DE976019C - Elektrolytischer Kondensator - Google Patents
Elektrolytischer KondensatorInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
- H01G9/00—Electrolytic capacitors, rectifiers, detectors, switching devices, light-sensitive or temperature-sensitive devices; Processes of their manufacture
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- H01G9/004—Details
- H01G9/08—Housing; Encapsulation
- H01G9/10—Sealing, e.g. of lead-in wires
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- Power Engineering (AREA)
- Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
- Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)
Description
- . (WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 17. JANUAR 1963
(Ges. v. 15. 7.1951)
Es ist bekannt, dai3 bei elektrolytischen Kondensatoren, insbesondere in Wickelform, die Elektroden
aus einem Ventilmetall bestehen. Von den Ventilmetallen wird fabrikationsmäßig in erster Linie
Aluminium zur Herstellung der Kondensatorelektroden verwendet, da Aluminium gegenüber den
anderen Ventilmetallen wie Molybdän, Tantal, Wolfram, Zirkon u. a. den Vorteil hat, billig zu
sein. Die anderen Ventilmetalle sind nämlich verhältnismäßig teuer und selten.
Es ist bekannt, daß die mit den Elektroden in Verbindung stehenden Anschlußstreifen, insbesondere
an den Stellen, an denen die Anschlußstreiferi aus dem Elektrolyten heraustreten, sehr korrosionsgefährdet
sind. Dies gilt vor allem für den mit der Anode verbundenen Anschlußstreifen. Es ist weiterhin
bekannt, diese Anschlußstreifen wie die Elektrode selbst aus Ventilmetall herzustellen und auf
die Elektroden aufzunieten oder aufzuschweißen. Insbesondere ist es bekannt, die Anschluß streifen
von Elektrolytkondensatorelektroden, die aus Aluminium bestehen, mit Anschlußstreifen, die ebenfalls
aus Aluminium bestehen, zu versehen.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch bei Verwendung von aus Ventilmetall bestehenden Anschlußstreifen,
an diesen Korrosionserscheinungen auf-
20» 755/11
treten, und zwar insbesondere an den genannten Stellen, an denen die Elektrodenanschlußteile aus
dem Elektrolyten heraustreten.
Es ist auch schon bekanntgeworden, an diesen am stärksten, korrosionsgefährdeten Stellen der
Anschlußstreifen isolierende oder aus Ventilmetall bestehende Schutzhüllen anzuordnen, die den Zutritt
des Elektrolyten zu diesen Stellen verhindern. Derartige Maßnahmen bedingen aber unnötige, den
ίο Kondensator verteuernde Arbeitsgänge und führen
in vielen Fällen nicht zu den gewünschten Ergebnis.
Das gleiche gilt für eine ebenfalls bereits bekannte Maßnahme, die aus Ventilmetall bestehenden
Elektroden eines Elektrolytkondensators im von dem Elektrolyten benetzten Teil mit einem
Ventilmetallkörper zu verbinden, der seinerseits dicht mit einem Isolierstoff rohr oder isoliert mit
einem Metallrohr verbunden ist, und im Inneren dieses Rohres die Elektrodenzuleitung anzuordnen.
An anderer Stelle ist daher auch schon vorgeschlagen· worden, Anschluß teile, die aus dem gleichen
Ventilmetall bestehen wie die Elektroden selbst, durch höhere Reinheit und/oder Formierung
korrosionsbeständiger zu machen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß auch bei Aluminium größtmöglicher
Reinheit von 99,99% doch noch im Laufe des Betriebs Korrosionen auftreten, die zu einer
Schwächung und schließlich zu einem Durchfressen des Anschlußstreifens führen und damit die Lebensdauer
des Kondensators herabsetzen. Insbesondere tritt dies ein, wenn gut leitende Elektrolyte
verwendet werden.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf einen elektrolytischen Kondensator, dessen Elektroden
aus Aluminium bestehen, und bezweckt, die angegebenen Übelstände zu beseitigen. Gemäß der
Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß ein unmittelbar mit einer Elektrode verbundenes Anschlußorgan
für mindestens eine der Aluminiumelektroden, welches vorzugsweise streifenförmig
oder drahtförmig ausgebildet ist, wie es an sich bekannt ist, mindestens soweit es dem Zutritt des
Elektrolyten ausgesetzt ist, aus einem edleren Ventilmetall als Aluminium besteht, insbesondere aus
Tantal oder Molybdän. In preislicher Beziehung spielt die Verwendung edlerer Ventilmetalle lediglich
in Form der Anschlußstreifen keine Rolle gegenüber der damit erzielten wesentlich verlängerten
Lebensdauer des Kondensators. Es ist möglich, den als Anschluß verwendeten Streifen oder Draht aus
Tantal oder Molybdän vor dem Einbau des Kondensatorkörpers in das Gehäuse vorzuformieren,
d. h. mit einer Sperrschicht zu versehen. Es ist auch möglich, den Streifen oder Draht vor der
Einführung in den Wickel in endlosen Längen im Wanderbad durch ein oder mehrere Formierungsbäder durchzuführen. Für die Formierungsbäder
können Elektrolyte angewendet werden, wie sie auch für die Behandlung der Aluminiumelektroden
üblich sind. Da nun das Ventilmetall, welches edler als Aluminium ist, insbesondere Tantal, eine weit
höhere Funkenspannung als Aluminium hat, so können die Formierungsspannungen bei der Vorformierung
der Anschluß organe wesentlich höher gehalten werden als bei Verwendung von Aluminium,
was sich ebenfalls günstig für die Vermeidung von Korrosionen auswirkt.
Die konstruktive Ausführung der Anschlüsse des Kondensators kann in derselben Weise erfolgen,
wie bei Aluminium üblich. Insbesondere eignet sich die an sich für Aluminium bekannte Bolzendurchführung.
Es ist aber weiterhin möglich, das edlere ■Ventilmetall, wie Tantal oder Molybdän, direkt
durch einen Glasdeckel oder eine Glasperle durchzuführen, da der Ausdehnungskoeffizient von Tantal
demjenigen von bestimmten Gläsern sehr ähnlich ist. Dadurch ergibt sich eine wesentlich einfachere
konstruktive Anordnung des Deckels und insbesondere die Vermeidung von Gummi als Dichtungsmateriäl,
was Vorteile bezüglich Temperaturbeständigkeit und Korrosionsbeständigkeit hat.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.dargestellt: In dem Metallbehälter 1 befindet
sich der Kondensatorkörper 2, welcher z. B. in bekannter Weise wickeiförmig ausgebildet ist,
aus dem die beiden Anschlußstreifen 3 und 4 herausragen. Der Anschlußstreifen 3, der mit der
anodischen Belegung in Verbindung steht, besteht aus Tantal und wird unmittelbar durch eine Glasperle
5 zu der äußeren Anschlußlötöse 6 geführt. Die Glasperle 5 ist in einen Metallring 7 eingeschmolzen,
der z. B. aus einer Legierung besteht, in die sich die Glasperle einschmelzen läßt. Hierzu
eignen sich insbesondere Legierungen wie Kobalt und Eisen. Der Deckel ist mit dem Gehäuse entweder
in bekannter Weise durch Bördelung, wie bei 8 gezeigt, oder durch Schweißung, wie bei 9
gezeigt, verbunden. Der kathodische Anschlußstreifen 4 wird bei der Befestigung des Deckels mit
dem Gehäuse entsprechend berücksichtigt, so daß eine elektrisch leitende Verbindung zwischen dem
Anschlußstreifen 4 und dem Gehäuse 1 stattfindet
Claims (3)
1. Elektrolytischer Kondensator, dessen Elektroden aus Aluminium bestehen und bei dem
ein' unmittelbar mit einer Elektrode verbünde nes Anschlußorgan für mindestens eine der
Aluminiumelektroden, welches vorzugsweise streifenförmig oder drahtförmig ausgebildet ist,
mindestens soweit es dem Zutritt des Elektrolyten ausgesetzt ist, aus einem Ventilmetall be-
. . steht, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschlußorgan
aus einem edleren Ventilmetall als Aluminium, insbesondere aus Tantal oder Molybdän,
besteht.
2. Kondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß streifen bzw.
-draht aus Tantal oder Molybdän vor dem Einbau des Kondensatorkörpers in das Gehäuse
vorformiert ist, insbesondere bei verhältnismäßig hohen Spannungen und vorzugsweise in
Form von endlosen Längen im Wanderbad.
3. Kondensator nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß draht
bzw. Anschlußstreifen in einem glasartigen Verschluß, insbesondere in Form einer Perle
od. dgl., eingeschmolzen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 264551, 631 001;
schweizerische Patentschrift Nr. 231 348; französische Patentschriften Nr. 809 390,
868638; 10
britische Patentschriften Nr. 422 739, 465 727;
USA.- Patentschriften Nr. 2 014 005, 2019 994,
091 920, 2 193 710, 2 246 933.
In Betracht gezogene ältere Patente: i5
Deutsches Patent Nr. 975 381.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 2»755/1t 1.63
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES16355D DE976019C (de) | 1944-07-01 | 1944-07-01 | Elektrolytischer Kondensator |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES16355D DE976019C (de) | 1944-07-01 | 1944-07-01 | Elektrolytischer Kondensator |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE976019C true DE976019C (de) | 1963-01-17 |
Family
ID=7475179
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES16355D Expired DE976019C (de) | 1944-07-01 | 1944-07-01 | Elektrolytischer Kondensator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE976019C (de) |
Citations (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE264551C (de) * | ||||
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| DE975381C (de) * | 1941-05-25 | 1961-11-16 | Siemens Ag | Elektrolytischer Kondensator |
-
1944
- 1944-07-01 DE DES16355D patent/DE976019C/de not_active Expired
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