DE973340C - Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtechtheit von Farbanstrichen und Textilien, insbesondere mit einer Edelgas-Hochdrucklampe - Google Patents
Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtechtheit von Farbanstrichen und Textilien, insbesondere mit einer Edelgas-HochdrucklampeInfo
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Description
- Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtechtheit von Farbanstrichen und Textilien, insbesondere mit einer Edelgas-Hochdrucklampe Es sind bereits Vorrichtungen zur Ermittlung der Lichtechtheit bekannt, bei denen die Proben auf einer zylindrischen Fläche um die Strahlenquelle angeordnet sind. Es hat sich hierbei als nachteilig herausgestellt, daß es sehr schwer ist, die klimatischen Bedingungen für die Proben, insbesondere 'I'emperatur und Feuchtigkeit, so einzustellen, wie es für die Versuche jeweils erforderlich ist. Dadurch, daß die Proben in nächster Nähe der Strahlenquelle angebracht sind, ist mit einer starken Erwärmung zu rechnen. Andererseits aber verhindert die von der Strahlenquelle abgegebene Wärme die Einhaltung bestimmter Feuchtigkeitsbedingungen, da die relative Feuchtigkeit der Luft innerhalb der Vorrichtung bei Erwärmung geringer wird.
- Es ist bekannt, für derartige Zwecke Xenon-Hochdrucklampen als Strahlenquelle zu verwenden.
- Es gibt bereits solche Entladunsröhren, bei denen das eigentliche Entladungsgefäß unmittelbar von einem Kühlmantel umgeben ist, wobei der Zwischenraum zwischen diesem Rohr und dem Entladungsgefäß von Wasser durchflossen wird. Es hat sich nun gezeigt, daß sich bei einer solchen Filterung, hei der das Wasser in einer abgeschlossenen, von Glas begrenzten Filterküvette fließt, an den Glaswandungen Ablagerungen von Kalk oder Eisen aus dem Leitungswasser ausscheiden, die die ausgesandte UV-Strahlung ganz erheblich schwächen und somit zu Absorptionsverlusten führen. Dies wirkt sich deswegen besonders ungünstig aus, weil unter dem Einfluß der starken UV-Strahlung eine solche Ausscheidung aus dem Wasser stark begünstigt wird. Man muß deshalb bei den bekannten Entladungsröhren mit Wasserkühlung bereits nach kurzer Betriebszeit die Strahlenquelle ausschalten und die Wasserküvette von den Ablagerungen befreien, beispielsweise durch Spülen- mit Säuren.
- Selbstverständlich wirken sich diese Störungen im Betrieb sehr unangenehm aus.
- Diese Nachteile werden gemäß vorliegender Erlindung dadurch beseitigt, daß in dem Raum zwischen den Proben und der Strahlenquelle ein Wasserfilter mit einer freien Oberfläche vorgesehen ist. Die von der Strahlenquelle ausgesandte Strahlung soll also auf dem Weg zu den Proben nur durch freie Oberflächen des Wassers hindurchgehen, ohne daß das Wasser durch eine Küvette geführt wird.
- Eine besonders einfache Ausgestaltung des Eriindungsgedankens wird dadurch erreicht, daß man bei senkrecht stehender Strahlenquelle eine ringförmige Düse oder eine Anzahl von kleinen Düsen vorsieht, die konzentrisch zur Strahlenquelle angeordnet sind. Das Wasser strömt dabei in einzelnen Fäden senkrecht nach unten, also parallel zur Strahlenquelle. Oberhalb der Strahlenquelle ist beispielsweise ein konzentrisches Rohr angebracht, an dessen Unterseite sich eine große Anzahl kleiner Düsen befinden. Damit nun in allen in Betracht kommenden Richtungen eine Wasserschicht vorhanden ist, wird man zweckmäßigerweise mehrere konzentrische Reihen von derartigen Düsen vorsehen, die gegeneinander versetzt sind. Durch diese Anordnung ergibt sich somit zwischen der Strahlenquelle und den Proben ein Wasservorhang, dessen Oberfläche sich stetig erneuert. bei dem also keine Absorption durch Ablagerungen erfolgen kann, wie dies bei Anwendung einer Wasserküvette mit Glasfilter der Fall ist.
- Es ist dabei zweckmäßig, die Düsen so auszubilden, daß die einzelnen Wasserstrahlen erhalten bleiben, daß sich also das herausfließende Wasser nicht in Tropfen auflöst, da hierbei eine gewisse seitliche Streuung der Strahlen erfolgen würde.
- Bei der konzentrischen Anordnung der Proben um die Strahlenquelle herum führt diese Streuung zwar im allgemeinen nicht zu einem Strahlungsverlust, weil auch seitlich abgelenkte Strahlen - wenn auch bei einem etwas verlängerten Weg - schließlich doch zu den Proben gelangen. Trotzdem wird man bemüht sein, diese zusätzliche Streuung möglichst gering zu halten. Man kann diese Auflösung des zusammenhängenden Wasserstrahles in einzelne Tropfen durch zusätzliche Maßnahmen verringern oder gar auf dem in Betracht kommenden Weg des Wasserstrahles gänzlich vermeiden. Eine derartige Möglichkeit besteht beispielsweise darin, die einzelnen Düsen in der Weise auszubilden, wie es bei den Laval-Düsen bekannt ist. Diese besitzen eine Einschnürung, durch die die laminare Strömung nach dem Austritt aus der Düse weitgeliend erhalten hleibt. Man kann die gleiche Wirkung auch dadurch erreichen, daß an die Düse eine Gleichhochspannung angelegt wird. Dadurch wird gleichfalls die Auflösung des zusammenhängenden Wasertrahles in einzelne Tropfen verhindert. die I>ic erfindungsgemäße Anwendung ein es Wasserilt-rN mit einer freien Oberfläche hat bei Geräten zur l~ichtechtheitsprüfung weitere wesentliche Vorcile. Bekanntlich wird durch die von der Strahlenquelle abgegebene Wärme eine erhehliche Erwärmung der Proben wie auch des gesamten Gerätes erzielt.
- Durch die Erwärmung der durch das Gerät fließenden Luft wird gleichzeitig deren relative Feuchtigkeit erheblich herabgesetzt. Dadurch, daß nun das Wasserfilter eine große freie Oberfläche hat, wird die Wasserabgabe an die Luft innerhalb des Prüfraumes wesentlich vergrößert, so daß durch die erfindungsgemäße Ausbildung gleichzeitig eine beachtliche Erhöhung der Luftfeuchtigkeit erreicht wird. Durch diese Verdampfung des Wassers wird aber außerdem wiederum Wärme gebunden und somit gleichfalls einer Erhöhung der Temperatur der Proben entgegengearbeitet. Durch die Erfindung wird erreicht, daß die für die zu untersuchenden Proben erforderlichen günstigen klimatischen Bedingungen, wie richtige Temperatur und Feuchtigkeit, geschaffen werden.
- Es sind bereits Geräte für die Lichtechtheitsprüfung bekannt, bei denen die Proben künstlich mit feuchtem Nebel besprüht werden. Durch die freie Wasseroberfläche gemäß der Erfindung wird erreicht, daß man in diesem Fall auf diese künstliche Befeuchtung der Proben verzichten kann.
- PATENTANSPPTÜCHE: I. Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtechtheit von Farbanstrichen und Textilien, insbesondere mit einer Edelgas-Hochdrucklampe als Strahlenquelle, bei der die zu untersuchenden Proben auf einem I(reiszylinder um die in der Achse befindliche Strahlenquelle angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Proben und Strahlenquelle ein Wasserfilter mit einer freien Oberfläche vorgesehen ist.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch g,ekennzeichnet, daß oberhalb der Strahlenquelle eine ringförmige Düse oder eine Anzahl von kleinen Düsen angeordnet ist, die konzentrisch um die Strahlenquelle liegen.In Betracht gezogene Druckschriften: Britische Patentschrift Nr. 429 792; Melliand Textilberichte, Bd. 33, 1952, S. 1040 bis 1043, 1121 bis In24; Elektrotechnische Zeitschrift. Bd. 72, I95 r. S. 427 l>is 429.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEQ330A DE973340C (de) | 1953-11-07 | 1953-11-08 | Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtechtheit von Farbanstrichen und Textilien, insbesondere mit einer Edelgas-Hochdrucklampe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE329430X | 1953-11-07 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE973340C true DE973340C (de) | 1960-01-28 |
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ID=25807352
Family Applications (1)
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| DEQ330A Expired DE973340C (de) | 1953-11-07 | 1953-11-08 | Vorrichtung zur Ermittlung der Lichtechtheit von Farbanstrichen und Textilien, insbesondere mit einer Edelgas-Hochdrucklampe |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE973340C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB429792A (en) * | 1934-02-09 | 1935-06-06 | William Pollard Digby | Improvements in apparatus for comparing the permanence of colour in pigments, dyes and the like |
-
1953
- 1953-11-08 DE DEQ330A patent/DE973340C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
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