DE970287C - Anordnung zur Zuendung von mit Zuendstiften gesteuerten Entladungsgefaessen - Google Patents
Anordnung zur Zuendung von mit Zuendstiften gesteuerten EntladungsgefaessenInfo
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- H02M—APPARATUS FOR CONVERSION BETWEEN AC AND AC, BETWEEN AC AND DC, OR BETWEEN DC AND DC, AND FOR USE WITH MAINS OR SIMILAR POWER SUPPLY SYSTEMS; CONVERSION OF DC OR AC INPUT POWER INTO SURGE OUTPUT POWER; CONTROL OR REGULATION THEREOF
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 4. SEPTEMBER 1958
A 19632 VIII c j 21g
Bekanntlich werden mit Zündstift gesteuerte Entladungsgefäße schon nach kurzer Betriebszeit
in ihrer Betriebssicherheit beeinträchtigt, wenn im Zündstromkreis sogenannte Rückströme, d. h.
Ströme von der Kathode zum Zündstift hin, auftreten. Bisher hatte man, um dieser Schwierigkeiten
Herr zu werden, ein gleichrichtendes Element in den Zündstromkreis eingefügt. Auch dürfen die
Zündströme selbst nur kurze Zeit durch den Zündstift fließen.
Vorliegende Erfindung gibt nun eine einfache und sichere Anordnung zur Zündung von mit Zündstiften
gesteuerten Entladungsgefäßen in Stromrichterschaltungen, die solcher zusätzlicher gleichrichtender
Elemente nicht bedarf. Gemäß der Erfindung ist der Stromkreis jedes Zündstiftes über
eine Hilfselektrode im Entladungsweg des vorher arbeitenden Entladungsgefäßes, eine Hilfssteuerspannungsquelle
sowie die gemeinsame Kathodenleitung galvanisch geschlossen. Als weitere Hilfselektrode
kann auch die metallische Gefäßwandung dienen, wobei diese von der Kathode zu isolieren ist.
In einer bekannten Anordnung ist der Zündstift eines Gefäßes mit einer zusätzlichen Hilfsentladung
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innerhalb eines vorher arbeitenden Gefäßes gekoppelt. Diese Anordnung erhöht aber die Rückzündungsgefahr
und setzt nicht die Dauer des Zündstromes herab.
Die Erfindung sei an Hand der Fig. ι bis 4 näher
erläutert.
In Fig. ι ist die Erfindung an einer Umformungseinrichtung zwischen einem Wechselstromnetz 1
und einem Gleichstromnetz 2 dargestellt. Sie enthält den Transformator 3 mit den Primärwicklungen
4 und den Sekundärwicklungen 5, 6, 7, an die die Entladungsgefäße 8, 9, 10 angeschlossen sind.
Die Entladungsgefäße 8, 9, 10 sind vorzugsweise solche mit Dampf- oder Gasfüllung; sie besitzen
eine Kathode 11, einen Zündstift 12 aus Halbleitermaterial,
der in die Kathode 11 eintaucht, und eine Hilfselektrode oder Gitter 13, welches in den Entladungsweg
zwischen der Anode 14 und der Kathode 11 isoliert angebracht ist. Es ist nicht notwendig,
daß diese Hilfselektrode oder dieses Gitter ein übliches Gitter in der Konstruktion ist oder
daß es direkt zwischen Kathode und Anode liegt. Es kann irgendeine Form oder irgendeine Lage in
der Weise haben, daß es während der Leitfähigkeit des Entladungsgefäßes in das ionisierte Gas eintaucht.
Wird also das Wort »Gitter« gebraucht, ist es nur in diesem Sinne zu verstehen. Das Gitter 13
ist isoliert in bezug auf die Kathode 11, und seine Funktion ist die Einführung eines leitenden Weges
zwischen ihm selbst und der Kathode 11 zu einem vorgegebenen Zeitpunkt während jeder Periode des
Betriebes, um eine Speisung des Zündstiftes einer der anderen Entladungsgefäße zu ermöglichen.
Es ist eine Anzahl von Erregerkreisen 15, 16, 17
vorgesehen, cjie auf die Zündstifte 12 Gleichstromimpulse
geben, um die Entladungen in den Entladungsgefäßen einzuleiten. Jeder der Erregerkreise
15 bis 17 enthält eine Anordnung zur Erzeugung von Stoßspannungen, z. B. einen sättigbaren
Transformator mit dem Kern 19, der Primärwicklung 20 und der Sekundärwicklung 21, in
welcher eine Wechselspannung spitzer Form induziert wird. Die Erregerkreise 15 bis 17 können von
einer Wechselspannungsquelle geeigneter Frequenz und welche eine gewünschte Phasenlagenbeziehung
der den Zündstiften 12 aufgedrückten Spannungen einzustellen gestattet, gespeist werden. Die Erregerkreise
in Fig. ι sind hier von dem gleichen Wechselstromnetz 1 gespeist. Eine geeignete
Phasenschieberanordnung, z. B. ein Drehregler 22, ist zwischen Netz 1 und die Erregerkreise 15 bis
17 geschaltet. Damit zwischen den Zündstiften 12 und den Kathoden 11 nur Gleichstrom unter Vermeidung
eines besonderen Gleichrichters fließt, ist die Sekundärwicklung 21 des sättigbaren Transformators
18 gemäß der Erfindung zwischen Zündstift des einen Entladungsgefäßes und Gitter 13
des vorher arbeitenden Entladungsgefäßes geschaltet; z.B. die Sekundärwicklung21 des Erregerkreises
15, der dem Entladungsgefäß 8 zugeordnet
ist, ist zwischen Zündstift 12 des Entladungsgefäßes 8 und Gitter 13 des Entladungsgefäßes 10,
welches vor dem Entladungsgefäß 8 leitend ist, geschaltet. In gleicher Weise ist der Zündstift 12
des Entladungsgefäßes 9 über die Sekundärwicklung 21 des Transformators 18 des Erregerkreises
16 an das Gitter des Entladungsgefäßes 8, das vor dem Entladungsgefäß 9 leitend gewesen ist, geschaltet.
Die Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 1 soll auseinandergesetzt werden unter der Annahme,
daß die Einrichtung als Gleichrichter zur Übertragung von Energie an das Netz 2 aus dem Netz 1
arbeitet. Die Entladungsgefäße 8, 9 und 10 sollen jede für 1200 el. in der angegebenen Reihenfolge
leitend werden. Es ist klar, daß jedes Entladungsgefäß Strom führen wird, bis das folgende Entladungsgefäß
leitend geworden ist und der Strom auf sie kommutiert ist. In dem vorliegenden Fall werden
die Entladungsgefäße durch den Strom über den Zündstift 12 leitend, der auf der Oberfläche des
Quecksilbers einen Kathodenfleck erzeugt und dadurch die Entladung zwischen Kathode 11 und
Anode 14 einleitet.
Jeder der sättigbaren Transformatoren 18 erzeugt eine Wechselspannung spitzer Form. Diese
Wechselspannungen sind um 1200 untereinander in
der Phase versetzt. Jedoch da jede der Sekundärwicklungen 21 in Reihe mit dem Entladungsweg
eines anderen Entladungsgefäßes liegt, kann nur Gleichstrom über den Zündstift fließen, d. h., da die
Sekundärwicklung 21 an das Gitter 13 eines anderen Entladungsgefäßes angeschlossen ist, wirkt
dieses als gleichrichtendes Element für den Zündstift des ersteren Entladungsgefäßes.
Es sei die Wirkungsweise der Einrichtung betrachtet, wenn eines der Entladungsgefäße, z. B.
das Entladungsgefäß 9, leitend werden soll und das Entladungsgefäß 8 leitend ist. Infolgedessen befindet
sich das Entladungsgefäß 8 im ionisierten Stadium, und der Strom fließt zwischen Kathode
11 und Gitter 13. Wenn nun die Spannung in der
Sekundärwicklung 21 des Erregerkreises 16 in genügender
Weise gestiegen ist, um einen Strom zwischen Zündstift 12 und der Kathode 11 des Entladungsgefäßes
9 zu treiben, so ist dies im wesentlichen ein Gleichstrom, da das Gitter 13 und die
Kathode 11 des Entladungsgefäßes 8 wie ein Hilfsgleichrichter
wirken. Sobald das Entladungsgefäß 8 nichtleitend wird, wird der Speisekreis für den no
Zündstift des Entladungsgefäßes 9 unterbrochen, da das Entladungsgefäß 8 entionisiert. In dieser
Weise werden nur die Gleichstromimpulse auf die Zündstifte übertragen und die Speisekreise der
Zündstifte, sobald das Entladungsgefäß leitend ist und den Strom übernommen hat, unterbrochen. Da
nur Gleichstromimpulse auf die Zündstifte übertragen werden, und nur während der kurzen Zündzeit,
steigt die Lebensdauer der Entladungsgefäße in nicht unwesentlicher Weise.
Damit das Potential der Zündstifte 12 niemals positiv gegenüber der zugeordneten Kathode 11
wird, sind, wie in Fig. 2 dargestellt, zusätzliche Spannungen in die Erregerkreise 15 bis 17 eingeführt,
damit jeder Rückstrom zwischen Zündstift 12 und Kathode 11 unterbunden wird. Es sind
Transformatoren 23 in die Erregerkreise 15 bis 17
eingeschaltet, deren Spannungen es nicht zulassen, daß die Zündstifte positiv gegenüber der Kathode
werden. Solche Spannungen können in verschiedener Art und Weise erhalten werden. In dem dargestellten
Beispiel werden sie dem Netz 1 über einen Drehregler 24 entnommen. Der Drehregler
24 wird so eingestellt, daß die durch ihn in den Erregerkreis eingeführte Spannung derart ist, daß die
resultierende, dem Zündstift 12 aufgedrückte Spannung positiv nur während einer bestimmten Zeit
ist, während der der zugeordnete Erregerkreis über das vorher arbeitende Entladungsgefäß geschlossen
ist.
Die Art und Weise, wie der Erregerkreis nach Fig. 2 arbeitet, kann besser verstanden werden bei
Betrachtung der Kurven in Fig. 3. Kurve A stellt die Spannung spitzer Form dar, die durch den
sättigbaren Transformator 18 in einem der Erregerkreise, z. B. dem Erregerkreis 16, erzeugt wird.
Es ist klar, daß die positiven Spannungsspitzen der Kurve A sich nach 3600 el. wiederholen. Im Beispiel
wird also das Entladungsgefäß 9 leitend in den Zeiten α und c. Weiterhin ist klar, daß das
Entladungsgfäß 9 nur während 1200 el. in jeder Periode Strom führt. Das Entladungsgefäß 8 wird
leitend werden zur Zeit b und den Strom während der Zeit b-c führen. Bei Betrachtung der Kurven
nach Fig. 3 ist es klar, daß während dieses Zeit-Intervalls eine Rückspannung dem Zündstift 12 des
Entladungsgefäßes 9 aufgedrückt wird, wenn ein Hilfsgleichrichter nicht verwendet wird. Bei geeigneter
Einstellung des Drehreglers 24 und der Spannung, die durch den Transformator 23 in den
Erregerkreis 16 eingeführt wird, kann es erreicht werden, daß während der ganzen Zeit b-c die resultierende
Spannung, die dem Zündstift aufgedrückt wird, ein wenig positiv ist. In dieser Weise wird
ein Rückstrom zwischen dem Zündstift 12 und der Kathode 11 verhütet und die Lebensdauer des Entladungsgefäßes
entsprechend erhöht.
In Fig. 4 ist eine vereinfachte Ausführung der Erfindung dargestellt. Entsprechende Schaltelemente
haben die gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 1 und 2. Anstatt ein besonderes Hilfsgitter
zu verwenden, welches mit den Kathoden zusammenarbeitet, um eine Gleichrichtung der Erregerströme
zu erreichen, sind Entladungsgefäße 25, 26 und 27 verwendet, welche einen metallenen
Behälter 28 und eine von ihm elektrisch isolierte Kathode 29 haben. Die Kathoden 29 können in geeigneter
Weise, z. B. durch Isolationsringe 30, die zwischen dem oberen Teil des Gefäßes und den
Kathoden angebracht sind, von diesen isoliert sein. Der Behälter 29 wird nun als Hilfselektrode gemaß
der Erfindung verwendet. Die Sekundärwicklung 21 jedes Transformators 18 ist an den
Behälter 28 des vorher arbeitenden Entladungsgefäßes angeschlossen. Einer der hervorstehenden
Vorteile dieser Anordnung ist die Einfachheit in der Konstruktion und eine weitgehende Verminderung
der Kosten. Die Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 4 ist die gleiche wie die der Fig. 1.
Claims (3)
1. Anordnung zur Zündung von in mehrphasigen Stromrichterschaltungen arbeitenden
Entladungsgefäßen mit flüssiger Kathode, die mit ständig in die flüssige Kathode eintauchenden
Zündstiften aus Widerstandswerkstoff gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stromkreis jedes Zündstiftes über eine Hilfselektrode im Entladungsweg des vorher
arbeitenden Entladungsgefäßes, über eine Hilfssteuerspannungsquelle
und die gemeinsame Kathodenleitung galvanisch geschlossen ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Hilfselektrode die metallische, von der Kathode isolierte Gefäßwandung
dient.
3. Anordnung nach Anspruch 1 mit Steuerung der Zündstifte mit Spannungen mit wenigstens
angenähert spitzer Wellenform, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche Wechselspannungsquelle
im Zündstromkreis vorgesehen ist, die die Grundwelle der Zündspannung spitzer Form kompensiert.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 190522;
deutsche Patentanmeldung S 123458 VIIIc/21 g.
Schweizerische Patentschrift Nr. 190522;
deutsche Patentanmeldung S 123458 VIIIc/21 g.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 605/60 8.5S
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US56389XA | 1939-09-01 | 1939-09-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE970287C true DE970287C (de) | 1958-09-04 |
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ID=19756365
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA19632D Expired DE970287C (de) | 1939-09-01 | 1940-08-21 | Anordnung zur Zuendung von mit Zuendstiften gesteuerten Entladungsgefaessen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE970287C (de) |
| NL (1) | NL56389C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH190522A (fr) * | 1935-07-16 | 1937-04-30 | Westinghouse Electric Corp | Redresseur de courant électrique à vapeurs. |
-
0
- NL NL56389D patent/NL56389C/xx active
-
1940
- 1940-08-21 DE DEA19632D patent/DE970287C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH190522A (fr) * | 1935-07-16 | 1937-04-30 | Westinghouse Electric Corp | Redresseur de courant électrique à vapeurs. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL56389C (de) |
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