DE9692C - Kühlapparat - Google Patents
KühlapparatInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25D—REFRIGERATORS; COLD ROOMS; ICE-BOXES; COOLING OR FREEZING APPARATUS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F25D13/00—Stationary devices, e.g. cold-rooms
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Description
1879.
Klasse .U
KENNARD KNOTT in LONDON.
Kühlapparat.
Kühlapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. November 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen an Kühlapparaten für Kammern, in denen
Fleisch, Fische etc. aufbewahrt oder transportirt werden sollen, und läfst sich auch zum Kühlen
von Bierwürze in Brauereien und in Destillationen und zum Kühlen von Räumen aller Art
anwenden. Die Erfindung besteht im wesentlichen in der Erzeugung eines Stromes von abgekühlter
Luft in einer möglichst luftdicht abgeschlossenen Kammer, wobei die Luft getrocknet
und gereinigt wird.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 den Längenschnitt durch den ganzen Apparat,
Fig. 2 den Querschnitt durch den kühlenden Behälter.
A ist der zu kühlende Raum, mit luftdichten und die Wärme schlecht leitenden Wänden und
mit luftdicht schliefsenden Thüren versehen. B ist ein flacher Behälter, 'mit Glycerin oder
einer ähnlichen zweckentsprechenden Flüssigkeit gefüllt; er steht auf einer flachen Pfanne j,
welche ihrerseits auf dem Gestell a' steht. Das
an den Wänden dieses Gefäfses B sich niederschlagende Condensationswasser läuft an den
zu diesem Zweck schwach geneigten Wänden desselben herab, sammelt sich in der Pfanne j
und wird schliefslich durch den Syphon k abgeleitet.
Die gegenüber liegenden Wände von B sind durch Rohre α verbunden.
Im Innern des Gefäfses B ist das Schlangenrohr b, welches mit einer Eismaschine oder
einem ähnlichen Kälte erzeugenden Apparat durch die Rohre c und d in Verbindung steht.
D ist eine luftdichte Kammer, mit schlechten Wärmeleitern umgeben; in dieser befindet sich
der Ventilator E und die Kammer F, welche mit horizontalen Tafeln, Pfannen oder Horden e
versehen ist, auf denen Kohle liegt; daneben die ebenso eingerichtete Kammer G, auf deren
Pfannen / Chlorcalcium oder englische Schwefelsäure (je nachdem der ganze Apparat transportabel
oder stationär angewendet wird) oder auch ■ irgend ein anderer Stoff, welcher der Luft die
Feuchtigkeit entzieht, liegt.
Die Kammer G steht durch das Rohr g mit dem Ventilator E in Verbindung, und zwar
zieht dieser die Luft durch g aus Kammer G und F und treibt sie durch h in den Kühlraum
A, wo sie hinter dem Gefäfs B eintritt.
i ist das Rohr, durch welches die Luft aus dem Kühlraum A von dem Ventilator durch die
Kammer i^und G gesaugt wird. Die Wirkungsweise dieses Kühlapparats ist die folgende:
Das stehende Gefäfs B ist gefüllt mit Glycerin, Salzwasser oder ähnlichen Flüssigkeiten,
welche auch bei grofser Kälte nicht erstarren. Die durch die Eismaschine erzeugte Kälte wird
durch die Rohre c und d gezwungen, durch das Schlangenrohr b innerhalb B zu circuliren,
so dafs B eine sehr tiefe Temperatur mitgetheilt wird; der Grad der mitzutheilenden Kälte läfst
sich durch die Eismaschine leicht reguliren.
Um den Luftzug in dem Kühlraume A zu erzeugen, dient der Ventilator E; er saugt durch
das an der Decke des Kühlraumes liegende Rohr i die Luft, zunächst in die Kammerabtheilung
F, wo sie durch die Kohle gereinigt wird, d. h. von Fäiilnifserregern befreit wird; dann
wird in der Abtheilung G der Luft die Feuchtigkeit entzogen, sie passirt dann gereinigt und
getrocknet den Ventilator, der sie durch Rohr h hinter dem Gefäfs B ausstöfst, wo sie abgekühlt
wird, indem sie B umströmt oder durch die Rohre α durch dasselbe passirt. Dann vertheilt
sie sich im Räume A, wodurch die dort aufgehängten Sachen lange Zeit frisch und gut erhalten
bleiben.
Es ist also stets dieselbe Luft, welche in A und aus A durch F und G vermittelst des Ventilators
circulirt, sie wird immer mehr und mehr gereinigt und immer trockener; je länger
also der Apparat in Betrieb ist, desto wirkender ist er.
Das Gefäfs B, welches seine zweckmäfsigste Stellung so hat, wie Figur zeigt, kann aber auch
an einer anderen Stelle im Kühlraum A stehen, ebenso können Kammer D sammt Ventilator
und Eismaschine C irgend wo anders angeordnet werden, je nachdem der vorhandene
Raum es bedingt. Statt das Gefäfs B anzuordnen, kann auch das Schlangenrohr b den
ganzen Raum A umkreisen und dadurch die Abkühlung der Luft hervorgerufen werden.
Die letztere Anordnung wird man beim Kühlen von Bierwürze in Brauereien und zum Abkühlen
von Zimmern wählen; von einem Hauptrohr läfst man Zweigrohre abgehen, welche wieder
zum Hauptrohr zurückkehren, und schliefslich geht das Hauptrohr wieder zur Eismaschine
zurück, dadurch wird die vom Eisapparat erzeugte Kälte der ganzen Luft nahezu gleichmäfsig
mitgetheilt; dabei werden zweckmäfsig einige Sicherheitsventile angeordnet; die Einrichtungen
zum Reinigen und Trocknen der Luft und zur Erzeugung des Luftstromes bleiben dabei dieselben.
Claims (2)
1. Die beschriebenen Einrichtungen zum Kühlen von Brauereien und Häusern.
2. Der gezeichnete und beschriebene Kühlapparat , im wesentlichen bestehend aus
einem luftdichten Kühlraum A, mit schlechten Wärmeleitern umgeben, in welchem die
zu conservirenden Gegenstände aufbewahrt oder transportirt werden, mit einem Kühlgefäfs
B mit geneigten Wänden, an denen das Condensationswasser in eine Pfanne abläuft,
in Verbindung mit einem Kälteerzeuger, ζ. B. einer Eismaschine, einer luftdichten
Kammer mit Abtheilung zum Reinigen und Trocknen der Luft vermittelst Kohle bezw.
Chlorcalcium und einem Ventilator zum Erzeugen des Luftstromes mit den nöthigen Rohren. Alles im wesentlichen angeordnet
wie' beschrieben und dargestellt.
Die Anordnung der von der ,äufseren Luft durchaus abgeschlossenen, luftdichten Kühlkammer A, welche es ermöglicht, wenn einmal die zu conservirenden Gegenstände in dieselbe gebracht und die luftdicht schliefsenden Thüren geschlossen sind, stets dieselbe Luft in derselben circulirt, was bewirkt, dafs je länger der Apparat in Betrieb ist, desto reiner und trockener die Luft wird und desto wirksamer der Apparat ist, da die Bedingungen zur Zersetzung und Fäulnifs immer mehr verschwinden.
Die Anordnung der von der ,äufseren Luft durchaus abgeschlossenen, luftdichten Kühlkammer A, welche es ermöglicht, wenn einmal die zu conservirenden Gegenstände in dieselbe gebracht und die luftdicht schliefsenden Thüren geschlossen sind, stets dieselbe Luft in derselben circulirt, was bewirkt, dafs je länger der Apparat in Betrieb ist, desto reiner und trockener die Luft wird und desto wirksamer der Apparat ist, da die Bedingungen zur Zersetzung und Fäulnifs immer mehr verschwinden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9692C true DE9692C (de) |
Family
ID=287033
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9692D Active DE9692C (de) | Kühlapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9692C (de) |
-
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- DE DENDAT9692D patent/DE9692C/de active Active
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