DE99279C - - Google Patents

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DE99279C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B10/00Drill bits
    • E21B10/26Drill bits with leading portion, i.e. drill bits with a pilot cutter; Drill bits for enlarging the borehole, e.g. reamers
    • E21B10/32Drill bits with leading portion, i.e. drill bits with a pilot cutter; Drill bits for enlarging the borehole, e.g. reamers with expansible cutting tools
    • E21B10/325Drill bits with leading portion, i.e. drill bits with a pilot cutter; Drill bits for enlarging the borehole, e.g. reamers with expansible cutting tools the cutter being shifted by a spring mechanism

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
J^fTENTSCHRIFT
KLASSE 5 A Bergbau.
(Galizien).
Erweiterungsbohrer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1898 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet . ein Nachnahmbohrer, welcher den Zweck hat, ein Bohrloch unterhalb der Röhrentour zu erweitern und den in solchem Falle bei anderen bekannten Constructionen der Nachnahmbohrer bisher vorkommenden Versagungen, Störungen u. s. w. vorzubeugen.
Dem oberen, runden Theil b (Fig. 1, Seitenansicht) mit dem zur Verbindung mit den Bohrstangen dienenden Gewinde α schliefst sich ein kurzes Quadratstück c (zum Festhalten mit einem Schlüssel) und der Mittelkörper dd an; dieser letztere übergeht in ein schmäleres Stück e und wieder stärkeres Rundstück f mit dem Gewinde, um event, einen gewöhnlichen Erdbohrer (Meifsel) aufzunehmen. Der Mittelkörper dd ist inmitten mit einer zur Aufnahme der Backen h h dienenden Oeffnung, in welcher die ersteren auf- und abwärts geschoben werden können, versehen. Die Backen sind daher auf keinen Bolzen am Mittelkörper angebracht, um welche sie drehbar wären bezw. aus einander getrieben werden könnten, wie dies bei anderen, bisher bekannten Constructionen der Fall war.
Bei der Aufwärtsschiebung stofsen die Backen an den am Mittelkörper befindlichen hutförmigen Ansatz g an und werden dann in der gespreizten Stellung (Fig. 3, Schnitt C-D) mit der von unten wirkenden Feder i gehalten, weil dieselbe mit ihrem einen Ende auf den eingeschraubten Einsatz k federt, daher das andere Ende die Backen aufwärts treiben mufs.
Die Backen h h sind beiderseits mit leistenartigen, schiefen, d. h. unter einem spitzen Winkel zur Längenachse laufenden Ansätzen //, die in den correspondirenden, im Mittelkörper ausgehobelten Nuthen I111 auf- und abwärts beweglich sind, versehen. Die Aufwä'rtsschiebung der Backen hat zur Folge, dafs letztere horizontal aus einander getrieben werden, wodurch der Durchmesser des' Bohrloches während der Nachbohrung zunehmen mufs und nachher der ganze Röhrenstrang r nachgetrieben werden kann.
Eine andere Anordnung der Backen besteht darin, dafs anstatt der leistenartigen Ansätze je zwei schiefe Schlitze s s (Fig. 4) gemacht und durch diese letzteren und den Mittelkörper die Keile pp durchgesteckt werden. Sowohl die leistenartigen Ansätze //, als auch die in dem Mittelkörper eingetriebenen Keile ρ ρ dienen den Backen bei deren Auf - oder Abwärtsschiebung zur Führung.
Der Nachnahmbohrer kommt wie folgt zur Anwendung:
Behufs Durchführung dieses Werkzeuges durch die nachzutreibende Röhrentour, werden die Backen der Federkraft entgegen heruntergedrückt (Fig. i, Seitenansicht), so dafs die Schneiden zurücktreten, und der Nachnahmbohrer wird in diesem Zustande in das Bohrloch eingelassen. Sobald er aber das untere Ende der Röhrentour passirt hat und sich nunmehr im Bohrloch selbst befindet, kommt die Federkraft wieder zur Geltung, d. h. treibt die Backen hinauf, so dafs die

Claims (3)

  1. Schneiden hervortreten und die Arbeit des Erweiterns (»Nachnehmens«) des Bohrloches erfolgen kann.
    Beim Fördern des Nachnahmbohrers stofsen die vorstehenden Backen an das untere Rohrende, werden dadurch heruntergedrückt und treten zurück, so dafs man das ganze Werkzeug ohne welche Schwierigkeit heraufbekommt. Um zu verhindern, dafs die Schneiden während des Einlassens sich gegen die Rohrwand spreizen, werden sie vorher entweder mit schwachem Drahte zusammengebunden oder kleine Holzstücke untergelegt, die alsdann im freien Bohrloch herausfallen. Diese Vorsicht ist jedoch nicht von Belang, weil die glatten Röhren eine Spreizung kaum zulassen.
    Die Vortheile dieses Nachnahmbohrers gegenüber den bisherigen Typen sind:
    i. absolute Sicherheit der Arbeit. Im Augenblick des Aufschiagens kommt hier nicht nur die Federkraft zur Geltung, sondern auch insbesondere die Wucht des Schlages selbst, welche die beiden Backen gleichsam aus einander keilt und den Nachnahmbohrer sicher im gespreizten Zustande erhält, selbst wenn durch Anfahren einer stark geneigten, harten Steinplatte die Schneiden mit grofser Kraft zurückgestofsen werden sollten;
  2. 2. die Festigkeit und Widerstandsfähigkeit der Backenführung gegen die Wucht des Schlages;
  3. 3. die Möglichkeit, den arbeitenden Schneiden eine bedeutende Länge zu geben, so dafs sie in dem Mafse der Abnutzung immer weiter nachgeschärft werden können.
    Pa TJE nt-Ansprüche:
    1. Erweiterungsbohrer, bei welchem die gegebenenfalls unter dem Druck der Feder (i) stehenden Schneidbacken (h h) in in Längsschlitzen des Bohrers angeordneten Keilführungen (I I1) auf- und abgleiten können und hierbei parallel sich selbst nach aufsen oder innen geschoben werden.
    2. Eine 'Ausführungsform des Erweiterungsbohrers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die Backen (h h) mittelst Zapfen (pp) in schrägen Schlitzen fs s) des Bohrers geführt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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