vorrichtung nach jedem Schnitt um ein ganz geringes Mafs im Sinne der Rotation
der Messerscheibe vorgeschoben, behalten hierbei aber ihren radialen Abstand von
der Achse der Messerscheibe durchaus bei, weil eben der Vorschub der Rüben und die
Weiterdrehung der betreffenden Fingerscheiben durchaus gleichzeitig stattfinden, so dafs also
das nächste Schnitzelmesser die Rübe genau an der richtigen Stelle schneidet und somit
durchweg formvollendete Schnitzel erzielt werden. Aufserdem hat der Umstand, dafs die
Rüben in ihrer festgeklemmten Lage dicht an die Messerscheibe e angeprefst werden, noch
die günstige Wirkung, dafs durchaus vollschnittige Schnitzel erzeugt werden. Es wird
durch vorliegende Einrichtung also auch die Leistung der Maschine gesteigert.
Die Zwischenräume zwischen den einzelnen Fingerscheiben können durch Einlegen von
Stellringen je nach Bedarf verändert werden. Statt der Fingerscheiben könnten mit ziemlich
gleichem Effect auch vollrandige Scheiben verwendet werden.
Es können die einzeln drehbaren Fingerscheiben übrigens auch durch eine einheitliche
Stachelwalze f ersetzt werden, wie solche Fig. 4 veranschaulicht.
Ein ganz ähnliches Organ ergiebt sich, wenn die Fingerscheiben d mittelst eines durch dieselben
hindurchgesteckten Stiftes g (Fig. 2 rechte Hälfte) mit einander gekuppelt werden.
Hierbei können die zur Aufnahme des Stiftes dienenden Löcher derart angeordnet sein, dafs
die Finger nach erfolgter Kuppelung der Scheiben entweder in Reihen oder versetzt zu
einander stehen.
Statt der Stachel- oder Fingerwalze kann auch eine Nuthenwalze (Fig. 5) benutzt werden.
Die neben den Nuthen befindlichen ringförmigen Leisten h (Fig. 5) können, glattrandig
oder, wie bei i in Fig. 5 dargestellt ist, gezackt sein.
In allen diesen Fällen sitzen die Walzen natürlich lose drehbar auf der Achse c, welche
dann mit dem lichten Durchmesser der Walze entsprechenden Bunden k versehen ist, auf
Welchen die Walze läuft.
Auch bei diesen Walzen klemmen sich die Rüben infolge ihres Bestrebens, mit der Messerscheibe
mit umzulaufen, fest zwischen die Finger bezw. Ringleisten der Walze und die Messerscheibe ein, so dafs jedes seitliche Verschieben
trotz der Wirkung der Centrifugalkraft aufhört.
Es ist ersichtlich, dafs in der Praxis von jeder Rübe ein kleines Stückchen verbleibt,
welches unter den Fingern oder Ringleisten durchrutscht. Diese Rübenreste schieben sich
unter und zwischen die noch ganzen Rüben uud werden unter dem Drucke der aufliegenden
Rüben ebenfalls sehr bald zerschnitten.
Um diese Wirkung aber noch sicherer zu erzielen, können zwischen den Fingerscheibehbezw.
Walzensystemen auch noch einzelne starre Querwände, wie solche bisher üblich sind, beibehalten werden. In Fig. 2 ist diese
Anordnung bei α1 und a2 veranschaulicht; doch
sei ausdrücklich betont, dafs diese starren Aufhalter bei Anwendung der drehbaren Fingerscheiben
oder Walzen keineswegs unbedingt erforderlich sind.
Um zu verhindern, dafs die in üblicher Weise von oben nachgeschütteten Rüben auf
die Finger bezw. Ringleisten fallen und sich beschädigen, wird über jedem System der
Fingerscheiben bezw. über jeder Andrückwalze ein Schutzdach I (Fig. 1 und 3) angebracht.
Die Fingerscheiben bezw. Walzen bringen auch noch nach einer anderen Richtung hier
eine sehr wesentliche Wirkung hervor. Sie veranlassen nämlich ein Längsrichten der
Rüben, d. h. ein solches Eindrehen derselben, dafs sie der Länge nach zu Schnitzeln geschnitten
werden und somit schöne lange Schnitzel entstehen, was in der Praxis sehr
erwünscht und vortheilhaft ist.
Dieses Lä'ngsrichten vollzieht sich in folgender Weise:
Für gewöhnlich hat die Rübe, da ihr Schwerpunkt mehr nach dem Kopfende zu
liegt, unter der Centrifugalwirkung das Bestreben, mit dem Kopfende voran zu fliegen.
Sie trifft daher zumeist mit dem Kopfende zuerst gegen einen Finger. Sobald dieses
erfolgt ist, wird hierdurch für die Rübe eine 'von dem Finger nach dem Auflagepunkt der
Rübe auf der Schnitzelscheibe gehende Drehachse geschaffen, und letztere wird stets an der
nahe dem Kopfende befindlichen stärksten Stelle der Rübe bezw. kurz vor dieser stärksten
Stelle noch mehr nach dem Kopfende zu liegen, so dafs also die gröfsere ·Rübenmasse von
dieser Drehachse aus zunächst nach rückwärts liegt. Da nun die Centrifugalkraft dieser von
der wie beschrieben gebildeten Drehachse aus nach rückwärts liegenden gröfseren Rübenmasse
gröfser ist als die der vor der Dreh-
Claims (1)
- achse liegenden kleineren Masse, so hat die Bildung vorerwähnter Drehachse sofort zur Folge, dafs die Rübe um diese Drehachse herumschwingt, so dafs das Wurzelende nach vorn unter die Achse der Fingerscheiben zu liegen kommt und die in dieser Richtung sich allmälig weiter vorschiebende Rübe vom Kopfende aus in ihrer Längsrichtung in ■ Schnitzel zerschnitten wird. Es entstehen also durchweg so lange Schnitzel, als dies überhaupt nur möglich ist.Patent-Ansρrüch:Schnitzelmaschine, bei welcher zur Verhütung eines centrifugalen Entweichens der dem Schnitt unterliegenden Rüben, sowie einer rollenden Bewegung derselben im Rumpfe (b) Gruppen auf je einer Achse (c) lose drehbarer, vollrandiger bezw. gezackter oder mit Fingern besetzter Einzelscheiben (d) oder - an Stelle solcher drehbare Stachel- oder Nuthenwalzen (Fig. 4 und 5) derart angeordnet sind, dafs die Rüben sich zwischen denselben und der Schneidscheibe festklemmen, nach jedem Schnitt durch . die von den weitergleitenden Rüben mitgenommenen und hierdurch in Drehung versetzten Scheiben bezw. Walzen sofort wieder aufs neue fest gegen die Schnitzelscheibe angedrückt und so für den nächsten Schnitt festgehalten werden."Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99385C true DE99385C (de) |
Family
ID=370266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99385D Active DE99385C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99385C (de) |
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