DE98895C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1897 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Schutzvorrichtung an Strafsenbahnwagen, durch
welche auf dem Geleise befindliche Körper, mittelst eines selbstthätig wirkenden Fanggitters
erfafst und unbeschädigt in einen unter dem Wagen befindlichen Fangkasten gelegt werden.
Die Einrichtung, welche am vorderen und hinteren Ende eines jeden Wagens anzubringen
ist, besteht im Wesentlichen aus einem Bahnräumer, welcher am· Wagenrahmen pendelnd
aufgehängt und, die ganze Breite des Geleises einnehmend, leichte Körper zur Seite schiebt,
aber infolge des durch schwerere Körper hervorgerufenen gröfseren Widerstandes den Fangmechanismus
auslöst.
Letzterer setzt sich aus einem Rechen und einem Fang- oder Rettungskasten zusammen,
welcher letztere die mittelst des ersteren aufgefangenen Gegenstände oder Personen auffängt.
Fig. ι der Zeichnung stellt einen mit dieser Neuerung ausgestatteten Strafsenbahnwagen in
Seitenansicht dar, wobei der Rettungskasten sich in der Gebrauchslage befindet.
Fig. 2 und 3 zeigen die Einrichtung in gröfserem Mafsstabe im Längsschnitt nach
Linie x-x der Fig. 5 bezw. in Vorderansicht.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt nach Linie y-y der Fig. 5 und Fig. 5 eine Draufsicht.
Fig. 6 zeigt eine Vorderansicht des Bahnräumers.
Der Bahnräumer besteht aus zwei am hinteren Ende der Längsträger des Wagens
pendelnd aufgehängten Doppelhebeln a, deren untere Enden durch eine Stange a1 verbunden
sind, die in gleichen Abständen eine Anzahl bis kurz über die Strafsenoberfiäche reichende
Zinken a2 trägt (Fig. 6). Das obere Ende der
Hebel α ist durch die Stange b zu beiden Seiten des Wagens mit einer Sperrklinke c
verbunden, die die senkrechten, den Fangkasten e tragenden Balken d stützt. Wird die
Sperrklinke ausgelöst, so sinken die Balken d mit dem Fangkasten herunter und letzterer läuft
auf den Rädern e1. Oberhalb des Fangkastens
e ist eine wagerechte Zugstange f angeordnet, welche an dem der Radachse zu
gelegenen Ende mittelst einer Spiralfeder f1
und eines die Stange umgreifenden Gleitstückes y2 am Wagenrahmen federnd aufgehängt
ist (Fig. 3, 4 und 5), während das andere Ende an ein Querstück /3 angelenkt ist, welches
zwischen den Längsträgern des Wagens
rahmens gleitet. Beim Hinabfallen des Fangkastens e legen sich die an den senkrechten
Balken d vorgesehenen Vorsprünge d1 auf die
Enden der Seitenarme f* (Fig. 5) der Zugstange
f und drücken das eine Zahnstange y5
tragende hintere Ende dieser Stange auf ein in der Längsachse des Wagens angeordnetes
Zahnrad g, welches mit einem auf der Wagenachse aufgekeilten gröfseren Zahnrad gl in Eingriff
steht.
An dem Querstück f3 ist an der dem
Wagenende zugekehrten Seite ein Rechen h pendelnd aufgehängt, der aus einer Anzahl
Zinken besteht, welche in gleichen Abständen über' die ganze Breite des Geleises angeordnet
sind und in normaler Lage auf den Endquerträgern des Wagenrahmens bezw. auf einer an
diesen Trägern angebrachten Leiste i aufruhen, von welcher dieselben bei der Rückwärts-
bewegung der Zugstange f in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles (Fig. 4) herabfällt
und die senkrechte Stellung einnehmen, in der sie durch die gleichfalls herabfallenden senkrechten
Schubriegel h1 festgehalten werden.
Um zu verhindern, dafs der Rechen h infolge dieses plötzlichen Ueberganges aus der wagerechten
in die senkrechte Stellung über die letztere hinaus schwingt, sind die Zinken am
oberen Ende mit einem rechtwinkligen Ansatz /i2 versehen, welcher sich bei der senkrechten
Stellung der Zinken an die Unterseite des Querstückes f3 anlegt.
Der Fang- oder Rettungswagen e besteht aus einem Kasten, dessen Länge der Spurbreite
entspricht und dessen Breite so bemessen ist, dafs der Kasten einen Menschen aufzunehmen
vermag. Der Kasten ruht auf den beiden Rädern el. Die Seitenwände sind nach
dem Wagenende zu verlängert und laufen in die Lappen e2 aus, welche, sobald der
Rettungswagen in Thä'tigkeit tritt, in den Schienen gleiten und jeden Gegenstand aus
denselben entfernen. Die verlängerten Seitentheile des Wagens tragen eine geriffelte Gummiwalze
es, welche mittelst geschränkter Seiloder Riementriebe, sowie der Zahnräder e4 e5,
von welchen die ersteren auf der Achse der Gummiwalze, die letzteren auf der Rettungswagenachse
sitzen, in Umdrehung versetzt wird, und zwar in dem Drehungssinne der Wagenräder
entgegengesetzter Richtung.
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise.
Bewegt sich der Wagen in der in Fig. 2 durch einen Pfeil angedeuteten Richtung und
der Bahnräumer a2 stöfst gegen einen auf dem
Geleise befindlichen Gegenstand, so nimmt der Bahnräumer die strichpunktirte Lage ein und
löfst infolge dessen vermittelst der Stangen b die Sperrklinken c. Hierdurch werden die
verticalen Pfosten d ihres Stützpunktes beraubt und sinken mitsammt dem von ihnen getragenen
Fangkasten e auf das Geleise nieder. Die auf der Unterseite der Zugstange f befindliche
Zahnstange /"5 tritt in Eingriff mit
dem Zahnrade g, welch letzteres von dem auf die Radachse aufgekeilten Zahnrad g : bethätigt
wird. Infolge dieses Zahneingriffes wird die Zugstange f in der Pfeilrichtung (Fig. 4) vorgezogen.
Der Rechen h gleitet von der Leiste i herab, nimmt die strichpunktirte Lage ein und
wird bis vor die Gummiwalze es gezogen, so dafs sich der aufgefangene Körper nunmehr
zwischen dem Rechen h und dieser Walze befindet. Infolge der dem Drehungssinne der
Wagenräder entgegengesetzten Drehungsrichtung dieser Walze einerseits und der festen Widerhaltung
des Rechens h andererseits wird der Körper in den Fangkasten e gehoben.
Indessen wird es dem Wagenführer .gelungen sein, den Wagen zum Stehen zu bringen,
welcher nunmehr so weit zurückbefördert wird, bis der Rechen h den Zugang zum Fangkasten
freigiebt. Letzterer wird dann seines Inhaltes entledigt. Hierauf legt man den Rechen wieder
auf die Leiste i und hebt mittelst eines Zahntriebes d2 d3 und einer Kurbel k (Fig. 2 und 3)
die senkrechten Pfosten d mit dem Fangkasten e wieder empor, so dafs dieselben sich
auf die Klinken c stützen und der ganze Apparat wieder gebrauchsfähig ist.
Claims (1)
- Patent- Anspruch:Ein Hilfsfänger für selbsttätige Fangvorrichtungen an Strafsenbahnwagen, gekennzeichnet durch ein wagerecht verschiebbares und zugleich um ein Gelenk drehbares Gitter (h), welches mit einer Zahnstange (f) verbunden ist, die beim Herabfallen der Fangvorrichtung durch diese niedergedrückt und dadurch in Eingriff mit einem von der Radachse angetriebenen Zahnrad (g) gebracht wird, wodurch sich das hierbei herabfallende Gitter (h) gegen die Fangwalze bewegt, zu dem Zweck, der letzteren das Heben des unter den Wagen gekommenen Körpers in den Fangkasten zu erleichtern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE98895C true DE98895C (de) |
Family
ID=369823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT98895D Active DE98895C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE98895C (de) |
-
0
- DE DENDAT98895D patent/DE98895C/de active Active
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