DE97486C - - Google Patents

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DE97486C
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Germany
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disc
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26BHAND-HELD CUTTING TOOLS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B26B25/00Hand cutting tools involving disc blades, e.g. motor-driven
    • B26B25/005Manually operated, e.g. pizza cutters

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 69: Schneidwerkzeuge.
Die auf der Zeichnung dargestellte mechanische Tuchscheere besitzt zwei runde, scheibenförmige Klingen, von denen die untere durch ein Laufrad in Drehung versetzt wird.
Die Zeichnung zeigt die Scheere in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 in Ansicht von vorn und in Fig. 3 von oben; Fig. 4 und 5 stellen eine Abart mit veränderter Klingenführung dar.
Die beiden scheibenförmigen Klingen C und C1 sind in einem S-förmigen Rahmen α gelagert, der oben am Schenkel / mit einer Handhabe B versehen ist. Der Rahmen enthält in seinem unteren Schenkel P auch das Laufrad F.
Es ist nur ein Laufrad vorhanden und dieses genau so viel seitwärts von der durch die Mitte der Handhabe gelegten Verticalebene nach der einen Seite entfernt, wie die Schneiden der Scheere nach der anderen Seite von dieser Verticalebene abstehen. Diese Anordnung der Scheibenklingen und des Laufrades ist charakteristisch für die vorliegende Tuchscheere. Erst diese Anordnung ermöglicht die Anwendung eines einzigen Laufrades ohne Beeinträchtigung der sicheren Führung der Scheere; ferner gewährt diese Einrichtung die Anwendung eines verhältnifsmäfsig einfachen, in sich nur wenig gekröpften Rahmens von nur unbedeutender Breite, und sie hat auch noch den wesentlichen Vorzug, dafs der Schnitt,-weil er eben seitlich stattfindet, bequem sichtbar ist und somit genau und mit grofser Sicherheit ausgeführt werden kann.
Die beiden Scheibenklingen C und C1 sind in üblicher Weise an der Kante abgeschrägt und liegen mit ihren ebenen Flächen an einander, wobei sie sich nur auf eine kurze Strecke überdecken. Die obere Scheibenklinge läuft mit ihrer Nabe H1 auf einem Zapfen H2, welcher mittelst einer von der Schraube Hs aus nachspannbaren Spiralfeder H so eingestellt werden kann, dafs die Scheibenklinge C stets an der unteren Scheibenklinge C1 . anliegt. Letztere läuft auf einem Zapfen E und trägt auf ihrer Nabe D2 eine Scheibe C3 aus Sandstein , Borsten oder sonst einer rauhen Masse, die dazu dient, das zu schneidende Tuch möglichst sicher aufzunehmen und zu halten und gegen das Messer zu führen. Vor dieser Sandstein- oder Borstenscheibe ist ebenfalls in fester Verbindung mit der Scheibenklinge C1 noch ein Zahnrad D aufgesetzt, in welches das etwa doppelt so grofse Zahnrad D1 der Lapfrolle F eingreift. Diese auf ihrem Umfange zweckmäfsig mit einem Gummiring F1 versehene Rolle ist drehbar auf einem im Rahmen α befestigten Zapfen E1 gelagert, welcher mittelst Schraube G in seiner Lage gesichert ist.
Da das mit der Laufrolle fest verbundene Rad D1 etwa doppelt so viel Zähne hat als das Rad D, so ergiebt sich, dafs bei der Vorbewegung des Apparates auf dem Zuschneidetisch die untere Scheibenklinge C1 ungefähr doppelt so viel Umdrehungen macht, als die Laufrolle selbst. Dieses Uebersetzungsverhältnifs kann selbstredend auch anders gewählt werden, doch haben Versuche ergeben, dafs eine Beschleunigung der Seheibenklingen gegenüber der Laufrolle einen leichteren Schnitt ergiebt.
Die obere Scheibenklinge wird durch Reibung mitgenommen, so dafs die Umlaufs-
geschwindigkeit beider Scheibenklingen ungefähr gleich ist. ,
Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, liegt die Schnittstelle genau mitten vor der Kröpfung des Rahmens, was von wesentlicher Bedeutung ist, da die beiden Theile des geschnittenen Tuches bei dieser Anordnung der Schnittstelle mit gleichem Druck zur Seite geschoben werden und somit jede Tendenz, den Stoff nach einer Seite zu verschieben, vermieden und hierdurch die genaue Schnitführung erleichtert wird.
Bei der durch Fig. 4 und 5 veranschaulichten Abart sind die Scheibenklingen mit ihren Schneiden umgekehrt gestellt, und die Bürstenscheibe C3 ist mit einem geringen Abstand vor der Vorderseite der Scheibenklinge C1 und zwischen beiden eine mit der Bürstenscheibe gleich grofse Scheibe D3 angeordnet, welche die Scheibenklinge C an der Schnittstelle derart gegen die untere Scheibenklinge C' preist, dafs eine stetige Berührung beider Klingen gewährt wird. · ' . ■

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine mechanische Tuchscheere mit scheibenförmigen Klingen, dadurch gekennzeichnet,' dafs die Klingen (C und C1J auf der entgegengesetzten Seite zum Laufrade (F) derart in einem gekröpften S-förmigen Rahmen (a) gelagert sind, dafs die frei sichtbare Schnittstelle mitten vor der Kröpfung liegt und dafs auf beide geschnittenen Stofftheile an der Schnittstelle ein gleich starker, ein einseitiges Verziehen des Stoffes verhütender Seitenschub ausgeübt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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