DE99007C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10H—PRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
- C10H5/00—Acetylene gas generators with automatic water feed regulation by the gas-holder
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
Description
pt
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Entwicklers, mittels dessen man Acetylen in
ununterbrochenem Betriebe nach Mafsgabe des unmittelbaren Bedarfes darstellen kann, wobei
die erzeugte Gasmenge während des Betriebes constant erhalten wird.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 einen die Erfindung verkörpernden Apparat im senkrechten
Schnitt dar, während Fig. 2, 3, 4 und 5 waagrechte Schnitte nach 2-2, 3-3, 4-4 und 5-5
der Fig. 1 sind. Fig. 6 bis 9 zeigen in der Einzelheit verschiedene Vorrichtungen zum
Einlassen von Wasser in fortwährend zunehmender Menge in die Entwickelungskammer.
Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiele stellt der Apparat eine für den Gebrauch im
Freien und bei Fuhrwerken bestimmte Lampe dar, indessen soll die Erfindung nach dieser
Richtung keineswegs beschränkt sein, vielmehr behält sich der Erfinder vor, die auf die Gasentwickelung
bezüglichen neuen Merkmale auch für alle anderen Zwecke, wie beispielsweise
für den Antrieb von Kraftmaschinen, sowie für Beleuchtungs- und Heizzwecke u. s. w
anzuwenden.
Das Carbid wird in einem entsprechend geformten Behälter untergebracht, wobei der sich
bildende Rückstand mit dem Carbid in Berührung bleibt und dazu dient, das Wasser in
regelbarer Menge dem Carbid zuzuführen. Die eingeschlossene Carbidmasse bildet einen regelmäfsig
geformten Körper (am besten mit parallel laufenden Seitenflächen), wobei, gegenüber
dem sich vergröfsernden Widerstände, welchen die fortwährend zunehmende Menge .
des Rückstandes dem Durchgange des Wassers nach dem Carbid entgegensetzt, ein Ausgleich
dadurch geschaffen wird, dafs während der Gasentwickelung Wasser in fortwährend zu-
- nehmender Menge in den Rückstand eingeführt wird. Dies geschieht am besten mittels einer
Vorrichtung, die durch, die von der Ausdehnung der festen Masse infolge der Reaction
ausgehende Kraft bethätigt wird, so dafs auf diese Weise der Apparat selbsttätig wirkend
wird.
A bezeichnet die Entwickelungskammer und B den darüber befindlichen Wasserbehälter.
Beide sind durch eine Scheidewand C getrennt, durch deren Oeffnung c Wasser von
dem Behälter in die Entwickelungskammer gelassen wird. D bezeichnet ein am oberen
Ende geschlossenes und in der Nähe seines unteren Endes zu einer Kammer d ausgebildetes
Rohr mit einer Oeffnung d1, durch welche die "letztgenannte Kammer mit dem Innern des
Behälters in Verbindung steht. Diese Oeffnung d1 wird durch ein Ventil E beherrscht,
dessen Stiel durch eine Stopfbüchse E1 nach aufsen ragt und hier mit einem gerändelten
Knopfe e zum Handhaben des Ventiles versehen, ist. Die Oeffnung c wird durch ein
Ventil F beherrscht, welches nach Fig. 1, 2, 3
und 6 aus einer Stange besteht, welche die Oeffnung ausfüllt und in dieser in der Längenrichtung
verschoben werden kann. Die Stange ist an der Seite mit einer sich verjüngenden Aussparung oder Vertiefung versehen. Der
oberhalb dieser Vertiefung gelegene Theil f1
der Stange füllt, wenn er in die Oeffnung c hineingezogen ist, diese vollständig aus und
verhindert alsdann, den Durchtritt von Wasser
aus dem Behälter nach der Entwickelungskammer. Unterhalb der Scheidewand C befindet
sich eine zweite Scheidewand' G von feinem Drahtgewebe quer zur Entwickelüngskammer,
während unterhalb dieser Drahtgewebescheidewand eine dritte Scheidewand H
von Filz, Löschpapier oder anderem durchlässigen Stoff angeordnet ist. Der Stiel F'
des Ventils tritt nach unten durch eine Schraubenkapsel Ä hindurch, welche den
Boden der Entwickelungskammer bildet. Durch eine Stopfbüchse α ist eine für Flüssigkeit
undurchlässige Verbindung geschaffen. Mit dem Stiele ist ein Teller / dauernd verbunden,
welcher aus einer vertieften gelochten Scheibe i und einer aus Drahtgewebe bestehenden
Scheibe /' besteht, die beide mit dem Stiele und mit einander verlöthet sind, so dafs zwischen
ihnen eine Kammer i" verbleibt. Am Umfange dieses Tellers -befindet sich eine Ringnuth.
In dieser ruht ein offener federnder Ring J, dessen Durchmesser so gewählt ist, dafs der. Ring sich mit einiger Reibung gegen
die Innenwandung der Entwickelungskammer anlegt. Der untere Theil des Stieles F' ist,
wie bei F" angedeutet, hohl und besitzt eine seitliche Oeffnung/", welche in den Innenraum
i" des Tellers I mündet. Das untere Ende dieses rohrförmigen Theiles des Stieles
steht mit der Aufsenluft durch ein Sicherheitsventil K in Verbindung, dessen Gehäuse aus
zwei an einander geschraubten Theilen k k' besteht. L bezeichnet ein Rohr, welches von
der. Entwickelungskammer (am besten in der Nähe ihres Bodens) zum Brenner M führt. An
das Rohr L ist ein Zweigrohr N angeschlossen, welches mit dem Behälter B an dessen Obertheile
in Verbindung steht, um einen Ausgleich des Druckes innerhalb der Entwickelungskammer
und des Behälters zu ermöglichen. Dieses Zweigrohr ist mit einem Ventile N'
ausgestattet, um erforderlichen Falles abgesperrt werden zu können.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Nachdem man die Ventile E und N' ge-'
schlossen hat, füllt man durch die Oeffnung O
den Behälter B mit Wasser. Hierauf nimmt man die Schraubenkapsel A' ab und zieht den
Stiel F' sammt dem Teller I heraus. Man füllt alsdann die Entwickelungskammer A mit
Carbid X, führt alsdann den Stiel sammt Teller wieder ein und schraubt die Kapsel A'
wieder auf. Der Stiel wird so weit nach oben gedrückt, dafs er die Carbidmasse mit der
Scheidewand H in Berührung bringt. Der Apparat ist nunmehr gebrauchsfertig. Wenn
man jetzt die Ventile E und N' öifnet, so fiiefst Wasser aus dem Behälter durch die
Oeffnung c auf die Scheidewand H, und zwar regelt sich die Menge des durchgelassenen
Wassers durch die Querschnittsgröfse der Vertiefung/ am Boden theile der Oeffnung c. Das
am Bodentheile der Oeffnung c anlangende Wasser wird von hier aus durch die Scheidewand
H angesaugt und über die gesammte Oberfläche der Carbidmasse vertheilt. Das
entwickelte Gas geht durch die Gesammtmasse des Carbids nach unten (wobei es getrocknet
wird) und gelangt durch den Teller I hindurch in den unteren Theil der Entwickelungskammer
und von dort aus durch das Rohr L nach dem Brenner. Bei fortschreitender Gasentwickelung
sammelt sich der Rückstand Y oben auf der Carbidmasse an; da die
Menge des Rückstandes gröfser ist als die ursprüngliche Carbidmenge, so wird das Carbid
nach unten, d. h. entgegen dem Widerstände gedrängt, welchen die reibende Berührung des
Tellers I mit den Seitenwändungen der Entwickelungskammer verursacht. Auf diese Weise
wird der Teller allmälig nach unten gedrängt, mit der Wirkung, dafs dadurch das Ventil F
fortwährend durch die Oeffnung c hindurchgezogen wird. Beim Fortschreiten dieser
Ventilbewegung gelangen allmälig gröfsere Theile der Vertiefung f nach dem unteren
Ende der Oeffnung c, so dafs dadurch die Durchlafsöffnung für das Wasser allmälig vergröfsert
und infolge dessen eine allmälig gröfser werdende Wassermenge dem Rückstande
zugeführt wird. Würde eine fortwährend gleichbleibende Wassermenge zugeführt,
dann würde die zum Carbid gelangende Wassermenge während des Vorganges der Gasentwickelung
sich allmälig verringern, und es würde alsdann eine entsprechende Abnahme in
der entwickelten Gasmenge eintreten; indem man aber die Menge des zugeführten Wassers
im Verhältnifs mit der zunehmenden Menge des Rückstandes vergröfsert, wird erzielt, dafs
die Menge des zum Carbid gelangenden Wassers und somit auch die Menge des entwickelten
Gases im Wesentlichen constant bleibt.
Statt eines Ventiles der beschriebenen Art mit verjüngt zulaufender Vertiefung oder Aussparung
kann man auch ein Ventil nach Art des in Fig. 7 veranschaulichten verwenden, bei
welchem der Ventilkörper selbst verjüngt ist, wie bei F2 angedeutet ist, wobei in der Zeichnung
die Verjüngung der gröfseren Deutlichkeit halber etwas stärker als in Wirklichkeit
dargestellt ist. Man kann auch, wie aus Fig. 8 ersichtlich, ein mit parallelen Seiten ausgestattetes
Ventil F3 verwenden, welches in ein
mit Durchlochungen versehenes Gehäuse F* pafst. Dabei ist die Anordnung derartig, dafs
bei der Abwärtsbewegung des Ventilkörpers eine Oeffnung nach der anderen blosgelegt
wird, um Wasser in das Innere des Gehäuses einzulassen, von wo aus das Wasser durch
den zu diesem Zweck rohrförmig eingerichteten
Ventilkörper nach unten tritt. Bei einem feststehenden Apparate kann man auch die in
Fig. 9 gezeigte Anordnung wählen, bei welcher ein Ventil überhaupt nicht vorhanden ist.
Bei dieser Anordnung ist der obere rohrförmige Theil F5, welcher dem Ventile der
anderen Ausführungsform entspricht, mit einer Anzahl Durchlochungen Fa (oder mit einem
entsprechenden Schlitze) versehen, die allmälig bis unter die Wasserfläche im Behälter B gezogen
werden, während in diesem das Wasser durch eine geeignete Vorrichtung (beispielsweise durch
einen Schwimmerhahn -B2) auf gleichbleibender Höhe erhalten wird. Alle diese Vorrichtungen
haben das mit einander gemein, dafs sie eine fortwährende Zuführung von Wasser bewirken und dafs die zugeführte
Wassermenge während des Verlaufes der Gasentwickelung allmälig sich vergröfsert, wobei
sämmtliche beschriebene Vorrichtungen durch die Ausdehnung bethätigt werden, welcher
das Carbid infolge der Reaction unterliegt.
Um die Gasentwickelung zu unterbrechen, ehe die Gesammtmenge des Carbids aufgebraucht ist, hat man nur den Stiel F' und
damit auch den Teller I nach unten zu.ziehen, so dafs die trockene Carbidmasse sich von
dem Rückstande löst und herabfällt, während der Rückstand vermöge seiner Beschaffenheit
an derjenigen Stelle zurückbleibt, an welcher er sich gebildet hat; denn dieser Rückstand besitzt
etwa die gleiche Consistenz wie nasser Formsand, so dafs beim Zusammendrücken der
Masse ihreTheilchen an einander haften bleiben. Bei der beschriebenen Ausführung wird durch
die während der Reaction sich vollziehende Ausdehnung der Masse ein ausreichender
Druck hervorgerufen, um den Rückstand in dem Mafse zusammenzudrücken, dafs er an
der Stelle haften bleibt, wo er entstanden ist.
Zur Erleichterung der Herausnahme, des Rückstandes aus der Entwickelungskammer ist
letztere mit einer inneren Hülse Ä1 in Gestalt
eines dünnen Rohres ausgestattet, welches am besten von Metall angefertigt ist, jedoch auch
aus Papier oder anderem ähnlichen Material bestehen kann. Wenn das gesammte Carbid
aufgebraucht ist, entfernt man die Schraubenkapsel A' und den Teller / in der bereits beschriebenen
Weise und nimmt die Hülse A2 mit dem Rückstande heraus. Man verwendet
am besten das Carbid in Form von Pulver oder kleinen Stücken, indessen kann man dasselbe
auch ■ in Gestalt eines einzigen festen Körpers verwenden. Obwohl in der vorstehenden
Beschreibung von einem Carbid und von Wasser als den für die Gasentwickelung in erster Reihe bestimmten Materialien die
Rede ist, so wird hier ausdrücklich bemerkt, dafs die Erfindung nach dieser Richtung nicht
beschränkt sein soll, dafs man vielmehr an Stelle der genannten Materialien auch andere
feste und flüssige Körper setzen kann, welche nach ihrer Einführung in den Apparat einer
Reaction unterliegen, in deren Folge ein Gas entwickelt wird und ein Rückstand entsteht.
Um zu verhindern, dafs der Rückstand den Ventilstiel in dem Mafse festlegt, dafs er nicht
mehr leicht von Hand bewegt werden kann, und um ferner den Eintritt der Rückstandmasse
in den Kanal/ oder in die ihm entsprechende Vorrichtung zu verhindern, umgiebt
man den Stiel des Ventils mit einem Rohre P, welches von dem Teller I bis dicht
an die Scheidewand H reicht. Dieses Rohr ist oben ein wenig erweitert und mit Einkerbungen
ρ versehen, damit das Wasser eintreten kann, während es sich sonst dem Stiele
des Ventiles genügend dicht anpafst, um eine gegen den Durchtritt von Flüssigkeit gesicherte
Abdichtung zu gewähren.
Claims (2)
1. Acetylenentwickler, gekennzeichnet durch einen sich entsprechend der durch die
Reaction bewirkten Raumzunahme des Carbids ausdehnenden Behälter, der das in
ihn eingefüllte Carbid stets eng umschliefst, um einem Vermischen des letzteren mit
dem nassen Rückstande in jeder Lage vorzubeugen.
2. Acetylenentwickler mit ausdehnbarem Carbidbehälter nach Anspruch i, dessen durch
die Ausdehnung des sich zersetzenden Carbids bewegter Theil eine die Wasserzufuhr
regelnde Vorrichtung bethätigt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE99007C true DE99007C (de) |
Family
ID=369921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT99007D Active DE99007C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE99007C (de) |
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0
- DE DENDAT99007D patent/DE99007C/de active Active
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