DE97174C - - Google Patents

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DE97174C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
    • A23F5/10Treating roasted coffee; Preparations produced thereby

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Tea And Coffee (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
AUG. FRISTER in BREMEN. Kaffee-Reinigungsmaschine.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zum Reinigen von Rohkaffee.
Der Verwendbarkeit der bekannten Reinigungsmaschinen für Getreide für die Kaffeereinigung steht nach Ansicht des Erfinders Folgendes im Wege. Zunächst die eigenartige äufsere Form der Kaffeebohne. Die Bohne ist halboval im Längsschnitt und halbkreisförmig im Querschnitt; hieraus geht hervor, dafs die Bohne beim Pressen gegen eine rotirende Fläche sich nur so weit dreht, bis sie auf der flachen Seite liegt. Eine fortgesetzte ganze Drehung des einzelnen Kornes, worauf im wesentlichen alle Getreide-Reinigungsmaschinen abzielen, kann mit den bislang bekannten Getreide-Reinigungsund Putzmaschinen, wie solche z. B. die PatentschriftenNr. 5059O5Nr. 50593 undNr.837,Kl. 50, darstellen, für Kaffee nicht erreicht werden, weil die Kaffeebohne eben vermöge ihrer halbovalen Form von dem schneller rotirenden Theile auf die flache Seite gelegt wird. Es wird hierbei höchstens die flache Seite und ein kleiner Theil des halbrunden Rückens gereinigt. Wird die Kaffeebohne jedoch; wie in Patentschrift Nr. 50590, bei dem Auslauf oder durch entsprechend stärkeren Zulauf unter derartigen Druck gebracht, dafs eine leidliche Reinigung erzielt werden kann, so brechen die Bohnen, nachdem sie vorher plattgedrückt sind, ein Beweis, dafs die Bohnen eher zerdrückt werden, als dafs sie die Lage auf der flachen Seite verlassen. Eine gleiche Wirkung erzielt man durch die in der Patentschrift Nr. 837, Kl. 50, angegebene rotirende Schmirgelscheibe.
In der Patentschrift Nr. 50593, Kl. 50, »Einrichtung an Getreide-Schälmaschinen«, geschieht die Reinigung der Körner, indem sie durch die auf einer Trommel angebrachten schraubenartigen Rinnen vorwärts bewegt werden und hierbei durch Pressung gegen den umgebenden Mantel die Reibung erhalten. Wie bereits vorstehend ausgeführt, ist gerade diese Art der Behandlung für Kaffeebohnen unverwendbar, da jede Pressung, sei es zur Fortbewegung oder zur Erzielung der Reibung beim Kaffeereinigen, vermieden werden mufs.
Den Beweis hierfür liefert aufserdem die neuerdings vielfach benutzte Gr us ο η-Maschine, System Anderson, welche den Getreide-Putzmaschinen und -Schälmaschinen nach den Patentschriften Nr. 50590, Nr. 50593 und Nr. 837 ähnelt. Dieselbe bewegt den Kaffee durch auf einem Cylinder schraubenartig gelagerte Riefen gegen einen ebenfallls gerieften Mantel vorwärts; die Kaffeebohne erleidet hierdurch einen grofsen mechanischen Druck, wodurch ein Theil der kostbaren ätherischen OeIe und die Feuchtigkeit an die Oberfläche geprefst wird, so dafs die Bohne vorübergehend dunkelfarbig und mattglänzend erscheint. Nach kurzer Zeit verdunsten jedoch die an die Oberfläche geprefsten edeln Theile, und der Kaffee zeigt auch äufserlich durch eine graue todte Aufsenseite den1 nachtheiligen Einflufs dieser Bearbeitung , ganz abgesehen von sonstigen Mängeln, wie Bruch und mangelhafte Reinigung, welche von dem Verfahren unzertrennlich sind. Die Bearbeitung geschieht also hierbei auf
Kosten des dauerhaften, guten Aussehens und des Werthes des Kaffees.
Um die Nachtheile zu vermeiden und jedem Kaffee seine ihm eigene natürliche Farbe zu erhalten und ihn gleichzeitig auf die Höhe seiner Ergiebigkeit und Feinheit zu bringen, wendet der Erfinder folgende Vorrichtung an, welche gestattet, Kaffee jedes Erzeugungsortes gründlich zu reinigen. Durch diese vollkommene Reinigung wird gleichzeitig erzielt, dafs die für den Genufs nicht geeigneten, weil den Geschmack beeinträchtigenden Bohnen leicht erkennbar werden und durch Auslesen entfernt werden können.
Die angewendete Maschine, in beiliegender Zeichnung Fig. ι bis 5 dargestellt, besteht aus einer fafsartigen, bauchigen Trommel (Fig. 1 und 2), welche sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 28 Umdrehungen in der Minute um ihre Achse dreht; in derselben dreht sich eine Walze im gleichen Sinne mit einer Geschwindigkeit von 250 bis 300 Umdrehungen in der Minute. Der Umfang der Walze ist mit sägeartig gezahnten, von der Mitte nach beiden Seiten entgegengesetzt schraubenförmig verlaufenden Leisten besetzt (Fig. 3 bis 5). Durch diese Anordnung wird erzielt, dafs der im bauchigen gröfsten Durchmesser der Trommel befindliche Kaffee ergriffen und nach den beiden Enden der Walze geschleudert wird, während die Schleuderkraft ihn zwingt, wiederum nach dem gröfsten Durchmesser der Trommel hinzudrängen. Zum Betriebe wird die Trommel nahezu zur Hälfte mit Kaffee gefüllt. Während die Geschwindigkeit der Trommel nun so bemessen ist, dafs der Kaffee an dem Umfang bis über den waagrechten Durchmesser gehoben wird, dann nach der Achse zu umkippt und in Gegenbewegung zu der ursprünglichen Bewegungsrichtung fällt (Fig. 2), wird durch die gröfsere Geschwindigkeit an dem Umfang der Walze, welche sich mit der Trommel in gleicher Richtung bewegt, durch das Eingreifen der Zähne in diesen Gegenstrom ein Abschleifen der Bohnen durch Eingreifen der Zähne und der allseitigen Reibung der Bohnen unter einander erzielt, wobei keine nachtheilige Pressung auftreten kann, da die Bohnen, wie erwähnt, theils nach den Böden der Trommel, theils nach dem Umfang derselben ausweichen können.
Je nach Herkunft und Beschaffenheit des Kaffees (ob harte oder weiche Sorte) wird der Kaffee längere oder kürzere Zeit mit der Maschine behandelt.
Insbesondere findet das Verfahren Anwendung auf afrikanische Sorten aus dem Congobecken und den davorliegenden portugiesischen Colonien (Ambriz, Enconge, Cazengo), welche aufser reichlich anhaftendem Schmutze einen dicken Hautbelag haben, ohne dessen Entfernung ein gleichmä'fsiges Rösten unmöglich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    fcaffee-Reinigungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs in einer fafsartigen, um die Längsachse sich drehenden Trommel eine Walze schneller als die Trommel und in gleichem Sinne wie diese umläuft, deren Oberfläche mit gezahnten, von der Mitte nach beiden Seiten entgegengesetzt schraubenförmig verlaufenden Leisten besetzt ist, zum Zwecke, den Kaffee durch die Leisten nach den Böden der Trommel hinzuschaffen und ihn infolge der Fafsform durch die Schleuderkraft wieder nach der Mitte' der Trommel zurückzuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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